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Entrindungstrommel.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Entrindungstrommel, welche aus mehreren liegenden, mit den Enden einander zugekehrten Trommelabteilungen besteht.
In Entrindungstrommeln erfolgt die Entrindung bekanntlich hauptsächlich durch Reibung der Rundhölzer oder Holzklötze aneinander. Da nasse Rinde weniger fest ist als trockene, so ist es üblich, die Trommel in einem mit Wasser gefüllten Behälter umlaufen zu lassen. Die Entrindung geht um so leichter vor sich, je nasser die Rinde ist, und sie erfolgt natürlich um so schneller und besser, je grösser der Druck zwischen den Holzklötzen ist.
In jeder umlaufenden Entrindungstrommel, bei der die zu entrindenden Hölzer ununterbrochen an einem Ende eingeführt und am andern abgeführt werden, fällt die Oberfläche der Hölzermasse allmählich nach dem Austragende zu. Um dies zu erläutern, wird auf die Fig. 1-4 der Zeichnung hingewiesen. In Fig. 1 bedeutet a eine lange waagrechte Blechtrommel, in welche an ihrem rechten Ende ein Strom b von Sand eingeleitet wird. Wenn die Trommel a stillsteht, so sammelt sich der Sand im rechten Ende der Trommel und bildet dort einen Haufen c. Wird aber die Trommel a um ihre waagrechte Achse gedreht, so breitet sich der Sandhaufen e nach links aus, bis der Sand schliesslich das linke Ende der Trommel a erreicht und dort abfliesst (Fig. 2). Wenn Sand am rechten Ende der Trommel ununterbrochen zugeführt wird, wird Sand am linken Ende ununterbrochen abgeführt.
Die Oberfläche der Sandmasse in der Trommel fällt dabei nach dem Austragende der Trommel zu (Fig. 2). Sie stellt sich aber infolge der Drehung der Trommel auch so schräg ein, wie dies der Querschnitt in Fig. 4 zeigt, worin der Pfeil die Drehrichtung der Trommel angibt. Infolge des Gefälles ist ein dem Austragende näher liegender Trommelteil, wie aus Fig. 2 hervorgeht, weniger gefüllt als ein entfernterer Teil. In ähnlicher Weise wie die Sandmasse fällt die Oberfläche der Hölzermasse in einer umlaufenden Entrindungstrommel allmählich nach dem Austragende zu. Die Oberfläche der Hölzermasse ist dabei infolge der Drehung der Trommel derart geneigt, wie in Fig. 4 angedeutet ist.
Wenn, wie bisher üblich, die Achsen der Trommelabteilungen in einer und derselben waagrechten Linie liegen, so ist infolge des Gefälles eine dem Austragende näher liegende Trommelabteilung während der Arbeit weniger gefüllt als eine vorhergehende Abteilung. Sie ist infolgedessen auch weniger wirksam, denn der Druck, der auf die Holzklötze ausgeübt wird, hängt von der Mächtigkeit der auf ihnen lastenden Hölzermasse ab.
Zweck der Erfindung ist es nun, die gegen das Austragende hin gelegenen Trommelabteilungen mehr anzufüllen, als dies bisher möglich gewesen ist. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die Trommelabteilungen treppenstufenartig angeordnet sind. Die Fig. 3 macht klar, dass es bei treppenstufenartig verlegten Abteilungen < jf,/, e möglich ist, alle Abteilungen im gleichen Masse gefüllt
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abteilungen, dass in allen Abteilungen starker Druck zwischen den Hölzern herrscht und daher alle Abteilungen mit voller Wirkung arbeiten. Der Erfindungszweck kann nicht nur dadurch erreicht werden, dass die Achslinien der Trommelabteilungen treppenstufenartig in einer lotrechten Ebene verlegt werden, sondern auch dadurch, dass die Achslinien der Trommelabteilungen treppenstufenartig in einer waagrechten Ebene verlegt werden.
Die beste Wirkung wird erreicht, wenn die Achslinien der Trommelabteilungen treppenstufenartig in eine zur schrägen Oberfläche der Hölzermasse senkrechte Ebene E-F (Fig. 4) verlegt werden.
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Der Erfindungsgegenstand ist in den Fig. 5-8 der Zeichnungen in zwei Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt. Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt und Fig. 6 eine Endansicht einer Entrindungstrommel, deren Abteilungen gleiche Durchmesser haben. Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Entrindungstrommel mit Abteilungen von verschiedenen Durchmessern.
