DE613662C - Vorrichtung zum Kuehlen von fluessigen Stoffen aus zwei gleichachsig ineinandergelagerten, relativ zueinander bewegbaren Trommeln - Google Patents
Vorrichtung zum Kuehlen von fluessigen Stoffen aus zwei gleichachsig ineinandergelagerten, relativ zueinander bewegbaren TrommelnInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28F—DETAILS OF HEAT-EXCHANGE AND HEAT-TRANSFER APPARATUS, OF GENERAL APPLICATION
- F28F5/00—Elements specially adapted for movement
- F28F5/02—Rotary drums or rollers
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. MAI 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 17 f GRUPPE 10 oi
17 f G 28.
relativ zueinander bewegbaren Trommeln
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. April 1930 ab
Zur Abkühlung und Überführung von Flüssigkeiten in feste Formen werden bisher
Kühltrommelii und Walzen verwendet, bei
denen auf einer gleichachsig und gleichzeitig mit der Außentrommel sich drehenden Innentrommel
parallel der Achse und zickzackförmig verlaufende Kanäle für das Kühlmittel
angeordnet sind. Auch sind Kühltrommeln bekannt, bei denen eine feststehende
Innentrommel und eine um diese sich drehende Außentrommel vorgesehen sind und das Kühlmittel zwischen Innen- und
Außentrommel durch achsparallele, beiderseits offene Kanäle strömt, ohne daß seine
Strömung relativ zur Bewegung der Außentrommel irgendwie beeinflußt werden könnte.
Alle diese Vorrichtungen haben entweder den Nachteil, daß die Kühltrommel nicht über die ganze Länge gleichmäßig abgekühlt
ao wird oder daß die kälteste Zone, d. h. diejenige Stelle, an der das Kühlmittel die niedrigste
Temperatur hat, wandert, und zwar gegenüber einem festen Raumpunkt, z. B. der Aufgabestelle des Kühlgutes entsprechend der
Drehung der Trommel rund um den Trommelumfang;
ferner kann die kälteste Zone weder fest eingestellt noch willkürlich verlegt werden. Man hat es also bei allen bekannten
Kühltrommeln oder Walzen nicht in der Hand, an einer bestimmten Stelle, z. B. der Abnahmestelle
des Kühlgutes, die niedrigste Temperatur in diesem zu erzielen, worauf es jedoch
hauptsächlich ankommt.
Es wurde nun gefunden, daß die angeführten Mängel sich vermeiden lassen, wenn
die an sich bekannten, parallel zur Trommelachse laufenden und zickzackförmig hintereinandergeschalteten
Kanäle außen auf der feststehenden Innentrommel derart angebracht sind, daß die dar üb ergezogene umlaufende
Außentrommel den Verschluß dieser Kanäle bildet. Es ist dadurch einerseits möglich,
das Kühlmittel mit beliebig großer Geschwindigkeit bei entsprechender Wahl des Kanalquerschnittes
strömen zu lassen; andererseits bleibt der Kühlmittelweg unbeeinflußt durch die Drehung der Außentrommel fest im Raum
bestehen, also auch unverändert gegenüber den feststehenden Aufgabe- und Abnahmestellen
des Kühlgutes.
Durch geeignete Einstellung der Innentrommel gegen diese Aufgabe- und Abnahmestellen
ist außerdem die Lage des Kühlmittelweges, d.h. Kühlmitteleintritt und Kühlmittelaustritt,
für den jeweiligen Betriebsfall zweckmäßig veränderlich.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, wobei Abb. I
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Rudolf Kertscher in Duisburg-Meiderich,
einen Längsschnitt parallel zur Achse darstellt. At ^ -,. -. . ,,,
ι ist einfe feststehende W^elle, 2 eine ebenfalls
sich nicht drehende feststehende Trommel.
3 und 4 sind zwei von den Rohrkanälen, die parallel zur Trommelachse zickzackförmig
laufen und sich auf der feststehenden Innentrommel 2 befinden. S ist
der drehbare Außenmantel, während 6 die Lagerung und 7 den Antrieb des sich drehenden
äußeren Kühlwalzenmantels 5 darstellt.
Die Kühlung geht bei der Vorrichtung, wie sie in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht
wird, so vor sich, daß das Kühlmittel an dem einen Ende der Trommel eintritt,
z. B. bei Punkt 8, und an dem anderen Ende, Punkt 9, in .entgegengesetzter Richtung
umgelenkt wird, wodurch eine starke Durchwirbelung des Kühlmittels eintritt und die
inneren, auf dem Arbeitswege kalter gebliebenen Schichten des Kühlmittels in stärkerem
Maße zur Kühlung herangezogen werden. Diese Durchwirbelung kann durch entsprechende
Einbauten in den Kanälen noch beliebig vermehrt und dadurch der Wärmeübergang gesteigert werden. 10 ist der Austrittspunkt.
Auf die Trommel 5 wird der zu kühlende flüssige Stoff aufgebracht, und die innere
Trommel 2 kann so eingestellt werden, daß der Kühlmitteleintritt und damit die kälteste
Stelle des äußeren Kühltrommelmantels 5 an jeder gewünschten Zone des Kühltrommelmantels
sich befindet. In Abb. II ist die Aufgabe und Abnahme beispielsweise dargestellt.
