AT129290B - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von fein- oder grobkristallinischen Schwermetallaziden, insbesondere Silber- und Bleiazid. - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von fein- oder grobkristallinischen Schwermetallaziden, insbesondere Silber- und Bleiazid.

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AT129290B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von   fein-oder grobkristallinischen Schwermetallaziden,   insbesondere   Silber-und Bleiazid.   



   Die Bleiazidfabrikation ist bisher in mehreren Arbeitsgängen diskontinuierlich betrieben worden, wobei die   hauptsächlichsten Arheitsgänge   die Lösung der Ausgangsprodukte, die Fällung und die Waschung waren. Der Fällprozess ist diejenige Arbeitsstufe, die sehr lange dauert und gefährlich ist. Bisher wurde der Fällprozess so durchgeführt, dass die   Bleiazetat-oder   Bleinitratlösung in den Fällapparat gefüllt und dann unter Rührung oder Umwälzung die Natriumazidlösung in einer gewissen Zeit eingetropft wurde. Eine besonders bei der Grossfabrikation sehr lästige Begleiterscheinung des Fällprozesses ist es, dass er in mehrere Apparateinheiten zerlegt werden muss, die sämtlich getrennt in besonderen Gebäuden untergebracht werden.

   Durch diese Anordnung war der Transport des Bleiazids in den Anlagen erforderlich, wodurch oft Anlass zu   Unglücksfällen   gegeben war. Auch die Behandlung einer grossen Anzahl von Apparaturen, vor allen Dingen aber ihre Reinigung ist mit Gefahr verknüpft. Ursache hiefür war hauptsächlich der lange Fällprozess und die schwierige Behandlung der Apparatur, was bisher einer allgemeinen Einführung der Grossfabrikation hemmend im Wege stand. 



   Die Nachteile des bisherigen diskontinuierlichen Verfahrens der Bleiazidherstellung sind demnach :
1. lange Dauer des Fällprozesses und geringe Leistung pro Apparateinheit,
2. hohe Apparaturaufwendungen,
3. hohe Gebäudekosten,
4. Gefährlichkeit des Fällprozesses im Kleinbetrieb. 



   Zwecks Vermeidung dieser Nachteile wurde ein Apparat konstruiert, der gestattet, den Fällprozess kontinuierlich durchzuführen, wobei dem Apparat die Lösungen der Ausgangsprodukte in den erforderlichen Mengen kontinuierlich zugeführt werden. 



   Die Lösungen, die dem Apparat getrennt zufliessen, werden im oberen Teil des Apparates durch intensives Rühren gemischt und leiten den Fällprozess ein. Der obere Apparatteil, der von dem unteren Teil des Apparates getrennt ist, erhält nach diesem zu einen Abfluss, der so dimensioniert wird, dass die in ihm enthaltene Flüssigkeit eine gewisse Zeit darin verbleiben muss. Das Wachsen der Kristalle auf endgültige Grösse wird dadurch erzielt, dass diese den unteren Apparat passieren, wobei durch entsprechende Schikaneneinbauten die Passagezeit geregelt wird. Im unteren Teil des Apparates fliesst die gesamte Mutterlauge oder aber nur ein Teil derselben mit dem Bleiazid ab. Zur Anstauung der Mutterlauge im Apparat ist ein Siphonrohr, das auch zur Regelung der   Flüssigkeitshöhe   dient, vorgesehen.

   Der eigentliche Abfluss ist so ausgebildet, dass durch ihn nicht die ganze, sondern nur ein Teil der Mutterlauge mit den Kristallen abfliesst, während der restliche Teil der Mutterlauge durch das Siphonrohr austritt. 



   Die Vorteile der kontinuierlichen Durchführung des Fällprozesses sind :
1. grösste Leistung bei kleiner Apparatur,
2. kleinster Raumbedarf und geringe Gebäudekosten,
3. geringere Produktionskosten,
4. erhöhte Fabrikationssicherheit. 

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     Ernndungsgemäss wird   zur kontinuierlichen Durchführung des Fällprozesses die nachfolgend beispielsweise beschriebene Apparatur benutzt. 



   Rohr   1   und 2 sind Zuflussrohr, durch die dem Apparat die entsprechenden Mengen der Lösungen getrennt zugeführt werden. Die Regulierung des Zuflusses der im genauen Verhältnis zuzuführenden Flüssigkeiten kann beliebig erfolgen. Im oberen Teil des Apparates 3 ist das Rührwerk 4 angeordnet, das das Mischen der Lösungen und die Kristallbildung durchführt. Die Lagerung des Rührwerkes erfolgt im Rührwerksbock 5. Der obere Apparatteil 3 erhält einen Abfluss 6. Im Apparat 9 sind Schikaneneinsätze 7 mit Zwischenböden 8 angeordnet. 



  Der Zylinder 9 weist einen unteren   Abschluss   10 auf. Stutzen 11 ist der Abfluss für die Kristalle mit einem Teil der Mutterlauge, Siphonrohr 12 dient zur Anstauung der Mutterlauge und zur Einregulierung der   Flüssigkeitshöhen   im Apparat sowie zum Abfluss eines Teiles der Mutterlauge.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von fein-oder grobkristallinischen Sehwermetallaziden, insbesondere Silber-und Bleiazid, durch Zusammenfliessenlassen äquivalenter Mengen der Lösungen von Natriumazid und eines Schwermetallsalzes, z. B. Bleiazetat, und ständiger Durchmischung der Reaktionsmasse, dadurch gekennzeichnet, dass die Fällung zunächst in einem Rührbehälter eingeleitet und sodann in einer unterhalb desselben angeordneten Kolonne mit, Schikaneneinbauten zu Ende geführt wird, worauf die Mutterlauge teilweise mit den Kristallen und der Rest der Mutterlauge getrennt von den Kristallen kontinuierlich abgeleitet wird. EMI2.1
AT129290D 1929-09-25 1930-09-06 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von fein- oder grobkristallinischen Schwermetallaziden, insbesondere Silber- und Bleiazid. AT129290B (de)

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