AT134407B - Verfahren zur Darstellung von bei oraler Verabreichung wirksamen Hormonpräparaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von bei oraler Verabreichung wirksamen Hormonpräparaten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von bei oraler Verabreichung wirksamen   Hormonpräparaten.   
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 das Hormon durch   Massnahmen mechanischer Art zu   entziehen. Dieses ist vielmehr mit dem Öl, wahr- scheinlich auf dem Wege über eine durch den   feinen Verteilungsgrad erzwungene ehemische Umsetzung,   in eine durchaus stabile, durch mechanische Mittel nicht mehr trennbare Verbindung getreten. 



   Mit demselben Erfolge können an Stelle oder neben insbesondere verdauliche Fetten. Ölen und ! ölartigen Stoffen   verdauliehe   Fette, wie z. B. Butter, Margarine, oder sonstige Speisefett verwendet oder mitverwendet werden. Als ölige Ausgangsstoffe kommen z. B. auch Glyzeride von ölsäure, wie auch   Ölsäure   selbst, in Betracht. 



   Als besonders geeignet erwiesen haben sieh solche Fette, Öle oder ölartige Stoffe, wie z. B. Speise- fette, die befähigt sind,   Gallenrückfluss   in den Magen zu erzeugen. Derartige Stoffe können sowohl für sich allein als auch in Verbindung mit andern Fetten, Ölen oder ölartigen Ausgangsstoffen Verwendung finden. 
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Verteilung, noch geeignete Zusatzstoffe, vorzugsweise Lipoide, wie z. B. Eigelb, einverleiben. Auch hiebei kommen in erster Linie Stoffe, die   Gallenrückfluss   in den Magen zu erzeugen vermögen, in Betracht.
Man kann z. B. so verfahren, dass man ein Hormon mit Butter, Eigelb od. dgl.

   Stoffen in Gegenwart oder Abwesenheit von Ölen oder ölartigen Stoffen in Kolloidmühlen od. dgl. verreibt und das erhaltene, das Hormon im Zustande feiner Verteilung enthaltende Produkt alsdann in ein Öl oder einen ölartigen
Stoff einführt. 



   In vielen Fällen hat es sich als zweckmässig erwiesen, das erfindungsgemäss zu verarbeitende Hormon zunächst auf chemischem Wege in eine für die Vereinigung mit dem Fett oder Öl besser geeignete Verbindung, Komplexverbindung oder Additionsverbindung, überzuführen. 



   So kann man z. B. Hormone, wie Insulin u. dgl., zunächst in ein ölsaures, salzsaures oder sonstiges
Salz   überführen   oder Verbindungen des Hormons durch Behandlung desselben oder seiner Salze mit
Stoffen, wie z. B. Formamid oder Butyramid, oder auch Additionsverbindungen, z. B. mit Gallensäuren oder deren Salzen, herstellen und alsdann die so erhaltenen Produkte in der oben beschriebenen Weise weiterverarbeiten. Die   Umwandlung   des Hormons in die gewünschte Zwischenstufe kann dabei gegebenenfalls bereits in Gegenwart des erfindungsgemäss zu verwendenden Fettes, Öls oder ölartigen
Stoffs oder z. B. derart erfolgen, dass Stoffe der oben genannten Art verwendet werden, die gleichzeitig, wie z. B. Ölsäure, geeignet sind, die gewünschten Umwandlungen zu bewirken, oder welche hiefür geeignete Zusätze enthalten. 



   Als Ausgangsstoffe für die Durchführung des beschriebenen Verfahrens kommen normalerweise in Ölen nicht   lösliche   Hormone oder Hormon enthaltende Stoffe der verschiedensten Art in Betracht, wie z. B. Insulin, Adrenalin,   Thyroxin,   Hormone der Nebennierenrinde, Hypophysen-Vorder-und-Hinterlappenhormone oder solche Hormone oder z. B. Vorstufen derselben enthaltende Stoffe, endocrine   Drüsenpräparate     u.   dgl. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Produkte unterscheiden sich von den nach bekannten einfachen   Mischungsverfahren erhältliehen   Produkten dadurch, dass die das betreffende Hormon in Form einer Lösung in besonders fester Bindung enthalten, was schon dadurch gekennzeichnet ist, dass, wie bereits oben gezeigt wurde, eine Abtrennung des Hormons aus dieser Lösung nach Einstellung des stabilen Zustandes nicht einmal mehr durch Zentrifugieren und ähnliche mechanische Massnahmen möglich ist. 



   Hiedurch ist ausser der bereits obenerwähnten erstaunlichen Widerstandsfähigkeit der Produkte gegen Einwirkungen, z. B. auch chemischer Einwirkungen, der verschiedensten Art, insbesondere   n'engen   die zerstörende Einwirkung der   Verdauungssäfte,   nicht nur eine besonders   grosse   Haltbarkeit bei der Aufbewahrung, sondern vor allem auch die   Möglichkeit   einer dauernd zuverlässigen Dosierung und Sicherheit in der Anwendung gegeben, die bei bekannten, auf einfachen   Misehungsvorgängen beruhenden   Präparaten infolge der unvermeidlichen Entmisehungserscheinungen sowie der ebenso unvermeidlichen äusseren Einflüsse, z. B. auch chemischer Art, nicht gewährleistet ist. 



   Die durch das vorliegende Verfahren erstmalig ermöglichte Anwendung der Hormone in Form derartiger haltbarer Lösungen hat ferner bei Anwendung gleicher Dosen des Hormons eine weitaus grössere Wirkung im Gefolge, wodurch auch erstmalig die wirkungsvolle Anwendung der Hormone per os   überhaupt     ermöglicht   ist. 
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 angenehmeren peroralen   Anwendungsform   an Stelle der bisher praktisch   ausschliesslich     übliehen   Verabreichung durch   subkutane   Injektion   Heil-und Schutzwirkungen   erzielen, die den bisher durch   subkutane   Injektion erzielbaren Wirkungen nicht nur gleichkommen, sondern sie in vielen Fällen noch übertreffen, und z.

