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Hoehdruekverblmdlokomotive mit Einrichtung zur ZwischendajnpfiibcrhitzuNg.
Die Erfindung betrifft eine Hoehdruekverbundlokomotive mit Einrichtung zur Zwischendampf- überhitzung, u. zw. insbesondere eine solche, bei welcher dem Hochdruckkessel, der zur mittelbaren oder
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Zuge der Feuergase ein verhältnismässig kurzer Rauchrohrkessel naehgesehaltet ist, der in der Hauptsache als Speisewasservorwärmer und Schlammabscheider für den Hochdruckkessel dient und nur wenis ;
Niederdruckdampf entwickelt, der entweder dem in einem Zwischenüberhitzer überhitzten Abdampf der Hochdruckstufe der Maschine beigemischt werden kann oder unter Überhitzung in einem kleinen zusätz- lichen Überhitzer zum Betriebe der Hilfsmaschinen ausgenutzt wird.
Um die Schwierigkeiten zu überwinden, die wegen der Grenzen der Achsenbelastung und des Lichtraummasses bei einer Lokomotive zur Erzielung einer hohen Zwisehenüberhitzung erheblich grösser sind, als bei einer ortsfesten oder Sehiffskesselanlage wird gemäss der Erfindung im Gegensatz zu allen bisher verwendeten Rauehrohrüberhitzeranordnungen für Lokomotiven das Verhältnis zwischen Über-
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darin, dass der Rauchrollrkessel eine volle oder nahezu volle Besetzung von Grossrohren mit mehr ale vier Überhitzerrohrsträngen erhält, wobei in der üblichen Weise die Überhitzerschleifen vollständig in diesen Grossrohren liegen,
also nicht wie bei der erwähnten bekannten Lösung aus letzteren um einen erheblichen Teil herausragen. Überhitzer mit voller Belastung wurden bisher stets als Klein- oder Mittelrohrüberhitzer mit zwei bzw. höchstens vier Überhitzersträngen in jedem Rauchrohr ausgeführt, während Rauch- rohre mit mehr als vier Überhitzersträngen zwar bereits bekannt sind, aber stets nur als sogenannte (trous- rohrüberhitzerausgeführtwurdenmit2-4ReihensolcherGrossrohreübereinerVielzahlunbesetzter enger Heizrohre.
Wenn gemäss der Erfindung der Rauchrohrvorwärmerkessel einer Hochdruckverbundlokomotive
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als 1 wird, beispielsweise 1'5 bei einer Hoehdruekverbundlokomotive nach dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung für 60 Atm. im Hochdruckkessel und 14 Atm. im Vorwärmerkessel bei rung 450 überhitzungstemperatur des Hochdruckdampfes und rund 350 Überhitzungstemperatur des Niederdruckdampf@s.
Gegenüber den bekannten erwähnten Lösungen ergibt sich der erhebliche Vorteil, dass trotzdem der Vorwärmerkessel mit seinem Wasserraum sich ein erhebliches Stück unter die Dampfwassertrommel des Hochdruckkessels erstreckt, so eine bessere Auflagerung des letzteren gestattet und die Steifigkeit des ganzen Kesselaggregates erhöht, dennoch keine auf Kosten der Überhitzung gehende Wärmeent- ziehung durch eine vergrösserte Wasserheizfläehe des Eauehrohrkessels stattfindet, weil die wasserberührte Heizfläche wegen der verwendeten Grossrohre mit mehr als vier Überhitzersträngen im Verhältnis zur eingebauten Überhitzerheizfläehe auch bei voller Besetzung verhältnismässig klein ist.
Ferner ist von Anfang an wegen der hohen Gasgeschwindigkeit der Wärmeaustausch an der Über- hitzerheizfläehe ein guter, die Grossrohre lassen sich mit eingezogenen Enden in die hintere Kesselwand einwalzen und es lässt sich ohne Beeinträchtigung der Überhitzung und ohne Vermehrung der Gefahr des Durchbrennens der Umkehrenden hinter dieser Wand durch Weglassung einiger Verdampferrohrreihen des Hochdruckkessels ein Zugangsraum schaffen, in dem sich die Lösche aus den in ihrer Strömungsgeschwindigkeit verminderten Heizgasen abscheiden kann.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform. Fig. l ist ein schematischer Längsschnitt dureh die Lokomotive. Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie A-B in Fig. 1, und Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie C-D unter Fortlassung des Rahmens und der Triebwerksteile. Die Fig. 4 und die Fig. 5 zeigen im Querschnitt bzw. Längsschnitt andere AusfÜhrungsformen des Erfindungsgegenstandes.
