AT134611B - Verfahren zur Herstellung von Radreifen oder sonstigen Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleißfestigkeit ankommt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Radreifen oder sonstigen Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleißfestigkeit ankommt.

Info

Publication number
AT134611B
AT134611B AT134611DA AT134611B AT 134611 B AT134611 B AT 134611B AT 134611D A AT134611D A AT 134611DA AT 134611 B AT134611 B AT 134611B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
wear resistance
silicon
production
high wear
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herman Johan Van Dr Royen
Original Assignee
Herman Johan Van Dr Royen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Herman Johan Van Dr Royen filed Critical Herman Johan Van Dr Royen
Application granted granted Critical
Publication of AT134611B publication Critical patent/AT134611B/de

Links

Landscapes

  • Heat Treatment Of Steel (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Radreifen oder sonstigen Gegenständen, bei denen es auf hohe   Verschleissfestigkeit   ankommt. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Radreifen oder sonstigen Gegenständen, bei denen es auf hohe   Verschleissfestigkeit   ankommt, aus einem eutektoiden Stahl. Kohlenstoffstähle, die eutektoid sind und Mangan als Doppelkarbidbildner in einer Menge enthalten, die ausreicht, um den Kohlenstoffgehalt bei rein lamellarperlitischem Gefüge erheblich unter   0'9 % zu senken,   besitzen bekanntlich eine   Verschleissfestigkeit,   die über diejenige nicht nur vergüteter Stähle, sondern auch eutektoider Stähle mit   0'9%   Kohlenstoff   beträchtlich   hinausgeht. 



   Es wurde bereits erkannt, dass allgemein für den   Verschleisswiderstand lamellarperlitisehen eutek-   toiden Stahles der Gehalt der Zementitlamellen des Perlits an Doppelkarbidbildnern ausschlaggebend ist und dass das als Doppelkarbidbildner verwendete Mangan ganz oder teilweise durch Chrom,   Molybdän,   Wolfram oder Vanadium, einzeln oder nebeneinander, mit gutem Erfolg ersetzt werden kann.

   Die Menge der an der Stelle des Mangans oder neben ihm zugesetzten andern Metalle wird so geregelt, dass bei einem Kohlenstoffgehalt des eutektoiden Stahles zwischen   0'65   und   0'78%   beispielsweise der Mangangehalt zwischen   0'40   und   0'85%, der Chromgehalt zwischen 0'30   und   0'80%, der   Wolframgehalt zwischen   0-35   und 0'70%, der   Molybdängehalt zwischen 0'22   und   0'65%   und der Vanadingehalt zwischen   0#18   und   0-60%   liegt. 



   Bei weiteren Versuchen wurde   überraschenderweise   gefunden, dass der bereits an sich hohe Ver-   sehleisswiderstand   der die oben genannten Doppelkarbidbildner enthaltenden eutektoiden Stähle durch Steigerung des Siliziumgehaltes einer weiteren Erhöhung fähig ist. Die Siliziumgehalte der bisher hergestellten   verschleissfesten   eutektoiden Stähle lagen in den für ausschliesslich mit Silizium beruhigte 
 EMI1.1 
 des Siliziumgehaltes, beispielsweise um wenig mehr als   0'05%,   tritt eine unerwartet starke Zunahme des   Verschleisswiderstandes auf.   Diese Steigerung des Verschleisswiderstandes lässt sich durch weiteren Siliziumzusatz noch erhöhen. Dementsprechend wird gemäss der Erfindung von einem zwischen 0'35 und   0#80% liegenden Siliziumgehalt Gebrauch gemacht.

   Auch   hier ist das Vorhandensein eines rein lamellarperlitischen Gefüges wesentlich für den Erfolg, denn bekanntlich braucht ein eutektoider Stahl durchaus nicht nach der Abkühlung einen lamellaren Gefügeaufbau aufzuweisen. Die neben Mangan noch Chrom, Wolfram, Molybdän und Vanadium enthaltenden Stähle neigen vielmehr dazu, bei normaler   Abkühlung   sorbitischen Perlit zu bilden. 



