AT128968B - Kühlvorrichtung an Feuerwaffen. - Google Patents

Kühlvorrichtung an Feuerwaffen.

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AT128968B
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Waffenfabrik Solothurn Ag
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  Kühlvorrichtung an Feuerwaffen. 



   Es gibt Feuerwaffen, bei denen zum Zwecke der   Kühlhaltung   des Laufs beim   Sehiessgebraueh   der Lauf von einem Metallmantel umgeben ist, dessen Baustoff ein besseres   Wärmeleitungsvermögen   innewohnt, als es der Laufstoff (Stahl) aufweist. Bei den mehr und mehr gesteigerten Feuergeschwindigkeiten und längeren   Schussfolge   der Feuerwaffen sind die Ergebnisse solcher Kühlungseinrichtung nicht mehr ausreichend.

   Der Wärmeaustausch zwischen der   Aussenfläche   des warm gewordenen Kühlmantels und der ihn umgebenden Luft bleibt hinter der   Wärmeübertragung   aus dem Lauf in den Kühlmantel   zurück.   In diesem staut sieh entsprechend seiner beschränkten Wärmeaufnahmefähigkeit die Wärme auf und setzt die Ableitung der Wärme aus dem Lauf in den Mantel herab. Die Folge ist eine zu frühzeitige Überhitzung des Laufs nach einer für das Bedürfnis zu geringen Anzahl von Schüssen. 



   Aufbauend auf der Erkenntnis dieses Mangels und seiner Ursache ist der Kühlmantel nach der Erfindung aus mehreren Werkstoffen zusammengesetzt, die sich hinsichtlich ihrer   Wärmeeigenschaften   
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 aufnahmefähigkeit besitzen. Kupfer z. B. und Kupferlegierungen (z. B. auch mit Silber) haben eine gute Wärmeleitfähigkeit. Als   Eühlmantelstoff   ist Kupfer sehr geeignet, um dem Lauf die Wärme schnell zu entziehen und sie in einen andern, an ihm anliegenden Werkstoff von grosser Wärmeaufnahmefähigkeit (z. B. Leiehtmetall, Aluminium oder Aluminiumlegierungen) überzuleiten, in dem sie sich   aufspeichert,   soweit sie nicht sogleich und laufend in die umgebende Aussenluft oder anliegende Körper ausgestrahlt oder übertragen wird.

   Die so den Baustoff des Kühlmantels bildenden Stoffgruppe können als Einzelkörper lösbar, z. B. durch Schrauben, Verschraubung, oder unlösbar, z. B. durch Nieten oder Aneinandergiessen. miteinander verbunden sein. 



   Die Raumform und Anordnung der von den verschiedenartigen Werkstoffen gebildeten Teilkörper zueinander kann verschiedenartig gestaltet sein. Sie können als langgestreckte Körper ringförmigen Querschnitts sich über die Länge des Laufs erstrecken und nebeneinanderliegend angeordnet sein, wobei auf einen Teilkörper guter Wärmeleitfähigkeit immer ein solcher grosser Wärmeaufnahmefähigkeit folgt, der mit der Aussenluft oder einem andern weiterleitenden Medium in Berührung ist. Wenn sie als Rohrschalen einander umschliessen, so können die einzelnen Rohrlagen noch mit Vor-und   Rücksprüngen   (Längs-oder Querrippen) ineinander und bei Feuerwaffen mit festem Lauf gegebenenfalls auch in solche des Laufs eingreifen.

   Es wird meist ausreichen, den Rohrkühlmantel aus zwei sich innig   umschliessenden   Rohrschalen zusammenzusetzen, von denen die aus Werkstoff guter Wärmeleitfähigkeit (z. B. Kupfer) als innere Lage unmittelbar am Lauf anliegt, die aus Werkstoff grosser Wärmeaufnahmefähigkeit (z. B. Aluminium) als äussere Rohrlage, zweckmässig von grösserem Volumen, die andere umfasst. Der innere Kupfermantel, der ein Vollrohr oder auch aus Draht gewickelt sein kann, vermag dem Lauf die Wärme rasch zu entziehen und sie an den äusseren Aluminiummantel zur Ausstrahlung und Speicherung des Restes weiterzuleiten.

   Der höher liegende Schmelzpunkt und der grössere Versehleisswiderstand machen den Kupfermantel als Nachbar des Laufs und Wärmeabnehmer insbesondere auch bei Feuerwaffen mit gleitendem Lauf geeignet, wo der Kühlmantel mit dem Waffengehäuse fest verbunden ist und der Lauf in ihm hin und her gleitet. 



