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Es sind Wälzrollengetriebe mit mehreren Reihen von Übertragungsrollen und mehreren zwischen die Übertragungsrollen gepressten Druckrollen bekannt, bei denen zum Anpressen der Übertragungs- rollen an die Laufringe die Druckrollen so angeordnet sind, dass sie nach der Mittelachse des Getriebes
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Gemäss der Erfindung wird diese Gefahr des Gleitens dadurch vermieden, dass die Druckrollen bei wachsendem Drehmoment auf einer sie dem Systemmittelpunkt näher bringenden Einpresskurve bewegt werden, wodurch sie einen derartigen Anpressdruck erzeugen, dass das Verhältnis der Umfangskraft der Rollen und Ringe zu den zwischen diesen herrschenden Drücken bei allen Drehmomenten nahezu unver- änderlich bleibt. Wenn also eine Überlastung oder eine stossweise Belastung auftritt, so entsteht selbsttätig zwischen den Druckrollen und den Übertragungsrollen ein entsprechend höherer Druck und infolgedessen auch ein entsprechend höherer Andruck der Übertragungsrollen an den Aussen-bzw. Innenring.
Da der Reibungswinkel zwischen den übertragungsrollen und zwischen den Rollen und Ringen im wesentlichen gleichbleibt, wächst mit dem Andruck die iibertragbare Reibungskraft proportional, und es kann kein Gleiten entstehen, sondern es wird ein der Überlastung entsprechendes Drehmoment übertragen.
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Drehmoment im Sinne des Pfeils 1 am Aussenring eine Reaktionsbewegung im Sinne des Pfeils m ausführen. Diese Reaktionsbewegung schiebt die Druckrollen bei dem gewählten Beispiel ein kleines Stück auf der Kurve f und bei entgegengesetztem Drehmoment auf der Kurve g weiter.
Diese Bewegung beträgt nur wenige Grade ; aber diese kleine Bewegung genügt, um die Druckrollen c auch nur ein kleines Stück gegen den Mittelpunkt des Getriebes zu bewegen und dadurch das Anpressen der Übertragungsrollen an den inneren und äusseren Laufring hervorzurufen. Dabei ist die Bedingung zu erfüllen, dass die Reibung zwischen den Übertragungsrollen untereinander und an den Laufringen innerhalb der Gleitgrenze bleibt.
Diese Bedingung wird dadurch erfüllt, dass die Linie vom Mittelpunkt k der Einpresskurve zum Mittelpunkt der Druckrolle e mit der Getriebemittellinie, die durch die Druckrollenmitte geht, einen Winkel einschliesst, der für alle Stellungen der Druckrollen auf ihren Einpresskurven annähernd gleich
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länger oder kürzer ist als der Abstand der Druckrollenmitte von der Getriebemitte. Diese Verhältnisse sind in Fig. 2 dargestellt : n ist der Mittelpunktkreis der Andruekrollen c mit ihren Mittelpunkten o und/', y sind die Einpresskurven der Druckrolle c.
Der Radius p, o der Einpresskurve schliesst mit der Mittellinie q, o
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dargestellt, von denen aus auch die Verbindungslinie zum Getriebemittelpunkt gezogen ist. Es ergibt sich, dass die Winkel }'i,)' : : annähernd gleich sind. Die annähernde Gleichheit dieser Winkel r ist ab. hängig von der Lage des Mittelpunktes p. Die Bedingung, dass sich der Anpressdruck proportional dem Drehmoment ändert, bleibt erfüllt, solange der Radius p, o der Einpresskurve höchstens um ein Fünftel länger oder kürzer ist als der Abstand der Druckrollenmitte o von der Getriebemitte q.
Die praktische Verwirklichung dieser Bedingungen kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden ; entweder dadurch, dass die Bewegung der Druckrolle auf ihrer Einpresskurve durch eine Anlaufkurve erreicht wird, oder beispielsweise dadurch, dass sie durch einen Kurbeltrieb vorgeschrieben wird.
