AT137418B - Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Ledergamaschen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Ledergamaschen.

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  Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Ledergamaschen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Formen von   Ledergamasehen,   nach welchen im Gegensatze zu den bisherigen Methoden das entsprechend vorbereitete und auch im richtigen Massverhältnisse einer fertigen Gamasche ausgestanzte Leder durch allmähliches Drücken und Pressen mittels geeigneter Vorrichtungen in die Gamaschenform überführt wird, ohne dass eine weitere nachträgliche Bearbeitung durch Beschneiden und Zurichten der Lederkanten erforderlich ist. Bei den bisher bekannten Methoden wird das Gamaschenleder über Formklötze gezogen, gespannt und auch auf denselben getrocknet.

   Nach diesem Verfahren wird jedoch das Gamaschenleder ausserordentlich stark gedehnt und erhält eine poröse Struktur sowie auch eine rauhe Narbenseite, die gegen Feuchtigkeit nicht in dem Masse widerstandsfähig ist, als dies bei den nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellten bzw. geformten Gamaschen der Fall ist, indem bei diesem Verfahren die Qualität des Leders in keinerlei Weise   im ungünstigen Sinne   beeinflusst wird. Während man bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung guter Gamaschen einwandfreies glattes Kernleder vornehmlich verarbeiten muss, können nach dem Verfahren gemäss der Erfindung auch   Halsstücke   (Avern), Bauchstücke od. dgl. verarbeitet werden, wobei selbst bei runenhaften Lederhalsstücken vollkommen glatte und dichte Oberflächen erzielt werden können. 



   Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet auch die für das vorliegende Verfahren notwendige maschinelle Vorrichtung zur Formgebung für die   Ledergamaschen.   



   Eine beispielsweise Ausführungsform der dem erfindungsgemässen Verfahren zugeordneten maschinellen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Querschnitt, Fig. 2 einen Längsschnitt und Fig. 3 eine Draufsicht dieser Vorrichtung. 



   Zur Formgebung einer Gamasche nach dem Verfahren gemäss der Erfindung wird das einer fertiggestellten Gamasche entsprechend dimensionierte, ausgestanzte sowie kantenverputzte etwas erweichte Lederstück seitwärts zwischen zwei miteinander arbeitenden Formstücken durchgezogen, von welchen das untere Formstück e oder die Matrize auf einem Arbeitstisch a befestigt ist, während das Gamaschengegenformstück g an dem oberen Bügelarm   h   eines auf-und abwärts bewegten Pressstempels h, k, m angebracht ist, wobei das Gamaschenlederstück t dem Herstellungsgang der Gamasche entsprechend durch diese beiden Formen ruckweise hindurchgeschoben und der drückenden und pressenden Einwirkung des Pressstempels unterworfen wird. Die Matrize e ist zweckmässig aus Stahlguss, die Gegenform g hingegen aus hartem Holze hergestellt.

   Der dreiteilige Pressstempel ist mit seinem mittleren Führungsstück k in einer an der maschinellen Vorrichtung angeordneten Führungshülse c geführt und besitzt am unteren Ende ein Schraubengewinde, über welches der untere Bügel   m   aufgeschraubt und durch eine weitere Schraube ml festgehalten wird. Der Bügelarm   m   wird von einer auf einer angetriebenen Welle n   angebrachtenExzenternocke   p, welche von   einem losen Stahlpressring p,   umgeben ist, während der Drehung fallweise abwärts gedrückt, wohingegen die jeweilige Aufwärtsbewegung des Pressstempels durch die Einwirkung einer sehr starken und an ihren Enden eingespannten Blattfeder q auf den Bügelteil k erfolgt. 



  Die Blattfeder q ist auf Konsolen v unter dem Führungsteil k des Pressstempels befestigt, während der untere Bügelarm m des Pressstempels in einem an der rückwärtigen Wand der maschinellen Vorrichtung angebrachten Ausschnitte auf-und abwärts begrenzt geführt und gegen eine seitliche Verdrehung gesichert ist. Im Gegensatze zu andern Exzenterantrieben oder Kurbelantrieben werden durch diese Einrichtung Exzenterstangenbrüche vermieden und es wird auch ein ruhiger und stossfreier Arbeitsgang erzielt. Um die Vorrichtung rasch in und ausser Betrieb setzen zu können wird unter die bewegte Exzenternocke in 

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 einer Nut des Bügelarmes m ein flaches Keilstück r durch eine Griffstange eingeschoben, welche durch einen Schlitz der vorderen Abschlusswand s hindurchtritt und daselbst betätigt werden kann.

   Durch Herausziehen des Keiles   l'wird   der Pressstempel der Einwirkung seitens der Exzenternocke entzogen und von der Blattfeder q hochgehalten. 
 EMI2.1 
 
1. Verfahren zum Formen von Ledergamaschen, dadurch gekennzeichnet, dass genau der herzustellenden fertigen Gamasche entsprechend ausgestanzte und auch entsprechend zugerichtet Lederstücke in einer festen unteren Gamaschenmatrize der drückenden und pressenden Einwirkung eines auf und ab bewegten und mit einem   Gamaschengegenformstück   verbundenen Pressstempels durch ruckweises seitliches Nachschieben des Gamaschenleders zwischen den beiden   Formstücken   zur Erzielung einer vollkommen glatten und faltenfreien Aussenfläche der Ledergamasche unterworfen wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zweckmässig einerseits von einer angetriebenen Exzenternockenwelle und anderseits von einer starken Gegenfeder (z. B. gespannte Blattfeder) beeinflussten, vertikal geführten, sowie mit einem oberen und unteren Bügelarm versehenen Pressstempel.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem oberen Bügelarm des Pressstempels das in die auf dem Arbeitstische befestigte Gamaschenmatrize eintretende Gamaschengegenformstückverbundeh ist, während der untere Bügelarm des Pressstempels von der bewegten Exzenternocke und einer Gegenblattfeder abwechselnd beeinflusst wird.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenternocke von einem dieselbe umschliessenden umlaufenden losen Pressring (PI) umgeben ist.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks In-und Ausserbetriebsetzung der Vorrichtung zwischen Exzenternocke und dem unteren Bügelarm des Pressstempels ein Flachkeil in einer Nut des unteren Bügelarmes längsverschiebbar angeordnet ist. EMI2.2
AT137418D 1933-04-29 1933-04-29 Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Ledergamaschen. AT137418B (de)

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