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Verfahren zur Befestigung von Sohlen an Schuhen mittels Zementes.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf Vorrichtungen zur Vorbereitung von Sohlen für ihre Anbringung an Schuhen. Das Arbeitsverfahren gemäss der Erfindung wird hier in einer Aus- führungsform beschrieben, bei der ein Lösungsmittel benutzt wird, um einen trockenen Überzug von Zement auf einer Sohle, die mittels des Zementes dauernd an einem Schuh zu befestigen ist, zu aktivieren.
Die noch zu erläuternde Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens bringt ein Flüssigkeitsband, z. B. aus einem Lösemittel, auf den Rand eines Werkstückes auf, ist aber auf ihrer Anwendung hiezu nicht beschränkt.
Bei der Herstellung der hier in Betracht kommenden Sehuhsorte, die als"zementierte Schuhe" bezeichnet werden soll und bei der die Aussensohle durch Zement am Schuhboden befestigt wird, ist
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seite oder Befestigungsfläche einer Aussensohle anzubringen. Häufig wird der Belag in Form eines
Randstreifens vorgesehen, der nicht ganz bis zur Sohlenkante reicht. Gewöhnlich lässt man dann den Überzug trocknen und speichert die Sohlen, bis man sie zur Befestigung an den Schuhen braucht. Üblicher- weise besitzt auch der Schuhboden einen solchen Zementstreifen, den man ebenfalls trocknen lässt.
So- bald man dann die Laufsohle am Schuhboden befestigen will, erweicht oder"belebt"man den Zement- überzug auf der Laufsohle durch Aufbringen eines Lösungsmittels für den Zement, worauf der Schuh und die Sohle in einer Presse-beispielsweise von solcher Art, wie sie von der Erfinderin an anderer
Stelle beschrieben ist-zur dichten Anlage miteinander gebracht werden, bis der Zement genügend trocken ist. um die Sohle am Schuh zuverlässig festzuhalten.
Bisher war es üblich, ein flüssiges Lösungsmittel auf den Zementbelag der Sohle zu bringen.
11. zw. von Hand mittels einer Bürste. Diese Arbeitsweise ist jedoch unvorteilhaft. So erfolgt z. B. das
Auftragen ungleichmässig, ferner kann der Zement durch die Kratzwirkung der Bürste beseitigt werden.
Weiterhin kann das Lösemittel auch bei sehr sorgfältiger Arbeit auf den Mittelteil der Sohle gelangen, wo es nicht erwünscht ist, oder aber es kann an die Sohlenkante und an Nahtfläche gelangen, so dass dort Flecke entstehen. In neuerer Zeit zieht man deshalb ein hochviskoses Lösungsmittel zum Beleben des Zementes vor. Dabei ergeben sich verschiedene Vorteile. Das Lösungsmittel lässt sich leichter an einer vorher bestimmten Stelle auftragen und verharrt an dieser, gelangt also nicht an unerwünschte
Stellen. Die mit dem Lösemittel behandelten Sohlen lassen sich bequemer handhaben, und die Zeit des
Verweilen des Schuhes in der Presse kürzt sich ab. Ein weiterer wichtiger Vorteil besteht darin, dass unter dem Druck der Presse die Masse weniger leicht nach aussen herausgequetscht wird.
Der Zweck der Erfindung ist der. nur den genauen Betrag des Erweichungsmittels auf die Sohle zu bringen, der gebraucht wird. um eine vollständige Erweichung des Zementstreifens zu sichern, damit die Aufenthaltsdauer des Schuhes in der Presse sich auf ein Geringstmass vermindert und auch der Aus- schuss infolge ungenauer Anbringung des Lösemittelstreifens auf der Sohle auf ein Geringstmass herabgedrückt wird.
Offenbar bedeutet das Aufbringen von zuviel Lösungsmittel einen Material-und Zeitverlust, denn das Verdunsten dauert länger, so dass der Schuh länger in der Presse bleiben muss. Anderseits ver- ursacht das Auftragen von zu wenig Lösungsmittel das Entstehen unbelebter Stellen und infolgedessen
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mangelhaftes Haften der Sohle am Schuh. Nach einer Ausführungsform der Erfindung trägt das Verfahren gemäss der Erfindung einen vorher bestimmten Betrag viskosen Lösungsmittels in einer Mehrzahl einzelner erhabener Fäden von genügender Höhe auf, die sich dann unter Pressdruck seitlich ausbreiten. Durch Regelung der Abmessungen der Fäden oder Schnüre kann dafür gesorgt werden, dass die Ausbreitung gerade im erforderlichen Masse erfolgt und ein seitliches Herausquetschen nicht eintiitt.
Derartig aufgetragenes Lösungsmittel greift unterhalb der Fäden den Zement unmittelbar an, und wenn die flüssige Komponente des Lösungsmittels vom Zement absorbiert ist, suchen die Fäden steif zu werden oder eine dünne Oberflächenbaut zu bilden. Ist die Sohle auf den Schuh gelegt und wird Druck aufgebracht, so breiten sich die Lösungsmittelfäden seitlich aus und können das nach Massgabe ihres passend gewählten Querschnittes nur soweit, wie man es wünscht, nämlich um den ganzen Zementstreifen mittels einer geringsten Feuchtigkeitsmenge zu beleben. Dabei ist es möglich, die Feuchtigkeit in kurzer Zeit zu absorbieren und die Ausbreitung des Lösungsmittels nach der Sohlenkante hin genau zu regeln, um das Herausquetschen von Masse zu vermeiden.
Um eine vollkommene Verbindung zwischen Sohle und Schuh zu erzielen, muss der ganze Zement- streifen vollständig belebt werden. Wenn man jedoch zuviel Lösungsmittel aufträgt, ist die Gefahr des
Herausquetsehens an der Sohlenkante gross, und am Schuh befindet sich ein Überschuss von Lösungs- mittel, der verflüchtigt und getrocknet werden muss, ehe der Schuh die Presse verlassen kann. Das Geringst- mass für den Aufenthalt des Schuhes in der Presse hängt von der Schnelligkeit ab, mit der das Lösung- mittel getrocknet oder absorbiert wird und seine Dämpfe aus der Kittstelle entweichen. Jede Verlängerung dieser Zeit verursacht eine Erhöhung der Pressenzahl, die man für eine gegebene Mengen- leistung braucht.
Eine Abkürzung der Pressdauer bedeutet dagegen, dass ein und dieselbe Maschinen- anlage in einer gegebenen Zeit mehr Schuhe fertigstellen kann. Es ist nicht immer nötig, dass die Kittverbindung restlos trocken ist, wenn der Schuh aus der Presse genommen wird, aber sie muss wenigstens einen Zustand erreicht haben, bei dem sich die Sohle nicht mehr vom Schuh lösen kann. Wird die Einrichtung so getroffen, dass die Aussenkante der Sohle zuverlässig fest sitzt, wenn der. : Schuh aus der
Presse genommen wird, so wird der ganze Randstreifen zuverlässig austrocknen, indem sein innerer Teil nacherhärtet.
