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Drehkolbenmaschine mit im Zylinder exzentrisch gelagertem Drehkolben.
Die Erfindung betrifft eine Drehkolbenmaschine, die nicht nur als Saug-und Druckpumpe, sondern auch als Kraftmaschine zu arbeiten vermag. Hiebei wird die an sich bekannte Bauart verwendet, die einen kreisenden, im Zylinder exzentrisch gelagerten Drehkolben besitzt, der sich auf der Innenwand des Zylinders abrollt und z. B. mit einer Scheidewand zusammenwirkt, die im Innern der Zylinderkammer in radialer Richtung verschiebbar angeordnet ist und die Saugkammer von der Druckkammer trennt.
Eine gleitende Reibung zwischen dem Drehkolben und der Innenwand der Zylinderkammer wird dadurch vermieden, dass das Exzenter, auf dem der Drehkolben konzentrisch und drehbar gelagert ist, drehbar auf einem zweiten Exzenter sitzt, das seinerseits auf einem dritten Exzenter drehbar gelagert ist, das auf die Maschinenwelle aufgekeilt ist ; hiebei sind die Exzentrizitäten des ersten und dritten Exzenters einander gleich und gleichgerichtet, wogegen die Exzentrizität des zweiten Exzenters normalerweise senkrecht zu jener der beiden andern angeordnet ist.
Gegenüber der an sich bekannten Anordnung von zwei Exzentern bietet die Erfindung den Vorteil, dass die Maschine in beiden Drehrichtungen (also z. B. sowohl als Pumpe als auch als Kraftmaschine) stosslos und hemmungsfrei arbeitet. Abnutzungen am Umfange des Drehkolbens können durch Verdrehen des mittleren Exzenters in der einen und des äusseren Exzenters in der andern Richtung leicht ausgeglichen werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 einen Querschnitt bzw. Längsschnitt durch eine Pumpe.
Die Pumpe besteht aus einer zylindrischen Pumpenkammer J ! J' in Trommelform, die an den Stirnseiten durch Deckel 26 abgeschlossen ist. Im Innern dieser Trommel ist der als Drehkolben dienende ringförmige Kranz 12 untergebracht, der zum Ansaugen und Hinauspressen der Flüssigkeit dient und unter Vermittlung von Rollen- oder Kugellagern 22 auf einen Exzenterring 20'aufgesetzt ist. Auf der Maschinenwelle 3 ist das Exzenter 20" festgekeilt.
Zwischen den beiden Exzentern 201 und 2011 ist ein drittes Exzenter 20 eingeschaltet, das den Zweck hat, eine bessere Abdichtung zu sichern, wenn der äussere Kranz 12 beim Drehen die Welle mitnimmt, also die Pumpe als Kraftmaschine arbeiten soll. Zur Erreichung des vorerwähnten Zweckes besitzt das Exzenter 20" die Exzentrizität e1 und das Exzenter 20' die gleichgrosse und gleichgerichtete Exzentrizität el mit Bezug auf das Exzenter 20". Das dritte Exzenter 20 hat dagegen eine geringere Exzentrizität e2 als die Gesamtexzentrizität von 20', was genügt, um die zu erwartende Abnutzung auszugleichen ; hiebei ist die Richtung dieser Exzentrizität e2 senkrecht zur Richtung der beiden andern Exzentrizitäten angeordnet.
Die Anwendung von drei Exzentern ist vorteilhaft, wenn die Maschine in beiden Richtungen als Pumpe oder als Kraftmaschine wirken soll, um Stösse oder Hemmungen zu vermeiden, die dagegen auftreten würden, wenn die Maschine mit nur zwei Exzentern als Kraftmaschine wirken würde. Bei zwei Exzentern und bei der Wirkung als Kraftmaschine, d. h. in entgegengesetzter Richtung zu jener der z. B. als Verdichters arbeitenden Maschine, würden sich die beiden Exzentrizitäten summieren und zu Hemmungen und Stössen gegen das Gehäuse Anlass geben.
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An dem Kranz 12 ist die Scheidewand 13 angebracht, welche die Saugkammer 28 von der Druckkammer 27 trennt und in einer Aussparung des Gehäuses gleitet.
Die Verschiebung der Scheidewand wird veranlasst durch die Verschiebung des Kranzes 12, der auf beiden einander gegenüberliegenden ebenen Flächen mit je einer kreisförmigen Nut 25 ausgerüstet ist, in welche Nuten Walzen eingreifen, die an der Scheidewand'13 angebracht sind. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, erfolgt die Drehung des Kranzes ohne ein gleichzeitiges Gleiten. Die Pumpe besitzt eine Dichtung 14, die in einen Einschnitt der Kammer 11 eingelassen ist, um eine gute Abdichtung gegen die Scheidewand 13 zu. sichern, gegen die ein kleiner Metallstreifen 15 durch eine Feder 17 gedrückt wird ; ferner sind Führungen 19 vorhanden, welche die Scheidewand mit den genannten kleinen Walzen verbinden, die mit den Nuten 25 des Kranzes 12 im Eingriff stehen.
Die Pumpe besitzt eine in dem Deckel 26 vo. rgesehene Auslassöffnung 16 und eine Eintrittsöffnung 18 sowie Kugel-oder Rollenlager zur Lagerung der in der Pumpenkammer sich drehenden Welle.