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Es ist bereits vorgeschlagen worden, die bei der Zerlegung von Bildern mit einem Bild- zerleger nach Art der in Fernsehaufnahmegeräten verwendeten Einrichtungen entstehenden
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ihrer zu grossen Empfindlichkeit und der Schwierigkeit ihrer Bedienung in der Hand von Laien nicht zu verwenden sind. Im übrigen sind die Geräte ausserordentlich teuer.
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zeichnung. bei der flie einzelnen Helligkeitswerle des Bildes durch Erhöhungen und Vertie- fungen eines festen Körpers dargestellt werden, die durch eine Abtastvorriohtung, beispielsweise eine Nadel, bei der Wiedergabe abgetastet werden.
Diese letztgenannte Aufzeichnung
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ordnung der mechanischen Schallaufzeichnung auf einer kreisscheihenfürmigen Platte im wesentlichen die gleichen Verhältnisse vorliegen wie bei der bekannten Schallplattenwiedergabe, bei der irgendwelche Bedienungsschwierigkeiten an sich nicht gegeben sind.
Bei der Wiedergabe derartiger mechanisch aufgezeichneter Bilder lässt sich jedoch bei den bekannten Vorrichtungen die Verwendung elektrischer Teile, nämlich einer elektrischen Schandose und eines Verstärkers, nicht vermeiden, so dass tortz der gegebenen Vereinfachung
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Wiedergabe rein mechal1iseh-akustisch erfolgt.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die die mechanische Bildaufzeichnung
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d. Ii. ohne dass eine Umsetzung der mechanischen Schwingungen in elektrische Schwingungen erfolgt. Der Lichtstrahl kann sowohl durch Anordnung eines Steuerorgans, beispielsweise eines
Spiegels oder Prismas an der Abtastvorrichtung oder durch verschiedenartige Reflexionen eines auf die Bildaufzeichnung geworfenen Lichtstrahls an den Erhöhungen und Vertiefungen ge-
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zusammensetzvorrichtung, beispielsweise mittels einer Nipkowscheibe. zu dem fertigen Bild aufgebaut werden.
In der Zeichnung sind Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens nach der Enfindung, beispielsweise schematisch, veranschaulicht, u. zw. zeigt : Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Wiedergabevorrichtung nach der Erfindung unter Fortlassung unwesentlicher Teile, Fig. J eine schaubildliche Darstellung der optischen Einrichtung der Fig. 1, Fig. 3 eine weitere Austuhrungsform nach Fig. 1 und 2.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 und 2, die sich gegenseitig ergänzen, dient als Bildaufzeichnungsträger eine kreisscheibenförmige Platte nach Art einer Schalplatte, die
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wird durch eine in einem Nadelhalter 1 schwingfähig gelagerte Nadel 2 abgetastet, an der ein Konvexspiegel 3 (s. Fig. 2) befestigt ist. Die Bestigung kann entweder unmittelbar an der
Nadel oder zur Ermöglichung einer Auswechslung der Nadel durch Federklammern, Klemme- schrauben od. dgl. erfolgen.
An dem den Nadelhalter j ! tragenden Arm ist eine Lichtquelle, im dargestellten Fall eine elektrische Glühbirne 5. befestigt, die sich bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 im Drehpunkt des Armes 4 befindet. Die drehbare Lagerung des Nadelhalters ist durch den
Kreis um die Lichtquelle 5 der Fig. 1 angedeutet. Hinter der Glühbiime 5 ist ein Reflektor C (s. Fig. 2) befestigt, der die Lichtstrahlen der Glühbirne auf den Spiegel 3 längs des Armes 4 wirft. Die Steuerung der Helligkeit der Lichtquelle durch verschiebbare Gitter ist an sich bei
Lichtrelais bereits bekannt. Zwischen Glühbirne 5 und Spiegel 3 ist ein feines Gitter 7 auge- ordnet, das beispielsweise aus einer mit einem Lack überzogenen Glasplatte bestehen kann, in das die Zwischenräume des Gitters eingraviert sind.
