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Die Erfindung zielt darauf ab, eine Skibindung zu schaffen, die den Anforderungen genügt, die heute an eine Skibindung für Langlauf gestellt werden, und von denen erwartet werden kann, dass sie in naher Zukunft auch an eine Tourenbindung gestellt werden, u. zw. in bezug auf freie Beweglichkeit des Fusses zusammen mit der Möglichkeit einer stabilen Steuerung des leichten An- und Abschnallens und einer einfachen, leichten und robusten Ausführung, die eine billige Herstellung und leichte Montage gestattet.
Schon seit vor dem ersten Weltkrieg und bis vor wenigen Jahren ist für Langlaufwettläufe die
Klemmbindung als die beste Lösung angesehen worden. Jedoch haben sich die Langlauftechnik und der Stil stets in Richtung zu grösseren Schrittlängen entwickelt. Diese Entwicklung ist zu einem nicht unwesentlichen Teil auf die internationalen Regeln und Vorschriften für die Rennstrecken zurückzuführen. Das Rennen in Gesträuch und
Steilhängen kommt nicht mehr vor. Die Regeln schreiben vor, dass die Strecke annähernd eine Bahn mit gleichmässiger Spur bilden soll, auf der man einander überall überholen kann. Es ist klar, dass diese Entwicklung zu neuen Anforderungen an eine hiefür geeignete Skibindung geführt hat.
Es ist aber bisher möglich gewesen, dem stets steigenden Bedarf an grösserer Geschmeidigkeit dadurch zu genügen, dass der Klemmpunkt für die
Befestigung der Sohle allmählich vorwärts versetzt wurde, bis er so weit als möglich vorne angelangt war.
Die Anforderung an Geschmeidigkeit und ungehemmte Bewegung des Fusses mit Rücksicht auf die grösseren Schrittlängen geht aber immer weiter. Es sind deshalb Lösungen versucht worden, nach denen man sogar von dem Prinzip des Festklemmens abgegangen ist und der Schuh nur mehr mittels eines Sperrgliedes gegen Zurückgleiten aus der Bindung gesichert ist. Der Spielraum, der notwendigerweise in der Führung in Höhenrichtung vorliegen muss, ergibt eine gewisse erhöhte Beweglichkeit bzw. ein Spiel, das der Geschmeidigkeit zugutekommt. Dies hat dazu geführt, dass diese Bindungsbauart unter aktiven Skiläufern eine gewisse Beliebtheit gewonnen hat. Technisch gesehen, stellt sie aber keine gute Lösung dar.
So haben alle bisher erschienenen Bindungen dieser Bauart das eine gemeinsam, dass sie im Gebrauch empfindlich und unbequem sind und ihre Montage am Ski und Schuh sehr verwickelt ist.
Die Erfindung geht von dem einfachen und zuverlässigen Prinzip des Festklemmens der Sohle aus, d. h. sie betrifft eine Skibindung, welche aus einem Vorderbacken und einer Grundplatte mit aufgebogenen Seitenteilen besteht, an denen ein Klemmbügel schwenkbar gelagert ist, der in der Gebrauchsstellung im Bereich der Schuhspitze den Rand der Schuhsohle gegen die Grundplatte presst, wobei die Schuhsohle gegen Längsverschieben gesichert ist. Das Neue gemäss der Erfindung besteht in erster Linie darin, dass die Oberseite der Grundplatte des Zeheneisens in dem unmittelbar unter dem vorderen Randteil der Sohle liegenden Bereich nach vorne unten geneigt ist, um das Verschwenken des Schuhes zu erleichtern.
Infolge dieser Ausbildung wird eine sehr grosse Freiheit der Bewegung dadurch erzielt, dass der Schuh beim Laufen trotz Klemmwirkung vorwärts kippen kann, insbesondere wenn man die Abwärtsneigung etwa an der senkrechten Querebene beginnen lässt, in der der Druck am Rand der Sohle am stärksten ist, so dass die Kippbewegung kein merkbares Heben der Sohle an dieser Stelle erfordert. Wird eine Festhaltungseinrichtung benutzt, die zu mehreren, in einer quer verlaufenden Reihe angeordneten Festhaltegliedern besteht, so beginnt die geneigte Fläche vorzugsweise etwa an der Stelle, wo die Festhalteglieder angebracht sind, da die Sohle dadurch eine definierte Kippachse an der Stelle erhält, an der sie von den Festhaltungsgliedern in Ruhelage gehalten und gleichzeitig festgeklemmt sind.
