AT141622B - Verfahren zum Herstellen elektrischer Kondensatoren. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen elektrischer Kondensatoren.

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AT141622B
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Richard Postlack
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  Verfahren zum Herstellen elektrischer Kondensatoren. 



   Bisher verfuhr man bei der Herstellung elektrischer Kondensatoren, wie sie insbesondere für   Sehwaehstromzwecke allgemein gebräuchlich   sind, meist in der Weise, dass man zunächst durch Zusammenrollen, Zusammenfalten oder Aufeinandersehichten von abwechselnd leitenden und nichtleitenden Lagen den sogenannten aktiven Körper bildete, ihn presste und mit einer bei Normaltemperatur festen, jedoch durch Erhitzen flüssig gemachten Isoliermasse tränkte, darauf nach deren Erstarren den Körper in einen Schutzbecher aus Metall, Holz, einer isolierenden Kunstmasse, Pappe od. dgl. einsetzte und ihn schliesslich in dem Schutzbecher mittels einer ebenfalls bei Normaltemperatur festen, jedoch durch Erhitzen flüssig gemachten Isoliermasse vergoss.

   Diese Sehutzbeeher verteuern offenbar die Kondensatoren und haben ausserdem den Nachteil, etwaige Risse, Sprünge od. dgl. in dem aktiven Körper, durch die der Kondensator bekanntlich unbrauchbar wird,   äusserlich   nicht wahrnehmbar zu machen, so dass man es einem solchen Kondensator nie anzusehen vermag, ob er noch benutzt werden kann oder nicht. 



   Man hat ferner bereits vorgeschlagen, den aktiven   Körper - statt   ihn in einen Schutzbecher einzusetzen-durch ein Press-oder ein Pressgussverfahren mit einem Schutzmantel aus Isoliermasse zu versehen, u. zw. bei dem Pressverfahren in der Weise, dass man in einer Form den aktiven Körper zwischen Platten aus Isoliermasse einlegt oder in pulverförmige Isoliermasse einbettet, darauf die Form schliesst und die Isoliermasse, gegebenenfalls unter gleichzeitiger Erhitzung, zusammenpresst, wobei Drucke von 20 bis 100 t zur Anwendung kommen, oder bei dem Pressgussverfahren in der Weise, dass man in einer Form den aktiven Körper mit durch Erhitzen auf   120 bis 150'flüssig gemachter Isoliermasse   umgiesst, darauf die Form   schliesst,   die Isoliermasse unter einem Druck von ebenfalls 20 bis 100 t setzt und sich abkühlen lässt.

   Diese beiden Verfahren haben den Nachteil, dass bei ihnen hohe Drucke erforderlich sind, die sich selbstverständlich auch auf die aktiven Körper übertragen, und dass diese hiedurch leicht Schaden nehmen. Dies gilt ganz besonders für das Pressgussverfahren, weil bei ihm der aktive Körper auf eine gewisse Zeit nicht nur einem sehr starken Druck, sondern auch einer hohen Temperatur von   120 bis 1500   ausgesetzt werden muss, die ihm ebenfalls schädlich ist. 



   Im Gegensatz zu diesen älteren Verfahren wird gemäss der Erfindung der aktive Körper in einer Form mit einer, bei Normaltemperatur festen, jedoch durch Erhitzen auf etwa   80-100  breiig gemachten   Isoliermasse unter einem Druck von etwa   1'5   bis 3   i/CM umspritzt,   so dass sie den aktiven Körper allseitig umkleidet. 



   Dieses Spritzgussverfahren hat einerseits mit den vorstehend beschriebenen Press-und Pressgussverfahren gegenüber dem eingangs beschriebenen Verfahren den Vorteil gemeinsam, dass die Kondensatoren dann weiterhin in keine Schutzbecher eingesetzt zu werden brauchen, wodurch also die mit letzteren verbundenen Nachteile entfallen. Anderseits bietet das Spritzgussverfahren gegenüber den Press-und Pressgussverfahren zunächst den Vorteil, dass man bei ihm mit wesentlich niedrigeren Drucken und Temperaturen auskommt, als sie bei jenen erforderlich sind. Ferner beansprucht das Spritzgussverfahren beträchtlich weniger Zeit und ergibt eine erheblich grössere Genauigkeit des Fertigfabrikates als das   Press-oder Pressgussverfahren.   



   Man hat auch bereits vorgeschlagen, Normalrollen für Selbstinduktion und Spulen für Funkinduktoren mit Isoliermasse, vorzugsweise unter Anwendung von Vakuum, zu umgiessen, um die 

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 Windungen zu fixieren und die Luft aus ihnen zu vertreiben. Selbst wenn man dieses Verfahren auf das Versehen von Kondensatoren mit   Sehutzmänteln   übertragen wollte, wurde es den Mangel haben, dass ein so erzeugter Schutzmantel auf keinen Fall so dicht und fest ausfallen und auch an dem aktiven   Körper unmöglich   so fest haften kann, wie ein im Wege des Spritzgusses gemäss der Anmeldung erzeugter Schutzmantel. 



