AT140181B - Verfahren zum Aufschrumpfen von einander umfassenden metallischen Körpern. - Google Patents

Verfahren zum Aufschrumpfen von einander umfassenden metallischen Körpern.

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AT140181B
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 gesehenen Sehrumpfstelle auf eine geeignete Temperatur erwärmt, über den   Kernkörper   geschoben und der Abkühlung überlassen. Bei der Abkühlung vermindern sich infolge gegenseitigen Zwanges die   Abmessungen   beider Körper an der Berührungsstelle, und die starre Verbindung ist hergestellt. 



   In manchen Fällen wird es als Nachteil empfunden, dass zur Herstellung der Schrumpfverbindung ein Teil derselben auf höhere Temperaturen erwärmt werden muss. 



   Es gibt Fälle, bei denen z. B. ein Ring auf einen gehärteten Bolzen   aufgeschrumpft   werden muss. 



  Hiebei lässt sich natürlich bei dem üblichen Verfahren eine gewisse Anlasswirkung im Gefüge an der Haftstelle im Bolzen nicht vermeiden, wodurch eine örtliche   Änderung   der Härte bzw. Festigkeit herbeigeführt wird. 



   Weiter lehrt die Erfahrung, dass, wenn derart vereinigte Konstruktionselemente, somit auch die Verbindung selbst,   Wechselbeanspruelnmgen   ausgesetzt werden, die nächste   Umgebung   der Schrumpfverbindung oft eine   auffällige   Neigung zum   Dauerbruch   besitzt. Es ist klar, dass eine örtlich begrenzte   Gefügeänderung,   wie sie z. B. in dem oben erwähnten Bolzen auftreten würde, eine weitere Begünstigung zum Eintritt des   Dauerbruches   darstellt. Dieser   Nachteil,   der durch die Erwärmung eines der Ver- 
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   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der Verbindung von einander   um-   fassenden metallischen Körpern, bei dem dieser Nachteil vermieden ist. 



   Die Erfindung besteht darin, die Verbindung durch Verformung der zu verbindenden Körper vorzunehmen, die durch   Freimachung von   inneren Spannungen infolge mechanischer Bearbeitung auftritt. Der Eigenspannungszustand wird in einem der zu verbindenden Teile oder auch in beiden   durch bekannte   Massnahmen - z. B. beschleunigtes Abkühlen von höheren Temperaturen,   Kaltverarbeitung-erzeugt   und beim Zusammensetzen der Verbindung gestört, mit dem Erfolg, dass in der   gewünschten   Verbindung keine Erwärmungen auftreten. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren ist an Hand von zwei Beispielen erläutert :
Es mag die Aufgabe gestellt sein, eine Verbindung zwischen einem Mantel- und einem Seelenrohr herzustellen, bei dem der Aussendurchmesser der Rohrkonstruktion 300   mm,   der Innendurchmesser 
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   beträgt. Ausserdem   besteht die   Forderung,   dass das Mantelrohr gehärtet ist, während das Seelenrohr aus einem weichen Werkstoff besteht. Mit den bisher   üblichen   Verfahren wäre es nicht möglich, eine derartige Konstruktion einwandfrei auszuführen, da durch die   Wärmebehandlung   des Mantelrohres die geforderten Festigkeitseigenschaften infolge der Anlasswirkung beim Erhitzen des Aussenrohres   geändert würden.

   Erfindungsgemäss   wird eine derartige Verbindung beispielsweise folgendermassen hergestellt : Ein Vollzylinder aus Weicheisen von etwa 250 mm Durchmesser wird von   680" in   Wasser abgeschreckt,   so dass   im Kern desselben Zugspannungen,   am Rand hingegen nach   der Abkühlung Druckspannungen zurückbleiben. Hierauf wird der   Aussendurchmesser leicht überdreht   und auf   250 mi   geschliffen. Das Mantelrohr wird nach dem Härten an der Innenfläche gleichfalls geschliffen, u. zw. derart, dass sich das Rohr mit ganz geringem Kraftbedarf über den zylindrischen Kernkörper schieben lässt. 



  Die nun noch lose zusammenhängende Verbindung wird auf die Hohlrohrbank gebracht und der Kernkörper bis auf das   gewünschte     Mass   von 210 mm lichter Weite ausgebohrt. Bei dem Ausbohren spielt sich folgender Vorgang ab : Beim Herausnehmen des Kernes aus dem Vollkörper werden die   Zugspannungen   der Kemzonen zum Teil beseitigt und hiedurch die Druckspannungen, die diesen Kernzugspannungen das Gleichgewicht hielten, frei ; infolgedessen tritt eine   Vergrösserung   des Durchmessers ein. Mit weiter steigender Bohrung wird ein immer grösser werdender Anteil der Zugspannungen des Kernes beseitigt und durch die fortlaufend stattfindende Aussendurchmesservergrösserung des Kernes dieser an das Mantelrohr angepresst.

