AT134724B - Gießform für feuerfeste Formkörper aus Tonerdesilikat. - Google Patents

Gießform für feuerfeste Formkörper aus Tonerdesilikat.

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  Giessform für feuerfeste Formkörper aus Tonerdesilikat. 



   Die Herstellung von Formkörpern oder Blöcken aus geschmolzenen Tonerdesilikaten durch Giessen wurde bisher mittels Formen durchgeführt, die aus Sand und Leinöl als Bindemittel bestehen. 



   Bisher war es schwierig, wenn nicht ausgeschlossen, feuerfeste Formkörper dieser Art mit einem zentralen Loch oder mit einer Höhlung oder Ausnehmung in einer der   Seitenflächen   zu giessen. Sobald man nämlich derartige Gusskörper mit Hilfe von Kernen aus Sand herzustellen versuchte, entstanden in den meisten, wenn schon nicht in allen Stücken beim Erstarren Risse.

   Durch das Studium von solchen, auf die angegebene Weise erhaltenen, fehlerhaften Stücken wurde festgestellt, dass diese Mängel von den thermischen Eigenschaften des Kernes herrühren und dass man sie vermeiden und fehlerfreie Hohlkörper dann erhalten kann, wenn man zur Herstellung des Kernes Teilchen oder Körner eines Werk- stoffes verwendet, welcher eine höhere Wärmeleitfähigkeit, dagegen einen geringeren Ausdehnungskoeffizienten als der gewöhnliche Formsand besitzt, beispielsweise einen Werkstoff, der dem zu giessenden
Tonerdesilikat   ähnlich,   vorzugsweise mit diesem identisch ist. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. 1 schaubildlich ein feuerfestes   Gussstück   der erwähnten Art, welches unter Anwendung der Erfindung ohne weiteres gegossen werden kann, welches man aber bisher auf diese Weise nicht erfolgreich erzeugen konnte. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Form, in welcher der Formkörper gemäss Fig. 1 gegossen werden kann. 



   Die in Fig. 2 veranschaulichte Giessform weist die gebräuchliche Ausbildung für das Giessen von
U-förmigen Körpern oder   Blöcken   der in Fig. 1 dargestellten Art auf. Die Giessform besteht aus die sechs
Seiten des Formkörpers bestimmenden Platten a und aus Platten b, welche den Kern bilden und auf der unteren Giessformplatte aufruhen, so dass sie auf dieser   eine Überhöhung   bilden und beim Giessen den Kanal oder die Ausnehmung c des Blockes ergeben. 



   Wie bereits erwähnt wurde, pflegte man sämtliche Platten aus Sand mit Leinöl als Bindemittel herzustellen. Hiebei entstanden bei der   Abkühlung des Blockes Sprünge   oder Risse, wie sie in Fig. 1 durch strichlierte Linien bei d angedeutet sind. 



   Es wurde festgestellt, dass diese Risse oder Sprünge nicht entstehen, sobald man die Platten b des Kernes durch Verformen eines Werkstoffes herstellt, welcher aus Körnern besteht, die durch Brechen oder Mahlen von Stücken des zu giessenden feuerfesten Tonerdesilikates erhalten und mit einem entsprechenden Bindemittel, beispielsweise Öl, geformt wurden. 



   Wenn man die Verhältnisse ins Auge fasst, unter denen das Giessen von Formkörpern oder   Blöcken   dieser Art erfolgt, so ist anzunehmen, dass der erfindungsgemäss erzielte Fortschritt auf den, im Verhältnis zu Platten aus Sand kleinen Ausdehnungskoeffizienten und bzw. oder auf die verhältnismässig hohe Wärmeleitfähigkeit der   Kernplatten   aus Tonerdesilikat in bezug auf jene von Sandplatten zurückzuführen ist. Es besteht der zu giessende Werkstoff im Wesen aus Tonerde und Kieselerde, u. zw. ist der Anteil an Tonerde grösser als jener von Kieselerde, und dieser Werkstoff wird bei einer Temperatur von ungefähr   18000 C   gegossen.

   Es bildet sich in wenigen Augenblicken an seiner Oberfläche ein dünnes   Häutchen   aus erstarrtem Material (Tonerde, gebunden durch Glas), und dieses   Häutchen   hat im Augenblicke seiner Bildung wahrscheinlich eine Temperatur von ungefähr 1500  C. Vom Block oder Formkörper geht die Wärme durch dieses   Häutchen   hindurch auf die Kernplatten über, so dass während der Zeit des Zusammenziehens des Blockes durch Abkühlung sich der Kern infolge seiner Erhitzung ausdehnt.

   Wegen der 

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 verhältnismässig   geringen Wärmeleitfähigkeit   von aus Sand hergestellten Platten geht ihre Erwärmung nur langsam vor sieh, so dass die maximale Temperatur und die maximale Ausdehnung erst nach dem Zeitpunkte auftreten, in welchem der Block schon ziemlich erstarrt und hart geworden ist. Während sich also der Block rasch zusammenzieht, dehnt sich der Kern langsam aus, wodurch auf den Kern Druck-und auf den Block Zugkräfte zur Wirkung kommen, welch letztere bestrebt sind, im Blocke Risse zu erzeugen.

   Durch die Verwendung der erfindugnsgemässen Kernplatten werden die einwirkenden Kräfte vermindert, da die Wärmeleitfähigkeit der zur Anwendung gelangenden Körner wesentlich grösser ist als jene des gewöhnlichen Sandes, so dass der Kern seine maximale Temperatur und desgleichen auch sein maximales Volumen zu einer Zeit erreicht, wo der Block noch plastisch und demzufolge auch noch befähigt ist, ohne Risse oder Sprünge nachzugeben. 



   Statt Körner zu verwenden, die von Gussstücken aus Tonerdesilikat stammen, kann man auch Körner anderer Tonerdesilikate und Körner kristalliniseher,   künstlicher   oder natürlicher Tonerde 
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 kleiner ist als bei Quarz.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Giessform für feuerfeste Formkörper aus Tonerdesilikat, gekennzeichnet durch einen Kern, welcher aus durch ein Bindemittel zusammengehaltenen Körnern eines Werkstoffes besteht, welcher einen kleineren Ausdehnungskoeffizienten und eine höhere Wärmeleitfähigkeit als der gewöhnliche Formsand besitzt, beispielsweise aus Körnern eines mit dem zu giessenden Material gleichen Tonerdesilikates oder aus Körnern kristallinischer Tonerde. EMI2.2
AT134724D 1931-10-09 1932-10-01 Gießform für feuerfeste Formkörper aus Tonerdesilikat. AT134724B (de)

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