Die Erfindung will weiterhin das Lösungsmittel mittels einer Maschine so aufbringen, dass eine kleine Menge, die gerade richtig-also weder zuviel noch zuwenig-ist, zuverlässig und immer in voller
Gleichmässigkeit auf den Zement aufgetragen wird. Das dauernde Aufbringen einer gleichmässigen
Menge eines schnell trocknenden Stoffes, der Zellulosederivate enthält, wie z. B. Pyroxylin, hängt nicht nur davon ab, dass eine Vorschubvorrichtung vorhanden ist, uni die Werkstücke, wie z. B. Sohlen, mit gleichmässiger Geschwindigkeit zu bewegen, sondern auch davon, dass eine Auftragvorriehtung vorhanden ist, bei welcher der aufzubringende Stoff der Luft nicht ausgesetzt wird und infolgedessen die Gleich- mässigkeit des Auftrages nicht leidet.
Bei einer Ausdrückvorrichtung", bei der die Masse unter Druck aus einer Düse herausgepresst wird, kann man einen gleichmässigen Ausfluss bedeutend leichter erreichen als bei einer Vorrichtung mit einer umlaufenden Bürste oder Rolle zum Auftragen des Stoffes. Es wurde jedoch gefunden, dass das viskose Lösungsmittel aus den üblichen Düsen mit schlitzartiger Öffnung nicht in gewünschter Regelmässigkeit herausgedrückt werden kann', sondern dass Betriebsstörungen vor- kommen. Um zu vermeiden, dass zuviel Masse ausgedrückt wird, darf der Druck nicht hoch sein. Ist aber der Druck niedrig und die Austrittsöffnung eng, so lässt sich meistens der Düsenquerschnitt nicht für längere Zeit freihalten.
Ausserdem ist die Herstellung von Düsen mit Schlitzöffnung der gewünschten
Weite, die einen regelmässigen Ausfluss gestatten, überaus schwierig.
Die Erfindung hat diese Mängel erkannt und schlägt eine neue Vorrichtung vor, mittels der eine vorher bestimmte und regelbare Menge Lösungsmittel auf eine in richtiger Lage befindliche Sohle auf- getragen werden kann.
Die Maschine gemäss der Erfindung besitzt eine Ausdrückdüse mit einer Mehrzahl kapillarer Rohre, durch die das Lösemittel gedrückt und in Form von Fäden oder Schnüren aufgelegt wird, die sieh im wesentlichen parallel einzeln nebeneinander auf den Zementrand der Sohle legen. Die Maschine besitzt ferner ein Ventil zur Unterbrechung des Lösungsmittelzuflusses, wenn das Werkstück aus der Maschine entfernt wird, wobei es wesentlich ist, dass die zwischen dem Ventil und der Düsenmündung zurück- bleibende Masse nicht auf die Maschine oder auf Werkstücke heruntertropft.
Ein weiteres Merkmal der
Erfindung besteht dann, dass der Innendurchmesser der Düsenröhrchen derart passend zur Viskosität des Lösungsmittels gewählt wird, dass die Kapillarwirkung der Röhrchen ein Heraustropfen von Lösungs- mittel nach der Absperrung des Druckes, d. h. während der Zeit, in der neue Werkstücke in die Maschine gebracht weiden, verhindert. Zur Erzeugung des Druckes für das Herauspressen des Lösemittels aus den Röhrchen ist beispielsweise eine Zahnradpumpe vorgesehen, bei der jedoch verhältnismässig grosse augenblickliche Druckänderungen eintreten können. Die Länge der Kapillarrohre der Düse ist nun ein bedeutendes Vielfaches des Durchmessers derselben.
Damit wird erreicht, dass der Reibungswiderstand in den Röhrchen, der'etwa mit dem Quadrat der Strömungsgeschwindigkeit wächst, genügt, um die Wirkung verhältnismässig grosser augenblicklicher Druckänderungen abzuschwächen, so dass die
Menge an in der Zeiteinheit ausgedrückter Lösungsmittel sich nur geringfügig ändert. Die Viskosität
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der Masse wechselt mit der Raumtemperatur. Deshalb und aus andern nicht näher zu erläuternden Gründen sieht die Erfindung ein unter Federdruck stehendes 1.'mgangsventil vor. dessen Federbelastung sich einstellen lässt, um den Druck des Lösungsmittels zu regeln.
Mittels der erfindungsgemässen Vorrichtung lassen sich zusammenhängende und gleichförmige Fäden aus dem Lösungsmittel mit einer der Vorschubgeschwindigkeit des Welkstückes gleichen oder etwas grösseren Geschwindigkeit auftragen.
Die Austrittsöffnungen der Düsenröhrchen sind auf einer Linie angeordnet, die der Breite des Zementrandes der Sohle entspricht. Zugleich werden im Sinne der Erfindung die Führungsmittel so gestaltet. dass auch der freie Rand zwischen dem Aussenende der Düse und der Sohlenkante gleichbleibt und ferner die Breite des Lösungsmittelbandes sich nicht ändert. Der freie Sohlenrand wird durch stichmassartige Anschlag-oder Fühlungshilfsmittel konstant erhalten. Um ein gleich breites Band von Lösemittel zu erzielen, steht die Linie, auf der die Röhrehenmündungen liegen, in einem spitzen Winkel zur Vorsehublinie und konvergiert mit ihr in der Vorschublichtung der Sohle.
Zweckmässig liegt die Mündungslinie annähernd zwischen dem Berührungspunkt mit dem vorderen Fiihrungsanschlag und dem Mittelpunkt für Diehbewegungen an gekrümmten Sohlenteilen.
Die Arbeitsweise der Maschine und deren Mengenleistung werden ausser durch andere Erfindungsmerkmale wesentlich durch eine vervollkommnete Vorschubvorrichtung verbessert, die es gestattet, den Rand des Werkstückes selbsttätig mit im wesentlichen gleichbleibender Geschwindigkeit unter der Düse entlang zu bewegen. Die Vorschublinie wird zweckmässig durch Führungsanschläge bestimmt, die genügend voneinander entfernt sind, um es gekrümmten Sohlenteilen, z. B. den Fussspitzen, zu ermöglichen, in den Raum zwischen den Anschlagpunkten einzutreten und den Angriff der Vorschubvorrichtung zu erleichtern. Dabei sind die Abstände so bemessen, dass die Herstellung eines gleich breiten Randes zwischen der zu bedeckenden Fläche und der Sorlenkante ermöglicht ist.
