AT133370B - Verfahren zum Verpacken von gegen Witterungseinflüsse od. dgl. empfindlichen Waren. - Google Patents
Verfahren zum Verpacken von gegen Witterungseinflüsse od. dgl. empfindlichen Waren.Info
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- Basic Packing Technique (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Verpacken von gegen Witterungseinflüsse od. dgl. empfindlichen Waren. Es ist bekannt, empfindliche Waren, z. B. Lebensmittel, deren Aroma, Aussehen und sonstige Beschaffenheit durch Luft und Feuchtigkeit schädlich beeinflusst wird, zum Schutz mit einer Umhüllung zu versehen und diese dann durch Eintauchen mit einer dünnen Schicht aus geschmolzenem Wachs oder wachsartigen Stoffen zu überziehen. Diese Überzüge weisen den Nachteil auf, dass die Wachsschicht infolge der ungleichmässigen Abkühlung Haarrisse enthält, durch die Luft und Feuchtigkeit zu den verpackten Gegenständen zutreten kann, so dass diese dem Verderben leicht ausgesetzt sind. Ausserdem wird das geschmolzene Wachs beim Abkühlen rauh, körnig, matt und undurchsichtig, da eine Kristallisation des Wachses od. dgl. stattfindet. Wenn man den Überzug aus geschmolzenem Wachs oder wachsartigen Stoffen z. B. bei Schokolade anwendet, die in eine Metallfolie od. dgl. eingehüllt ist. so ist der Wärmeübergang zwischen dem Tauchbade und der Schokolade so gross, dass die Kakaobutter schmilzt und dadurch die Schokolade grau färbt. Diese Nachteile werden dadurch vermieden, dass die in bekannter Weise umhüllten und kurze Zeit in ein Bad geschmolzenen Paraffins oder Wachses oder eines andern pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Fettes getauchten Waren gemäss der Erfindung nach dem Herausheben aus diesem Bade sofort in einem zweiten, beispielsweise aus eisgekühltem Wasser bestehenden Bade abgeschreckt werden. Die Höhe der Temperatur beider Bäder sowie ihre Dauer ist bei dem Verfahren abhängig von der Art des verwendeten Fettes sowie von dessen besonderer Beschaffenheit. Die Waren können beispielsweise in eine dünne Metallfolie und dann noch in ein dünnes gekrepptes Seidenpapier, wobei beide eventuell zusammengeklebt sein können, z. B. in kaschiertes Stanniol oder in einfaches oder gekrepptes Papier, eingeschlagen werden. Dann wird die Verpackung, deren Verschlussränder verklebt worden sind, kurze Zeit, etwa 1-2 Sekunden lang, in ein auf 75 -80 C erhitztes Paraffinbad getaucht, für das ein hochraffiniertes geruchfreies Paraffin mit einem Schmelzpunkt von 500 - 520 C verwendet ist. Daraufhin wird die in flüssiges Paraffin getauchte Ware sofort in einem auf 3 C gekühlten Wasserbade für kurze Zeit (3-4 Sekunden) abgeschreckt. In einem Kühlschrank erfolgt danach bei einer Temperatur von 50 bis 60 C und bei bewegter Luft langsam die vollständige Abkühlung. Man erhält nach dem neuen Verfahren auf der eingeschlagenen Ware eine Paraffinschicht mit einer vollkommen glatten, porenfreien und schwer zu beschädigenden Oberfläche, die den Durchtritt von Luft oder Feuchtigkeit nach keiner Seite hin gestattet. Es ist damit für die Ware eine Verpackung geschaffen, die ein langes Lagern oder einen Versand auch unter ungünstigen Witterungsverhältnissen auf unbegrenzte Dauer ges. tattet, ohne dass der verpackte Körper seine Eigenart verliert. Auf diese Weise können Schokolade, Kakaopulver, Tee oder andere Genussmittel, Tabak, Wurst, Käse, frisches oder getrocknetes Gemüse. Gewürze oder Parfüms aufbewahrt und namentlich auch über See verschickt werden, ohne dass sie ihr feines Aroma oder ihren Geruch verlieren. Ebenso ist eine solche Verpackung sehr vorteilhaft für Marzipane, Pralinen, insbesondere Likörpralinen (da hiebei ein Auslaufen der Flüssigkeit verhindert wird), sodann für Wiener Gebäck, Keks od. dgl., da sie in dieser Verpackung ihre Knusprigkeit und Röschheit bewahren. Um die Waren ganz besonders gegen Hitze, z. B. in Lagerräumen, gegen Sonnenstrahlen und Tropenklima zu schützen, empfiehlt es sich, die Überzugsmasse aus einer Mischung von Wachs, Paraffin oder Harz mit Karnaubawachs. Japanwachs od. dgl. herzustellen oder der Überzugsmasse besondere Chemi- <Desc/Clms Page number 2> kalien, wie z. B. pulverisierte gebrannte Magnesia oder feinen Asbeststaub, zuzusetzen, durch die die Wärmeleitfähigkeit der Wachs-od. dgl. Schicht weiter herabgesetzt wird. Ein weiterer Vorteil der neuen Verpackung liegt darin, dass man durch Zusätze von Farbstoffen eine Überzugsmasse herstellen kann, die sieh zur Ausschmückung oder zur Imitierung bestimmter, im Handel befindlicher echter Verpackungsbehälter hervorragend eignet. Man kann zu diesem Zweck auch die Überzugsmasse erst nach ihrer Erstarrung bemalen und dann eventuell nochmals mit einer durchsichtigen zweiten Schicht eines wachsartigen Stoffes oder Lackes überziehen, wodurch ein Verwischen, Abreiben oder Abkratzen der Malerei verhindert wird. Auf diese Weise kann man der Verpackung, die aus einfachem Blech, Pappe oder Papier bestehen kann, das Aussehen von Holz, Marmor. Porzellan, Bronze od. dgl. verleihen. Ebenso wie man auf diese Weise die Waren selbst luft-und wasserdicht verpacken kann, kann man auch ganze Kartons nach dem beschriebenen Verfahren umhüllen. Zu diesem Zweck werden die Ver- schlussstellen des Kartons mit Papier, Leinwand oder Stoffstreifen verklebt und dabei zweckmässiger- weise ein starker Papierstreifen, ein Band oder eine Kordel mit eingelegt, die später zum Aufreissen der Packung dienen soll. Dann wird der ganze Karton in der beschriebenen Weise behandelt. Durch das neue Verfahren können Bleehschachteln, die den Export sehr verteuern, für die Verpackung vollständig vermieden werden.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Verpacken von gegen Witterungseinflüsse od. dgl. empfindlichen Waren mittels einer Hülle, die nach der Füllung kurze Zeit in ein Bad geschmolzenen Paraffins oder Wachses oder eines andern pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Fettes getaucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Packung nach dem Herausheben aus dem Bade sofort in einem zweiten, beispielsweise aus eis- EMI2.1
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