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Wasserdichtes Aggregat.
In dem österreichischen Patent Nr. 118976 ist ein wasserdichter Motor mit wasserdichten Ständerspulen beschrieben. Diese Spulenanordnung verlangt aber einen Schutz gegen die rotierende Flüssigkeit und macht auch manche Schwierigkeiten bei dem Ersatz von beschädigten Wicklungsspulen.
Die vorliegende Erfindung stellt eine weitere Ausbildung dieser Anordnung dar, die besonders für Bohrlochmotore geeignet ist. Die Verbesserung wird dadurch erreicht, dass der primäre Kreis eines Drehfeldtransformatorsmotors als eine an sich wasserdichte Einheit ausgebildet und in das Aggregat ausziehbar einmontiert wird.
Die primäre (erregende) Wicklung besteht normalerweise aus einzelnen Spulen, welche flüssigkeitsdichte Einheiten bilden. Die Spulen sind in die am äusseren Umfange des kreiszylindrischen Blechpaketes angeordneten Nuten eingebettet und von aussen mit einer flüssigkeitsdichten Imprägnierung versehen. Für säurehaltige Flüssigkeiten, Naphtha usw. wird die Primärwicklung des Aggregates bzw. das ganze primäre Eisenpaket samt eingelegten Spulen mit einem Schutzmantel aus dünnem. elektromagnetisch geeignetem Blech überzogen, der den primären Kreis gegen die Flüssigkeit abschliesst.
Dieser fertiggestellte und vollständig gekapselte primäre Kreis wird dann in die Bohrung des sekundären Blechpaketes herausziehbar eingebaut, so dass alle etwaigen Reparaturen leicht durchgeführt werden können.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Primärwicklung eines solchen Transformators, dessen Sekundärwicklung zusammen mit der Primärwicklung eines Asynchronmotors einen Käfig bildet, mittels einer mit dem Maschinengehäuse gasdicht verbundenen Kapsel zu schützen. Diese Anordnung setzt einen grossen Aussendurchmesser des Aggregates voraus und ist für langgestreckte Bohrlochmotoren überhaupt nicht geeignet. Bei allen solchen Aggregaten ist die unter voller Spannung stehende Primärwicklung, welche bei Tauchmotoren besonders empfindlich ist, für etwaige Reparaturen unzugänglich.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch beseitigt. dass der gekapselte Primärkreis ausziehbar angeordnet wird.
Die weiteren Einzelheiten sind an Hand der Zeichnung veranschaulicht.
Die Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das wasserdichte Aggregat mit den wasserdicht gekapselten Spulen. Die Fig. 2 ergibt den Querschnitt desselben durch den Transformatorteil der Fig. 1. Die Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch das wasserdichte Aggregat mit einem Schutzmantel für die primäre Wicklung. Die Fig. 4 zeigt einen Querschnitt desselben durch den Transformatorkörper nach Fig. 3.
Wie bekannt ist, besteht das Drehfeldtransformatormotor-Aggregat aus einem Drehfeldtrans- formator 1, dessen sekundärer Kreis als eine kurzgeschlossene Käfigwicklung 3 ausgebildet ist, wobei ein Teil der Käfigstäbe 3 von dem Drehfeld der primären Wicklung des Transformators beeinflusst und der andere Teil als eine primäre Wicklung eines Asynchronmotors 5 mit Kurzsehlussanker 4 arbeitet. Die Kurzschlussstäbe 3 der sekundären Wicklung des Transformators, die durch die Löcher des Transformators und des Motorblechpaketes hindurchgehen, sind in den Kurzschlussringen 8 und 9 miteinander verbunden.
Der im Feldkörper 5 des Motors rotierende Kurzschlussanker 4 mit den Kurzschlussstäben 12 und mit den Kurzschlussringen 13 und 14 ist in bekannter Weise zwischen Kugellagern 15 und 16 geführt.
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Der Eisenkern des Transformators 1 ist aus den Blechen 17 zusammengesetzt und in ein Gehäuse 19 eingebaut.
