AT131456B - Labyrinthdichtung. - Google Patents

Labyrinthdichtung.

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Labyrinthdichtung. 



   Die Erfindung betrifft Labyrinthdichtungen gegen unter Überdruck stehenden Sattdampf, insbesondere bei Hochdruckdampfanlagen, und sie besteht darin. dass den Labyrinthen ein   Heissdampf-   abschluss derart vorgeschaltet ist, dass die   Labyrinthe nicht gegen Sattdampf,   sondern ständig gegen 
 EMI1.1 
 gestellt wird und damit man ausserdem bezüglich des Sperrdampfes nicht auf einen bestimmten Druck bzw. auf enge Druckgrenzen festgelegt ist. Die Entnahmestelle für den Heissdampf ist am besten so zu wählen, dass der Druck des Heissdampfes etwas höher liegt als der Druck in dem   abzudichtenden   
 EMI1.2 
 zu bemessen. Diese Druckverhältnisse sind unter   Umständen   auch hinsichtlich der Temperatur des Sperrdampfes, falls diese gewählt werden   kann.   zu beachten. 



   Die Verwendung besonderer Sperrmittel bei Stopfbüchsen und Labyrinthdichtungen ist an sieh bekannt. Dichtungen gegen Medien hoher Temperatur beispielsweise sind mit einem   Abschluss   aus kalter Flüssigkeit zum Schutz vor Temperatureinwirkungen ausgeführt worden. Stopfbuchsen, welche Vakuumräume. z. B. den Saugraum von Pumpen, gegen die Aussenluft abdichten. erhalten stets einen 
 EMI1.3 
 Medium als das abzudichtende oder-wie in dem ersten Beispiel - das abzudichtende Medium selbst, aber in einem ändern   Aggregatzustand.

   Demgegenüber besteht die   Erfindung darin, dass Labyrinthdichtungen. welche gegen unter Überdruck   stehenden Sattdampf wirken,   ein Heissdampfabschluss vorgeschaltet wird. wobei also als Sperrmittel dasselbe Medium dient wie das abzudichtende. u. zw. in demselben Aggregatzustand, jedoch bei wesentlich höherer Temperatur. Dadurch wird. besonders bei   Hochdruckdampfanlagen,   eine beträchtliche Verkleinerung des Leckdampfverlustes sowie eine Verminderung der Korrosionen und Erosionen an den Labyrinthen erreicht. Ferner ergibt sich für den Leckdampf infolge seiner höheren Qualität eine verbesserte Ausnutzungsmöglichkeit. 



   Fig. 1 der Zeichnung zeigt als   Ausführungsbeispiel   die Abdichtung der Welle einer Dampfumwälzpumpe für Dampferzeuger, die nach Patent Nr. 117697 arbeiten. Es bedeutet 1 das Laufrad der Umwälzpumpe. das auf der Welle   2   befestigt ist. Das Pumpengehäuse ist mit 3 bezeichnet. Die Abdichtung der   Welle, 3 nach   aussen erfolgt durch eine Labyrinthdichtung 4 mittels der in die Welle : 2 eingedrehten Kämme-J und der in das Pumpengehäuse 3 eingesetzten Ringe 6. Die Ringe 6 sind in einer besonderen Büchse 6'angeordnet, so dass das Gehäuse 3 auch einteilig ausgebildet werden kann. Dieser Vorteil ist besonders bei Hochdruckanlagen wertvoll.

   Der Labyrinthdichtung 4 der Welle 2 ist eine Kammer 7 vorgeschaltet, in die durch die   Bohrung     8 im Gehäuse.', bei a   Heissdampf eingeleitet wird. so dass die Labyrinth- 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
   dichtung 13   ist in derselben Weise wie die Zwischendichtung 9 ausgebildet. 



   In die Labyrinthdichtung 4 der Welle 2 ist eine Kammer 14 eingeschaltet, aus der bei b ein Teil des Leckdampfes bei einem Zwisehendruck durch die Bohrung 15 entnommen wird und der   entsprechenden   Stufe einer Kraftmaschine zur Arbeitsleistung zugeführt wird, ohne dass eine Vorbehandlung notwendig ist. Um auch den Restteil des Leckdampfes noch   nutzbar machen zu können,   ist in eine der letzten Abteilungen der Labyrinthdichtung 4 eine zweite Kammer 16 eingeschaltet, aus der bei   c der re- ltHche   Leckdampf angenähert bei   Atmosphärendruck durch   die Bohrung 17 zur   Vorwärmung   des   Speisewaers   für die Dampfkessel der Anlage entnommen wird. 



