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Russ abscheider zum Einbau in Schornsteine.
Die Erfindung betrifft einen Russabscheider zum Einbau in Schornsteine.
Es ist bei derartigen Russabscheidern bereits bekannt geworden, den Russ unter Ausnutzung der Schleuderkraft aus den Abgasen zu entfernen. Man macht dies gewöhnlich so, dass man die Abgase an gekrümmten Leitflächen entlang führt oder ihnen eine Schraubenlinienbewegung aufzwingt, wobei man dafür Sorge trägt, dass die durch die Schleuderkraft nach aussen geworfenen Russteilchen entweder durch Öffnungen oder Schlitze in den Leitflächen entfernt oder mittels Zungen oder Abstreifblech aus dem Gasstrom herausgeschält werden.
Die bekannten Vorrichtungen weisen aber den Nachteil auf, dass sie entweder den Strömungsquerschnitt verkleinern oder zu Wirbelbildungen Anlass geben oder auch die Leitflächen in eine waagerechte Lage bringen, in der sie wenig wirksam sind. Ausserdem ist bei den meisten dieser Vorrichtungen nicht genügend dafür Sorge getragen, dass der Russ in eine strömungs-und wirbelfreie Zone geschleudert wird, in welcher er sich gut absetzen kann.
Die Erfindung beseitigt diese Mängel. Sie besteht darin, dass der Russabscheider aus einem lotrecht angeordneten, nach einer flachen Wellenlinie gebogenen Rohr besteht, das an der Aussenwand der Wellenberge Schlitze aufweist, und in einer abgeschlossenen Kammer untergebracht ist. Zweckmässig sind in der Strömungsrichtung die oberen Kanten der Schlitze nach innen und die unteren Kanten nach aussen gebogen. Der Russabscheider nach der Erfindung weist die den bekannten Vorrichtungen eigenen Nachteile nicht mehr auf. Er führt bei sehr einfacher Bauweise eine wirkungsvolle Entrussung herbei.
Es werden durch den Russabscheider nach der Erfindung etwa 98 % des in den Abgasen enthaltenen Russes ausgeschieden, während Russabscheider, z. B. solche mit waagerecht liegendem Rohr nur etwa 30% Ausbeute ergeben.
Ein Teil der Wandung des Gehäuses oder seine gesamte Wandung kann von dem Schornstein selbst gebildet werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform. Fig. 2 zeigt die Aufwicklung des Filterrohres in Richtung LB, .'B'. Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus dem Russabscheider nach der Erfindung im Schnitt und im vergrösserten Massstabe.
Bei der dargestellten Ausführungsform werden die Seitenwandungen des Gehäuses 1 des Russabscheiders nach der Erfindung von der Wandung eines Schornsteins gebildet. Eine waagerechte Trennwand 5 sowie eine Schräge 7 schliessen eine Kammer l'des Schornsteins ab. In dem abgekammerten Raumteil ist eine nach einer Wellenlinie geformte Rohrschlange 3 angeordnet, die aus Eisenblech bestehen kann. Die Rohrschlange hat Schlitze 4, 4', 4" an den Aussenwandungen der Krümmungen. Die Trennwand 5 hat eine Öffnung, durch welche die Feuerungsgase in den oberen Teil des Schornsteins strömen. Auf der Schräge 7 sammelt sich der Russ in einer Fangkammer 8, er kann durch eine mittels einer Tür verschliessbaren Vorkammer 9 abgezogen werden.
Wie man ersieht, steht die Kammer l'zwischen der Schornsteinwandung und der Rohrschlange, während des Betriebes nur über die Schlitze 4, 4', 4"mit der Aussenatmosphäre in Verbindung.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann z. B. auch zum Säubern eines Luftstromes von Verunreinigungen, also als Staubfilter, verwendet werden.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Die russführenden Gase treten unten in das Rohr 3 ein. Sie werden ohne Wirbelbildung, was im wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass die wellenförmigen Biegungen flach sind, an den Aussenwänden der Krümmungsabschnitte des Rohres entlanggeführt, in deren nächster Nähe sich eine Strömungsschicht ausbildet, in welcher sich die suspendierten Teilchen ansammeln. Aus dieser Schicht werden die Russteilchen sozusagen von den eingebogenen Schlitzkanten herausgeschält, derart, dass oben aus dem Rohr 3 die Abgase von festen Teilchen praktisch völlig befreit austreten.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Russ abscheider zum Einbau in Schornsteine, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem lotrecht angeordneten, nach einer flachen Wellenlinie gebogenen Rohr (3) besteht, das an der Aussenwand
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