Die Volsehubvorriehtung gemäss der Erfindung ist ferner so gestaltet, dass sie zwei Wirkungen ausübt, einmal die Vorwärtsbewegung des Werkstückes und einmal einen Druck quer zur Förderbewegung, um die Berührung zwischen der Sohle und den Anschlägen aufrechtzuerhalten. Das wird erfindungsgemäss durch zwei Paar drehbare Vorschubrollen erreicht, von denen eine angetrieben wird. Sie greifen an dem Sohlenrand an Punkten quer zur Vorschublinie an, und eine der Rollen--abseits der Anschläge- wird zeitweilig gebremst, um die Sohlenkante dauernd in Eingriff mit den Fuhrungsanschlägen zu halten.
Bei einer andern Ausfühiungsfoim des Erfindungsgegenstandes greifen zusammenwirkende Vorschub- z ollen an den entgegengesetzten Seiten der Sohle an, die so gestaltet und angeordnet sind, dass sie eine Vorschubkraft unter einem Winkel zur Vorschublinie ausüben, die mit dieser in der Vorwärtsrichtung konvergiert. so dass die Vorschubkraft in zwei Komponenten zerlegt wird, von denen die eine die Vorschubbewegung herbeiführt, während die andere die Sohle in Berührung mit den Führungsmitteln hält.
Es ist häufig erwünscht, dass der Albeiter, der die Werkstücke in die Lösungsmittel-Auftragemaschine legt. auch die Presse zum Zusammenhalten der Sohle und des Schuhes unter Druck bedient, Hiezu und auch. um einen besonderen Motor entbehrlich zu machen, kann es zweckmässig sein, die Auftragmaschine mittels einer Riemenverbindung von der Drehwelle der Presse aus zu betreiben. Die Erfindung sieht an der erfindungsgemässen Auftragvorrichtung daher auch einen Antrieb vor, bei dem der
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verbindung nötig sind.
Durch die beispielsweisen Darstellungen der Zeichnung wird die Erfindung erläutert. Es sind : Fig. 1 eine Vorderansicht des Maschinenoberteils nach Wegnahme einer Gehäuseplatte, Fig. 2 ein waage- 1 echter Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 ein Teilschnitt nach Linie 111-III der Fig. 1, Fig. 4 ein waagerechter Schnitt in vergrössertem Massstabe nach Linie IV-IV der Fig. 1, Fig. 5 ein senkrechter Schnitt nach Linie V-V der Fig. 1, Fig. 6 eine Vorderansicht von Vorschub- und Führungsteilen, Fig. 7 eine Endansicht zu Fig. 6, Fig. 8 eine Draufsicht auf einen Teil einer Sohle. Fig. 9 eine Vorderansicht einer abweichenden Ausführungsform der Auftragevorrichtung.
Fig. 10 ein Grundriss einer Sohle während des Auftiagens, Fig. 11 ein Grundriss zu Fig. 9, Fig. 12 ein Teilgrundriss der Werkstücktragvorrichtung, Fig. 13 eine Endansicht der Vorschubvorrichtung, Fig. 14-16 Darstellungen von Einzelheiten, Fig. 17 und 18 Darstellungen einer abgeänderten Düsenform und ihrer Anwendung. Fig. 19 und 20 ein Bild einer ganzen Maschine nebst Antriebshilfsmitteln.
Die Maschine besitzt für das viskose Zementerweichungsmittel einen rechteckigen Vorratsbehälter 1,
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aus der mittels eines Rohres 13 Lösungsmittel zur Eintiittsseite einer Zahnradpumpe 15 gelangt. Letztere besitzt gemäss Fig. 1 und 5 ein inneres Zahnrad 17. das mit den Zähnen 19 eines in der Pumpe drehbar gelagerten Ringes 20 in Eingriff steht. Das Ritzel 17 sitzt auf einer Welle 21, die durch ein Getriebe 23, 25 von einer im Lager 29 des Gehäuses 9 liegenden Welle 27 gedreht wird (Fig. 1). Die Welle 27 trägt Festund Losscheibe 31, 33 und wird mittels einer Schnur 33 (Fig. 19) gedreht, wenn diese sich auf der festen
Scheibe befindet. Ein Riemenrücker 37 ist auch vorgesehen.
Das Lager 29 trägt an jeder Seite einen
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rad 17-oben dicht schliessend in die Zähne 19 des Ringes 20, wenn die Drehung gemäss Fig. Ï entgegen dem Uhrzeigersinne erfolgt. Der dichte Schluss löst sich beim Vorbeigange am Einlauf 13, so dass Lösung- mittel zwischen die Verzahnungen treten kann. Bei der weiteren Drehung gelangen kleine Mengen Lösungsmittel aus dem Zwischenraum zwischen den Verzahnungen in die Nähe des Druckkanal 45, durch den das Lösungsmittel hinausgedrückt wird, sobald die Zähne sich wieder dicht aneinanderlegen. Das Sichelstück 43 verhindert den Rücktritt zum Eintrittskanal.
Der Druckkanal 45 geht zunächst senkrecht und dann waagerecht durch einen Block 58 zu einer Verschraubung 46 für ein biegsames Rohr 51, dessen anderes Ende bei 53 an ein T-Stück angeschlossen ist, das oben einen Druckmesser 55 trägt und unten mit einem Absperrhahn 57 verbunden ist. Der Block 58 ist durch eine Schraube 60 mit dem Pumpenkörper verbunden (Fig. 3) und besitzt einen Kanal 59, der die Einlass-und Auslassseite der Pumpe verbindet, Er wird gewöhnlich durch ein Ventil 61, 69 geschlossen gehalten, das in einer Einstellschraube 63 steckt und unter dem Druck einer Feder 65 steht. Wenn jedoch die Pumpe 15 das Lösungsmittel unter einen Druck setzt, der den gewünschten Wert überschreitet, wird die Feder 65 von der Druckseite her zusammengedrückt.
Das Ventil 69 öffnet sich und lässt Lösungsmittel in den Einlasskanal 13 zurücktreten. Der Höchstdruck kann durch Verstellen der Schraube 63 mittels des Rändelkopfes 71 geregelt werden.
Das Lösungsmittel wird unter einem bestimmten Druck von der Pumpe zu einer Düse befördert, die z. B. vier Kapillarrohre 77 besitzt, aus denen die Masse herausgedrückt wird, um sie auf das Werkstück aufzutragen. Der Hahn 57 trägt ein Mundstück 73, Fig. 6 und 7, an dem ein Block 75 und darunter eine Platte 79 befestigt sind. In letztere, die durch Schrauben 81 an einem Konsol 83 befestigt ist, sind die Kapillarrohre 77 beispielsweise eingelötet. Das Konsol 83 ist durch eine Schraube 85 mit einem Gestell- arm 87 verbunden, der aus dem Gehäuse 9 herausragt und an diesem mit Schrauben 89 befestigt ist (Fig. l).
Gemäss Fig. 7 gehen die Kapillarrohre 77 durch einen Ausschnitt 82 des Konsols 83.
