AT140563B - Verfahren zur Herstellung von Glas. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glas.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Es ist bekannt, dass   ultraviolettdurchlässige   Gläser sehr weitgehend frei von Titan-und Eisenverbindungen sein müssen. Man hat dies zu erreichen gesucht, indem man die zur Herstellung der Glasschmelze gebrauchten Rohmaterialien, insbesondere Sande und Quarze, mit Salzsäure auch unter Zusatz von andern Stoffen behandelte, wobei die   Titan- und Eisenverbindungen herausgelöst   werden sollten. 



   Ferner ist schon in Vorschlag gekommen, die Umsetzung der Kieselsäure auf dem Umwege iiber   Siliziumfluorid   vorzunehmen. Da aber das Siliziumfluorid gasförmig ist, so bietet dieses Verfahren schon aus diesem Grunde einige wesentliche technische Schwierigkeiten. Besonders störend ist dabei die hohe chemische Wirksamkeit des Fluors, die die Anwendung des   Verfahrens im   grossen ganz ausserordentlich erschwert. 



   Schliesslich ist auch schon vorgeschlagen worden, Kieselsäure aus Wasserglaslösung mit Kalk zu fällen. Hiebei bleibt aber das gesamte Eisen und Titan bei der Kieselsäure, denn mit einer Base, wie 
Kalk, kann das Eisen und Titanhydroxyd nicht in Lösung gebracht werden. Auch beim Einleiten von
Kohlendioxyd in eine   Alkalisilikatlösung bleibt das vorhandene Eisen-und Titanhydroxyd   bei der Kieselsäure. Das Verfahren nach der Erfindung erreicht die Befreiung der Rohmaterialien von den genannten Beimengungen wesentlich weitergehend dadurch, dass Kieselsäure verwendet wird, die durch   Fällung   aus technischen   Wasserglaslösungen mit Säure gewonnen   ist.

   Während bei dem geschilderten bekannten Verfahren die Verunreinigungen zusammen mit der Kieselsäure in sehr   schwer löslicher Form vorliegen,   insbesondere, da sie zum grossen Teil in das Sandkorn der Kieselsäure eingebettet sind. sind bei dem Verfahren der Erfindung die Verunreinigungen von vornherein in gelöstem Zustand vorhanden. Das nach dem Verfahren der Erfindung hergestellte Glas hat nur noch   weniger als 0-005"" Verunreinigungen   durch Eisen und Titan. Der wesentliche Gedanke, der diesem neuen Verfahren zugrunde liegt, ist mithin darin zu erblicken, schon bei der Fällung der Kieselsäure den grössten Teil des Eisens und des Titans gelöst zu halten. Die in der Silikatlösung vorhandenen Eisen-und Titanverbindungen bleiben dann bei der Abtrennung der Kieselsäure in der Lösung.

   Nur bei diesem Verfahren ist es   möglich,   die erzeugte Kieselsäure soweit zu reinigen, wie es für die Herstellung von Ultraviolettglas erforderlich ist. Ein Zusatz von reduzierenden Stoffen,   wie Zink oder Zucker, zur Glasschmelze   ist daher im allgemeinen nicht mehr erforderlich. 
 EMI1.1 
 weise zunächst nur mit dieser Säure gewaschen, denn wenn zwischendurch Wasser an Stelle von Säure benutzt wird, so werden die noch in der Kieselsäure enthaltenen Metallsalze als Hydroxyde ausgefällt und lassen sich dann kaum noch entfernen. Erst nach ausreichender Entfernung von Eisen und Titan kann mit Wasser nachgewaschen werden. Bei   dem Auswaschen mit verdünnter Schwefelsäure   hat es sich als zweckmässig erwiesen, der Schwefelsäure in an sich bekannter Weise ein   Oxydationsmittel,   z. B. 



    Wasserstoffsuperoxyd,     zuzusetzen. durch welches das   Titan in leichter lösliche Verbindungen übergeführt wird. 

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 EMI2.1 
 Zusammenschmelzen von Kieselsäure, die durch Fällung erhalten wurde, mit andern glasbildenden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kieselsäure durch   Fällung aus technischen Wasserglaslosungen   mit Säuren gewonnen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gefällte Kieselsäure solange EMI2.2 säure in an sich bekannter Weise ein Oxydationsmittel, beispielsweise Wasserstoffsuperoxyd, zugesetzt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch l oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die gefällte Kiesel- säure vor der Behandlung mit verdünnter Schwefelsäure einem Mahlprozess unterworfen wird.
AT140563D 1932-11-11 1933-09-07 Verfahren zur Herstellung von Glas. AT140563B (de)

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