Die erste Ausführungsform ist in der Fig. 3 schematisch dargestellt. Es bedeuten wieder/', y die beiden Äste der Anlaufkurve, die an einem gehärteten Einsatzstück s angebracht ist, das im Getriebegehäuse in beliebiger Weise befestigt ist. c ist die Druckrolle, die in diesem Falle mit zwei Anlaufrollen l ausgerüstet und mit diesen auf einer gemeinsamen Welle 1t gelagert ist, wie in der Fig. 4 dargestellt ist. Da diese Anlaufkurven im allgemeinen von einem Kreisbogen verschieden sind, bedürfen sie sehr genauer Bearbeitung. Sie sind für kleinere Leistungen geeignet, da sie bei grösseren Leistungen hohen Fläehendrüeken und daher im Laufe der Zeit Veränderungen ausgesetzt sind.
Um derartige Unsicherheiten auszuschalten und das Getriebe auch für grosse Leistungen anwenden zu können, wird die Druckrolle gemäss der Erfindung auf einem Balken gelagert, der mit Hilfe eines Doppelkurbeltriebes die Einpresskurve erzeugt. Ausführungsbeispiele sind in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Es bedeutet'11 die Welle, auf der die Druckrolle c gelagert ist. Die Welle v ist in dem Balken IL'befestigt, der auf einer Seite der Ringe und Rollen angeordnet ist und auf den beiden Kurbelarmen y ruht. Letztere
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wird, dann verschiebt sie auch den Balken 'entgegen dem Uhrzeigersinn, wodurch die beiden Kurbelarme y durch die Mitnehmer oder Vorsprünge 1 im gleichen Sinne geschwenkt werden.
Durch diese Schwenkung der Kurbelarme y wird der Balken von den Kanten 2 der Arme y angehoben und beschreibt mit der Andruckrolle den rechten Ast g der Einpresskurve.
Beim Bewegen im Uhrzeigersinn dagegen wird der Balken von den Kanten der Arme y angehoben und beschreibt mit der Andruckrolle den linken Ast f der Einpresskurve.
Infolge der sehr kleinen Bewegung, die die Druckrolle c auf der Einpresskurve macht, und der noch kleineren Bewegung, die die Druckrolle gegen die Getriebemitte zu ausführt, ist eine starre Lagerung der Druckrolle unerlässlich, um so mehr, als der Doppelkurbeltrieb zum Erzeugen der Einpresskurve nur von einer Seite her erfolgen kann. Die Welle v wird auf beiden Seiten der Druckrolle gelagert. In Fig. 6 der Zeichnung ist ein Beispiel einer solchen doppelseitigen Lagerung für den Fall der Anordnung von zwei Druckrollen dargestellt. c bedeuten wieder die Druckrollen und v deren Wellen sowie ; c die Balken,
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der Pfeile ausüben.
Den im Sinne dieser Pfeile wirkenden Kräften P wird das Gleichgewicht gehalten auf der rechten Seite der Fig. 6 durch das Verbinden der Welle t'mit dem Balken 11'und auf der linken Seite durch Lagern der Welle 11 auf einem frei schwebenden Ring R. Das Abfangen der einen Hälfte der
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Seite der Fig. 6 liegen dann die Wellen v nicht mehr so auf den Ausschnitten des frei schwebenden Ringes auf, wie in Fig. 5 gestrichelt dargestellt, sondern nur mehr auf der rechts neben der unteren Welle v gelegenen Kante bzw. auf der links neben der oberen Welle r gelegenen Kante, da sich der Ring R bei dieser Verschiebung der beiden Wellen v auf den Einpresskurven g auch um einen entsprechenden Betrag um den Mittelpunkt des Getriebes gedreht hat.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Verhindern des Gleitens der Übertragungsrollen von Wälzrollengetrieben mit mehreren Reihen von Übertragungsrollen und einer oder mehreren zwischen die Übertragungsrollen gepressten Druckrollen, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckrollen. (e) bei wachsendem Drehmoment auf einer sie dem Systemmittelpunkt näher bringenden Einpresskurve bewegt werden, wodurch sie einen derartigen Anpressdruck erzeugen, dass das Verhältnis der Umfangkraft der Rollen und Ringe zu den zwischen diesen herrschenden Druck bei allen Drehmomenten nahezu gleichbleibt.