Sie liegen nicht sämtlich in einer Ebene, sondern nur das äussere Kapillarrohr (Fig. 6 links) ist gerade, während die andern in
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gelagerten'Welle 131 (Fig, 1) und besitzt einen Arm 732, von dessen Ende eine Stange 133 nach oben geht und dort mit einem Ende eines zweiten Hebels 135 verbunden ist. der etwa in seiner Mitte auf einer Schwing- welle 137 befestigt ist. Das rückwärtige Ende des Hebels 135 ist mit einer Zugfeder 139 (Fig. 2) verbunden, die ihn abwärts. also das vordere Ende bzw. die Stange 133 aufwärts zieht.
Beim Niederdrücken des
Trethebels 121 wird jedoch die Stange 133 nach unten gezogen und damit auch der Arm 113, der gabel- förmig die Stange 133 umfasst, die ihre Bewegung mittels einer Feder 141, eines festen Anschlages 143 und einer losen Scheibe 145 auf den Arm 113 überträgt. Das nachgiebige Niederdrücken des Armes 113 bewirkt ein nachgiebiges Andrücken des Konsols 10. 3 mit der Rolle 99 gegen die Rolle 93 bzw. gegen das dazwischen befindliche Werkstück. Die Antriebswelle 101 der Rolle 99 wird durch Zahnräder 147, 149 gedreht. Ausser der Bewegung des Konsols 103 bewirkt das Niederdrücken des Trethebels 121 ferner ein Öffnen des Hahnes 57, um Lösungsmittel durch die Röhrchen 77 herausdrücken zu lassen.
Hiezu ist die Schwingwelle 137 mit einem Gabelende 193 ausgerüstet, das den Vierkantkopf des Hahnes 57 umfasst und durch eine Feder 195 gegen denselben gedrückt wird. Die Anordnung ist so getroffen, dass man die Welle 137 entgegen der Spannung der Feder 195 zmückdrücken und dadurch die Gabel 193 vom
Hahn 57 entfernen kann, falls man Arbeiten an der Maschine auszuführen hat, z. B. die Düse heraus- nehmen will. Beim Niedeidrücken des Trethebels wird demnach der Hahn 57 geöffnet.
Um der Vorrichtung eine grössere Arbeitsgeschwindigkeit geben zu können, sorgt die Erfindung dafür, dass die Werkstücke beim Vorschub nicht von Hand geführt zu werden brauchen, sondern selbst- tätig gegen Führungsanschläge 185 und 189 (Fig. 4) gedrückt werden, die die Vorschublinie bestimmen.
In Ergänzung zu den Vorschubrollen 93, 99 ist ein Paar loser Rollen 151, 733 (Fig. 1, 2,4, 6,7) vorgesehen.
Sie erfassen die zu behandelnde Sohle auf einer Linie, die zur Sohlenkante parallel läuft, u. zw. etwa
13 mrn oder mehr innerhalb der Kante. Die untere Rolle 153 hat eine glatte Umfläche und dreht sich frei in einem Konsol 155, das mittels eines Bolzens 157 an Auge 159 des Konsols 103 schwenkbar befestigt ist (Fig. 1). Es wird durch eine Feder 161, die zwischen dem Konsol 155 und dem Kopf einer Schraube 163 sitzt, nachgiebig gestützt. Seine Aufwärtsbewegung wird durch eine sieh gegen das Konsol 103 stützende
Stellschraube 165 begrenzt.
Die obere Rolle 151 besitzt eine gerändelte Umfläche und dreht sich in einem Auge 167 (Fig. 6) am Konsol 8.'1. In letzterem steckt ferner ein aufrecht stehender Stift 169, dessen unteres Ende einen kurzen Arm mit einem Bremsansatz 171 trägt (Fig. 4 und 6). Der Stift 169 ist oben von einer Torsionsfeder 173 (Fig. 7) umgeben, deren eines Ende am Konsol 88 und deren anderes Ende an einem Stellring 175 (Stellschraube 177) befestigt ist. Die Feder dreht den Stift so, dass er die Brems- backe 171 gegen die Innenfläche der Rolle 151 zu drücken und deren Drehung zu verhindern sucht.
Gemäss Fig. 4 und 6 trägt der Stift 169 rechtwinklig zum Bremsansatz einen Arm 179, an dem im wesent- lichen rechtwinklig eine Verlängerung 18') befestigt ist. Ein Bolzen 181 greift mit einem Vierkant in den Hebel 179 und ferner in einen Schlitz der Verlängerung 183, an der er mittels einer Mutter festgeklemmt ist. Gemäss Fig. 6 und 7 krümmt sieh die Verlängerung 183 nach unten und trägt dort einen Anschlag 185, der zusammen mit einem rückwärtigen Anschlage 189 zur Führung der Sohle dient.
Die Berührung der Sohlenkante mit dem Anschlag 185 bewirkt eine Einwärtsbewegung des An- schlages nach rechts (Fig. 4). Sie verursacht eine Drehung des Armes 179 entgegen dem Uhrzeigersinne um die Achse des Stiftes 169. Dadurch kommt die Bremse 171 ausser Berührung mit der Rolle 151 und gibt diese frei. Die Einwärtsbewegung des Anschlages 185 unter dem Druck der Sohle wird durch einen einstellbaren Ansatz 187 (Fig. 6) begrenzt. Der gewöhnlich feste rückwärtige Anschlag 189 besitzt einen aufrechten Teil, der mit der Sohlenkante in Berührung kommt, sowie einen waagerechten Flansch 188 (Fig. 4 und 6) mit einem von vorne nach hinten verlaufenden Schlitz. Durch letzteren geht eine
Schraube 191 in eine Platte 194.
Sie besitzt gemäss Fig. 4 einen Schlitz 196, durch den eine Schraube 192 in den Gestellarm 87 hineingeht. Durch Lösen der Schraube 192 kann der Anschlag 189 von und zur Vor- schubrolle 93 verstellt werden, während man ihn beim Lösen der Schraube 191 in der Richtung von vor- wärts nach rückwärts verstellen kann. Wenn eine zu bearbeitende Sohle zwischen den Vorschubrollen 93 und 99 eingesetzt ist, wird sie von Hand gegen die Anschläge 185 und 189 gedrÜckt, Sobald man dann den Trethebel 727 niederdrückt, um das Werkstück von den Vorschubrollen erfassen zu lassen, sind die Anschläge so eingestellt, dass die Rolle 151 sich so lange frei drehen kann, wie die Sohle den Anschlag 185 zurÜckdrückt, also den Eingriff der Bremse 171 verhindert.
Wenn infolge Änderung des Umrisses der Sohle die Berührung derselben mit dem Anschlag 185 unterbleibt, wie es in Fig. 4 gezeigt ist, legt sieh der Bremsansatz 171 unter dem Druck der Feder 17. 3 gegen die Rolle 151 mit dem Bestreben, dieselbe stillzusetzen. Dadurch wird der Berührungspunkt zwischen der Rolle 151 und der Sohle S einen Augenblick zu einem Drehpunkt, und die zwangläufig angetriebene
Rolle 93 schwingt das Werkstück an den Anschlag 185 heran, so dass die Bremse 171 wieder abgehoben wird. Mittels der beschriebenen Vorrichtung wird das Werkstück mit seinem zu bearbeitenden Randteil genau unter der Ausdrückdüse mit den Röhrchen 77 entlang vorgeschoben. Gemäss Fig. 4 und 7 ist die
Drehachse der Rolle 151 gegen die der Rolle 93 versetzt.
