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- Einrichtung zur Verhinderung vorzeitiger Zerstörung glühender Leucltfäden bzw. Verhinderung der Gasaufzehrung in Glühlampen.
Die Elektronenemission, die zwangläufig mit der Erhitzung gewisser Körper auftritt, hat zur
Folge, dass nach längerer Erhitzung eine Auflockerung des atomaren Gefüges zustande kommt.
Bei Leuchtdrähten von Glühlampen kommt es daher nach mehr oder minderen Gebrauch zu Zerfallserscheinungen, deren Ablauf bei luftleeren Lampen rascher vor sich geht als bei gasgefüllten. Aber auch in der gasgefüllten Lampe werden durch die aus dem Faden losgerissenen Wolframatome kleine
Gasmengen adsorbiert, so dass auch hier mit der Zeit dem leichteren Austritt der Atome kein entsprechender Einhalt geboten ist.
Die Erfindung bezweckt, den Austritt von Elektronen aus dem Faden zu hindern und damit den ursächlichen, die Losreissung von Atomen begünstigenden Zustand-als Korrosionserscheinung des Fadens-zu beseitigen.
Es genügt nicht, Stoffe in der Glühlampe zum Verdampfen zu bringen, da, abgesehen von anderen Nachteilen, bei diesem Vorgang in der Hauptsache Atome und kleine Stoffteil entstehen, die die massgebende Wirkung der mitentstehenden Elektronen stark einschränken, so dass der praktische Wert hier gering ist. Hingegen erweisen sich Bariumoxyd und ähnliche Stoffe als günstig, u. zw. die ErdalkaliMetalle im allgemeinen sowie deren Oxyde und Mischungen derselben.
Dabei ist zu beachten, dass die Elektronen, die durch diese Stoffe zum Entstehen gebracht werden, in ausreichender Menge vorhanden sind und werden erfindungsgemäss zahlenmässig mindestens zehn vom Hundert der durch den Glühfaden entstehenden Elektronen als erforderlich angegeben, die durch genannte Oxyde oder andere Stoffe emittiert werden müssen, um eine merkbare Beeinflussung der Austrittsarbeit der Fadenelektronen zu erzielen.
Um genannten Wert zu erreichen bzw. zu überschreiten, werden gemäss der Erfindung die Glasteile der Lampe, die Fadenhalter und die Zuleitungen des Leuchtfadens als Elektronenemitter ausgebildet.
Die oben genannten Stoffe werden daher zweckmässig in Form von Überzügen auf die genannten Lampenteile aufgebracht.
Besonders die beispielsweise in Fähnehenform (Figur) ausgebildeten Fadenhalter erfüllen den erfindungsgemässen Zweck, da sie einerseits ohne wesentliche konstruktive Änderungen der Lampe unmittelbar die für die Emission erforderliche Erwärmung erfahren, anderseits in wirksamer Weise ein dem jeweiligen Fadenpunkt-dort, wo die Berührung zwischen Faden und Halter erfolgt-zugeordnetes Potential besitzen. Es wird dadurch erreicht, dass die vom einzelnen Fadenhalter getragenen Leuchtdrahtteile bestimmt in das Bereich der aus dem Fadenhalter austretenden Elektronen gelangen, um so mehr, da die zum einzelnen Fadenhalter gehörigen Leuchtdrahtteile ein vom Halter verschiedenes Potential besitzen und der eine oder andere Fadenteil die Halterelektronen anzieht.
Um sicher eine künstlich erzeugte Elektronenzahl zu erreichen, die 10"o der vom Faden emittierten Elektronen beträgt, wird ein dem Halterkreuz ähnlicher Elektronenemitter, der unmittelbar oberhalb des Fadenhalterkreuzes und mit jedem Fadenhalter einzeln verbunden, oberhalb der Einschmelzstelle des Fadenhalterkreuzes befestigt. (Figur.)
Es ist nicht zu befürchten, dass eine Zündung der eventuell in der Lampe befindlichen Füllgase erfolgt, da die massgebend wirkenden Potentialdifferenzen zwischen dem einzelnen Fadenhalter und dem Faden nicht hoch sind oder leicht in den zulässigen Grenzen gehalten werden können.
Jedenfalls wird
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durch die Anlegung der emittierenden Elektroden an die durch die Halter verteilten Fadenpotentiale, der Elektronenstrom wirksam auf den Faden gelenkt.
Durch die genannte Einrichtung findet gleichzeitig eine Art automatischer Regulierung der Fadenverdampfung statt, wenn die Nennspannung der Lampe überschritten wird, da für diesen Fall der er- höhten Fadentemperatur eine stärkere Emission der Fadenhalterelektronen entgegenwirkt.
Es ist daher innerhalb gewisser Grenzen möglich, mit höheren Fadentemperaturen zu arbeiten, ohne die vorgeschriebene Lebensdauer der Lampe zu unterschreiten und damit eine grössere Lichtausbeute der Lampe zu erzielen, was insbesondere für hochwattige Lampen von Wichtigkeit erscheinen mag.
EMI2.1
1. Glühlampe mit Einrichtung zur Hinderung der Fadenzerstörung bzw. Hintanhaltung der Gasaufzehrung, dadurch gekennzeichnet, dass die radial oder anders angeordneten Leuchtdrahthalter, die Stromzuleitungen des Fadens sowie die Glasteile der Lampe mit Erdalkalimetallen bzw. deren Oxyden beispielsweise Ba, BaO überzogen und so als Elektronenquellen ausgebildet sind.