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Differential-, Maximal- und Erdschlussschutzeinrichtung.
Die Schutzanlage von wertvollen elektrischen Maschinen besteht in der Regel aus einer Maximal- schutzeinrichtung, einem Differentialschutzsystem und einer Vorrichtung zur Abschaltung bei Gestelloder Erdschluss. Für den Erdschlussschutz von Generatoren oder Motoren werden im allgemeinen wattmetrische Relais benutzt, bei welchen die Spannung des Maschinennullpunktes im Zusammenwirken mit dem durch den Erdschluss hervorgerufenen Unsymmetriestrom zur Auslösung herangezogen wird.
Der Unsymmetriestrom wird entweder von einer Unsymmetriestromsehaltung mehrerer Einzelstromwandler oder von einem besonderen Unsymmetriewandlcr (Fig. 1) abgenommen. Der Eisenkern E eines solchen Unsymmentriewandlers muss sämtliche Phasen R, S, T und den Nulleiter 0 der Maschine umfassen.
Ausser dem Erdschlussschntz wird bei den meisten Maschinen noch eine Differentialsehutzeinrichtung eingebaut. Das Differentialrelais wird von Stromwandlern in Differenzschaltung oder besonderen Differentialstromwandlern (Fig. 2) gespeist. Diese werden so angeordnet, dass der Eisenkern EI, E2, Ea am Phasenende R, S, T und Phasenende x, y, z der zu schützenden Phase liegt.
Der Maximalschutz besteht aus einem im Zuge der zu schützenden Phase liegenden Stromwandler und dem an dessen Sekundärseite angeschlossenen Uberstromrelais. Bei Generatoren werden die Strom- wandler aus Isolationsgründen gern in die zum Nullpunkt zusammengefassten Phasenenden gelegt.
Für den Differential-und Maximalschutz kann man mit einem einzigen Wandler je Phase, der < 13 Summen-und Differentialwandler (Fig. 3) nach Patent Nr. 130431 ausgebildet ist, auskommen. Es werden Phasenanfang H und Phasenende R, wie bei einem einfachen Differentialwandler, durch den gleichen Eisenkern geführt. Zwischen den beiden Leitern H, R liegt ein direkt mit dem Wandlerkern E zusammengebauter Eisensteg St, der die Wicklung S für den Anschluss des Überstromrelais trägt. Die
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und gegeneinandergeschaltet, so dass ein an die Klemmen K der Gegenschaltung gelegtes Differentialrelais von einem Strom durchflossen wird, welcher der Differenz der Primärseite entspricht.
Ausser der Vereinigung von Maximal- und Differentialschutzstromwandlern zu einem Summen- und Differentstromwandler besteht die Möglichkeit, auch den Erdschlusssehutz direkt mit der Differentialschutzanordnung zu kombinieren.
Die neuartige Anordnung eines kombinierten Erdschluss- und Differentialschutzes vereinfacht den Aufbau der Schutzeinrichtungen weiter. An Stelle eines Unsymmctriewandlers und der einzelnen Differentialwandler wird jeweils ein kombinierter Differentialerdschlusswandler (Fig. 4) verwendet. Der E@senkern E1, E2, E3 dieser Wandler muss in gleicher Weise wie bei dem Differentialwandler Phasenanfang
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Man spart durch die neue Anordnung einerseits an Stromwandler, anderseits wird die Empfindlichkeit des Erdsehlusssehutzes erhöht, da der Eisenweg der Wandler gegenüber einem Wandler, der alle sechs Schienen umfasst, verkürzt wird.
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zu klein ist, bringt man zweckmässig eine Tertiärwieklung mit höherer Windungszahl auf den Wandler an. An die Enden dieser Tertiärwicklung wird die Kondensatorbatterie gelegt, deren Kapazität so zu bemessen ist, dass der Magnetisierungsstrom annähernd aufgehoben wird. In manchen Fällen, insbesondere wenn Störungen von Oberwellen zu befürchten sind, kann man nach Patent Nr. 130431 parallel zur
Kondensatorenbatterie einen auf die Störungsharmonische abgestimmten Resonanzkreis anordnen.
Die Kapazität des Resonanzkreises soll gleichzeitig den Magnetisierungsstrom der Grundwelle ganz oder teilweise aufheben. Die Kompensierung des Magnetisierungsstromes bringt ausser der Erhöhung der ) Empfindlichkeit des Differential- und Erdschlussschutzes auch eine solche für den Überstromschutz mit sich. Bei höheren Sättigungen bildet die Einstellung der Kipperscheinung durch Veränderung der Kapa- zität ein Mittel, gleichzeitig die Ansprechstromstärke des Relais zu regeln und das Auftreten von höheren
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