AT136376B - Verfahren zum Metallisieren von quellbaren Nichtleitern. - Google Patents

Verfahren zum Metallisieren von quellbaren Nichtleitern.

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AT136376B
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Austria
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silver
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Inventor
Martha Marcheiti
Hubert Dr Ing Wenzl
Original Assignee
Martha Marcheiti
Hubert Dr Ing Wenzl
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Metallisieren von quellbaren Siehtleiterll. 
 EMI1.1 
 in Form von Brenzkatechin, Hydrochinon und andern enthält. Diese Reduktionsmittel werden nun durch den Quellvorgang in die gequollene Schichte eingebettet und bleiben durch das nachfolgende Trocknen aber zum Teil in der Schichte, zum andern Teil auf der Schichte zurück. Bei der darauffolgenden Reduktion ist aber besonders der im gequollenen Teil verbliebene, sich während der eigentlichen Versilberung nicht veränderte Rest des Reduktionsmittels die Ursache, dass das darauf   festabzusrheidende   Silber sich nur als Pulver, welches leicht abgekratzt werden kann, anlegt, so dass bei nachfolgender Versteifung des Niederschlages im galvanischen Bade die Silberschicht sich leicht abhebt bzw. leicht abgehoben werden kann. 



   Die geringe Haftfestigkeit erklärt sich daraus, dass das Reduktionsmittel innerhalb der gequollenen Schichte, ohne aus dieser herauszutreten, sich oxydiert, eine   Volumsvergrösserung   seines Moleküls erfährt und daher die Abscheidung des Silbers nur auf der Oberfläche erfolgen kann über einer mit Reduktionsmittel versehenen gequollenen Pore. Die Abscheidung des Silbers ist örtlich sehr begrenzt, da aus den Poren infolge der Erstlingsmetallsehieht ein Diffundieren von Reduktionsmitteln zur Silberlösung, welche sich ausserhalb befindet, unmöglich ist und daher der ganze Prozess neuerlich wiederholt werden muss, um eine stärkere Metallsehiehte zu erhalten.

   Die wachsende Metallsehichte ist aber in ihrer Zusammensetzung nicht einheitlich, da zufolge der Wiederholung des Vorganges abwechselnd eine das Reduktionsmittel enthaltende Schichte und eine Metallschicht übereinander gelagert werden, welche Kombination keinesfalls die Gewähr für eine festhaftende Metallschicht und deren   Verstärkung   bieten kann. 



   Die nachfolgende Erfindung behandelt das   Leitendmachen   von quellbaren Körpern, welche diesen   erwähnten Übelstand   nicht aufweisen, so dass mit dem erfindungsgemässen Verfahrens die Herstellung einer ausserordentlich festhaftenden leitenden Metallschicht in einem einzigen   Arbeitsgang ermöglicht   ist. Diese Metallschicht kann auch in der üblichen Weise galvanisch verstärkt werden, es ergibt sich dabei ein   Werkstück,   das zufolge der grossen Haftfestigkeit des chemisch aufgebrachten Metallbelages auf der nicht metallischen Unterlage ohne weiteres mit Metall und Stahl poliert werden kann.

   Eine derartige intensive mechanische Bearbeitung war bisher bei den auf ähnlichem Wege hergestellten Produkten nicht möglich, weil die Haftintensität der chemisch aufgebrachten Grundmetallschielite zufolge oben   geschilderter Ubelstände   zu gering war. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren wird beispielsweise wie folgt ausgeführt :
Das Werkstück wird in einem Trichlorkohlenwasserstoff oder verwandten Chlorkohlenwasserstoffen von besonders abgestimmter   Quellbarlreit   in ein bis drei Stunden so weit gequollen, dass alle weiteren Vorgänge keinen verändernden   Einfluss   haben. Dieses Quellmittel wirkt gleichzeitig als Entfettungsmittel. Hierauf wird der Gegenstand von der   überschüssigen     Quellflüssigkeit   durch Zentrifugieren oder Vakuum befreit und, ohne zu waschen, sofort in eine Silbersalzlösung gelegt, in der sich nach Zusatz eines Reduktionsmittels, wie Hydrochinon oder Traubenzucker u.   dgl.,   das Silber in schöner, rein weisser Form abscheidet. 



   Diese Arbeitsweise ist unbedingt für die Haftfestigkeit der   Silberniedersehläge   ausschlaggebend, da nach gemachter Erfahrung die Wasserschicht (Film) über der gequollenen Schichte die Ursache war, dass die Poren verstopft wurden und wegen   der. Kapillarität   kein metallisches Silber in die Poren 

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 eindringen konnte. Daher ist bei dem erfindungsgemässen Verfahren das Hauptaugenmerk gerade auf diesen Punkt des Prozesses gerichtet. Die Silberabscheidung geht innerhalb 15--30 Minuten vor sich. 
 EMI2.1 
 mittel oder Wasser den Silberteilchen den Weg versperrt. Beim nachfolgenden Troelmen werden die gequollenen Teilchen sich mit dem eingelagerten Silber. zusammenziehen. Daher wird die Silbersehiebte dicker und fester, weil die Silbermenge auf eine kleinere Oberfläche zu liegen kommt.

   Der Niederschlag kann durch Bürsten mit einer weichen Bürste von lose anhaftenden Silberteilchen befreit werden. 



   Der Niederschlag wird nunmehr im cyankalisehen Silberbad oder ähnlichen Silberbädern elektrolytisch mit Silber verstärkt. Die verstärkten   Niederschläge   können weitere Veredlungen erfahren, wie z. B. mit Chrom, Gold usw. 



   Beim Metallisieren von Gebissen und ähnlichen Gegenständen werden vom Niederschlag freizuhaltende Stellen durch Abdecken geschützt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Metallisieren von quellbaren Nichtleitern durch Quellen des Werkstückes, chemische Ablagerung von Metall und gegebenenfalls galvanische Verstärkung des durch Reduktion aufgebrachten Niederschlages, dadurch gekennzeichnet, dass der in Trichlorkohlenwasserstoffen oder ähnlichen Chlorkohlenwasserstoffen von besonders abgestimmter Quellbarkeit, gequollene Gegenstand unmittelbar, EMI2.2
AT136376D 1933-01-12 1933-01-12 Verfahren zum Metallisieren von quellbaren Nichtleitern. AT136376B (de)

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