   Nachstehend sind einige Beispiele für   Stahlznsammensetzungen gemäss der Erfindung angegeben   : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> C <SEP> Mn <SEP> Si <SEP> Cr <SEP> W <SEP> Mo <SEP> Va
<tb> @ <SEP> @ <SEP> @ <SEP> @ <SEP> @ <SEP> 0 <SEP> 0'
<tb> @ <SEP> @ <SEP> @ <SEP> @ <SEP> @ <SEP> @ <SEP> @
<tb> 1. <SEP> 0-70 <SEP> 0-51 <SEP> 0-78 <SEP> 0-49
<tb> 2. <SEP> 0-69 <SEP> 0-59 <SEP> 046 <SEP> 041
<tb> 3. <SEP> 0-71 <SEP> 0-56 <SEP> 0-51 <SEP> 0-35
<tb> 4. <SEP> 0-75 <SEP> 045 <SEP> 0-54 <SEP> 0-34
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Umdrehungszahl je   Minute.........................................   425   Schlupf .......................................................... -1%   Härte der Gegenscheibe ........................................... 500 Anzahl Umdrehungen ...............................................

   250.000 Chem. Zusammensetzung : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> C <SEP> Mn <SEP> Cr <SEP> Si <SEP> Verschleiss <SEP> 
<tb> 0'0'0/%
<tb> /0 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 0-67 <SEP> 0'58 <SEP> 0'78 <SEP> 0'26 <SEP> 435
<tb> 0-70 <SEP> 0-58 <SEP> 0-43 <SEP> 0-30 <SEP> 365
<tb> 0-72 <SEP> 0-56 <SEP> 0-45 <SEP> 0'38 <SEP> 230
<tb> 0-69 <SEP> 0-54 <SEP> 0'47 <SEP> 0'44 <SEP> 190
<tb> 0-70 <SEP> 0-51 <SEP> 0-49 <SEP> 0-78 <SEP> 140
<tb> 
 Die angestellten Versuche haben gezeigt, dass bei   Überschreitung   der normalen oberen Grenze des 
 EMI2.3 
   verschleissfesten   Stählen in den günstigsten Fällen zu erreichenden Minimums, das 300 mg beträgt, liegt. 



   Dass das Silizium bei eutektoiden Stählen mit gewissen Kohlenstoffgehalten, auf die noch näher eingegangen wird, in Verbindung mit Doppelkarbidbildnern einen besonders hohen   Verschleisswider-   stand bewirkt, war bisher nicht bekannt. Die günstige Wirkung höherer   Siliziumzusätze   auf den Verschleisswiderstand doppelkarbidhaltigen lamellarperlitischen eutektoiden Stahles muss wohl auf die Änderung der Zusammensetzung der Zementitlamellen   zurückzuführen   sein. Bekanntlich geht ja das Silizium im Stahl teilweise in die Zementitlamellen des Perlits. Höhere Siliziumgehalte setzen demnach auch den Kohlenstoffgehalt des Perlits herunter. Ob sich das Silizium im Zementit als   Eisensilizid oder     Siliziumkarbid   oder als Doppel- bzw.

   Mehrstoffkarbid befindet, ist nicht eindeutig festgestellt. Tatsache ist jedenfalls, dass sieh bei allen   Versuchsschmelzen   mit steigendem Siliziumgehalt eine wachsende   Vcr-     sehleissfestigkeit   ergeben hat. Die obere Grenze für den Siliziumzusatz ist   zahlenmässig     kaum anzugeben.   



  Sie wird bestimmt einerseits durch die   Aufnahmefähigkeit   des Zementits für Silizium und anderseits durch den bei hohen Siliziumgehalten und geringen Abkühlungsgesehwindigkeiten eintretenden Zerfall des Zementits zu Kohlenstoff (Graphit, Temperkohle) und Ferrit. Für die Herstellung von Radreifen, Schienen, Zahnrädern, Spindeln usw. haben sich Siliziumgehalte von   0#35-0#80% als günstig erwiesen.   



  In diesem Zusammenhang haben die Versuche ergeben, dass mit steigendem Siliziumgehalt der Kohlenstoffgehalt bis zu   0#65% gesenkt   werden kann, wobei naturgemäss die Gehalte an   Doppelkarbidbildnern,   wie Mangan, Chrom, Wolfram,   Molybdän,   Vanadium, so abzustimmen sind, dass jeweils ein   eutektoidcr   Stahl erreicht wird. 