Ebenso ist die Achse der Rolle 158 gegen die der
Rolle 99 versetzt (Fig. 2). Das geschieht zu dem Zweck, ein möglichst geringes Schleppen der Rollen 151 über die Sohlenoberfläehe zu erreichen, wenn scharfe Wendungen, wie z. B. an der Fussspitze, erfolgen.
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Verbindungslinie des Berührungspunktes 186 der Sohle mit dem Anschlag 189 und des Berührungspunktes mit dem Anschlag 185. Diese Anordnung ist für kreisförmige Werkstücke und auch für den mit verschiedenen Krümmungen verlaufenden Sohlenumriss die optimale. Würde man die Stellung der Rolle 151 ändern, so müsste sie einen mehr oder weniger langen Schleppweg zurücklegen, um in den Drehpunkt hineinzukommen.
Der Anschlag 185 ist gemäss Fig. 4 gegen eine Senkrechte zur Wellenaehse 91 durch den Berührungspunkt 186 etwas nach rechts versetzt.
Bei der Darstellung in Fig. 19 und 20 ist die Auftragvorrichtung in gestrichelten Linien angedeutet, während die Antriebsvorriehtung voll gezeichnet ist. Die lose Scheibe 31, die Festseheibe :,., die Antriebsschnur 35 und der Riemenrücker 37 wurden bereits erwähnt, ebenso der Steuerhebel 129 mit der Welle -H und der Trethebelvorrichtung 119, 121, 123, 125. Die Maschine steht auf einer Säule 127, in deren oberem Ende mittels Bolzen 210 ein Hohlpfosten 208 festgeklemmt ist. Auf dem oberen Ende des Pfostens sitzt ein Säulenaufsatz 215, der durch eine Stellschraube 221 festgeklemmt wird und an dem die Auftragevorrichtung M 1 mit Schrauben 217 befestigt ist.
Der Pfosten 208 ist an seinem oberen Ende abgesetzt, so dass ein Schulteransatz entsteht, auf dem der Säulenaufsatz 215 ruht und man ihn nach dem Lösen der Klemmschraube 221 drehen kann. Zwei Schnurscheiben 209, 211, die aus einem Stück bestehen können, sind drehbar auf dem Pfosten 208 angeordnet, u. zw. zwischen der Säule 127 und dem Aufsatz 215. Die Treibschnur 35 geht über zwei mit Kugellagern ausgerüstete lose Rollen 213, die an Konsolen 219 des Säulenaufsatzes gelagert sind, und dann durch die obere Rille 211 der Doppelschnurscheibe. Unabhängig von der Stellung des Aufsatzes 215 und daher der Vorrichtung M auf dem Pfosten 208 ist also der Antrieb 211-35-31/33 immer arbeitsbereit. Am Pfosten 208 ist ein Konsol 219'fest angebracht, das zwei lose Rollen 207 mit Kugellagern trägt.
Am unteren Ende der Säule ist in einem Konsol 201, das sich nach Lösen einer Klemmschraube 201'einstellen lässt, eine Welle 199 mit einer Schnurseheibe 203 gelagert. Eine Treibschnur 205 geht von der Scheibe 203 über die Rollen 207 zur
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Riemens, der vom Motor oder einem angetriebenen Teile einer Sohlenbefestigungsmaschine kommt. Die Welle 199 kann erforderlichenfalls mit einem Zwischengetriebe ausgerüstet sein. Der Säulenaufsatz 21-5 lässt sich gegen die Säule 127 in verschiedene Winkelstellungen drehen, ohne dass der Maschinenantrieb von der Vorgelegewelle 199 zur Auftragevorrichtung M dadurch beeinflusst wird. Auch die Verbindung des Trethebels 121 mit dem Steuerarm 129 wird so gestaltet, dass sie von der Drehung nicht beeinflusst wird.
Bei der Ausführungsform der Auftragevorrichtung nach Fig. 9-13 sind die Teile, die mit denen der obenbeschriebenen Ausführung übereinstimmen, gleichlautend bezeichnet. Die selbsttätige Vorschubvorrichtung, die Ausdrüekdüse und deren Tragvorrichtung sind abweichend gestaltet. Die Sohle S wird hier von einer verhältnismässig dünnen Vorschubrolle 250 mit Rändelung erfasst, die auf einer Welle 91 im Arm 87'sitzt. Mit der Rolle 250 wirkt eine auf der Welle 101 sitzende, zwangläufig getriebene Stützrolle 252, die aus einem Zylinderteil und einem Kegelstumpfteil besteht, zusammen. Zur weiteren Stützung der Sohle dient die lose Rolle 253, die der Rolle 153 nach Fig : 1 entspricht, aber etwas abweichend geformt ist.
Nahe der oberen Rolle 250 ist die Düse 256 angeordnet, deren Gestaltung später beschrieben wird. Sie ist am oberen Ende mit einem Block 258 mit seitlichem Vorsprung 260 ausgerüstet (Fig. 14).
Der Block 258 ist einstellbar an einem Konsol 262 festgeklemmt, u. zw. mittels einer Schraube 264, die durch einen waagerechten Schlitz eines Fortsatzes 260 hindurchgeht (Fig. 13). Die anliegenden Flächen der Teile 258 und 262 besitzen eine Führungsleiste und eine Nut zur Erleichterung der Einstellung der Düse. Das Konsol 262 enthält einen parallel zur Welle 91 gehenden Schlitz mit einer Klemmschraube 266 zur Verbindung mit einer Gabelstütze 270, deren Gabelenden 272 (Fig. 11) schwenkbar am Arm 87' befestigt sind. Hiezu dienen Schrauben 274, die mit kegeligen Lagerspitzen in Versenke am Arm 87' eingreifen. Die Ausdrüekdüse 256 ist also schwingend gelagert, so dass sie gegebenenfalls über Uneben-
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im Konsol 262, die sich auf den Arm 87'stützt, leicht einstellen lässt.
Der Düsenblock 258 ist durch Schrauben mit einem Hahnbloek 280 verbunden, in dem sich ein Hahnküken 282 befindet und der oben in ein T-Stück 53 mit einem Anschluss für das Druckrohr 51 und mit einem Manometer 55 eingeschraubt ist. Das Hahnküken 282 besitzt einen zylindrischen Kopf mit rechteckigem Ausschnitt 284, durch den ein Bolzen-286 geht, der von dem gabelförmigen Ende 288 der Drehstange 290 umfasst wird. Das Gabelende ist gemäss Fig. 9 teilweise zylindrisch und bildet so mit dem Bolzen 286 zusammen ein Universalgelenk.