In der Zeichnung ist 1 der als Wasserrohrkessel ausgebildete Dampferzeuger für den Hochdruck-
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des Betriebskessels I angeschlossene Leitung in den Eintrittsstutzen 9 des Nassdampfkastens des Hochdruckfrischdampfüberhitzers 4, wird in den Rohrsträngen dieses überhitzer hoch überhitzt und tritt durch eine an den Austrittsstutzen. 10 des Heissdampfkastens des Überhitzers 4 angeschlossene Leitung
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in den Eiutrittsstutzen./ des nicht dargestellten Heizkörpers des Zwisellenüberlützers 6. Nach Abgabe seiner Überhitzungswärme gelangt er durch einen Austrittsstutzen.
M in den Eintrittsstutzen 14 des
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dmckdampf gelangt durch den Austrittsstutzen 76 des Heissdampfkastens dieses Wiederüberhitzers in den Schieberkasten des Hochdruckzylinders 7. Der aus diesem austretende Abdampf gelangt durch eine an den Eintrittsstutzen 18 des Zwischenüberhitzers 6 angeschlossene Leitung in diesen und tritt als überhitzter Dampf durch den Stutzen 19 mittels einer zu den beiden seitlichen, nicht dargestellten Niederdruckzylindern führenden Leitung in letztere. Die mit je sechs Überhitzersträngen besetzten Grossrohre J sind, wie ersichtlich, am hinteren Ende verjüngt bei 20 eingewalzt.
Die zum Schutze der Rauchrohrüberhitzer quer in den Rauchgaszug eingebauten Verdampfungsrohre 22 des Wasserrohrkessels sind vor der Hinterwand des Vorwärmerkessels 2 fortgelassen, so dass ein Zugangsraum 23 entsteht, in dem sich infolge der verminderten Gasgeschwindigkeit die Lösche absetzen kann. Die wasserberührte Heizfläche der Gross-
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ein Stück zurückgesetzt, da unter Umständen in der Nähe der Vorderwand des Vorwärmerkessels 2 das Temperaturgefälle zwischen den Heizgasen und dem überhitzten Hochdruckdampf zu klein wird, um noch eine merkliche Überhitzung zu ergeben.
Unter Umständen kann hier das Temperaturgefälle sogar null oder negativ werden und für diesen Fall sind die Heissdampfenden der Überhitzerrohrstränge mit einer Wärmeisolierschieht zu versehen. Der in geringer Menge in dem Vorwiirmerkessel entwiekelte
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kann entweder in die Rauehkammer eingebaut sein, oder es kann auch eine Reihe der Grossrohre des Vorwärmerkessels 2 die Rohrstränge dieses zusätzlichen kleinen Überhitzers aufnehmen, wie Fig. 4 zeigt. Hier ist 25 der zusätzliche Rauchrohrüberhitzer, dessen Dampfeintrittsstutzen 28 durch eine Leitung an den Stutzen 24 des Vorwärmerkessels 2 angeschlossen ist, während der Heissdampf bei 29 austritt, um zu den Sehieberkästen der Hilfsdampfmasehinen geleitet zu werden.
Der entwickelte Niederdrupk- dampf aus dem Vorwärmerkessel 2 könnte auch abänderungsweise nach dem Zwisehenüberhitzer 6 geführt und dem Abdampf aus der Hochdruckstufe der Maschine beigemischt werden.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel ist für die Zwischenüberhitzung ein dampfbeheizter
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zu erhalten, ehe er in den Hochdruckzylinder der Hauptmaschine geht ; die Erfindung ist aber auch für den Fall anwendbar, dass der Abdampf der Hochdruekstufe der Maschine unmittelbar in einem Rauchrohr- überhitzer seine Zwischenüberhitzung erhält. Für diesen Fall fällt der Zwischenüberhitzer 6 fort, und an Stelle des Wiederüberhitzers ? ist dann der Niederdruck-Zwischenüberhitzer als Rauehrohrüberhitzer in die Grossrohre des Vorwärmerkessels eingebaut.
In diesem Falle ist mit Rücksicht auf die hohen Wandtemperaturen der Abdampf der Hochdruckstufe durch einen Abdampfentöler zu schicken, ehe er in den Zwischenüberhitzer gelangt, wie Fig. 5 zeigt. Hier ist statt des Zwischenüberhitzers 6 in Fig. 1 in die Rauchkammer ein Dampfentöler 26 bekannter, geeigneter Bauart eingebaut, in welchen der Auspuffdampf
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oder mehr Rauchrohrüberhitzern in einem dem Hochdruckkessel nachgeschalteten, als Vorwärmerkessel dienenden Rauchrohrkessel, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Überhitzerheizfläche zur Wasserheizfläche des Rauchrohrkessels (2) grösser als 1 ist, indem beispielsweise der Rauchrohrkessel (2)
eine volle oder nahezu volle Besetzung mit mehr als vier Überhitzerrohrstränge enthaltenden Grossrohren ('i) hat.
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