Es ist damit auch zum ersten Male möglich
geworden, mit einer solchen Kühltrommel nach dem Gegenstromprinzip zu arbeiten, d. h.
die Führung des Kühlwassers so zu leiten, daß dauernd das Kühlgut an der Raumstelle
auf dem Außenmantel aufgebracht wird, die dem Kühlmittelaustritt entspricht, und von
der Trommel abgenommen wird an der Stelle, die dem Kühlmitteleintritt entspricht. Das
warme Kühlgut wird somit dort aufgebracht, wo das Kühlmittel die höchste Temperatur
hat, und dort abgenommen, wo das Kühlmittel die niedrigste Temperatur hat. Es kann
also auch, wie nur beim Gegenstromprinzip möglich, das Kühlmittel mit einer Temperatur
abgezogen werden, die höher liegt als die Temperatur des abgenommenen Kühlgutes.
In die Abb. II sind beispielsweise Temperaturen für Kühlmittel und Kühlgut eingetragen.
Abb. II zeigt im übrigen eine Ausführungsform für die Verteilung der auf der feststehenden
Trommel 2 verlaufenden Kanäle 3 und 4 in einem senkrecht zur Achse vorgenommenen
Querschnitt, während die Abb. III eine schematische Darstellung der Trommelmanteldraufsicht
mit einer entsprechenden Ausführungsform der Führungsmöglichkeiten darstellt.
Die Vorrichtung kann bei Bedarf dahin abgeändert werden, daß mehrere getrennte
Einlaufe bzw. Ausläufe angeordnet werden, d.h. also, daß die aufeinanderfolgenden Kanäle
3 und 4 'entweder einzeln oder zu Gruppen mit gesondertem Kühlmitteleintritt und
Kühlmittelaustritt angeordnet werden können. Das Aufbringen des Kühlgutes kann dann
ebenfalls stufenweise erfolgen. Die Entfernung der Kanäle 3 und 4 voneinander kann
je nach der zu erzielenden Wirkung und den Arbeitsbedingungen beliebig geändert werden,
wenn dieses notwendig sein sollte. . In einer nach solchen Grundsätzen gebauten
Vorrichtung läßt sich die Kühlung von flüssigen Stoffen besonders gut und mit erheblichen
Kühlmittelersparnissen durchführen, und zwar besonders bei allen solchen Stoffen,
bei denen das zu kühlende Gut aus dem flüssigen in den festen Aggregatzustand übergeführt
werden soll, z. B. bei der Gewinnung von Reinnaphthalin.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Kühlen von flüssi- go gen Stoffen aus zwei gleichachsig ineinandergelagerten, relativ zueinander bewegbaren Trommeln, von. denen die innere Trommel feststeht und die äußere umläuft, auf welch letzterer das zu kühlende Gut aufgebracht wird und zwischen denen das Kühlmittel in Kanälen strömt, dadurch gekennzeichnet, daß die innere feststehende Trommel an sich bekannte, parallel zur Achse verlaufende und im Zickzack hintereinändergeschalteteKanäle trägt, die von der sich drehenden Außentrommel verschlossen werden, und daß die Innentrommel derart gegenüber dem ■umlaufenden Außenmantel einstellbar angeordnet ist, daß der Kühlmitteleintritt und damit die parallel zur Achse liegende kälteste Zone gegenüber einem festen Raumpunkt, z;B. der Aufgabestelle, verlegt werden kann.
- 2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Eintritts- und AustrittssteUen für das Kühlmittel vorgesehen sind, derart, daß die Gesamtheit der Kühlkanäle in mehreren Stufen unterteilt ist und somit mehrere kälteste und wärmste Zonen vorhanden sind.
- 3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlmittelfluß in den Kanälen entgegen der .Drehrichtung der umlaufenden Trommelgerichtet ist und gemäß dem Gegenstromprinzip die Aufgabestelle oder Aufgäbestellen des zu kühlenden Gutes gegenüber einer oder mehreren wärmsten Kühlmittelzonen, d.h. Kühlmittelaustrittsstellen, liegen, während die Abnahmestelle oder Abnahmestellen des Kühlgutes gegenüber einer oder mehreren kältesten Kühlmittelzonen, d.h. Kühlmitteleintrittsstellen, angeordnet sind. ίοHierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE613662T | 1930-04-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE613662C true DE613662C (de) | 1935-05-23 |
Family
ID=6576572
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930613662D Expired DE613662C (de) | 1930-04-27 | 1930-04-27 | Vorrichtung zum Kuehlen von fluessigen Stoffen aus zwei gleichachsig ineinandergelagerten, relativ zueinander bewegbaren Trommeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE613662C (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2915293A (en) * | 1957-04-10 | 1959-12-01 | Beloit Iron Works | Drying drum and method |
| US3022047A (en) * | 1957-11-04 | 1962-02-20 | Swaney Robert Casper | Stabil-heat drier |
| US3546511A (en) * | 1967-07-31 | 1970-12-08 | Rigaku Denki Co Ltd | Cooling system for a rotating anode of an x-ray tube |
| FR2297683A1 (fr) * | 1975-01-20 | 1976-08-13 | Escher Wyss Sa | Cylindre de laminoir |
| EP0162381A1 (de) * | 1984-05-10 | 1985-11-27 | E.C.H. Will GmbH | Kühl- oder Heizwalze |
| FR2642513A1 (fr) * | 1989-02-01 | 1990-08-03 | Egretier Jean Michel | Echangeur thermique pour cuves rotatives |
| WO1993019874A1 (en) * | 1992-03-30 | 1993-10-14 | Ab Dalforsån | A cooled support roller |
-
1930
- 1930-04-27 DE DE1930613662D patent/DE613662C/de not_active Expired
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2915293A (en) * | 1957-04-10 | 1959-12-01 | Beloit Iron Works | Drying drum and method |
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