Das andere Ende 292 der Stange 290 ist gemäss Fig. 11 teilweise zylindrisch und steht senkrecht zur Achse
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der Schwingwelle 137'steckt. Letztere entspricht der Welle 137 nach Fig. 1, jedoch ist die Feder 195 jetzt an das rechte Wellenende verlegt. Die Feder drückt die Welle nach links, um das Gabelstück 288 mit dem Stift 286 in Eingriff zu halten. Die Bewegung wird durch einen Stellring 298 begrenzt. Die Welle 137'ist entsprechend Fig. 1 mit dem Trethebel121 verbunden, so dass der Hahn 282 geöffnet wird, wenn sich der Konsolarm 103 hebt, um die Sohle S von den Vorschubrollen 250, 252 erfassen zulassen.
Am Konsol 103 ist ein Werkstücktisch 300 befestigt, dessen Oberfläche annähernd mit dem First der untern Vorschubrolle 252 gleich hoch liegt. Der Tisch wird von einer Schraube 30' ! festgehalten (Fig. 13) und lässt sich waagerecht in Richtung der Achse der Welle 101 einstellen. Die vordere Tischkante ist
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gemäss Fig. 13 etwas niedriger, um zu verhindern, dass die auflaufende Sohle daran hängenbleiben kann.
Der Tisch dient dazu, die Sohle am Kippen zu hindern, damit sie nicht länger mit der Mündung der Düse 256 in Berührung bleibt, u. zw. besonders zu der Zeit, in der die Hauptachse der Sohle etwa rechtwinklig zu den Achsen der Vorschubrollen steht.
Mit den Vorschubrollen arbeiten Anschläge zur Bestimmung der Vorsehublinie zusammen. Ein hinterer Anschlag. 304 (Fig. 10) ist mittels einer Schraube-306 (Fig. 9) am Arm 87'befestigt und ein vorderer Anschlag.' sitzt mittels einer Schraube 810 ebenfalls fest am Arm 87'. Waagerechte Schlitze in beiden Anschlägen gestatten deren Einstellung. Der vordere Anschlag 308 ist gemäss Fig. 9 und 10 genutet, um die Sohlenkante aufzunehmen, und besitzt einen überkragenden oberen Flansch, der sich nach hinten erstreckt. Der Bodenflansch des genuteten Teiles besitzt ein dreieckiges Stück, dessen Kante sich vom Berührungspunkt 314 unmittelbar nach vorne und dann nach rechts erstreckt.
Hinter dem Berülhrungspunkte 314 ist der Anschlag 308 nach innen genutet, hat also Ober-und Unterflansche, zwischen denen gekrümmte Sohlenteile, wie z. B. die Fussspitze, geführt werden. Der rückwärtige Anschlag 304
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hinterschnitten, jedoch unter Belassung eines Stützteiles für die Fussspitze. Weniger scharf gekrümmte Teile der Sohle gelangen nicht wesentlich zwischen die rückwärtigen Flansche des vorderen Anschlages bzw. auf den Stützteil des hinteren Anschlages.
Die Vorschublinie wird durch die Anschlagpunkte. 12, : 314 bestimmt, und, wenn eine Sohle von den Vorschubrollen erfasst ist, wird ihr Rand selbsttätig der Düse zum Auftragen von Lösungsmittel um das ganze Werkstück herum dargeboten. Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 üben die Vorschubrollen 250 und 252 nicht nur eine Kraft zur Vorwärtsbewegung der Sohle aus, sondern gleichzeitig auch eine Seitenkraft zum Andrücken des Werkstückes gegen die Anschläge.
Während bei der Maschine nach Fig. 1 die Vorschubrollen im wesentlichen parallel zur Vorschublinie stehen, wird bei der Ausführungsform nach Fig. 9-wie man leicht aus Fig. 10 und 11 ersieht - die Vorschubkraft in einem Winkel zur Vorschublinie ausgeübt, u. zw. in einem spitzen, in der Richtung des Vorschubes konvergierenden Winkel.
Infolge dieses Umstandes bewirkt die Vorschubrolle 250 nicht allein das Fortschreiten des Werkstückes, sondern zugleich auch eine Drehung der Sohle an scharf gekrümmten Teilen derart, dass der Sohlenumriss
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Fig. 1, 6 und 7 verbiegen sich bei ihrem sehr kleinen Querschnitt leicht (infolge von Zufälligkeiten), z. B. beim Reinigen der Maschine. Es bedeutet daher noch einen Fortschritt, die Röhrchen 322 in ein festes Gehäuse 820 einzubauen. Es ist hohl und bei 821 im Bereich der Rolle 250 eingebeult, um den nötigen Platz zu schaffen. Das untere Ende. 324 ist zugesehärft, u. zw. mit einer Breite, die dem zu behandelnden Zementstreifen entspricht.
Eine Quernut ist mit Lot. ?. ? ausgefüllt, um die Röhrchen am Behälter festzuhalten. Innerhalb des Gehäuses können die Röhrchen senkrecht oder schräg, wie bei @26, stehen. Das untere Ende 327 des Gehäuses gleitet über die Sohle S (Fig. 16), wenn diese sich in der Richtung des Pfeiles bewegt. Das Gehäuse und die Röhrchenenden sind auf der Rückseite schräg abgeschnitten. Die Düse legt auf den Zementstreifen C der Sohle S Fäden oder Schnüre X aus Lösungsmittel, die erhaben sind und beispielsweise halbkreisförmigen Querschnitt annehmen. Die Düse würde ebenso gut arbeiten, wenn die Röhrehen auf ihrer ganzen Länge in Metall eingebettet wären.
Es ist jedoch praktischer, das untere Ende des Gehäuses.'320 verhältnismässig dünn zu machen und dann die Röhrchen mit einer der Viskosität des Lösungsmittels entsprechenden Länge einzusetzen. Wegen der grossen Widerstandsfähigkeit des db Röhrchen enthaltenden Gehäuses kann man jetzt das untere Düsenende :, 27 in engere Berührung mit dem Werkstück bringen, als wenn die Röhrchen einzeln frei stehen. Auch kann bei dieser Ausführungsform die Düse wegen ihrer schwingbaren Stützung durch das Konsol 270 gegebenenfalls auf dem Werkstück lasten. Gemäss Fig. 16 wird dabei die Entstehung der gewünschten schnurförmigen Lösungsmittelstreifen nicht beeinträchtigt.
Will man ein Lösungsmittel geringerer Viskosität auftragen, so dass die Fäden oder Schnüre die Neigung haben, sich auszubreiten, ehe Druck ausgeübt wird, so empfiehlt sich die Ausführungsform nach
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denen die Röhrchen. 322 oder. 326 sitzen, angebracht ist, wobei nur ein Teil des Schlitzes mit Lot ausgefüllt ist, so dass ein Raum zwischen den Enden der Röhrchen und dem Werkstück frei bleibt, dessen Höhe vom Abstande der Röhrchen von der Stützfläche 334 der Düse abhängt. An der Austrittsseite ist die Düsenspitze weggeschnitten, um eine Lippe,). 36 zu bilden, die sich über die ganze Diisenbreite erstreckt.