   Zur Ergänzung der Fig. 1 ist in   Fig. 2   ein Beispiel für die Schaltung einer Dampfkraftanlage mit   Dampfumwälzkesseln schematiseh   gezeigt. 



   Die   Umwälzpumpe 3 wird   von einer Niederdruckdampfturbine 18 angetrieben. Hinter dem zweiten Gehäuse der Hauptturbine wird der Antriebsdampf für die Turbine 18 abgezapft. Der Dampf   kann.   wie im vorliegenden Falle, unmittelbar oder unter   Umständen   vorteilhaft auch erst nach erfolgter Zwischen- überhitzung in dem Zwischenüberhitzer 19 der Turbine 18 zugeführt werden. In der Turbine 18 expandiert der Dampf bis angenähert auf   Atmosphärenspannung   und wird dann weiter zur Speisewasservorwärmung in dem Vorwärmer 20 verwendet. 



   Der Sperrdampf für den Heissdampfabschluss der Labyrinthdichtung der   Umwälzpumpe     3 kann   
 EMI2.2 
 der Pumpe und ebenfalls seine Temperatur auch   rücksiehtlich   der Verwertung des   Leckdampfes aus   der Dichtung genügend hoch ist. 



   Die Abzapfstelle b für den Leckdampf ist entsprechend dem Verwendungszweck für den Dampf 
 EMI2.3 
 pumpe bei c entnommene restliche Teil des Leekdampfes wird durch Leitung 23 zusammen mit dem   Auspuffdampf   der Turbine 18 in den Speisewasservorwärmer 20 geführt. 



   Die Wellenabdichtung nach der Erfindung kann mit Vorteil selbstverständlich auch   in ändern   Fällen, z. B. bei Turbinen, angewendet werden, und es sind natürlich auch andere Ausführungen und Schaltungen anwendbar. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Labyrinthdiehtung gegen   unter Überdruck stehenden Sattdampf,   insbesondere bei   Hochdruck-   dampfanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass den Labyrinthen   (4)   ein   Heissdampfabschluss   (7) derart vorgeschaltet ist. dass die Labyrinthe nicht gegen Sattdampf, sondern ständig   gegen Heissdampf wirken.  

Claims (1)

  1. EMI2.4 und Heissdampfabschlussraum (7) eine Labyrinthzwischendichtung (9) angeordnet ist.
    3. Labyrinthdiehtung nach den Ansprüchen 1 und 2, insbesondere für Pumpen und Turbinen, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischendichtung (9) durch Labyrinthe an Laufrad (1) und Gehäuse (3) gebildet ist.
    4. Labyrinthdichtung nach den Ansprüchen 1 und 2 für Pumpenwellen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Druekraum (12) und Heissdampfabschlussraum (7) eine Vorkammer (10) angeordnet ist, die mit dem Saugraum der Pumpe verbunden ist (Bohrungen 11) und die einerseits durch die Zwischendichtung (9) gegen den Heissdampfabschlussraum (7), anderseits, ebenfalls durch Labyrinthe (13), gegen den Spaltüberdruek im Druckraum (12) abgedichtet ist. EMI2.5
    6. Labyrinthdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leckdampf teilweise bei einem Zwischendruek aus der Dichtung (bei b) entnommen und der entsprechenden Stufe einer Kraftmaschine zugeführt wird (Fig. 2).
    7. Labyrinthdichtung nach den Ansprüchen 1 und 6 zur Abdichtung der Dampfumwälzpumpe zur Durchführung des Verfahrens nach Patent Nr. 117697, dadurch gekennzeichnet, dass der Labyrinthdiehtung Leekdampf bei einem Zwischendruek (bei b), der dem Dampfdruck am Eintritt in die Antriebs- EMI2.6
AT131456D 1930-07-25 1931-07-16 Labyrinthdichtung. AT131456B (de)

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