Der Eisenkern 20 des primären Kreises des Aggregates ist gleichfalls aus runden Blechen 21 zusammengestellt und in der Bohrung des sekundären Kreises ausziehbar eingebaut. Die primäre Wicklung. 22 des Transformators ist in den Nuten 23 eingebettet.
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unter Wasser gesetzt. Die äussere Flüssigkeit wird mit der Zeit in das Innere des Aggregates eindringen und gute Abkühlung ergeben. Gegen Zutritt der Flüssigkeit wird erfindungsgemäss. nur der ausziehbare primäre Teil geschützt.
Die primäre Wicklung 22 des Transformators besteht aus Spulen 25, welche samt ihren Verbindungsleitungen eine flüssigkeitsdichte Einheit bilden. Die Wicklungsspulen werden in die am äusseren Rande des primären Kernes angeordneten Nuten 23 eingelegt, imprägniert und mittels einer gegen die betreffende Flüssigkeit dichten und festen Hülle aus vulkanisiertem Kautschuk od. dgl. gekapselt. Von aussen können sie ferner mit einem Baumwollband od. dgl. umsponnen werden. Der fertiggestellte primäre Kreis samt Eisenkern kann dann mit einer Art Kunstharz oder mit Isolierlack imprägniert werden, was einen weiteren mechanischen und chemischen Schutz der Wicklung und sogar der Eisenbleche ergibt.
Der vollständig wasserdicht gekapselte Primärkreis wird dann in das Gehäuse ausziehbar einmontiert. Die Zuleitungen 10 zu der Primärwicklung sind auf ähnliche Weise geschützt und an ein gekapseltes Klemmbrett 26 angeschlossen.
Diese Wicklungsanordnung ermöglicht, langgestreckte Bohrlochmotoren mit sehr kleinem Motordurchmesser ohne Schwierigkeiten auszubilden, wobei ein beschädigter Primärteil leicht ausgewechselt werden kann.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine andere Ausführungsform dieser Doppelkäfigmotoren, welche in säurehaltigen Flüssigkeiten oder Naphtha arbeiten müssen. Wie diese Figuren zeigen, wird der primäre Eisenkern auf einer Welle 27 montiert. Die primären Spulen werden gleichfalls in die Nuten 23 eingebettet und entsprechend imprägniert. Der fertiggestellte primäre Kreis samt Wicklungen wird hier mit einer zylindrischen Hülle 28 aus dünnem und elektromagnetisch geeignetem Blech (aus nicht rostendem Stahl u. dgl.) überzogen, welche an den Stirnseiten mit der Welle wasserdicht geschlossen ist, so dass das ganze samt Zuleitungen eine wasserdichte Einheit bildet.
Der wasserdicht gekapselte primäre Kreis wird dann gleichfalls in die Bohrung des sekundären Kreises 1 eingeschoben und lösbar einmontiert. Bei kleineren Motoren wird der primäre Kreis gegen das Drehen mittels Keilen 30 an den Wellenenden festgehalten.
Die Versuche haben gezeigt, dass trotz der geringen Spannungen, welche in der sekundären Käfigwicklung des Transformators erzeugt werden, grosse Stromverluste durch die Eisenbleche entstehen. Darum werden die Käfigstäbe und die Kurzschlussringe 5 gegen das Eisenpaket mittels einer Isolierschicht isoliert.
Diese Anordnung gibt einen weiteren Vorteil für den Bau der Bohrlochmotoren.
Der Motorraum wird normalerweise von dem Transformatorinneren durch eine Trennwand 34 mit den Löchern 35 für die sekundären Stäbe getrennt, um das Wasser in dem Transformatorraum zu beruhigen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Unter Flüssigkeiten zu versenkender Tauchpumpenantrieb, bestehend aus einem Drehstrom-Transformator und einem Elektromotor, dessen Primärwicklung zusammen mit der Sekundärwicklung des Transformators eine kurzgeschlossene Wicklung bildet, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Primärteil des Transformators für sich als flüssigkeitsdichte Einheit (Patrone) ausgebildet und in lösbarer und ausziehbarer Weise mit dem restlichen Teil des Aggregates verbunden ist, so dass eine Reparatur oder ein Austausch des Primärteiles des Transformators ohne Demontierung des ganzen Aggregates vorgenommen werden kann.