Dabei erfolgt die Regelung des Lösemittelaustritts nach Massgabe seiner Viskosität genau ebenso wie bei den andern Ausführungsformen der Düse, aber das herausgedrückte Lösemittel kann sieh zu einem zusammenhängenden Bande R verbinden. Es ist mehr oder weniger glatt, weil die Lippe 336 darüber hinwegfährt, und es ist nicht wesentlich dicker als der Abstand dieser Lippe vom Werkstück. Die Ränder des Bandes R verlaufen im wesentlichen parallel zur Sohlenkante, und seine Breite kann dieselbe oder etwas kleiner als die des trockenen Zementstreifens sein, u. zw. namentlich aussen, um ein Herausquetschen des erweichten Kittes über den Sohlenrand zu verhindern.
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Um dem Verschleiss der arbeitenden Maschinenteile und der Pumpe vorzubeugen, kann gewünschtenfalls zwischen die Antriebswelle 27 und die Zahnräder 25, 95 eine Kupplung geschaltet werden. Gemäss Fig. 1 und 9 lässt sich dieselbe in die Zahnräder einbauen. Sie wird jedesmal geschlossen, wenn man den Trethebel 121 niederdrüekt, um ein Werkstück von den Vorschubrollen erfassen zu lassen.
Das Zahnrad 25 ist gemäss Fig. 9 beispielsweise ausgespart, um eine Kupplungshülse.'340 aufzunehmen, die mit dem Zahnrad verbunden und auf ihrem Aussenende mit Kupplungszähnen versehen ist. Das Zahnrad 25 besitzt eine verlängerte Nabe 342, auf die das Zahnrad 95 als Kranz aufgesetzt ist. Ein äusserer Kupplungsteil. 344 ist auf der Welle 27 befestigt, und hinter einem Bunde 346 desselben liegt
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teile zu trennen. Die Welle 27 lässt sieh aber durch einen Hubansatz. 348 eines Armes 350 der Welle all - die mit dem Trethebel in Verbindung steht-axial verschieben. Beim Niederdrücken des Trethebels
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eingreift und nunmehr die Räder 25,95 umlaufen.
Durch eine federnde Ausgestaltung des Einrück- druckes mittels einer die Welle M. ? zwischen dem Gehäuse 9 und dem Arm 350 umgebenden Feder wird der Bruehgefahr für den Fall vorgebeugt, dass die Kupplungsverzahnung nicht sofort genau eingreift. Um eine Verschiebung der Welle 131 nach rechts zu verhindern, besitzt diese einen Bund, 354 (Fig. 1), der sich gegen das Gehäuse 9 stützt.
In Fig. 10 und 11 sind die Mündungen der Kapillarrohre als eine Reihe kleiner Kreise angedeutet.
Die Anordnung dieser Reihe zu den Führungsanschlägen und Vorsehubrollen ist zur Sicherung guten Auftragens des Lösungsmittels wichtig. In Fig. 4 sind die Enden der Röhrchen gleichfalls sichtbar. Wenn es nicht wesentlich ist, das Lösungsmittel so aufzutragen, dass der Aussenfaden sehr nahe an der Sohlenkante liegt, ist die Ausführungsform nach Fig. 1 und 4 ausserordentlich vorteilhaft. Wünscht man dagegen das Lösungsmittel besonders nahe an die Sohlenkante heranreichen zu lassen, so eignet sich vorzugsweise die Vorrichtung nach Fig. 9 und 10. Wegen der Winkelstellung der oberen Vorschubrolle 250 zur Vorsehublinie kann man hier mit dem Aussenende der Düse näher an die Sohlenkante herangehen.
Um den reinen Rand m (Fig. 8) zwischen der Aussenkante des aufgetragenen Lösungsmittels und der Sohlenkante gleich breit zu erhalten, ist es sowohl bei der ersten wie auch bei der zweiten Ausführungsform wichtig, das äusserste Röhrchen möglichst nahe an den Berührungspunkt der Sohle mit dem rückwärtigen Anschlag heranzubringen, der in Fig. 10 mit 312 bezeichnet ist. Bei dieser Ausführungsform ändert sich der Abstand zwischen dem äussersten Röhrchen und dem Anschlagpunkt auch an den weniger und stärker gekrümmten Umrissteilen der Sohle nicht wesentlich. Würde man das Aussenröhrchen hinter den rückwärtigen Anschlagpunkt in der Vorschubrichtung oder-wenn es möglich wäre-zwischen beide Ansehlagpunkte legen, so würden sich erhebliche Unterschiede in der Breite des reinen Randes m ergeben.
Um eine gleichmässige Breite des Fadenbandes X oder des zusammenhängenden Bandes R zu erreichen, ist es wichtig, dass die Linie, auf der die Mündungen der Kapillarrohre liegen, in bestimmter Beziehung zur Vorschublinie steht. Am zweckmässigsten fällt die Düsenlinie der Röhrchenmündungen im wesentlichen mit einer Verbindungslinie des Anschlagpunktes 312 mit dem ungefähren Drehpunkt für die Schwenkbewegungen des Werkstückes an scharf gekrümmten Teilen (Fussspitze) zusammen.
Der Drehpunkt liegt für gewöhnlich annähernd auf der senkrechten Halbierenden der Verbindungslinie beider Anschlagpunkte 312 und 3'14, u. zw. in Fig. 4 beispielsweise ungefähr in dem Berührungspunkte der Rolle 151 mit dem Werkstück. Würde man anderseits die Düsenmündungslinie senkrecht zur Vorschublinie anordnen, so würde die Innenkante des aufgetragenen Lösungsmittels nicht parallel zur Sohlenkante verlaufen, sondern der Lösemittelstreifen würde beispielsweise an der Fussspitze nur etwa ein Viertel so breit wie an den geraderen Umrissteilen werden.
Die Kapillarrohre für die Maschine gemäss der Erfindung können mit mässigen Kosten sehr genau hergestellt werden, so dass es keine Schwierigkeiten macht, ihre Weite im Sinne der Erfindung nach der Viskosität des Lösungsmittels zu bemessen. Bei schwerem und sehr viskosem Lösungsmittel braucht man weitere Röhrchen, um bei einem bestimmten Druck die gleiche Menge wie bei einem leichteren und weniger viskosen Material auszudrücken. Die Weite der Röhrchen liegt bei den handelsüblichen Lösungsmitteln etwa bei % mm bis 2/3 mm, während bei besonders schweren Lösungsmitteln Durchmesser bis zu 1 mm in Frage kommen können.