   Auf der Zeichnung sind zwei Beispiele von Vorrichtungen zur Ausführung des neuen Verfahrens dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen das erste und die Fig. 3 und 4 das zweite   Ausführungsbeispiel im   senkrechten   Längsschnitt und   im Grundriss nach Wegnahme des Deckels. Die Fig.   5-8   sind entsprechend Darstellungen des zweiten Ausführungsbeispiels. jedoch mit andern Stellungen der Teile der Form. 



   Im folgenden sei das neue Verfahren zunächst an Hand der Fig. 1 und 2 beschrieben. In ihnen bezeichnet   A   den aktiven Körper, von dem hier angenommen ist, dass er die Form eines Hohlzylinders hat, und der wie   üblich durch   Zusammenrollen leitender und nicht leitender Lagen gebildet ist. Die Form besteht aus einer Bodenplatte B, zwei Seitenteilen C, die im Querschnitt die Form von Halbkreisbögen haben, und einem Deckel D, der den Hohlraum im Innern der Form dicht abschliesst. Die 
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   Obwohl nach dem eingangs Gesagten das neue Verfahren das Einsetzen des aktiven Körpers in einen Schutzbecher und das Vergiessen in ihm überflüssig macht, kann dennoch unter   Umständen   ein   Sehutzbecher   erwünscht sein. In diesem Falle braucht man nur den aktiven Körper vor dem Umspritzen in einen Schutzbecher einzusetzen. 



   Das neue Verfahren erlaubt es ferner, in die Form mehrere aktive Körper oder ausser einem oder mehreren aktiven Körpern auch einen oder mehrere andere Körper einzusetzen, wie z. B.   Widerstände.   



  Metallteile zu Befestigungszwecken usw.. und dann alle Teile durch die eingespritzte Isoliermasse zu einem Ganzen zu vereinigen. 



   Die bei dem neuen Verfahren zur   Anwendung   kommende Isoliermasse besteht zweckmässig aus einem Gemisch von Erdwachs od. dgl., Bitumina od. dgl. und Öl oder ölhaltigen Stoffen, die zusammengeschmolzen werden, u. zw. etwa in dem Verhältnis 70 : 20 : 10 Gewichtsteilen. Diese Masse ist in festem 
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 aushält, ohne Schaden zu nehmen, insbesondere ohne zu springen. In elektrischer Beziehung weist sie die Vorteile auf, dass sie eine hohe Durchschlagsfestigkeit besitzt, ihre elektrischen Werte in hohem Masse konstant sind und dass ihre   Dielektrizitätskonstante höher liegt als   die der meist gebräuchlichen Isoliermassen. 



   Bei Verwendung dieser Isoliermasse für Kondensatoren können die isolierenden Lagen, die ihre leitenden Lagen trennen, mit dieser Isoliermasse getränkt sein oder nur aus ihr bestehen. Letzteres gilt auch für Drehkondensatoren und andere   Ausführungen,   bei denen Metallplatten als leitende Lagen Verwendung finden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen elektrischer Kondensatoren, bei dem der aktive Körper unter Anwendung von Druck und Wärme in einer Form mit einem Mantel aus einem, beim Erwärmen weich werdenden Isoliermaterial umkleidet wird, gekennzeichnet durch die Bildung des Mantels in der Weise, dass das durch Erwärmen auf etwa 80 bis 100  erweichte Isoliermaterial unter einem Druck von etwa   1#5 bis 3 kg/cm2 in   die Form eingespritzt wird. 
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Claims (1)

  1. umspritzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isoliermasse beim Einspritzen auch in das Innere des aktiven Körpers eindringt und die in ihm befindliche Luft austreibt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der aktive Körper zunächst gepresst und getränkt wird. dadurch gekennzeichnet, dass-sowohl das Pressen und Tränken als auch das Umspritzen des aktiven Körpers in derselben Form vorgenommen und diese zu diesem Zweck verstellbar gemacht wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Körper vor dem Umspritzen in einen Schutzbecher eingesetzt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Form mehrere aktive Körper eingesetzt und durch die eingespritzte Isoliermasse zu einem Ganzen vereinigt werden.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Form ausser einem oder mehreren aktiven Körpern auch ein oder mehrere andere Körper, wie z. B. Widerstände, Metallteile zu Befestigungszwecken od. dgl., eingesetzt und durch die eingespritzte Isoliermasse zu einem Ganzen vereinigt werden.
AT141622D 1931-06-25 1932-01-22 Verfahren zum Herstellen elektrischer Kondensatoren. AT141622B (de)

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AT141622D AT141622B (de) 1931-06-25 1932-01-22 Verfahren zum Herstellen elektrischer Kondensatoren.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748671C (de) * 1937-10-16 1944-11-08 Drehkondensator, insbesondere Mehrfachkondensator, bei dem die Statorplatten durch Umspritzen mit einer Isoliermasse mit dem oder den Traegerbolzen verbunden sind
DE974844C (de) * 1950-12-14 1961-05-10 Bosch Gmbh Robert Elektrischer Kondensator

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748671C (de) * 1937-10-16 1944-11-08 Drehkondensator, insbesondere Mehrfachkondensator, bei dem die Statorplatten durch Umspritzen mit einer Isoliermasse mit dem oder den Traegerbolzen verbunden sind
DE974844C (de) * 1950-12-14 1961-05-10 Bosch Gmbh Robert Elektrischer Kondensator

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