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Flüssigkeitsmesser mit durch das Gewicht der in ihr befindlichen Flüssigkeit gedrehter Messtrommel.
Bekannt sind Flüssigkeitsmesser mit durch das Gewicht der in ihr befindlichen Flüssigkeit gedrehter Messtrommel, zentral in diese Trommel eingeführter Flüssigkeitszuleitung und unten angebrachter Flüssigkeitsableitung. Bei diesen bekannten Messern hat man auch bereits in die Messtrommel eine bestimmte Menge von Sperrflüssigkeit eingebracht. Eine Ausführung eines derartigen Messers ist nur dann brauchbar, wenn eine Sperrflüssigkeit verwendet wird, die spezifisch schwerer ist als die Messflüssigkeit.
Für eine andere Ausführung eines derartigen bekannten Messers ist auch schon vorgeschlagen worden, durch Umkehren des Messers mit spezifisch leichteren Sperrflüssigkeiten zu arbeiten. In diesem Falle bedarf es aber zusätzlicher Einrichtungen, ausserdem soll dabei in allen Fällen die Austrittsöffnung für die Messflüssigkeit im oberen Teil des Messers liegen, was für ein betriebssicheres Arbeiten oft hinderlich ist.
Die Erfindung schafft mit verhältnismässig einfachen Mitteln einen ohne Rücksicht auf das spezi-
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die Flüssigkeitsableitung als auch die Flüssigkeitszuleitung unterhalb der Achse der Messtrommel angeordnet sind und dass die Flüssigkeitszuleitung ständig in der stets nur im unterhalb der Achse liegenden Teil der Trommel und des Gehäuses befindlichen Messflüssigkeit untertaucht. Durch den so geschaffenen Flüssigkeitsabschluss wird eine im oberen Teil der Trommel und des Gehäuses enthaltene Sperrgasmenge abgeschlossen.
Der neue Messer, der unmittelbar in eine von beliebiger Flüssigkeit durchströmte Rohrleitung eingebaut werden kann, bietet ausserdem den Vorteil, dass er schon bei geringen Druckverlusten einwandfrei arbeitet und dass der fortlaufende Durchfluss von Messflüssigkeit auch dann nicht gehemmt wird, wenn etwa durch mechanische Einflüsse ein Festklemmen der Messtrommel auftreten sollte.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele eines Messers gemäss der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform. Fig. 2 und 3 stellen zwei um 90 gegen- einander versetzte Längsschnitte durch eine zweite Ausführungsform dar. Bei beiden Ausführung- formen ist angenommen, dass der Messer als Brennstoffverbrauchsmesser für einen Kraftwagen oder ein Flugzeug verwendet werden soll.
Nach Fig. 1 fliesst der Brennstoff aus einem Hochbehälter a während des Betriebes durch ein Rohr b in den Messer c und durch eine Kammer d in die zum Motor führende Leitung e. Zwischen d und e ist ein Hahn t eingeschaltet. Der Messer c enthält in einem Gehäuse g eine um die Achse h drehbare Messtrommel i mit durch gekrümmte Flächen begrenzten Kammern, die aus einem zentralen Verteilungs-
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in Verbindung, das sowohl als Einstellrohr für das Sperrgas als auch zum Abführen des aus der im Messer befindlichen Flüssigkeit kommenden Gases dient. Beim Inbetriebsetzen des Messers sind die Rohre b und l geöffnet, während die Leitung e durch den Hahn t abgeschlossen ist.
Es fliesst nun aus dem Be- hälter a die FlÜssigkeit durc11 das Rohr b in den Raum k und von diesem in die Kammern der Trommel i.
Infolge der einseitigen Belastung der Trommel durch das Gewicht der in ihr befindlichen Flüssigkeit dreht sich die Trommel, und die Kammern entleeren und füllen sich nacheinander. Das vorher in das Gehäuse g sowie in die Trommel i eingebrachte oder vorhandene Sperrgas, als welches meist Luft genügt, wird durch die in das Gehäuse g und die Trommel i eintretende Flüssigkeit zum Teil durch das Rohr l in den Behälter a gedrückt. Dieser Vorgang dauert so lange, bis der Flüssigkeitsstand im Gehäuse g so
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hat wie im Behälter a.
Durch die beschriebenen Vorgänge ist im Gehäuse 9 eine bestimmte Menge Sperrgas eingestellt worden, die durch die am Boden des Gehäuses 9 und durch in der Kammer d befindliche Flüssigkeit abgesperrt ist. In der Trommel i und im Gehäuse 9 herrscht dabei praktisch der gleiche Flüssigkeitsstand.
Die Trommel ist am Schluss des Einstellens zum Stillstand gekommen.