   Nach Fertigstellung der Bohrung von 210 mm Durchmesser konnte bei einem praktischen 
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 irgendwie eine Erwärmung beider Teile eingetreten wäre. Durch einen Parallelversuch, bei dem ein   Kernkörper   ohne Vorhandensein des Mantelrohres ausgebohrt wurde, konnte festgestellt werden, dass die freie   Durchmesservergrösserung   des Kernkörpers beim Ausbohren etwa   0'2-0'3 mm betrug.   



   Ein zweites Beispiel für die Anwendbarkeit der Erfindung ist folgendes :
Ein gehärteter Bolzen von 30   mm   Durchmesser soll mit einem starr   aufsitzenden   Ring versehen werden. Eine Keilverbindung zwischen Ring und Bolzen ist, wenn auch nicht unmöglich, so doch mit 

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 treten müsste. 



   Gemäss der Erfindung wird ein Ring aus normalem Maschinenbaustahl St 50, der einen   Aussen-   
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 Verbindung wird nun auf die Drehbank gespannt und der Ring aussen auf das gewünschte Mass von 70 mm Durchmesser abgedreht. Bei dem Abdrehen werden die durch das Abschrecken mit Druckspannungen versehenen Aussenzonen entfernt. Infolgedessen werden in der Nähe der Bohrung   Zugspannungen   frei, 
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 wird die Verbindung immer starrer. So konnte z. B. durch einen Versuch kurz vor Erreichen des Fertig-   masses   des Ringes durch Abdrücken auf einer Presse festgestellt werden, dass durch eine vorgeschriebene Belastung von 5000 kg der Ring auf dem Bolzen nicht mehr verschoben werden konnte.

   Die beschriebenen 
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 Verfahren in der Technik brauchbare Verbindungen erzielt werden, ohne die zu verbindenden Körper selbst zu erwärmen. 



   Bei einer gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Verbindung ist noch folgendes vorteilhaft :
Vor Herstellung der Verbindung können beide Teile, sowohl der Kern wie auch der Mantelkörper sauber bearbeitet und genau ineinander eingepasst sowie die   Oberflächen   beider Teile sorgfältig beobachtet 
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 freie und allseitig tragende Verbindung gegeben ist. Bei den   Passflächen   handelt es sich nicht nur um ebene oder   zylindrische Flächen. Mit   Hilfe des neuen Verfahrens können auch Konstruktionsteile mit Gewindeflächen (Mutter und Bolzen) oder andern   Passflächen   verbunden werden. Die Verbindung gemäss der Erfindung ist in erster Linie für Fälle gedacht, bei denen ein Teil der Verbindung aus werkstofftechnischen Gründen nicht erwärmt werden darf.

   Es ist in diesem   Zusammenhang   nicht nur an   Kon-   strnktionselemente mit   Hiirtungsgefüge gedacht.   sondern auch an Fälle, bei denen eine Erwärmung von Konstruktionsteilen ihre magnetischen, elektrischen und sonstigen Eigenschaften ändern würde. 
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 Einzelelemente (Kern- und Mantelkörper) herbeigeführt werden. Diese Möglichkeit kann z. B. bei Verbindungen in Anwendung kommen. die aus zwei Ringen bestehen sollen. Hiezu wird in beiden Körpern z. B. ein Spannungszustand mit   Zugspannungen   in den Innenzonen und   Druckspannungen   in den äusseren Randzonen erzeugt. Nachdem beide Körper an ihren   Berührungsflächen   bearbeitet und ineinandergepasst sind, wird der Hohlkörper (z.

   B. ein Ring) ausgebohrt, wobei sein Aussendurchmesser sich ver-   grössert :   der Mantelkörper wird aussen abgedreht oder geschliffen und zieht sich hiebei zusammen. Beide 
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 die starre Verbindung der beiden Einzelelemente her. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum   Aufschrumpfen   von einander umfassenden metallischen Körpern, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Körper durch   Formänderung   eines Körpers oder beider Körper erfolgt, die dadurch entsteht, dass bei einem oder beiden Körpern durch   mechanische   Bearbeitung ein Kraftfeld innerer Spannungen gestört oder beseitigt wird. 
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Claims (1)

  1. Formänderung des äusseren Körpers erfolgt, die dadurch entsteht, dass ein Kraftfeld innerer Spannungen mit Zugspannungen an der Berührungsstelle durch Beseitigung der äusseren Zonen gestört wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Körper durch Formänderung des inneren Körpers erfolgt, die dadurch entsteht, dass ein Kraftfeld innerer Spannungen mit Druckspannungen an der Berührungsstelle durch Beseitigung der inneren Zonen gestört wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung durch Formänderungen der beiden zu verbindenden Teile bewirkt wird, welche durch Störung innerer Kraft- EMI2.9
AT140181D 1933-05-19 1934-04-09 Verfahren zum Aufschrumpfen von einander umfassenden metallischen Körpern. AT140181B (de)

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