Die in Fig. 5 dargestellte Entrindungstrommel besteht aus fünf Abteilungen 1, 2,3, 4, 5. Wie aus Fig. 6 hervorgeht, liegt die Achselinie A2'der Abteilung 2 tiefer als die Achslinie Al'der Abteilung 1 und auch nach rechts von der durch dieAchsliniet, gelegt gedachten lotrechten Ebene versetzt, d. h. auf jener Seite dieser Ebene, auf der sich die Mäntel der Abteilungen, wie der Pfeil. M zeigt, aufwärts bewegen.
Die Achslinie As der Abteilung 3 liegt in derselben Weise tiefer als die Achslinie A2 der Abteilung 2 und auch rechts von der Achslinie A2. Die Abteilungen 1-5 werden in bekannter Weise von Ketten 8, die über Kettenräder 6 auf Wellen laufen, getragen und an der aufwärts laufenden Seite von Rollen 9 gestützt.
Wird nun die umlaufende Trommel mit Holzklötzen gefüllt, so stellt sich die Oberfläche der Hölzermasse
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11, 12, 13 bezeichnet. Bis zur Höhe dieser Böschungslinien werden also die einzelnen Trommelabteilungen gefüllt sein, u. zw. alle im gleichen Masse. Eine solche Füllung kann auch dadurch erreicht werden, dass die Achslinie jeder folgenden Trommelabteilung nur nach jener Seite hin von der Achslinie der voranliegenden Abteilung versetzt wird, an der sich die Mäntel der Abteilungen aufwärts bewegen, d. h. nach rechts, wie dies in Fig. 5 für die Abteilungen 3 und 4 dargestellt ist. Nach dieser Figur liegt die Achslinie A4 der Abteilung 4 rechts von, aber in gleicher Höhe mit der Achslinie As der Abteilung 3.
Um eine genügend grosse Auslassöffnung oberhalb der Wand 16 des Wasserbehälters zu erhalten, ist es zweckmässig, eine oder mehrere der letzten Abteilungen der Trommel, z. B. die Abteilung 5 in den Fig. 5 und 6, höher zu legen als die voranliegende Abteilung 4 und zweckmässig auch etwas links von ihr, wie aus Fig. 6 hervorgeht, in der As die Achslinie der Abteilung 5 bezeichnet. Bei treppenstufenartig verlegten Trommelabteilungen muss die Wand 16 eine gewisse Minimalhöhe haben, damit alle Abteilungen in das Wasser eintauchen. Würde nun auch die letzte Abteilung 5 tiefer liegen als die vorhergehende Abteilung 4, was mit Rücksicht auf den Zweck der Erfindung das richtigste wäre, so würde die Auslass- öffnung oberhalb der Wand 16 so klein werden, dass ein einwandfreies Austragen der entrindeten Hölzer nicht stattfinden könnte.
Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, ist die Abteilung 5 höher gelegt als die Abteilung 4.
Die in den Fig. 7 und 8 dargestellte Entrindungstrommel unterscheidet sich von der oben beschriebenen nur dadurch, dass die Abteilungen 21 und 22 am Einführungsende und die Abteilung 25 am Austragende grössere Durchmesser haben als die mittleren Abteilungen 23 und 24. Die Linien 31, 32, 33, 34 geben die Böschungslinien der Abteilungen 21, 22,23, 24 an. Die Wirkungsweise dieser Trommel ist dieselbe wie die der oben beschriebenen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Entrindungstrommel, die aus mehreren liegenden, mit den Enden einander zugekehrten Trommelabteilungen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommelabteilungen treppenstufenartig angeordnet sind, u. zw. derart, dass, vom Einführungsende der Trommel an gerechnet, die Achslinie jeder folgenden Trommelabteilung entweder tiefer liegt als die Achslinie dervoranliegenden Abteilung oder nach jener Seite der durch die Achslinie der voranliegenden Abteilung gelegt-gedachten lotrechten Ebene hin versetzt liegt, an der sich die Mäntel der Abteilungen aufwärts bewegen, oder sowohl nach der erwähnten Seite hin versetzt als auch tiefer liegt als die Achslinie der voranliegenden Abteilung.