Da die Oberseite des Sohlenrandes dabei eine Längsbewegung mit der Sohlendicke als Halbmesser ausführen wird, kann man zwecks Erhöhung der Geschmeidigkeit und Verkleinerung der Reibung am Sohlenrand den Klemmgliedern durch entsprechende Federungsmöglichkeit und bzw. oder durch Spiel an den Lagerungsstellen eine kleine Beweglichkeit in Längsrichtung geben.
Die Erfindung ist besonders für solche Bindungen gedacht, bei denen die Klemmglieder als Schenkel eines gemeinsamen federnden Bügels ausgebildet sind, der sich in Wirklage mit seinem Vorderteil bis vor die Schuhspitze erstreckt, wo er von einem Halteglied gegen die Federwirkung fixiert wird. Ein solcher Bügel lässt sich gut in einer Weise ausbilden, die ein günstiges Zusammenwirken mit der geneigten Fläche und den Festhaltemitteln der Sohle ergibt, und ausserdem ist es leicht möglich, seine Lagerung so auszugestalten, dass sie die erwünschte Beweglichkeit in Längsrichtung ergibt, oder ihn in einer Weise verlaufen zu lassen, die ihm erlaubt, bei den kurzen Längsbewegungen der Oberseite des Sohlenrandes federnd nachzugeben.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen hervor, die eine zweckmässige Ausführungsform zeigen. Fig. l zeigt eine Ausführungsform der Bindung im Grundriss und teilweise im Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 2, wobei der Ski und die Schuhspitze mit strichpunktierten Linien angedeutet sind. Fig. 2 zeigt einen entsprechenden Längsschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1. Die Schuhspitze ist hier etwa in der Lage in Längsrichtung angedeutet, die sie in Gebrauch einnehmen wird, ist aber der Deutlichkeit halber im Abstand über der Bindung dargestellt. Fig. 3 zeigt einen entsprechenden Sohlenbeschlag von oben gesehen.
Die in Fig. l und 2 dargestellte Bindung hat ein Zeheneisen --1--, das mit Ohren-2, 3-und mit drei Löchern--4, 5 und 6--für Schrauben zur Befestigung am Ski--7--versehen ist. Die Ohren--2, 3-setzen sich vorne in niedrige Verstärkungsflanschen --8 bzw.
9--fort, die im Gebrauch etwas vor dem Sohlenrand --10-- liegen. Die Flanschen--8 und 9--laufen in Ohren--11, 12--aus, die sich beiderseits einer vorspringenden Verlängerung --13-- der Grundplatte --14-- des Zeheneisens erstrecken und
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Lagerböcke für einen schwenkbaren Haken--15--bilden, der einstellbar mit dem Jochteil eines Klemmbügels - -16-- in Eingriff kommen kann, der mit den Enden seiner Schenkel schwenkbar an Zapfen --17-- gelagert ist, die an der Innenseite von kugeligen Ausbauchungen der Zeheneisenohren--2 und 3--festgenietet sind.
An den Lagerungsstellen sind die Schenkelenden des Bügels, wie in Fig. 2 dargestellt, etwa 1800 um die Zapfen - -17-- herumgebogen, die mit in senkrechter Richtung länglichen Köpfen versehen sind, so dass der Bügel dadurch montiert werden kann, dass die Endhaken in etwa senkrechter und etwas zusammengeklemmter Lage des Bügels seitwärts über die Zapfenköpfe eingeschoben werden können, die sodann, nach erneuter Ausfederung und Verschwenkung des Bügels, diesen gegen Herausfallen sichern. In Gebrauchslage vorgeschwenkt wird der
Bügel daher dem Zeheneisen gegenüber eine gewisse Beweglichkeit in Längsrichtung des Skis erhalten.
Der Bügel ist in senkrechter Ebene derart gekrümmt, dass er ein kleines Stück hinter dem vorderen Ende des Schuhes abwärtsgerichtete Krümmungen --18-- aufweist, die einen örtlichen Druck von oben auf den
Sohlenrand ausüben. Im Bereich derjenigen senkrechten Querebene, wo dieser maximale Druck entsteht, sind in der Grundplatte --14-- des Zeheneisens aufstehende Festhaltezapfen-19--festgenietet, die dazu bestimmt sind von unten her in die Schuhsohle einzugreifen.