   B.   Dauerwirkungen ergeben,   wie sie auf dem Wege der subkutanen Verabreichung nicht zu erzielen sind. 



   Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es erfindungsgemäss möglich ist, Präparate zu erzielen, welche die wirksamen Prinzipien der Hormone jeweils in der   gewünschten,   für das betreffende   Anwendungs-   gebiet oder den betreffenden Anwendungszweck besonders geeigneten, gegebenenfalls hohen Konzentration enthalten. So kann man z. B. ölige Lösungen von Insulin herstellen, welche pro   Kubikzentimeter   

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   (= 30 Tropfen) Öl 5   oder 10 oder auch 30 Insulineinheiten enthalten.

   In Form solcher erfindungsgemäss erhältlicher Lösungen kann man die Hormone in bedeutend grösseren Dosen als den für subkutane Injektion zulässigen Dosen verabreichen und somit bedeutend grössere und durchgreifendere Wirkungen erzielen, ohne die bei der subkutanen Injektion bei Überschreitung der Maximaldosen für diese Anwendungsform unvermeidlichen schweren   Störungen,   wie z.   B. gefährliche krampfartige   Zustände, befürchten zu müssen. 



   Beispiele :
1. 10.000 klinische Einheiten isoelektrisehes Insulin (salzsäurefrei) werden mit   50 em3   reiner Ölsäure zuerst in der Porzellanschale fein verrieben, dann mit zirka 200-250   cm3   Oliven-oder Erdnussöl verdünnt und in der Kolloidmühle gemahlen, bis mit blossem Auge keine festen Bestandteile mehr zu sehen sind.   Man lässt   das Ganze noch 2-3 Tage stehen und verdünnt dann mit   Oliven-bzw. Erdnussöl   bis zur gewünschten Konzentration. 



   2.10. 000 klinische Einheiten isoelektrisehes Insulin (salzsäurefrei) werden mit z. B. 5   cm3   Eisessig in Lösung gebracht und unter Rühren mit soviel Oliven-oder Erdnussöl verdünnt, als der gewünschten Endkonzentration entspricht. 



   3.   0'5 g   Adrenalin werden in Stickstoffatmosphäre mit 100   cm.   reiner Ölsäure in Lösung gebracht und unter Rühren mit soviel Oliven-oder Erdnussöl verdünnt, als der gewünschten Endkonzentration entspricht. 



   4. 1 g getrocknete Hypophysen-Hinterlappen wird mit zirka 10   cm3   Erdnussöl zuerst in der Porzellanschale fein verrieben, dann mit 100   cm3   Erdnussöl   verdünnt und   in der Kolloidmühle gemahlen, bis keine festen Bestandteile mehr zu erkennen sind. Die hellbraune Lösung kann dann mit Erdnussöl bis zur   gewünschten   Konzentration verdünnt werden. 



   5. 1 g getrocknete Hypophysen-Hinterlappen wird mit 10   em   Ölsäure zuerst in der Porzellanschale fein verrieben, dann mit 100   cm3 Olivenöl   verdünnt und in der Kolloidmühle gemahlen, bis keine festen Bestandteile mehr zu erkennen sind. Die hellbraune Lösung kann dann mit Olivenöl bis zur gewünschten Konzentration verdünnt werden. 



     6.   10.000 klinische Einheiten isoelektrisches Insulin (salzsäurefrei) werden mit 1 g Butyramid und 50 cm3 Olivenöl schwach erwärmt. Das Gemisch wird in einer Kolloidmühle so lange gemahlen, bis   makroskopisch   keine festen Bestandteile mehr zu erkennen sind und sich auch nach   24stündigem   Stehen kein Bodensatz mehr bildet. Dann wird mit Olivenöl nach Massgabe der   gewünschten Kon-   zentration verdünnt. 



    PATENT-ANSPR UT ; HE :  
1. Verfahren zur Darstellung von bei oraler Verabreichung wirksamen Hormonpräparaten, dadurch gekennzeichnet, dass normalerweise in Ölen nicht   lösliche   Hormone (wie Insulin) oder solche Hormone enthaltende Stoffe für sieh oder in Gegenwart von Zusatzstoffen, wie z. B. Lipoide, in den Zustand feinster, vorzugsweise kolloidaler Verteilung   übergeführt   und in diesem Zustande auf (insbesondere verdauliche) Fette, Öle oder ölartige Stoffe, wie z. B. Butter oder Margarine, zur Einwirkung gebracht werden, wobei die Überführung der Ausgangsstoffe in den Zustand feiner Verteilung vorteilhaft in Gegenwart der Fette oder Öle oder sonstigen Zusatzstoffe erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Fetten oder Ölen oder ölartigen Stoffen, gegebenenfalls als Zusatzstoffe, die befähigt sind, Gallenriiekfluss in den Magen zu erzeugen.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Hormone in Form von durch chemische Umwandlung entstandenen bekannten Verbindungen, wie z. B. Salzen, Additionsverbindungen, Komplexverbindungen od. dgl. der Behandlung nach den Ansprüchen 1 bis 4 unterworfen werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als ölartiger Stoff oder Zusatzstoff Ölsäure verwendet wird.
AT134407D 1928-07-16 1929-06-21 Verfahren zur Darstellung von bei oraler Verabreichung wirksamen Hormonpräparaten. AT134407B (de)

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