AT128791B - Verfahren zur Aufheizung von Gasen. - Google Patents

Verfahren zur Aufheizung von Gasen.

Info

Publication number
AT128791B
AT128791B AT128791DA AT128791B AT 128791 B AT128791 B AT 128791B AT 128791D A AT128791D A AT 128791DA AT 128791 B AT128791 B AT 128791B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gases
heating
heat
temperature
hydrogen
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Patentverwertungs A G Alpina S
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Patentverwertungs A G Alpina S filed Critical Patentverwertungs A G Alpina S
Application granted granted Critical
Publication of AT128791B publication Critical patent/AT128791B/de

Links

Landscapes

  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Aufheizung von Gasen. 



   Bei der Ammoniaksynthese und   ähnlichen   Verfahren, bei denen   wasserstoffhaltige   Gase unter hohem Druck und erhöhten Temperaturen, die insbesondere über 400  C liegen, angewandt werden, ergeben sich Schwierigkeiten dadurch, dass die Apparateteile aus Eisen und eisenhaltigen Legierungen mit der Zeit durch die Einwirkung des Wasserstoffes in ihren Festigkeitseigenschaften nachteilig beeinflusst 
 EMI1.1 
 



  Bei den Apparateteilen, in denen Reaktionen vor sich gehen, d. h. in den Autoklaven oder Kontaktöfen, hat man schon Wege gefunden, diese Schwierigkeiten zu überwinden. Eine besondere Schwierigkeit bildet indessen noch der Schutz derjenigen Apparateteile, in denen die Gase aufgewärmt werden. Hier ergeben sich die   Schwierigkeiten hauptsächlich dadurch,   dass man den Aufheizvorrichtungen grössere Ausdehnungen geben muss, damit die aufzuwärmenden   Gasmengen genügend Oberfläche   haben, die Wärme aufzunehmen. 



   Durch die   grosse   Ausdehnung dieser Apparate war es bisher kaum möglich, die Wärmeübertragung derartig gleichmässig zu gestalten, dass l'berhitzungen auf diejenigen Temperaturen nicht eintraten, bei denen die   Zerstörung der Apparate stark beschleunigt   wurde. Um eine gewisse mittlere Temperatur zu erreichen, war es nicht möglich, bisher diese mittlere Temperatur stellenweise nicht zu   überschreiten.   



   Diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt, deren wesentliches Merkmal darin besteht, dass die   Aufheizung   von Gasen, insbesondere auf Temperaturen, die unter   5000 liegen, dadurch   bewirkt wird, dass sie in   Wärmeaustauschern   im Gegenstrom mit heissen,   zweckmässigerweise   komprimierten inerten Gasen, insbesondere Stickstoff, in Wärmeaustausch gebracht und dadurch aufgewärmt werden. 



  Dieser Stickstoff bzw. die andern inerten Gase können nun ihrerseits durch irgendwelche andere Heizvorrichtungen auf die entsprechende Temperatur gebracht werden, die, um Wärmeverluste durch Ab-   strahlung   zu decken, um einige Grade höher liegt als die Temperatur, auf die das wasserstoffhaltige Gas, das zur Ammoniaksynthese oder einem ähnlichen Prozess benutzt wird, aufgeheizt werden soll. Die Aufheizung des Stickstoffs durch eine fremde Wärmequelle kann in einer beliebigen Weise erfolgen, wobei vor allen Dingen auch die kritische Temperatur von 500 , bei der ein Angriff des wasserstoffhaltigen Gases auf die eisenhaltigen Baustoffe einzutreten beginnt, nicht derartig   sorgfältig vermieden   zu werden 
 EMI1.2 
 ausübt. Die Erhitzung des Stickstoffes kann z.

   B. durch eine direkte Gasfeuerung erfolgen oder durch flüssiges Blei, wobei der Stiekstoff durch eine Rohrschlange strömt, die in einem Bad von flüssigem Blei liegt, wobei das Blei selber wieder durch eine   Kohlen-oder Gasfeuerung oder   eine sonstige Feuerung auf der entsprechenden Temperatur gehalten wird. 



