AT138364B - - Google Patents

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AT138364B
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  Verfahren zur Reinigung von Wasserstoffsuperoxydlösungen. 



    Bekanntlich lassen sich Wasserstoffsuperoxydlösungen, wie man sie bei der technischen Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd erhält, nur schwer von den darin enthaltenen fremden Bestandteilen, die je nach der Art der Herstellung in den Lösungen enthalten sind, befreien. Um aus derartigen Lösungen ein technisch oder chemisch reines Produkt zu erhalten, unterwirft man dieselben heute wohl ausschliesslich der Destillation, wobei Verluste durch Zersetzung des Wasserstoffsuperoxydes infolge eines Gehaltes der Lösungen an katalytisch wirkenden Stoffen nicht zu vermeiden sind. 



  Es wurde nun gefunden, dass man derartige Wasserstoffsuperoxydlösungen leicht von darin enthaltenen, sie verunreinigenden Stoffen, wie Salzen, Säuren, auch kolloidalen Stoffen, sowie geringenMengen katalytisch wirkenden Verbindungen befreien kann ; wenn man dieselben der Elektroosmose unterwirft. 



  Man verfährt dabei in gleicher oder ähnlicher Weise wie bei den bekannten elektroosmotischen Wasserreinigungsverfahren. Diese benutzen meist dreizellige Elektrolyseure. Die beiden äusseren Zellen nehmen die Elektroden auf und werden mit Wasser gespeist. Die mittlere Zelle, die von den beiden äusseren durch Diaphragmen getrennt ist, enthält die zu reinigende Wasserstoffsuperoxydlösung. Die, Verunreinigungen derselben wandern unter dem Einfluss des Stromgefälles durch die Diaphragmen in den Anoden-bzw. 



  Kathodenraum und werden von dort mit dem durchströmenden Wasser entfernt. Mehrere solcher Zellen werden zweckmässig zu einer Einheit vereinigt. An die einzelnen Zellengruppen kann man entsprechend den bei der Wasserreinigung geübten Methoden steigende Spannungen anlegen. 



  Mit besonderem Vorteil lässt sich das Verfahren auf Wasserstoffsuperpxydiosungen anwenden, die man bei Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd aus Bariumsuperoxyd'erhält. Derartige Lösungen enthalten, von der Fabrikation herrührend, als Verunreinigungen in der Hauptsache Chlornatrium und eine geringe Menge Natriumphosphat. Durch Anwendung der Elektroosmose kann man sie praktisch vollständig von den Fremdsalzen und sonstigen Verunreinigungen, wie geringen Mengen von Eisen und Tonerdeverbindungen, befreien. Aus derartig gereinigten Lösungen lässt sich durch Destillation leicht ein konzentriertes, reines Wasserstoffsuperoxyd herstellen, was bekanntlich bei Verwendung der ungereinigten Lösungen erhebliche Schwierigkeiten bereitet.

   In vielen Fällen ist die durch die Elektroosmose erzielte Reinigung genügend, so dass lediglich eine nachfolgende Konzentration der gereinigten Wasserstoffsuperoxydlösungen erforderlich ist. 



  Das Verfahren ist nicht nur auf verdünnte Wasserstoffsuperoxydlösungen anwendbar. Es lassen sich auch konzentrierte Lösungen von den darin noch enthaltenen Verunreinigungen, insbesondere auch Katalysatoren, die zur Zersetzung des Wasserstoffsuperoxydes Veranlassung geben, befreien. 



  Ausführungsbeispiele : 1. Eine Wasserstoffsuperoxydlösung mit 4'52% H wurde der elektroosmotischen Reinigung   
 EMI1.1 
 die Wasserreinigung Verwendung finden. Die Diaphragmen bestanden aus keramischem Material. Die Schaltung der einzelnen Zellen war so eingerichtet, dass mit fortschreitender Entsalzung die Spannung in den einzelnen Zellen anstieg. Die an jede Zellengruppe angelegte Spannung betrug 90 Volt. 



   Die Anoden-und Kathodenzellen wurden mit Kondenswasser gespült. Der Apparat hatte einen nutzbaren Raum in den Mittelzellen von   13l   und lieferte stündlich   3'8l Wasserstoffsuperoxydlösung,   deren Gehalt an Verunreinigungen so gering war, dass mit den üblichen Analysenmethoden keine oder nur noch Spuren von Verunreinigungen festgestellt werden konnten. 



   2. Eine 30% ige Wasserstoffsuperoxydlösung mit einem Gehalt von   0'25% S04" wurde,   wie in Beispiel 1 beschrieben, elektroosmotisch gereinigt. In der aus dem Mittelraum ausfliessenden Wasserstoffsuperoxydlösung konnte SO/"nicht mehr nachgewiesen werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Reinigung von Wasserstoffsuperoxydlösungen, dadurch gekennzeichnet, dass man dieselben einer elektroosmotischen Behandlung nach Art der Wasserreinigungsverfahren unterwirft. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf elektroosmotischem Wege gereinigte verdünnte Wasserstoffsuperoxydlösungen durch Eindampfen oder Destillieren konzentriert.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man konzentrierte Wasserstoffsuperoxydlösungen durch elektroosmotische Behandlung stabilisiert. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT138364D 1929-06-15 1930-05-19 AT138364B (de)

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