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Bleilagermetall.
Bleilagermetalle in dem aus den sechs Komponenten Blei, Antimon, Zinn, Kupfer, Kadmium, Arsen bestehenden System sind bekannt. Gegenstand vorliegender Erfindung ist die überraschende Erkenntnis, dass es innerhalb dieses Systems eine ganz singuläre Zusammensetzung gibt, der die merkwürdige Eigensehaft zukommt, ein zinnarmes Lagermetall optimaler Eignung zu liefern, u. zw. nicht nur in bezug auf die eine oder die andere für Lagermetall günstige Qualität, sondern in bezug auf deren Gesamtheit, nämlich gleichzeitig in bezug auf Härte, Stauchfähigkeit, Druckfestigkeit und Biegefestigkeit, wobei überraschenderweise gerade bei dieser singulären Zusammensetzung die sonst vorhandene Unverträglichkeit zwischen Kupfer und Arsen nicht in Erscheinung tritt.
Dass es eine derartige Sonderzusammensetzung gibt, ist in hohem Grade auffällig und war von vornherein nicht zu vermuten : denn im allgemeinen stehen die genannten Eigenschaften in solchem Zusammenhange, dass die Hebung der einen die Herabminderung der andern bedingt, so dass im allgemeinen je nach den Anforderungen, die an ein Lagermetall gestellt werden, die jeweils optimalen Zusammensetzungen verschieden sind, ja diese im allgemeinen einander geradezu ausschliessen.
Nun wurde aber gefunden, dass in dem genannten sechskomponentigen System ein einziger Punkt dank eines eigentümlichen Zusammenwirkens von Faktoren so beschaffen ist, dass er nicht nur in bezug auf eine einzelne der genannten Eigenschaften, sondern in bezug auf deren Gesamtheit in geradezu seltsamer Weise ausgezeichnet ist ; es ist dies die Zusammensetzung 10-4% Zinn, 9-8% Antimon, 1-45% Kupfer, 1-5% Kadmium, 1-2% Arsen, Rest (75-65%) Blei. Wie an die genannte Zusammensetzung, ist das in Rede stehende Optimum auch an die genannte Sechsheit der Komponenten geknüpft, indem auch diesbezüglich ein Plus oder Minus sich in hohem Grade schädlich auswirkt, was insbesondere im Hinblick auf den Kupfergehalt ganz besonders bemerkenswert ist.
Entsprechend ihrer ganz ungewöhnlichen Besonderheit verträgt denn auch die aufgefundene Zusammensetzung keine irgendwie erhebliche Variation ; bei irgend grösserer Breite der Veränderung, insbesondere der Absolutgehalte ihrer Komponenten, büsst die Legierung ihre optimalen Eigenschaften alsbald ein ; der Bereich, innerhalb dessen das Optimum einzuschliessen ist, ist demgemäss ein recht enger ; er liegt etwa zwischen 9-11% Zinn, 9-11% Antimon, 1-2-1-6% Kupfer, 1-4-1-8% Kadmium, 0-9-1-7% Arsen, Rest Blei ;
eine Überschreitung dieser Grenzen nach der einen oder der andern Richtung führt zu merklicher Verringerung der Lagermetalleignung rücksichtlich der Vereinigung der oben genannten Eigenschaften, wobei namentlich die schädigende Wirkung von Kupfer bei dessen Zusammenbestehen mit Arsen bei Überschreiten dieses schmalen Gehaltsbereiches alsbald in steigendem Ausmasse zur Auswirkung gelangt.
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