Die Gitterlinien liegen senkrecht zur
Richtung der Schwingungen des Spiegels 3, die diesem Spiegel bei den durch die Erhöhungen und Vertiefungen der Bildaufzeichnung verursachten Bewegungen der Nadel 2 mitgeteilt werden.
Die Lichtstrahlen werden von dem Spiegel 3 durch ein weiteres, gleichfalls an dem Arm 4, im dargestellten Fall über der Glühbirne 5 angeordnetes Gitter 8 geworfen und gelangen durch dieses auf die Bildzusammensetzvorrichtung, beispielsweise auf das Bildfenster einer Nipkow- scheibe 9. Im dargestellten Fall ist das Gitter 8 grösser ausgebildet als das Gitter 7. Die ent- sprechende Vergrösserung des Gitters 7 auf die Fläche des Gitters 8 erfolgt durch konkave
Ausbildung des Spiegels 3. Naturgemäss kann auch zur Erzielung einer derartigen Vergrösserung ein beliebiges Linsen- oder Prismen system Verwendung finden.
Das Gitter 8 wird mittels der
Stellschraube 10 derart eingestellt, dass bei Durchgang einer einem dunklen Bildpunkt ent- sprechenden Stelle der Bildaufzeichnung unter der Nadel 2 das Bild des Gitters 7 auf das
Gitter 8 durch den Spiegel 3 derart projiziert wird, dass die Linien des Gitters 8 die Zwischen- räume des Bildes des Gitters 7 abdecken, so dass sich eine dunkle Fläche ergibt.
Bei einem hellen Bildpunkt werden durch die Bewegung der Nadel 2 und der entsprechenden Bewegung des Spiegels 3 die Lichtstrahlen mehr oder weniger durchgelassen, je nachdem das Bild des
Gitters 7 auf dem Gitter 8 ein Zusammenfallen der Linien des Gitters oder ein teilweises
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triebene Nipkowseheibe 9 setzt dann das Bild entsprechend den einzelnen Bildpunkte zusammen, wobei zu jedem Bildpunkt der entsprechende Helligkeitswert durch die beschriebene optische Einrichtung erzeugt wird. Der Gleichlauf zwischen Nipkowscheibe 9 und Bildal1f- zeichnungsträger wird durch einfache mechanische Kupplung beider Teile durch ein Schneckengetriebe 11 erzielt.
Die beschriebene Einrichtung ermöglicht den Verzicht auf jegliche elektrische Teile, wenn man von der konstanten Beleuchtungsquelle 5 absieht. Eine Tragbarkeit des Gerätes und Un-
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das den Bildaufzeichnungsträger und die Nipkowseheibe bewegende Federwerk gleichzeitig einen kleinen Stromerzeuger für die Lampe 5 antrsibt. Auch kann an Stelle eines derartigen Stromerzeugers eine kleine Trockenbatterie Verwendung finden.
Die erzeugten Bilder sind wegen der grossen Flächenhelligkeit ausserordentlich lichtstark und ermöglichen infolgedessen auch die Anwendung einer höheren Bildpunktzahl als sie zur Zeit der Femsehübertragungen üblich ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird eine mechanische Abtastung der Bildaufzeichnung erübligt und dadurch eine absolute Schonung derselben gegenüber Abnutzungen erzielt. Die Abtastung erfolgt vielmehr rein optisch durch einen Lichtstrahl, der durch Ausbildung der Erhöhungen und Vertiefungen der Bildaufzeichnung mit verschiedenem Reflexionsvermögen entsprechend stärker oder schwächer zurückgeworfen wird.
Beispielsweise kann die Oberfläche der Bildaufzeichnung zu diesem Zweck ganz oder teilweise verspiegelt werden oder mit weisser Farbe teilweise eingefärbt werden, wie es beispielsweise ähnlich bei der Einfärbung von Tiefdruckformen bei Druckprozessen iiblich isl. In vielen Fällen genügt auch bereits das
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Reflexionsvermögen des beispielsweise aus einem schwarzen Kunstharz bestehenden Aufzeich- zeichnungsträgers.