   Beispiel : Nach dem   Windfrisch-oder Herdfrischverfahren bzw.   im Elektroofen wird ein Stahl erschmolzen, dessen Kohlenstoffgehalt zwischen 0-65 und   0'78 % liegt. Zu   dem flüssigen Bad wird nach der Desoxydation im Ofen oder in der Pfanne Ferromangan, Ferrochrom, Ferrowolfram oder Ferrovanadium in solchen Mengen zugegeben, dass nach der zuletzt erfolgenden Zugabe von Ferrosilizium, die so zu bemessen ist, dass der Siliziumgehalt im fertigen Stahl 0'35-0'80% beträgt, ein   eutektoider   Stahl erzielt wird. Darauf wird der Stahl im üblichen Warmformgebungsprozess zu den jeweils in Frage 
 EMI2.4 
 stellung auf einfache Weise durch Einsetzen in einen erkaltenden Ofen, Abdecken oder Zusammenpacken in Stapeln usw. so geregelt, dass der fertige Gegenstand ein rein lamellarperlitisches Gefüge besitzt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Radreifen oder sonstigen Gegenständen, bei denen es auf hohe Ver- schleissfestigkeit ankommt, aus einem eutektoiden Stahl, der bei einem Kohlenstoffgehalt von 0'65-0-78% Doppelkarbidbildner, wie Mangan, Chrom, Wolfram, Molybdän und Vanadium, einzeln oder nebeneinander, enthält, wobei die Abkühlung nach abgeschlossener Warmformgebung so geregelt wird. dass EMI2.5
AT134611D 1931-08-04 1932-04-06 Verfahren zur Herstellung von Radreifen oder sonstigen Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleißfestigkeit ankommt. AT134611B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE134611X 1931-08-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT134611B true AT134611B (de) 1933-09-11

Family

ID=5665575

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT134611D AT134611B (de) 1931-08-04 1932-04-06 Verfahren zur Herstellung von Radreifen oder sonstigen Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleißfestigkeit ankommt.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT134611B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE766033C (de) * 1940-08-17 1952-12-22 Boehler & Co A G Geb Stahllegierung fuer in Wasser zu haertende Ziehwerkzeuge

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE766033C (de) * 1940-08-17 1952-12-22 Boehler & Co A G Geb Stahllegierung fuer in Wasser zu haertende Ziehwerkzeuge

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2334992C2 (de) Isothermisch behandeltes Gußeisen mit Kugelgraphit
AT143623B (de) Herstellung von Gegenständen, die gegen den Angriff entkohlender Gase, insbesondere bei hohen Temperaturen und Drücken, widerstandsfähig sein müssen.
DE69724595T2 (de) Widerstandsfähiger, wärmeunbehandelter hochfester stahl mit hervorragender bearbeitbarkeit
AT409389B (de) Pm-schnellarbeitsstahl mit hoher warmfestigkeit
DE3934037C1 (de)
AT134611B (de) Verfahren zur Herstellung von Radreifen oder sonstigen Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleißfestigkeit ankommt.
DE1533478A1 (de) Stahllegierung
DE69217958T2 (de) Pulvermetallurgisch hergestellter schnellarbeitsstahl
DE1758565B1 (de) Verwendung eines hitzebestaendigen niederlegierten stahles zur herstellung von grossen schmiedestuecken fuer dampf turbinenrotoren
AT140041B (de) Hitzebeständige austenitische Stahllegierungen.
DE1289322B (de) Vorlegierung zur Behandlung von Eisen- und Stahlschmelzen
AT411905B (de) Legierung und gegenstand mit hoher warmfestigkeit und hoher thermischer stabilität
CH161612A (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenständen hoher Verschleissfestigkeit.
AT162908B (de) Stahllegierungen für Warmarbeitswerkzeuge
DE571213C (de) Herstellung von Gegenstaenden aus verguetbaren eisenhaltigen Kupferlegierungen
AT152702B (de) Siliziumhaltige Mangan-Stahllegierungen.
DE1207635B (de) Verwendung einer Stahllegierung als Werkstoff fuer Helme
AT150984B (de) Verfahren zum Einsatzhärten von Werkstücken aus rostbeständigen Chromstählen.
DE658824C (de) Stahl fuer auf Verschleiss beanspruchte Gegenstaende
AT141381B (de) Verfahren zur Erhöhung der Festigkeitseigenschaften von kupferhaltigen Stählen.
AT99651B (de) Stahllegierung für Werkzeuge, die sich beim Härten in der Länge möglichst wenig und gleichmäßig ändern sollen.
AT160251B (de) Hochlegierte Schweißdrähte.
AT158971B (de) Verfahren zur Herstellung von Stahllegierungen für Gegenstände, die bei hohen Temperaturen hohe Dauerstandsfestigkeit aufweisen müssen.
CH169407A (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleissfestigkeit ankommt, insbesondere Radreifen.
DE858568C (de) Gegen interkristalline Korrosion bestaendige Chrom-Mangan-Staehle und ihre Herstellung