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Es ist bereits bekannt, die Gefässböden in die Zinkbecher von Trockenelementen derart einzulöten, dass der ganze Bodennmfang mit einem zylindrischen, vorzugsweise gusseisernen Lötkolben gleich- zeitig verlötet wird. Hiebei werden die Zinkbecher auf Dorne gezogen, und nach erfolgter Verlötung wird der Dorn samt Zinkbecher von dem Lötkolben entfernt. Nun kommt es jedoch häufig vor, dass der Zinkbecherboden an dem Lötkolben haftet, so dass beim Entfernen des Dornes nur der Bechermantel entfernt wird und der Boden an dem Lötkolben haften bleibt oder aber der Boden samt Zinkbechermantel an dem Lötkolben haftet. Ein völliges oder teilweises Anhaften des Becherbodens an dem Lötkolben macht jedoch ein sauberes und anstandsloses Arbeiten unmöglich.
Auch ist es bei den bisherigen Lötvorrichtungen nicht gesichert, dass das Lötzinn sieh nur an den Bodenumfang verteilt. Endlich ist bei den bekannten Lötvorrichtungen für keine genügende Kühlung der Dorne gesorgt, was einerseits ein Zuheisswerden und schwereres Handhaben derselben verursacht und anderseits das Erstarren des Lötzinns verlangsamt.
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gewichtsbelastetes und ausser Gebrauch aus dem Lötkopfe hervorstehendes Druckorgan vorgesehen ist, welches den Becherboden beim Entfernen des Dornes vom Lötkopfe an den Dorn drückt und dadurch ein Anhaften des Becherbodens an den Dorn verhindert.
Eine gleichmässige Verteilung des Lötzinns an den Bodenumfang wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Lötkolben auf dem Unterende
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nötige Lötzinnmenge Platz findet.
Eine Kühlung des Dornes wird dadurch erreicht, dass der Dorn an seinem Kopfteil eine hohle, gelochte Metallkappe, vorteilhaft aus Aluminium, trägt, welche Kappe vorteilhaft auf einem Holzdorn gezogen wird und die Luft durch die Lochungen der Metallkappe zirkuliert. Zur Erhöhung der Kühlung wird der Dorn durchbohrt und an eine Druckluftleitung angeschlossen.
Die erfindungsgemässe Lötvorriehtung eignet sich dadurch zur Massenfabrikation, dass an eine beliebige grosse Anzahl von Lötköpfen gleichzeitig eine beliebige Anzahl Dorne, die an einer gemeinsamen
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werden. Das Lötzinn wird vorteilhaft an die Lötkolbenseite angebracht.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung für Handlöten, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Schaubild der Lötvorrichtung, die Fig. 2 ein Schaubild des erfindungsgemässen Dornes, die Fig. 3
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in teilweisem lotrechtem Längsschnitte, Fig. 5 Einzelheiten sehaubildlich.
Die Abmessungen des zylindrischen Eisenlötkolbens entsprechen dem einzulötenden Boden.
Sollen also die Böden der Trockenelementbecher eingelötet werden, so erhält der Lötkolben h einen kreisförmigen Querschnitt. Die Lötkolbenverlängerung o wird in beliebiger Weise in der gas-oder elektrisch geheizten Lötvorrichtung s, n, m'' befestigt, deren Mantel m"vermittels des Armes p an der Wand oder irgendeinem andern festen Gegenstande befestigt wird. Im Zylinderhohlraum n zwischen dem Mantel m'' und der Heizvorrichtung s befindet sich eine Wärmeisoliersehicht. Der Lötkopf h passt in das Oberende des Mantels d. Am Kolbenunterende ist ein umlaufender, stufenartiger Absatz i vorhanden, in welchem sieh während des Lötens die zum Löten erforderliche Lötzinnmenge befindet.
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In einer axialen Bohrung m'des Kolbens ist das spindelförmige Druckorgan m auf-und abbeweglich, wobei das Druckorganunterende ausser Gebrauch aus dem Kolbenunterteile herausragt. In dieser Lage wird das Druekorgan durch Gewichtsbelastung festgehalten. So schliesst sich beispielsweise
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führt ist und an den freien Enden die Gewichte I trägt.
Zwischen der Deckplatte der Aluminiumplatte und dem Dornoberende b ist ein leerer Raum b', im welchen einerseits die seitlichen Kappendurchbreehungen g und anderseits die Kühlluftleitung t
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den biegsamen Schlauch u zugeführt. Die Anwendung der Aluminmmkappe hat den Vorteil, dass das Zinn an das Aluminium nicht anlötet.
Der Beehermantel wird auf dem Dorne in bekannter Weise aufgezogen und der Beeherboden eingelegt. Die Abmessungen sind derart getroffen, dass der Becherboden e etwas tiefer liegt als der Zink- mantelrand, so dass auch der Lötkopf h in das Mantelende eindringen kann. Hienach wird die Lötstelle mit Lötwasser benetzt, auf den Lötkopf Lötzinn aufgetragen und endlich der Dorn an den Lötkopf derart
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hinabfliesst, wobei gleichzeitig das Druckorgan w entgegen der Gewiehtswirkung nach oben gedrückt wird (Fig. 4). Hienaeh wird der Dorn vom Lötkopfe wieder entfernt, wobei das gewichtsbelastete Druckorgan m sieh gegen den Zinkboden stützt und ein Anhaften desselben an dem Lötkopfe verhindert.
Hiedureh wurde der Boden auf seinem ganzen Umfange gleichzeitig in den Mantel eingelötet.
Die erfindungsgemässe Lötvorrichtung spart also an Zeit und Lötzinn, und kommen fehlerhafte Lötungen fast nie vor, da sich die gesamte Lötstelle gleichmässig erwärmt und abkühlt und daher
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erspart viel Lötzinn, und wird der Verbrauch an Lötzinn für 1000 Taschenelementbecher an Stelle der bisherigen 300 g auf zirka 130-150 g herabgedrückt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Trockenelemente, bestehend einerseits aus stabil befestigten, geheizten, zylindrischen Lötkolben, deren
Querschnitt den Beeherböden entspricht, anderseits aus Dornen, auf welche die zu verlötenden Zinkmäntel gestülpt werden und die gleichzeitig als Träger für die in die Zinkmäntel hineinpassenden Böden dienen, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Lötkopfe ein axial bewegliches, gewichtsbelastetes und ausser Gebrauch aus dem Lötkopfe hervorstehendes Druckorgan ( vorgesehen ist, welches den Becherboden beim Entfernen der gegenüber den feststehenden Lötkolben beweglichen Dorne von den Lötköpfen an den Dorn drückt.