Der Lichtstrahl wird durch eine optische Einrichtung, die der Optik der bekannten
Epidiaskope entspricht, auf die Bildaufzeichnung geworfen und von dieser zur Bildzusammen- setzvol'l'ichtung weitergeleitet.
In Fig. 3 ist eine derartige Einrichtung schematisch veranschaulicht. 11 ist die im
Längsschnitt vergrössert dargestellte mechanische Bildaufzeichnung, auf die ein Lichtstrahlen- bündel 12 durch eine Linse 13 in deren Brennpunkt 18 konzentriert wird. Der mittlere Teil der Linse ist durch eine Scheibe 14 abgeblendet. Unter der Blende befindet sich ein Spiegel 15.
Das von der Bildaufzeichnung entsprechend dem jeweiligen Reflexionsvermögen der einzelnen
Stellen verschieden stark zurückgeworfene Lichtstrahlenbündel 16 wird durch den Spiegel 15 als Lichtstrahlenbündel 17 auf die Bildzusammensetzvorrichtung. beispielsweise eine Nipkow- scheibe, geworfen.
Die seitliche Verschiebung der Linse über der seitlich fortschreitenden Bildaufzeichnung kann beispielsweise durch eine Kurvenscheibe, eine Schraubenspindel oder eine sonstige mecha- nische Einrichtung erfolgen. Zweckmässig wird jedoch neben der Bildaufzeichnung auf der ganzen Länge derselben eine Führungsrille angeordnet, in der ein Führungsstift läuft. Zweckmässig wird in dieser Führungsrille eine das wiederzugebende Bild begleitende akustische Darbietung aufgezeichnet, beispielsweise begleitende Sprache oder Musik. Der Führungsstift ist dann gleichzeitig die Aufnahmenadel für die Schallaufzeichnung, die Linse 13 mit dem Spiegel 15 ist dann also einfach an einer gewöhnlichen Schalldose befestigt.
Naturgemäss braucht die die Schallaufzeichnung enthaltende Führungsrille nicht unmittelbar neben der zugehörigen Bildaufzeichnung liegen, sondern kann gegenüber dieser um einen gewissen Betrag radial verschoben sein, um die Schalldose und das optische Aufnahmesystem besser nebeneinander unterbringen zu können.
Auch kann an Stelle der Anordnung der Bildaufzeichnung und gegebenenfalls der Schall aufzeichnung auf einer Schallplatte die Anordnung auf einer Walze, einem biegsamen Wechselband od. dgl. stattfinden.
Die Verwendung der rein optischen Abtastung der Bildaufzeichnung nach Fig. 3 bedingt noch den Vorteil, ausserordentlich hohe Bildpunktfrequenzen wiederzugeben, die mit einer ge- wöhnlichen mechanischen Abnahmevorrichtung, beispielsweise einer Nadel, infolge der Massenträgheit derartiger Teile nicht mehr wiedergegeben werden können. Naturgemäss muss auch bei der Anfertigung der Bildaufzeichnung eine derartige Trägheitswirkung der dort nicht zu vermeidenden mechanischen Teile ausgeschaltet werden. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass von dem aufzunehmenden Bild zunächst ein gewöhnlicher Kinofilm auf photographischen Wege angefertigt wird, dessen Bilder verlangsamt in seine Bildelemente zerlegt und aufgezeichnet werden.
Die Trägheitswirkungen der Aufzeichnungsnadel od. dgl. können dann nicht störend in Erscheinung treten. Die rein optische Abtastung nach der Erfindung ermöglichst also erst die volle Ausnutzung einer derartigen, eine grosse Bildpunktzahl enthaltenden Aufzeichnung, da auch bei der Wiedergabe eine verzerrungsfreie Abtastung sehr hoher Frequenzen erreichbar ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Wiedergabe von nach Art einer mechanischen Schallaufzeichnung aufgezeichneten Bildern, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhungen und Vertiefungen der mechanischen Aufzeichnung unmittelbar zur Helligkeitssteuerung des auf die Bildzusammensetzvorrichtung zu werfenden Lichtes dienen.