Bei der Auswahl der Weite ist auch deren Beziehung zur Viskosität dahin wichtig, dass beim Absperren des Hahnes 57 das in den Röhrchen verbleibende Lösungsmittel durch Kapillarwirkung festgehalten wird. Dadurch soll ein Tropfen der Düse und das Beschmutzen der unteren
Vorschubrollen sowie gegebenenfalls der Werkstücke verhindert werden, was besonders deshalb wichtig ist, weil sieh Flecke aus zellulosehaltigem Kittstoff nur schwer entfernen lassen. Ferner sollen die Röhrchen lang genug sein, um dem durchtretenden Lösungsmittel einen so grossen Reibungswiderstand entgegenzusetzen, dass augenblickliche Druckschwankungen in dem zugepumpten Lösungsmittel abgeschwächt oder ausgeglichen werden und aus jedem Röhrchen ein gleichmässiger Faden austritt.
Der Reibungswiderstand wächst im Quadrat der Geschwindigkeit, nimmt daher mit steigendem Druck stark zu. Die gewählte Zahnradpumpe liefert zwar durchweg einen ziemlich gleichmässigen Druck, es wurden aber trotzdem Druckschwankungen beobachtet, die das gleichmässige Auftragen des Lösemittels gestört haben würden, wenn die Kapillarrohre dem nicht entgegengewirkt hätten.
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Durch die Gestaltung der Vorschubvorrichtung derart, dass das Werkstück gegen den vorderen
Führungsanschlag gedrängt wird, um die Vorschublinie einzuhalten und den Vorgang ganz selbsttätig zu machen, entsteht eine Schwierigkeit an den dünneren Rändern der Gelenkteile der Sohle. Die dünneren
Ränder werfen sich, wenn sie zu hart gegen den Anschlag geschwenkt werden. Ist letzterer jedoch genutet, so wird das Aufrollen ganz verhindert oder doch so verringert, dass es ohne nachteiligen Einfluss bleibt. Dieser ist besonders bei geformten Sohlen beachtlich, wenn die Vorschubrolle nahe dem Ende der Querbewegung der Sohle vom Vorderteil auf den Gelenkteil übergeht. Der Sohlenvorderteil bewegt sich im wesentlichen in einer waagerechten Ebene, während der Gelenkteil aufwärts gebogen sein wird.
Wenn nun dieser dünne und ziemlich biegsame Teil gegen einen Anschlag gepresst wird, der nur eine aufrechte ebene Fläche besitzt, entsteht eine doppelte Neigung zum Aufkrümmen des Sohlenrandes, so dass der Anschlag die Sohle nicht genau der Düse darbieten kann.
Aus Fig. 10 ist ersichtlich, dass die Sohle den rückwärtigen Anschlag 304 an einer scharfen Ecke. 312, dagegen den vorderen Anschlag 308 an einem eng gekrümmten Teil 314 berührt. Die Anschläge 304 und 308 sind getrennt dargestellt, können aber auch aus einem Stück bestehen. Dann ist es jedoch wichtig, dass die Berührungspunkte 312 und. 314 einen Abstand voneinander haben, zwischen dem genügend Platz ist, damit scharf gekrümmte Sohlenteile, wie z. B. die Fussspitze 319, die Berührungslinie der, beiden Punkte überschneiden können, um den Vorschubrollen den Angriff am Werkstück zu erleichtern und um zu verhindern, dass die Sohle ausser Eingriff mit den Vorschubrollen kommt, ehe die eine Drehung hervorrufende Kraft zum Andrücken der Sohle gegen die Anschläge sich auswirken kann.
Wären die Anschlagpunkte 312 und 314 durch eine gerade Fläche verbunden, so dass die Fussspitze 319 nicht vortreten könnte, würde der Angriff der Vorschubrollen an der Fussspitze ein ungenügender sein. Der Abstand der Punkte 312, 314 darf jedoch nicht so gross sein, dass sich die Lage des Punktes 312 bemerkenswert ändert. Damit würde eine Änderung des Abstandes zwischen dem Ende der Düsenmündungslinie und der Sohlenkante verbunden sein, die zu einer Änderung der Breite des reinen Randes in führen würde.
Wenn die Teile der Maschine passend eingestellt sind. bringt der Arbeiter eine zementierte Sohle mit der Fleisch-oder Zementseite nach oben zwischen die Vorschubrollen 93-99 oder 250-252, u. zw. mit der Stelle, an der das Auftragen des Lösemittels beginnen soll. Gewöhnlich wird das eine Stelle nahe oder hinter der Absatzbrustlinie der einen Sohlenseite sein, und man wird in der Regel die Lösemittelfäden X von dort um den Vorderteil der Sohle herum zum Absatzende an der andern Sohlenseite legen wollen. Der Trethebel 121 wird niedergedrückt, wobei die Rolle 99 oder 252 sich hebt, so dass das Werkstück erfasst wird und seinen Bearbeitungsweg beginnt. Beim Niederdrücken des Trethebels öffnet sich auch der Hahn 57 und lässt Lösungsmittel zutreten, das durch die Kapillarrohre 77 oder die Düse 256 auf das Werkstück gelangt.
Die Ventileinstellschraube 63 ist vorher durch Drehen am Knopf 71 eingestellt, so dass die Pumpe 15 den gewünschten Druck erzeugt. Er wird am Manometer 55 abgelesen und soll im allgemeinen etwa 1-5 kg/, betragen. Das durch die Düse herausgedrückte Lösungsmittel legt sich in mehreren getrennten Fäden oder Schnüren so auf den Zementrand, dass der innere und äussere Faden X und die Kante der Sohle S parallel zueinander sind (Fig. 8). Die Lage der Fäden auf dem Zementstreifen kann nach Wunsch gewählt werden. Sie behalten die gegebene Lage bei, ohne dass Lösungsmittel auf die Sohlenfläche oder auf den reinen Rand m gelangt.
Nach dem Auftragen wird die Sohle auf einen Schuh gelegt und beide Teile werden zusammengepresst. wobei sich die Fäden X aus viskosem Lösungsmittel ausbreiten, so dass sie ineinander übergehen und den ganzen Zementstreifen C erweichen. Bei der neuen Arbeitsweise vermindert sich die Trocknungsdauer auf das eireichbar geringste Mass, und die Maschine zum Aufpressen der Sohlen erreicht eine vergrösserte Leistung. Mit einer Düse nach Fig. 17 lässt sich ein geschlossenes Band R nach Fig. 18 auftragen.
PATENT-ANSPRACHE :
1. Verfahren zur Befestigung von Sohlen an Schuhen mittels Zementes, der in einem Streifen auf den Sohlenrand aufgetragen wird, dann trocknet und später unmittelbar vor der Anbringung der Sohle am Schuh mittels eines viskosen Lösungsmittels erweicht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel auf den Zementstreifen der Sohle in einer Mehrzahl einzelner erhabener Fäden, die seitlich voneinander getrennt sind, aufgetragen wird.