Herrscht im Behälter a Über- oder Unterdruck, so findet beim Öffnen des Hahnes f zunächst durch das Rohr l ein Druckausgleich statt. Die Sperrgasmenge im Messer und somit auch der Flüssigkeitsspiegel im Gehäuse 9 ändern sich etwa entsprechend den Druekverhältnissen, jedoch bleiben diese Änderungen bei normalem Betrieb in zulässigen Grenzen. Dies sei an zwei Beispielen erläutert :
1. Ist in dem Behälter a der herrschende absolute Druck P, der Druck der Flüssigkeitssäule vom
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entspricht jetzt nicht mehr dem Rauminhalt Q. sondern ist im Verhältnis 10 : 10-5 verdichtet worden.
Sie beträgt demnach 0-95 Q.
2. Es sei angenommen, dass im Behälter a Überdruck von 5 at. herrschen würde, P ist dann 60 m WS. Nach dem Druckausgleich beim Inbetriebsetzen des Messers herrscht auch in diesem ein ab-
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ersten Beispiel ergibt, dass das Sperrgas in diesem Falle einen Raum von 0-97 Q einnimmt.
Ähnlich lässt sich auch zeigen, dass bei Unterdruck im Behälter a ein befriedigendes Arbeiten des Messers möglich ist.
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Kammer d'ohne Zwischenschaltung einer engen Durchtrittsstelle an das Gehäuse des Messers angeschlossen. Dies ist zur Erzielung eines sicheren Flüssigkeitsabsehlusses für das im Gehäuse g und in der Messtrommel e enthaltene Sperrgas zuweilen zweckmässig.
Die bei der Inbetriebsetzung eingestellte Sperrgasmenge verlagert sich bei der Drehung der Trommel,
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Messtrommel wird die Sperrgasmenge stärker verlagert, der Flüssigkeitsspiegel im Gehäuse fällt weiter, und in der Trommel steigt die Flüssigkeit bis zu dem vorerwähnten Überlauf. Es findet zwar in diesem Falle keine Messung mehr statt, jedoch lässt sieh in der angedeuteten Weise die unter Umständen verhängnisvolle Unterbrechung des Durchflusses der Flüssigkeit durch den Messer und damit die Unterbrechung der Speisung der Leitung e mit Flüssigkeit vermeiden.
Bei normalem Betrieb steht die Flüssigkeit in der Messtrommel im allgemeinen höher als die untere Öffnung des Rohres 1. Durch Vergasen der Flüssigkeit innerhalb des Gehäuses 9 und auch durch Abgabe von durch die Flüssigkeit mitgeführten Luft- und Gasteilchen wird im Betrieb die Sperrgasmenge im allgemeinen vergrössert. Infolgedessen sinkt der FLÜssigkeitsspiegel im VerteilungsrauJ1l k, bis er schliesslich die untere Öffnung des Rohres l erreicht. Steigt die Sperrgasmenge weiter, so werden die überschüssigen Gasmengen durch das Rohr l in den Behälter c abgeführt, so dass im'Betrieb die Menge des Sperrgases praktisch gleich bleibt.
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zum Zufluss der Flüssigkeit und auch mehrere Rohre zur Einstellung bzw. zur Abführung von Sperrgas benutzen kann.
Es ist nicht erforderlich, dass das Rohr 1, welches zur Einstellung der Sperrgasmenge und zur Abführung des aus Flüssigkeit kommenden Gases dient, im Oberteil des hoch gestellten Vorratsbehälters a mündet. Dieses Rohr kann z. B. auch unter Vorschalten eines Ventils, das den Durchtritt von Gas von bestimmtem Druck zulässt, Flüssigkeit aber gegebenenfalls nicht durchlässt, in der Atmosphäre endigen. Weiter kann auch dem Gehäuse des Messers von aussen her Luft, Gas oder Dampf als Sperrgas unter höherem Druck als dem Betriebsdruck zugeführt werden, so dass durch das Entgasungsrohr ein ständiger Austritt des überschüssigen Sperrgases stattfindet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Flüssigkeitsmesser mit durch das Gewicht der in ihr befindlichen Flüssigkeit gedrehter Messtrommel, zentral in diese Trommel eingeführter Flüssigkeitszuleitung und einem die Messtrommel allseitig umschliessenden Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Flüssigkeitsableitung als auch die Flüssigkeitszuleitung unterhalb der Trommelachse angeordnet sind und dass die Flüssigkeitszuleitung ständig in der stets nur im unterhalb der Achse liegenden Teil der Trommel und des Gehäuses befindlichen Messflüssigkeit untertaucht, so dass durch den so geschaffenen Flüssigkeitsabschluss eine im oberen Teil der Trommel und des Gehäuses enthaltene Sperrgasmenge abgeschlossen wird.