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Messtrommel für strömende Mittel, welche durch das Gewicht und durch die Verlagerung der in ihr befindlichen Fliissigkeit gedreht wird.
Bei Flüssigkeitsmessern mit durch das Gewicht und durch die Verlagerung der in ihr befindlichen Flüssigkeit gedrehter Messtrommel, deren Kammern aus einem zentral liegenden Verteilungsraum mit Flüssigkeit gespeist werden, muss dafür Sorge getragen werden, dass der Flüssigkeitsspiegel in diesem Verteilungsraum möglichst auf gleicher Höhe bleibt, damit die Messkammern stets gleiche Flüssigkeitsmengen aufnehmen. Das Einhalten eines gleichmässigen Flüssigkeitsstandes in dem Verteilungsraum mit Hilfe der üblichen Mittel, wie Überlauf, Schwimmerventil u. dgl., ist aber bei derartigen Messgeräten praktisch nur sehr schwer durehzuführen, besonders weil dem Verteilungsraum während der Messung ständig Flüssigkeit unter meist schwankendem Druck zu-und aus ihm abfliesst.
Es gelingt daher mit den vorerwähnten bekannten Mitteln im allgemeinen nur, die Schwankungen des Flüssigkeitsspiegels in mässigen Grenzen zu halten. Die Erfindung setzt nun voraus, dass durch die Bauart des Messgerätes oder durch besondere Hilfsmittel die Schwankungen des Flüssigkeitsspiegels im Verteilungsraum in gewissen verhältnismässig engen Grenzen gehalten werden, eine Bedingung, die sieh praktisch ohne wesentliche Schwierigkeiten erfüllen lässt. Um nun bei derartigen Messern eine wesentliche Erhöhung der Messgenauigkeit zu erhalten, wird gemäss der Erfindung der Einlauf und der Auslauf jeder der in der Messtrommel vorgesehenen Messkammern so gestaltet, dass die durch die Einlaufkante gelegten Linien zur Kennzeichnung des in der Kammer vorhandenen Flüssigkeitsstandes mindestens annähernd inhaltsgleiche Teile im Ein-und Auslauf begrenzen.
Der Einlauf jeder Messkammer ist zweckmässig dadurch erheblich breiter und kürzer als der inhaltsgleich Auslauf gestaltet, dass seine äussere Begrenzungsfläche einen in die benachbarte Messkammer hineinragenden Vorsprung aufweist. Dabei sind die Begrenzung-
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keit ergibt.
Durch die Ausführung gemäss der Erfindung wird insofern eine ausserordentlich hohe Messgenauigkeit erreicht, als trotz der vorkommenden Schwankungen des Flüssigkeitsstandes im Verteilungsraum sieh die Kammern der Messtrommel stets gleichmässig füllen. Die bekannten Messer der in Frage stehenden Art suchen eine gleichmässige Füllung der Messkammern dadurch zu erzielen, dass sie so lange Flüssigkeit in jede Messkammer einfüllen, bis die Flüssigkeit überläuft. Notwendige Voraussetzung für ein einwandfreies Arbeiten dieser bekannten Messer ist. dass die Messkammer während der Füllung stillsteht oder aber sich nur ganz langsam weiterdreht. Die neue Messtrommel arbeitet im Gegensatz zu den bekannten Messern auch bei schnelleren Umdrehungen einwandfrei.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Trommel gemäss der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt in einem Längsschnitt den Einbau der Trommel in einen Messer, Fig. 2 und 3 zeigen verschiedene Flüssigkeitsstände in der Trommel, in Fig. 4 ist in vergrössertem Massstabe ein Teil der Trommel dargestellt.
Die Flüssigkeit tritt durch ein Rohr a (Fig. 1) in den Verteilungsraum b der Trommel m ein. Aus dem Raum b gelangt die Flüssigkeit in die Kammern der Trommel, die durch gekrümmte Flächen d begrenzt werden und von hier aus in das zur Verbraucherstelle führende Rohr e. Durch die sich beim abwechselnden Füllen und Entleeren der Kammern der Trommel ergebende einseitige Belastung wird die Trommel in Drehung versetzt.
