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Spiiltisch.
Die bekannten, in der Küche benutzten und über einen Siphonverschluss mit dem Ablauf verbundenen Spültische bestehen in der Regel aus zwei zur Aufnahme von Wasch-bzw. Spülwasser dienenden Gefässen oder Becken aus innen emailliertem und aussen gestrichenem Gusseisen, die mittels je eines ringsherum reichenden Flansches an der Unterseite eines Holzrahmens befestigt sind, der meist auf an der Wand befestigten Konsolen anliegt. Solche Spültische sind teuer und schwer und erfordern aus dem letzten Grunde auch eine sichere Lagerung, die meist durch drei kräftige Konsolen erreicht wird.
Es ist auch bekannt, die Gefässe von Küchenaufwaschtischen aus Blech herzustellen und solche eckige Blechgefässe mit hohlwulstartig abgebogenen Rändern zu versehen, mit welchen sie auf Tragstäben verschiebbar sind, die unterhalb einer feststehenden Tischplatte ausschiebbar angeordnet sind ; um dies zu ermöglichen, sind diese Ränder an den Ecken der Gefässe ausgeschnitten. Diese Führungsränder dienen auch zur Versteifung der Gefässe und als Handgriff, müssen also möglichst starr sein.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Spültisch der erstgenannten Art, bei welcher ein oder mehrere Gefässe an einem Holzrahmen befestigt sind, benutzt aber hiezu die an sich bekannten Bleehgefässe beliebiger Gestalt, insbesondere solche, die in eckiger Form geschweisst und emailliert sind. Die Erfindung
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flanschen eine in allen Belangen anpassungsfähige Befestigung, bzw. Aufhängung der Gefässe am Holzrahmen zu ermöglichen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung u. zw. in Fig. 1 im lotrechten Schnitt nach A-B der Fig. 2, in Fig. 2 in der Draufsicht bei teilweise weggebrochenen Teilen und in Fig. 3 in der Seitenansicht. Die Fig. 4 und 5 zeigen Einzelheiten.
Die Blechgefässe 1 und 2 bestehen vorzugsweise aus geschweisstem und beiderseits emailliertem Blech, d. h. die Gefässe werden aus einem Stück Blech ausgeschnitten und die aufgebogenen Seitenwände an den gerundeten Kanten miteinander verschweisst. Die Flanschen 3 der Gefässe, die zur Befestigung an der Unterfläche des Holzrahmens 4, insbesondere mittels Schrauben 5, dienen, werden durch Umbiegen der Gefässwände gebildet. Dadurch entstehen mehrere voneinander getrennte, d. h. an den Gefässkanten unterbrochene Blechflanschen.
Durch die Ausbildung solcher Flanschen wird nicht nur an Material und Arbeit gespart, die das Schliessen der Flanschen an den Gefässkanten notwendig machen würde, sondern es wird infolge Schaffung einzelner biegsamer bzw. elastischer Flanschen auch eine in allen Belangen anpassungsfähige Befestigung bzw. Aufhängung der Gefässe am Holzrahmen 4 erreicht. Diese Anpassungsfähigkeit bezieht sich sowohl auf den Holzrahmen als auch auf die Flanschen selbst, weil es leicht möglich ist, dass sich einer dieser oder beide Teile nicht in einer genauen Ebene befinden. Insbesondere ist bei der Herstellung der geschweissten Blechgefässe ein Verziehen ihrer Blechteile im Rohen infolge der stellenweisen Erhitzung usw. leicht möglich. In solchen Fällen ermöglicht die Biegsamkeit (bzw.
Nachgiebigkeit oder Elastizität) der getrennten Flanschen 3 eine Anpassung aller zu verbindenden Teile aneinander und daher auch eine richtige Verbindung zu einem einheitlichen Körper.
Der Holzrahmen 4 ruht bei bekannten Waschtischen unmittelbar oder mittels Zwischenlagen auf seinen Auflagern, d. s. in der Regel an der Wand befestigte Konsolen 6,7, zwischen welchen meistens
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Zwischen dem Holzrahmen und den Auflagern bzw. Trägern, insbesondere den Konsolen 6,7, wird ein metallener Zwisehenrahmen 8, zweckmässig aus Bandeisen mit aufrechtem Querschnitt, angewendet. Dieser Rahmen bildet einen leichten und starren Zwischenträger, der das Durchbiegen des Holz-' rahmens 4 unter dem Eigengewicht, dann unter dem Gewicht des Wassers und des aufliegenden Spülgutes verhindert und die Anordnung der bisherigen dritten (mittleren) Konsole entbehrlich macht.
Dieser Zwischenrahmen 8 ist erfindungsgemäss mit dem Holzrahmen 4 verbunden, so dass ein Verziehen bzw. Werfen des Holzrahmens und in weiterer Folge ein dadurch hervorgerufenes Absplittern des Emails von den Blechgefässen vermieden wird. Diese Verbindung wird zweckmässig mit Hilfe von am Rahmen angeschweissten Lappen 9 durch Schrauben 10 an mehreren Stellen hergestellt (Fig. 1-3 und Fig. 4, Schnitt nach E-F der Fig. 2).
Der Zwischenrahmen 8 kann ferner in einfacher Weise, z. B. mittels mehrerer Schlitzschraubenverbindungen, an den Konsolen 6, 7 horizontal eingestellt werden. Zu diesem Zwecke sind z. B. an den Konsolen nach abwärts ragende Lappen 11 (Fig. 1-3 und Fig. 5, Schnitt nach C-D der Fig. 2) befestigt, am besten angeschweisst, durch deren lotrechten Schlitz 12 eine Klemmschraube 13 in den Rahmen 8 eingeschraubt wird. Diese Verbindung ist z. B. an vier Stellen vorgesehen (siehe Fig. 2), wodurch der Rahmen 8 und damit der Holzrahmen 4 samt den Gefässen 1, 2 innerhalb gegebener Grenzen in jede Lage eingestellt werden kann.
Durch die beiden Verbindungen 9, 10 und 11, 13 ist zugleich eine Verbindung zwischen den Konsolen über den Zwischenrahmen 8 zum Holzrahmen 4 geschaffen ; es ist daher nicht möglich, dass die Gefässe 1, 2 aus ihrer Stellung gebracht und dadurch die Verbindung mit dem gemeinsamen, nicht dargestellten Siphon beschädigt werden kann.
Es ist unter Beibehaltung der angegebenen Merkmale möglich, die Konsolen 6,7 durch am Boden aufstehende Füsse zu stützen, und ferner, die Konsolen durch ein auf dem Boden aufstehendes Gestell zu ersetzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spültisch, bei welchem ein Holzrahmen ein oder mehrere Blechgefässe trägt, dadurch gekenn- zeichnet, dass jedes Blechgefäss mit mehreren ebenen, voneinander getrennten Flanschen (3) am Holzrahmen (4) befestigt ist.