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Elektrische Entladungsrohre.
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Entladungsröhre mit zwei oder mehreren Elektroden mit auf einer Quetschstelle angeordneten Stützdrähten.
Beim Betrieb derartiger Entladungsröhren tritt oft zwischen den Stützdrähten verschiedener Elektroden, z. B. eines Gitters und einer Anode, ein erheblicher Ableitungsstrom auf. Dies ist besonders der Fall bei Entladungsröhren grosser Leistungen, z. B. bei Radioröhren mit einem Anoderrverlust. der grösser als 10 W ist. Diese Ableitungsströme können z. B. bewirken, dass das Gitter einer Verstärkerröhre ein ziemlich hohes positives Potential in bezug auf die Kathode annimmt, wodurch die Röhre ganz unbrauchbar wird.
Die Erfindung hat den Zweck, diesen Ubelstand zu beseitigen und eine Bauart zu schaffen, bei der Kriech-und Ableitungsströme zwischen den Stützdrähten der Elektroden erheblich beschränkt werden.
Bei einer elektrischen Entladungsröhre gemäss der Erfindung, die drei oder mehrere Elektroden mit auf einer üblichen Quetschstelle angeordneten Stützdrähten enthält, wobei eine elektrode einer oder mehreren der andern Elektroden gegenüber eine hohe Spannung aufweist, sind zur Vermeidung von Kriech-und Ableitungsströmen eine oder mehrere der Stiitzdrähte mindestens einer dieser Elektroden an der Spitze von kurzen zweckmässig zylinderförmigen Erhöhungen der Quetschstelle befestigt, während der oder die gegebenenfalls mit diesen Stützdrähten verbundenen Stromzuführungsdrähte durch die Wand des Tellerröhrehens hindurch nach aussen geführt sind.
Die Isolierung zwischen den Stützdrähten wird durch diese Anordnung erheblich vergrössert, wodurch der Ableitungsstrom zwischen den Drähten beträchtlich verringert wird. Die durch die Quetsch-
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des Betriebes der Röhre eine Elektrolyse des Glases statt die in gewissen Fällen infolge der \bleitungs- ströme zur Zerstörung der Quetschstelle und damit zum Kurzschluss der Röhre führen kann.
Im kalten Zustand leiten die Gläser nicht merkbar ; bei Erhitzung auf höhere Temperaturen. die während des Betriebes der Röhre auftreten, setzt aber eine Leitfähigkeit ein, die wie es sich herausgestellt hat, in gewisser Abhängigkeit mit der Zusammensetzung des Glases zu den oben angegebenen Störungen Anlass geben kann. Es hat sich aus Untersuchungen ergeben, dass, wenn die Zuführungsleiter in der Weise nach der Erfindung angebracht werden, das Auftreten dieser Störungen verhindert wird, so dass eine einwandfreie Verwendung einer solchen Röhre möglich ist.
Es ist an sich bereits bekannt, die Stromzuführungsdrähte eines Gitters oder einer Anode durch die Wand des Tellerröhrehens hindurch nach aussen zu führen. Die mit der Erfindung verbundenen günstigen Ergebnisse werden jedoch erst erzielt, wenn nicht nur der oder die Stromzuführungsdrähte durch das Tellerröhrchen nach aussen geführt sind. sondern wenn auch gleichzeitig ein oder mehrere Stützdrähte der Elektroden auf Erhöhungen der Quetschstelle angeordnet sind. Es wird dadurch nicht nur die Isolierung längs der Oberfläche, sondern auch die Isolierung durch das Material vergrössert, aus dem die Quetschstelle hergestellt ist.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der eine elektrische Entladungs- röhre gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt ist. Fig. 1 stellt eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht dieser Röhre dar.
Die in der Zeichnung dargestellte Entladungsröhre weist eine Glasglocke 1 auf, an die das Tellerröhrchen 2 angeschmolzen ist. Am Ende dieses Röhrchens befindet sich die Quetsehstelle 3, auf der
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Mit 9 und 10 sind Gitterstützstäbe bezeichnet, die auf zylindrischen Erhöhungen 11 und 12 der
Quetschstelle befestigt sind. Diese Erhöhungen bestehen aus Glasstäbehen, die an die obere Fläche der
Quetschstelle angeschmolzen sind. Die Gitterstützstäbe stehen an den oberen Enden durch Stäbchen 1. 3 mit einem U-förmigen Glasstab 14 in Verbindung, der mittels Drähten 15 ausserdem an der Anode befestigt ist (Fig. 2).
Die Glühkathode 4 befindet sich in der Symmetrieebene der Elektroden und besteht aus mehreren Teilen, die in Reihe geschaltet sind und unten von Stützen 16 und oben von an dem Glasstab 14 befestigten Federn 17 getragen werden.
Der Stromzufiihrungsdraht 18 der Anode sowie die Stromzufiihrungsdrähte 19 und 20 der Glüh- kathode sind durch die Quetschstelle 3 hindurehgeführt. Der Stromzuführungsdraht des Gitters jedoch, ist nicht durch die Quetschstelle hindurehgeführt. Die Stromzuführung zum Gitter erfolgt durch den Draht 21, der an den Gitterstiitzstab 10 angeschweisst und heu 22 dutch die Wand des Tellerröhrehens hindurchgeführt ist.
Es ist ersichtlich, dass die Isolierung zwischen den Stützdrähten des Gitters und jenen der Anode infolge der Anordnung der Gitterstützdrähte auf Erhöhungen und infolge des Umstandes, dass der Gitterstromzuführungsdraht durch die Wand des Tellerröhrehens nach aussen geführt ist, sehr gross ist, wodurch zu grosse Ableitungsströme zwischen Gitter und Anode vermieden werden. Die verschiedenen Elektroden sind trotzdem an einem einzigen Fuss befestigt, was einer einfachen Herstellung der Entladungsröhre zugute kommt.
Die Stützdrähte der Anode können auch auf Erhöhungen der Quetschstelle aufgestellt sein. und es kann auch der Stromzuführungsdraht der Anode durch die Wand des Tellerröhrchens nach aussen geführt werden. Es ist selbstverständlich auch möglich, die Röhre mit mehr als einem Gitter zu versehen oder die Erfindung auf Entladungsröhren mit nur zwei Elektroden anzuwenden.