   Für Feuerwaffen mit gleitendem Lauf, dabei aber am Gehäuse befestigtem Kühlmantel, ist es zweckmässig, den in bekannter Weise aus zwei oder mehr Segmentstücken zusammengesetzten Kühlmantel durch die Segmente stellenweise umspannende federnde Verbindungsmittel im Umfang elastisch 

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 nachgiebig zu machen. Die einzelnen Segmentstücke des Kühlmantels werden so stets in innige Berührung mit dem Lauf gebracht, und ein bisher schwer vermeidbarer, die Wärmeübertragung beeinträchtigender Luftspalt zwischen Lauf und Mantel entsteht nicht. Unbeschadet etwaiger verschiedener Ausdehnung von Lauf und Mantel bei der Erwärmung bleibt diese innige Berührung und trotzdem die erforderliche Verschiebbarkeit des Laufs im Mantel erhalten.

   Die Teilung des Mantels und seine Nachgiebigkeit in radialer Richtung, die eine nicht behinderte Ausdehnungsmöglichkeit in tangentialer Richtung mit einschliesst, ist besonders vorteilhaft für solche Mäntel, die, wie vorbeschrieben, aus mehreren Werkstoffen mit verschiedenen Wärmeeigenschaften zusammengesetzt sind. Damit ist der Bildung von Spannungen im Gefüge des Mantels wirksam entgegengearbeitet und die aus verschiedenen Werkstoffen gebildeten Mantelteilkörper erfahren keine Veränderung ihrer Raumform bei den wechselnden Temperature. 



   Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Kühlvorrichtung nach der Erfindung in Fig. 1 im Längsschnitt, in Fig. 2 im Querschnitt. 



   Den Lauf a umgibt ein Kühlmantel aus zwei Rohrlängshälften   br-b"er-c"die durch   rund um sie gelegte federnde Bänder   cl   aus Gummi oder Federbandstahl zusammengehalten und mit ihren Innen-   flächen   in innige metallische Berührung mit dem Lauf gebracht werden. Die   Rohrlängshälften   sind je aus zwei durch Niete miteinander verbundene Lagen zusammengesetzt, einer inneren Lage bl bzw.   Cl   aus Werkstoff von guter Wärmeleitfähigkeit, z. B. Kupfer, und einer äusseren dickwandigeren und bei der gezeichneten Ausführungsform mit Längsrippen zu Erzielung einer grossen   Ausstrahlungsfläche   besetzten Lage   b2   bzw.   C2   aus Stoff mit grosser Wärmeaufnahmefähigkeit, z. B. Aluminium.

   Ein in Ring- 
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 verschiebung und Abgleiten vom Lauf. Beim Schiessen wird dem erhitzten Lauf von der an ihm anliegenden Kupferlage bl, Cl des Kühlmantels die Wärme schnell entzogen und in dessen äusseren Aluminiumteil   b2,   C2 übergeleitet, dort zum Teil gespeichert, teils laufend in die umgebende Luft ausgestrahlt. Ist der Kühlmantel schliesslich selbst zu heiss geworden, so ist er leicht gegen einen kalten austauschbar. Die Mantelhälften können mittels (nicht gezeichneter) wärmeisolierter Handgriffe zunächst aus dem Haltebund al des Laufs heraus radial auseinanderbewegt und danach als Ganzes oder nach Abstreifen der federnden Bänder cl zerlegt in Einzelteile vom Lauf abgezogen und zur Kühlung beiseitegelegt und auch auseinander gespreizt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.2 
 gekennzeichnet durch einen   Kühlmantel,   der aus mehreren sich hinsichtlich ihrer   Wärmeeigenschaften   voneinander unterscheidenden Werkstoffen zusammengesetzt ist, wovon die einen (z. B. Kupfer) eine gute Wärmeleitfähigkeit, die andern (z. B. Leichtmetall) eine grosse Wärmeaufnahmefähigkeit besitzen.

Claims (1)

  1. 2. Kühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmantel aus zwei sich umschliessenden Rohrlagen zusammengesetzt ist, von denen die aus Werkstoff guter Wärmeleitfähigkeit (z. B. Kupfer) bestehende innere Lage am Lauf anliegt und von der aus Werkstoff grosser Wärme- aufnahmefähigkeit (z. B. Aluminium) bestehenden zweiten Rohrlage umgeben ist.
    3. Kühlvorrichtung an Feuerwaffen mit einem den Lauf umschliessenden Kühlmantel nach den Ansprüchen 1 und 2, der der Länge nach geteilt, aus zwei oder mehr Segmentstücken zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Teilstücke des Kühlmantels durch federnde Bänder zu einem Mantel zusammengehalten werden und auf die Aussenfläche des Laufs angedrückt werden können, EMI2.3
AT128968D 1930-05-17 1931-04-02 Kühlvorrichtung an Feuerwaffen. AT128968B (de)

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