Diese wird mit einem Beschlag --20-- versehen, der Löcher-21-für Befestigungsschrauben und zweckmässig auch aufstehende Zacken --22-- aufweist, und der an seiner hinteren Kante mit einwärtsgebeugten aufgebogenen Teilen --23-- ausgebildet ist, die, wenn der
Schuh in den Zeheneisen eingeführt ist und auf die Grundplatte abgestellt wird, an der Vorderseite je eines der
Zapfen --19-- zum Anliegen kommen und dadurch den Beschlag an diesen zentrieren und eine Verschiebung des Schuhes verhindern.
Die Grundplatte --14-- des dargestellten Zeheneisens hat über den grössten Teil ihrer Fläche eine ebene
Unterseite, die am Ski flach zum Anliegen kommt. Ihre Tragfläche für den Schuh wird aber von aufgebogenen
Teilen gebildet, u. zw. teils von Randteilen-24, 25-, die sich von den Zeheneisenrohren-2, 3-- einwärts längs des hinteren Randes der Grundplatte fast bis zur Mitte erstrecken, und teils von einem quer verlaufenden Wulst-26--, an dem die Zapfen --19-- sitzen. Der vordere Teil des Wulstes --26-- bildet eine schräge Fläche--27--, die vorne in einer Stufe endet,
die in Gebrauchslage unmittelbar vor der Vorderkante des Beschlages--20--steht. In Gebrauch wird der Schuh somit mit dem Beschlag--20--auf dem Wulst ---26-- aufruhen und hier vom Bügel --16-- festgeklemmt gehalten werden und wird beim Verschwenken des Fusses imstande sein mit der Spitze nach unten zu kippen, bis sich der Beschlag--20--flach an die Fläche--27--anlegt, wobei die Berührungsstellen--18--am Bügel-16--wegen der gegebenen Möglichkeit einer Federung des Bügels und eines Spieles in der Lagerung der von der Kippbewegung verursachten kleinen Längsbewegung des Sohlenrandes folgen können.
Dadurch, dass die Schrägftäche-27-durch Aufbiegen eines Wulstes zustande gekommen ist und die Grundplatte mit aufgebogenen Teilen-24, 25- versehen ist, ist die Kippmöglichkeit ohne unnötige Werkstoffdicke des Zeheneisens verwirklicht, wobei gleichzeitig ein stabiles grossflächiges Anliegen am Ski erzielt wird und die Tragfläche der Grundplatte in gleicher Höhe mit der Oberkante der Schrägfläche zu liegen kommt, so dass die Sohle nicht in ungünstiger Weise schräg nach oben verlaufen wird.
Wenn der Schuh zurückschwenkt und, nachdem der Absatz zum Anliegen am Ski gekommen ist, gegebenenfalls immer noch einem nach hinten gerichteten Moment ausgesetzt wird, wird der Rand der Sohle vorne von den extrem tief eingebuchteten Teiles des dargestellten Bügels kurz vor den niedrigsten Stellen --18-- desselben nach unten gehalten, so dass die Sohle nicht von den Zapfen --19-- abspringen kann.
Viele Abweichungen von der dargestellten Ausführungsform sind selbstverständlich innerhalb des Rahmens der Erfindung möglich. So kann man als Halteglied für den Klemmbügel auch andere Ausführungen als den dargestellten Haltehaken-15 bzw. 15'--verwenden, beispielsweise irgendeine Art von Strammer. Dies kann dazu führen, dass der Haltepunkt in Gebrauchslage ohne Möglichkeit einer Längsverschiebung festgelegt ist, was jedoch nicht die erwünschte Schwenkbewegung der Schuhsohle hindern wird, wenn man die dargestellten Einbuchtungen des Federbügels beibehält, indem diese bei der Bewegung des Schuhes federnd in Längsrichtung nachgeben können. übrigens können auch andere Formen von Klemmgliedern als abwärtsgerichtete Krümmungen eines Drahtbügels benutzt werden.
Weiter ist es selbstverständlich möglich, die schräge Fläche --27-- in einer Grundplatte auszubilden, die ohne Aufbiegungen und mit der erforderlichen Dicke ausgeführt ist, und ebenfalls ist es denkbar, die schräge Fläche unterbrochen anstatt zusammenhängend auszuführen.
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