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Klemmbares Kardangelenk als Aufhängevorrichtung von horizontierbaren Instrumenten.
Die Erfindung betrifft eine Aufhängevorrichtung für Instrumente, insbesondere für aeronautische Navigationsgeräte, die vor Gebrauch mittels einer Dosenlibelle oder eines Pendels horizontiert werden müssen.
Um die Horizontierung solcher Geräte durchführen zu können, müssen sie bekanntlich kardanisch an einer festen Wand des Luftfahrzeuges aufgehängt sein. Dabei werden in der Regel die Verdrehungen des Gerätes um jede der beiden horizontalen und zueinander senkrechten Kardanachsen, wie dies bei geodätischen Instrumenten der Fall ist, unabhängig voneinander durchgeführt. Eine derartige Horizontierungsmethode ist jedoch bei der beständigen Neigungsänderungen ausgesetzten Lage der horizontalen Längsachse des Luftfahrzeuges sehr zeitraubend und die dazu erforderliche Einrichtung ziemlich umständlich und teuer.
Dieser Nachteil der bekannten Aufhängevorrichtung von aeronautischen Instrumenten wird dadurch vermieden, dass im Sinne der Erfindung das Kardangelenk aussen mit einem festklemmbaren Ring versehen ist, der zwei einander gegenüber angesetzte gleichachsige Zapfen aufweist, die zur Ebene der beiden Kardanaehsen senkrecht stehen. Der eine dient zur Aufnahme des Gerätes, das horizontiert werden soll, während mit dem andern der Ring festgeklemmt werden kann. Dieser Zapfen ist zu diesem Zweck von einem Handgriff umschlossen, mit dem die Klemmung bewerkstelligt wird. Die Klemmung erfolgt entweder von Hand aus oder auch selbsttätig durch Federkraft, in welchem Falle durch Betätigung des Handgriffes die klemmende Federkraft zu überwinden ist.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in zwei beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 ein Kardangelenk mit sphärisch ausgedrehtem Klemmring mit von Hand zu betätigender Schraubenklemmung in Vorderansicht, teilweise geschnitten ; Fig. 2 dasselbe in Seitenansicht ; Fig. 3 ein Kardangelenk mit zylindrisch ausgedrehtem Klemmring und selbsttätiger Federklemmung in Vorderansicht, teilweise geschnitten ; Fig. 4 dasselbe in Seitenansicht.
In Fig. 1 und 2 ist an einer vertikalen Wand des Luftfahrzeuges der horizontale Tragarm 1 befestigt, der in eine Kugel 2 übergeht, die mit einer in der Zone des grössten vertikalen, zum Tragarm senkrechten Kugelkreises ausgedrehten Nut 2a versehen ist, in welche diametral zwei gleichachsige Horizontalzapfen 3, 3'eingreifen, die in einem sphärisch ausgedrehten, die Zone des grössten Kugelkreises umspannenden Klemmring 4 eingeschraubt sind. Dieser Klemmring 4 besitzt zwei einander gegenüber angesetzte gleichachsige Zapfen 4a, 4b, von denen der. obere, 4a, an der Wurzel 4a'kegelförmig abgedreht und in seiner Fortsetzung mit Schraubengewinde 4a" versehen ist.
Beide Zapfen 4a und 4b sind axial geschlitzt, wobei der Schlitz bis auf einen schmalen Steg am äusseren Zapfen ende durchgeführt ist. Infolge der dadurch erzielten Federungsmöglichkeit kann der aufgespannte Ring auf die zentrale Kugelzone gezogen werden, worauf die beiden in die Kugelnut 2a eingreifenden Zapfen 3, 3'eingeschraubt werden können.
Über den unteren, zur Aufnahme des aeronautischen Instrumentes dienenden, mit einem Gewinde 4b' versehenen Zapfen ist eine Schraubenmutter 5 aufgesehraubt, die das Auseinanderfedern dieses geschlitzten Zapfens beim Anziehen des Klemmringes verhindern soll. Auf dem Gewinde 4a" des oberen Zapfens 4a sitzt eine zylindrische, zu einem Handgriff verlängerte Schraubenmutter 6, die unten kegelförmig ausgedreht und auf die Zapfenwurzel 4a'aufgepasst ist, so dass bei entsprechender Verdrehung des Handgriffes um seine Achse eine Verengung des oberen Zapfenschlitzes und damit auch ein Anziehen des Klemmringes 4, also eine Festklemmung des Kardangelenkes, erfolgt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 geht der horizontale Tragarm 1 in eine planparallel abgedrehte und zylindrisch ausgebohrte Scheibe 2 über, in deren Bohrung der hohle Zapfen, eines Kugelsegmentes 3a drehbar gelagert ist, wobei in diesem Zapfen der gleichachsige Zapfen 3'eines zweiten Kugelsegmentes 3 (t' eingesetzt ist. Beide Kugelsegmente weisen je eine Umfangsnut von gleicher Breite auf, in welcher der Klemmring 4 drehbar gelagert ist, welcher ebenso wie der in Fig. 1 und 2 ersichtliche mit zwei einander gegenüber angesetzten gleichachsigen und bis auf schmale Stege an den Enden geschlitzten
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versehen, auf dem eine Mutter 5 sitzt.
Auch hier ist die Wurzel Ja'des oberen Zapfens 4a kegelförmig abgedreht, auf der die passend ausgedrehte Mündung einer als Handgriff dienenden Hülse 6 aufsitzt.
Am oberen Zapfenende ist eine Kappe'1 aufgenietet, zwischen der und der Hülsenmündung eine starke Druckfeder 8 eingespannt ist, deren Spannung so gross sein soll, dass die Klemmung des Kardangelenkes selbsttätig erfolgt. Die Lösung dieser Ringklemmung zwecks Verstellung des kardaniseh aufgehängten Instrumentes wird dadurch bewirkt, dass der von der Hand umspannte Handgriff durch den Druck des Daumens gegen die Federkappe 7 etwas gehoben wird.