<Desc/Clms Page number 1>
Drosselkette, insbesondere fUr Hockfrequenzsendeanlagen.
Bei drahtlosen Sendern treten bekanntlich ausser der Betriebswelle auch noch Oberwellen auf.
Diese Oberwellen liegen vielfach im Bereich der heute für den drahtlosen Telegraphenbetrieb benutzten Kurzwellen und können deshalb diesen Betrieb empfindlich stören, sofern sie ausgestrahlt werden. Man hat deshalb in den Sendeapparaturen, wie dies in Verstärkern usw. üblich ist, Siebanordnugen vorgesehen, die die Oberwellen in weitgehendem Masse unterdrücken sollen. Mit dem weiteren Ausbau von Grosssendern, besonders für den Rundfunkbetrieb, reichen aber die bisher benutzten Drosselketten nicht aus, um die Störungen vollkommen zu beseitigen. Es ist nämlich die Bedingung aufgestellt worden, dass die Stromaplituden der Grundwelle und der ersten Oberwelle sich am Ende der zur Unterdrückung dieser Oberwellen erforderlichen Kette etwa wie 1000 : 1 verhalten sollen.
Diese sehr scharfe Bedingung ist mit Rücksicht darauf aufgestellt worden, dass sich gerade die hohen Frequenzen sehr leicht ausbreiten. Man braucht sich ja bloss zu vergegenwärtigen, mit welch geringen Energien im Kurzwellenverkehr häufig Kcarbeitet wird. um diese scharfen Bedingungen zu verstehen. Die bisher gebräuchlichen Anordnungen entsprechen ihnen, wie selten angedeutet nicht, da man einfach die sonst in der Niederfrequenztechnik üblichen Drosselanordnungen sozusagen in entsprechend vergrössertem Massstab übernommen hat.
Die genannte Bedingung kann durch den Kettenaufbali gemäss vorliegender Erfindung erfüllt werden. Die einzelnen Querkondensatoren jedes Kettengliedes werden mit ihren Mitten untereinander verbunden und an Erde gelegt. Weiterhin werden sämtliche Glieder der Kette in bekannter Weise in sich vollkommen symmetrisch aufgebaut. Ferner ist es zweckmässig. auch einen symmetrischen Aufbau in raumelektriseher Beziehung vorzusehen, wobei die Kettenglieder vorzugsweise gegeneinander abgeschirmt werden können, so dass jede Beeinflussung der Kettenglieder untereinander und jede Beeinflussung der Kette von aussen her weitestgehend vermieden wird.
Jede Leitung, Selbstinduktion, Kondensator usw. besitzen nicht nur innere Kapazitäten, sondern vor allen Dingen auch Kapazitäten gegenüber ihrer Umgebung. Diese Kapazitäten gegen die Umgebung
EMI1.1
entstehen. Nur wenn die Anordnung vollkommen symmetrisch gemacht wird gegenüber dem Raum, ist die Ausbildung derartiger Schwingugnen unmöglich und die eingangs gestellte Bedingung kann eingehalten werden.
EMI1.2
tert. Es ist hier in der Fig. 1 eine Ausführungsform einer Kette gemäss der Erfindung dargestellt. Eine beispielsweise räumliche Anordnug ergibt sich aus der Fig. 2, während die durch die erfindungs- gemässe Ausbildung erzielte Verbesserung aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist.
In den genannten Fig. 3 und 4 ist der Eingangsstrom J1 im Verhältnis zu dem Ausgangsstrom J2 dargestellt. Bei der Darstellung ist zu berücksichtigen, dass die Kurven im logarithmischen Massstab aufgezeichnet sind. Es ergibt sieh, dass eine Kette alter Bauart einen wesentlich flacheren Verlauf bei sonst vollkommen gleichen Dimensionierung hat und sogar einen absteigenden Ast besitzt, während die neuf Kette einen sehr viel steileren Anstieg und keinen absteigenden Ast besitzt.
Der Aufbau der Anordnung ist der folgende :
Ein in bekannter Weise geschalteter Hauptsender HS mit einem Steuersender ? od. dgl. besitzt
EMI1.3
haft. hiebei den Ausa'an'skreis des Senders, wie auch in der Zeichnung (Fig.]) dargestellt, elektrisch symmetrisch aufzubauen. (Spple L1 mit Mittelanzapfung). Die einzelnen Kettenglieder. bestehend aus
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Jedes Kettenglied ist in sich selbst und gegenüber dem Raum symmetrisch. Zur elektrischen Summetrierung ist die Induktivität aufgeteilt und in jedem Kettenzweig eine Induktivität eingeschaltet, ferner sind die Kapazitäten aufgeteilt und nicht, wie sonst üblich, nur ein gemeinsamer Kondensator entsprechen- der Grösse zwischen den beiden Kettengliedern angeordnet. Die Kondensatoren liegen ausserdem möglichst nahe an den Selbstinduktionen. Ferner sind gemäss der Erfindung die Mitten der Kondensatoren 01-06 miteinander verbunden und an Erde gelegt. Eine weitere Symmetrierung der Anordnung kann dadurch erreicht werden, dass auch die Mitte der Spule L2 geerdet wird.
Der Ausgangskreis der Kette ist im dargestellten Beispiel durch einen entsprechenden Widerstand W abgeschlossen, doch kann auch zur weiteren Störbefreiung noch eine zweite Kette der gleichen Bauart dahinter geschaltet werden, deren Grenzfrequenz von der der ersten Kette verschieden ist.
Die raumelektrisehe Symmetrierung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Wenn ein genügend grosser Raum vorhanden ist, brauchen keine besonderen Massnahmen getroffen zu werden, man muss nur dafür sorgen, dass die Umgebung der Spulen so beschaffen ist, dass durch verschiedene Raumkappazitäten keine Potentialdifferenzen entstehen können. Lässt sich dies nicht verwirklichen, so ist es vorteilhaft,
EMI2.2
Abstand der Kapselung von der Spule symmetrisch wählen, so dass die Spule raumelektrisch symmetrisch ist. Wendet man keine Kapselung an, so ist es vorteilhaft, je zwei Spulen mit ihren Achsen parallel zueinander anzuordnen, so dass ein geschlossener Kraftfluss entsteht, um eine Beeinflussung der Spulen benachbarter Kettenglieder möglichst zu verringern.
Um die Kettenglieder noch weiter zu entkoppeln, kann man die Achsen der jeweils zu einem Kettenglied gehörigen Spulen nach drei verschiedenen Rich- tungen orientieren. Diese Massnahmen sind auch dann von Vorteil, wenn die oben erwähnte Kapselung aus irgendeinem Grunde noch nicht ihre volle Wirksamkeit besitzt. Dieser Fall ist allerdings mehr als Sicherheitsmassnahme für die höchsten Anforderungen anzusehen. Eine derartige Anordnung ist in der
EMI2.3
recht angeordnet sind, jedoch so, dass die Spulenachsen der waagrechten Spulen senkrecht zueinander stehen.
Die Kondensatoren C'i-C, ; sind dabei so angeordnet, dass auch sie wieder symmetrisch liegen und
EMI2.4
Es wird noch darauf hingewiesen, dass die in den Fig. 3 und 4 angegebenen erreichten Werte für eine Betriebswelle von # = 276 m aufgenommen worden sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Drosselkette, insbesondere für Hochfrequenzsendeanlagen, bei der sämtliche Glieder untereinander und gegenüber der Umgebung symmetrisch aufgebaut sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Querkondensatoren der einzelnen Kettenglieder in der Mitte miteinander verbunden und geerdet sind.