AT138332B - Zeitschalter. - Google Patents

Zeitschalter.

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AT138332B
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liquid
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mercury
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Josef Ing Tyrnauer
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Josef Ing Tyrnauer
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Zeitschalter. 



   Der wichtigste Bestandteil jedes Zeitschalters ist die   Vorrichtung,   die die   Auslösung des Schalt-   mechanismus erst nach Ablauf der Verzögerungszeit gestattet. 



   Die vorliegende Erfindung verwendet für diesen Zweck die Drehung eines teilweise flüssigkeitsgefüllten Gefässes um seine Achse. Auf das Gefäss wirkt eine äussere Kraft, die es zu drehen sucht. Die Flüssigkeit kann aber nur langsam in die neue Gleichgewichtslage übergehen, weshalb auch die Drehgeschwindigkeit des Gefässes nur klein sein kann. 



     Fig. l   zeigt den Apparat zu Beginn der Drehung, gleich nach der Einschaltung. Das um seine waagrechte Achse 2 drehbare Gefäss 1 ist ungefähr zur Hälfte mit Quecksilber oder einer andern leitenden Flüssigkeit gefüllt ; der mögliche Verdrehungswinkel ist zirka   90 .   Die vier Quadranten des Gefässes seien mit A, B,   0   und D bezeichnet, u. zw. ist die Teilung in Quadranten so gedacht, dass bei der Bewegung des Apparates die Quadranten ihre Lage der Drehung angepasst, ändern. Im   Quadranten iL   ist eine Trennwand 3 mit dem Verbindungsloch 4 eingebaut. Zu Beginn der Schaltzeit (Fig. 1) füllt das Quecksilber die Quadranten A und B.

   An dem Gefäss sind die Ausgleichsgewichte   G'j,   G2 und    G2   angebracht.   ( ? j   ist so gewählt, dass sich das Gefäss in indifferentem Gleichgewicht befände, wenn nur das Gefäss mit seinen Einbauten und der Quecksilberinhalt des Quadranten A vorhanden wären. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ändert sich der Inhalt der Quadranten Bund 0 während der Schaltzeit von Vollfüllung bis zu Null bzw. umgekehrt (Fig. 2 Mittelstellung, Fig. 3 Endstellung). Das Drehmoment 
 EMI1.1 
 dieses Gewichtes hebt das Quecksilber auf der gegenüberliegenden Seite um h. Diese Höhendifferenz links und rechts von der Trennwand. 3 zwingt das Quecksilber zum Fliessen durch das Loch 4 ; um das Gleichgewicht zu halten, muss sich das Gefäss im Uhrzeigersinn drehen. Das Moment von Go ändert 
 EMI1.2 
 Höhe h ist also ziemlich konstant.

   Das Gefäss dreht sich, bis nach einer Drehung von 900 die Endstellung (Fig. 3) erreicht ist, wo die Weiterbewegung durch einen Anschlag verhindert wird. Diese Stellung ist auch die Ruhestellung des ausgeschalteten Apparates. Die Wiedereinschaltung erfolgt durch Zurückdrehen in die Anfangsstellung. Das Quecksilber fliesst dabei durch den Quadranten D nach B. 



   In der Wand von 1 sind die Elektroden 7 (in der Kammer 5) und 8 angebracht. Das Quecksilber verbindet die Elektroden und erst in der Endstellung trennt die Wand 6 den Inhalt der Kammer 5 von der übrigen Flüssigkeit und unterbricht damit den Kontakt. Um die gewünschte Momentschaltung zu erreichen, ist die Kammer 9 vorgesehen. Knapp vor Erreichen der Endstellung fliesst Quecksilber in diese Kammer und erzeugt ein neues, zusätzliches Moment, das die Bewegung beschleunigt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Selbstverständlich können weitere Elektroden angebracht werden, z. B. eine Elektrode 11 in in der Kammer 9, die eine Einschaltung in der Ruhestellung bewirkt. Will man das Quecksilber im Gefäss nicht zur Kontaktschliessung verwenden, so kann der Apparat die Zeitmessung besorgen und einen separaten Quecksilberkippschalter steuern. 



   Es ist ferner möglich, das Gewicht Go in seiner Wirkung durch andere Drehmomente zu ersetzen, die z. B. von Elektromagneten oder Federn erzeugt werden ; da dieses Drehmoment der Höhe h gerade proportional ist und die Wurzel von h gerade proportional der   Durchflussgeschwindigkeit   durch das Loch 4 ist, ist die Wurzel des Drehmomentes ein Mass für die Dauer der Gefässbewegung. Man kann also das Moment messen, indem man die Zeit misst. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zeitschalter, bei dem die Schaltverzögerung die Zeitdauer ist, die ein teilweise mit Flüssigkeit gefülltes Gefäss zur Drehung um seine Achse braucht, wobei die Ursache der Drehung ein auf das Gefäss wirkendes Moment ist, dadurch gekennzeichnet, dass diesem Moment die im Gefäss befindliche Flüssigkeit dadurch bremsend entgegenwirkt, dass sie durch die Drehung aus ihrer Gleichgewichtslage gebracht wird und sich, durch Einbauten gehemmt, nur langsam umlagern kann.

Claims (1)

  1. 2. Zeitsehalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss aus einer Trommel mit eingebauter durchlochter Wand besteht, in der die Flüssigkeit beim Inbetriebsetzen zum Grossteil auf die eine Seite der Wand gebracht und durch die Wirkung eines äusseren Momentes auf dieser Seite gehoben wird, so dass sie ein bremsendes Gegendrehmoment erzeugt, gleichzeitig aber auch durch die einseitige Hebung ein Fluss durch das Verbindungsloch entsteht, der zur Folge hat, dass das Gefäss nur durch langsame Drehung sein Momentgleichgewicht beibehalten kann.
    3. Zeitschalter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im letzten Teil der Drehung die Umlagerung der Flüssigkeit die Bewegung nicht mehr bremst, sondern im Gegenteil beschleunigt, so dass im Zeitpunkt der Schaltung das Gefäss eine relativ grosse Winkelgeschwindigkeit hat. EMI2.1
AT138332D 1933-08-31 1933-08-31 Zeitschalter. AT138332B (de)

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ID=3640146

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