<Desc/Clms Page number 1>
Riemenlose Skibindung.
EMI1.1
Längsrichtung geradegebogen, während bei starkem Heben der Ferse, z. B. beim Telemarkschwung. die ganze Sohle von der Skioberfläche abgehoben wurde, so dass dann die Zapfen die ganze Kraft auf den Ski zu übertragen hatten; durch diese Beanspruchung wurde aber die Befestigung der Zapfen im Sohlenleder bald gelockert und die Sohle schnell zerstört.
Es ist deshalb auch schon vorgeschlagen worden, die Schuhbeschläge mit länglichen, steil geneigt zur Skioberfläche verlaufenden Ausschnitten zu verselten, während an den Zehen backen Zapfen angeordnet wurden, welche in die Ausschnitte ragten und darin freie Beweglichkeit hatten. Dadurch sollte erreicht werden, dass sich die von den Zapfen gebildete Kippachse des Schuhes dem natürlichen Gang entsprechend in den Ausschnitten auf und ab bewegen kann. Dieses Ziel wurde aber nur bei niedergetretener Ferse erreicht, während beim Anheben derselben. z. B. beim Gehen, infolge Kippens des Schuhes der Ausschnitt
EMI1.2
nahezu parallele Lage annahm.
Der Schuh war also nach vorn und hinten beweglich und rutschte in der Bindung hin und her. so dass eine gute Führung des Schuhes in der Bindung ausgeschlossen war.
Da also beim Gehen die Richtung der Ausschnitte ständig wechselte, wurde der Schuh je nach seiner Lage in der Bndung abwechselnd gelocke@t und augezogen, und es hatten daher die Zapfen ständig wechselnde Drücke zu übertragen, wodurch sie leicht aus den Zehenbacken herausgebrochen wurden.
EMI1.3
fenden. Ausschnitte der Zehenbacken in der Nähe der Vorderkante derselben vorgesehen sind und eine Länge haben, welche der Entfernung der hinteren vertikalen Kante des Ausschnittes von der Sohlenvorderkante mindestens gleich ist. so dass die Schuhsohle bis in eine zur Skioberfläche senkrechte Lage gekippt werden kann.
Dabei können die Einführungsschlitze der Ausschnitte nach vorn gerichtet sein oder aber nach oben, wobei dann der obere Abschluss der Zapfenbahn von einer Nase eines federnd gelagerten Riegels gebildet wird, der den Zapfen von oben einzuschieben gestattet.
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
das Herausrutschen des Schuhs nach hinten und sind folglich keinen grossen Beanspruchungen ausgesetzt.
Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Skibindung sind in der Zeichnung dargestellt.
EMI2.2
der Fig. 3.
Nach Fig. 1 und 2 ist in der an sich bekannten Zehenbacke 1 in der Nähe der Vorderkante ein zur oberen Skifläche senkrechter Ausschnitt 2 vorgesehen, der nach vorn zu eine Einführungsmündung 3 aufweist. An dem seitlichen Sohlenrand ist an der üblichen Stelle ein Sohlenbeschlag 4 gefestigt, von
EMI2.3
oberen Skifläche senkrechte Lage mit der Spitze abwärts gebracht, und die beiden Zapfen 5 werden durch die Mündungen Jin die Ausschnitte 2 eingeführt, worauf der Schuh zwischen den Zehenbacken 1 in die normale Gebrauchslage niedergeklappt wird.
In dieser Lage ist dann der Schuh sicher gehalten, denn die Zapfen J hindern sein Herausrutschen nach rückwärts, während er wegen Anliegens der Sohlenränder an den nach vorne, der Sohlenform entsprechend, einander genäherten Zehenbaeken auch nicht vorwärts rutschen kann.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 und 4 ist in der Zehenbacke 1 ein oben offener länglicher Ausschnitt 2
EMI2.4
ist. An der Aussenseite wird der Ausschnitt 2 von einem Riegel 6 verdeckt, welcher einen mit dem Ausschnitt 2 übereinstimmenden länglichen Ausschnitt hat, dessen oberer Abschluss 7 eine aus dem Riegel ausgestanzte oder an derselben angegossene und in die Ebene der Zehenbacke ragende Nase 8 bildet.
Der Riegel 6 ist um zwei zapfenartige Abbiegungen 9, die in entsprechenden Ausnehmungen der Backe gelagert sind, schwenkbar ; zu diesem Zwecke können die äussere untere und die innere obere Horizontal-
EMI2.5
backe durch eine im rechten Winkel abgebogene Blattfeder 10 angedrückt, deren horizontaler Arm 10' unter den am Ski zu befestigenden Teil der Zehenbacke ragt und daran mittels Nieten 11 od. dgl. befestigt ist. Selbstverständlich ist der Federarm 10'in die Skioberfläche eingelassen, damit die untere Fläche der Backe überall am Ski anliegen kann.
Zehenbaeken der beschriebenen Ausführung können auf beiden Seiten des Schuhes am Ski befestigt werden, es genügt aber vollkommen, wenn eine solche Backe nur an der Aussenseite angebracht wird. während an der Innenseite nur eine einfache, mit einem entsprechenden länglichen, oben geschlossenen Ausschnitt versehene Backe befestigt wird, wobei der obere Abschluss des Ausschnittes selbstredend der Kante 7 entsprechen muss.
Soll der Schuh in der Bindung befestigt werden, so wird der Zapfen des innenseitigen Schuhbeschlages in den geschlossenen Ausschnitt der Backe eingeschoben, während der aussenseitige Zapfen durch Niedertreten des Schuhes unter Wegdrücken des Riegels 6 in seinen Ausschnitt
EMI2.6
stehenden Zunge weggedrückt, worauf die beiden Zapfen sogleich aus den Ausschnitten herausgehoben werden können.
EMI2.7
bei Stürzen nach vorn, wie sie beim Auffallen auf den Boden öfter vorkommen.
Infolge der nach vorne zusammenlaufenden Sehuhsohlenränder sind nämlich die Zapfen 5 schräg nach vorne gerichtet, so dass
EMI2.8
Sturz nach vorne stützt sich nun die feste Sehuhspitze an der Skioberfläche ab, und die Zapfen üben auf die Kante 7 des Riegels 6 einen Druck nach oben aus und drücken den Riegel infolge ihrer Schräge nach aussen, so dass die Bindung sofort gelöst wird und somit Unfälle vermieden werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Riemenlose Skibindung, bei der an Schuhbeschlägen befestigte Zapfen in Ausschnitte von am Ski befestigten Zehenbaeken ragen, dadurch gekennzeichnet, dass die länglichen und senkrecht zur Skioberfläche verlaufenden Ausschnitte (2) in der Nähe der Vorderkante der Zehenbacken (1) vorgesehen sind und eine Länge haben, welche der Entfernung der hinteren vertikalen Kante des Ausschnittes (2) von der Sohlenvorderkante mindestens gleich ist, so dass die Schuhsohle bis in eine zur Skioberfläche senkrechte Lage gekippt werden kann.