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Werden durch irgendwelche nicht dargestellte Mittel die Schwankungen des Standes der Flüssigkeit f in der Trommel in verhältnismässig geringen Grenzen gehalten, z. B. durch einen Überlauf oder durch ein Schwimmerventil, und ist der niedrigste Flüssigkeitsstand in der Trommel wie in Fig. 1 und 2 der Zeichnung und der höchste Flüssigkeitsstand in Fig. 3 angenommen, so haben sich beim niedrigsten Stand die Messkammer k sowie ihr im Querschnitt stark erweiterter Einlaufkanal t mit Ausnahme ihres verhältnismässig engen Auslaufkanals g mit Flüssigkeit gefüllt.
Die durch die Einlaufkante i gelegten Verbindungslinien l und il mit dem Anfang und dem Ende des Kanals g begrenzen im Einlaufkanal im Querschnitt ein Dreieck oder einen Kreissektor, der mit Flüssigkeit gefüllt ist Dieser von den Verlän-
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Dreht sich nun die Trommel aus der Stellung nach Fig. 1 in der Richtung des Pfeiles p, so hört zwar der Zufluss der Flüssigkeit zur Kammer k über die Einlaufkante i auf. Jedoch findet noch keine Entleerung der Flüssigkeit aus der Kammer k statt. Es füllt sich vielmehr zunächst der Kanal g nach
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übergetreten. Die Flüssigkeit hat sich also in der Kammer lediglich verlagert und benetzt nach wie vor die Einlaufkante ;'.
In Fig. 3 sind die Verhältnisse beim höchst zulässigen Flüssigkeitsstand in der Trommel für die gleiche Trommelstellung, wie in Fig. 2 veranschaulicht. Man erkennt, dass trotz des gegenüber Fig. 2 wesentlich verschiedenen Standes der Flüssigkeit im Raum b die Kammer Je mit der gleichen Flüssig-
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schraffiert. Durch die Linien n'und l'ist die Füllung der Kammer k beim höchsten und beim niedrigsten Flüssigkeitsstand im Raum b gekennzeichnet. Durch die auf der Zeichnung dargestellte Formgebung der Teile g und h lässt sich nun erreichen, dass auch in allen Zwischerstellungen die Flüssigkeitsfüllung der Kammer 7C sowie des gefüllten Teiles der Kanäle A und g gleich bleibt. Ist z.
B. in einer Zwischen-
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Begrenzungsfläche des Kanals 7t dafür Sorge getragen, dass in dem gleichen Argerbliek eine den restlichen vier Fünfteln des Inhaltes des Kanals g entsprechende Flüssigkeitsmenge im Kanal h enthalten ist usw.
Die Erfindung ist im vorstehenden in Anwendung für einen Flüssigkeitsmesser beschrieben. Sie lässt sich jedoch ohne weiteres auch für baulieh ähnlich ausgebildete Gasmesser mit Flüssigkeitsfüllung sinngemäss verwenden. In diesem Falle ist der in Fig. 1 dargestellte Messer um 180" gedreht aufzustellen, so dass die Öffnung e oben zu liegen kommt. Weiter ist der untere Teil der Messkammer und des Gehäuses mit einer Sperrflüssigkeit zu ffillen, die etwas mehr als die Hälfte der Messtrommel und des Gehäuses ausfüllt. Das Gas, dessen Menge gemessen wird, wird durch die Leitung a zugeführt, und es verlässt die Trommel durch die Leitung e.
Ein gemäss der Erfindung ausgebildeter Gasmesser mit Flüssinkeitsfüllung weist gegenüber den bisher bekannten Einrichtungen dieser Art den Vorteil auf, dass Fehleinstellungen, die durch Verdunstung der in der Trommel befindlichen Flüssigkeit eintreten, weitgehend unterdrückt werden, weil, wie gezeigt, die Flüssigkeit in der Trommel innerhalb gewisser Grenzen schwanken kann, ohne dass die Genauigkeit der Messung darunter leidet. Auch für Dampfmesser lässt sich die Erfindung sinngemäss anwenden. Sie kommt also für alle strömenden gasförmigen oder flüssigen Mittel in Betracht und ermöglicht eine sehr genaue Messung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Messtrommel für strömende Mittel, welche durch das Gewicht und durch die Verlagerung der in ihr befindlichen Flüssigkeit gedreht wird, dadurch gekennzeichnet, dass Einlauf und Auslauf der Mess- trommelkammern so gestaltet sind, dass die durch die Einlaufkante gelegten Linien zur Kennzeichnung des in der Kammer herrschenden Flüssigkeitsstandes eine mindestens annähernd gleichbleibende Summe der Inhalte habende Teile im Einlauf und Auslauf der Kammer begrenzen.