   Zweckmässig benutzt man die Heizung mittels heissem Stickstoff nur dazu, um die letzten hohen Temperaturgrade, auf die die Gase gebracht werden sollen, zu erzeugen. Man wird also die aus den Reak-   tionsräumen   austretenden heissen Gase zunächst in   Wärmeaustausch   zweckmässig im Gegenstrom zu den   ankommenden   kalten Gasen bringen. Dadurch werden diese Gase schon auf eine gewisse Temperatur aufgeheizt, wobei   man   zweckmässig den Austausch der Temperaturen nur so weit vornimmt, dass die wasserstoffhaltigen Gase nicht heisser als   4000 werden.   Bei dieser Temperatur findet ein Angriff des Wasserstoffes noch nicht statt. Die nun auf zweckmässigerweise nicht   über 400  vorgewärmten,   zur Reaktion 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ist, erhitzt.

   Die beschriebene Aufheizung kann bei der Ammoniaksynthese nicht nur bei den Gasen angewandt werden, die in den   Katalysatoröfen   eintreten und für diesen Zweck vorgewärmt werden sollen, sondern auch, u. zw. ist dieses eine Anwendung, die aus verschiedenen Gründen vielleicht wichtiger ist, bei der Reinigung der Gase über Reinigungskatalysatoren bei erhöhter Temperatur, insbesondere bei erhöhtem Druck. Da die Reaktionen, die über den Reinigungskatalysatoren vor sieh gehen, insbesondere dann, wenn die zur Reinigung gelangenden Gase von vornherein nur wenig   Verunreinigungen   besitzen, nur mit einer verschwindend geringen   Wärmeentwicklung   verbunden sind, müssen die   Wärmeabstrahlul1gs-   verluste durch eine besondere Zusatzheizung gedeckt werden.

   Für diese Zusatzheizung ist die oben beschriebene indirekte Heizung vermittels Stickstoff oder andern inerten Gasen besonders geeignet. 



   Die eigentliche Ammoniaksynthese ist bei Anwendung hoher   Volumenkonzentrationen mit   einer derartigen Wärmeentwicklung verbunden, dass die aus dem Synthesenofen austretenden Gase eine viel höhere Temperatur besitzen als die eintretenden Gase, so dass die eintretenden Gase durch   Wärmeaustausch   
 EMI2.1 
 synthese von besonderer Bedeutung, dann, wenn bei niedrigen Konzentrationen gearbeitet wird, bei denen nicht das erwähnte   Wärmegleichgewicht   eintritt. Bei der Inbetriebsetzung, d. h. bei der Aufheizung der   Kontaktöfen   oder nach längerer Benutzung eines Kontaktes oder bei Verwendung von schlecht wirkenden Kontakten überhaupt sind solche Verhältnisse vor allem gegeben. 



   Es ist indessen auch möglich, bei der katalytischen Reinigung der Gase bei erhöhten Temperaturen eine   Wärmeentwicklung   in einem Reinigungskatalysator selbst zu erzeugen bzw. die darin erzeugte Wärme-   e.ltvicklung   um einen beträchtlichen Grad zu erhöhen. Dadurch wird die beschriebene   Stickstoffheizung   in wesentlich geringerem Masse belastet, sie kann sogar in Ausnahmefällen ganz beiseite gelassen werden. 



  Dies geschieht dadurch, dass man die zur Reinigung gelangenden Gase vor der katalytischen Reinigung mit einem gewissen Gehalt an Kohlenoxyd oder zweckmässig an Sauerstoff versieht, der jedoch bei Sauerstoff wesentlich unterhalb der Explosionsgrenze liegt. 3-5% Sauerstoff genügen in der Regel. Im all-   e, emeinen   dürfte ein Höchstgehalt an Sauerstoff vor der Reinigungskatalyse von   2% die Abstrahlunss-   verluste decken. Durch den Zusatz wird eine Vereinigung von Kohlenoxyd mit Wasserstoff zu Methan und Wasser bzw. von Sauerstoff und Wasserstoff zu Wasser ohne Flammenbildung erreicht, u. zw. unter Vermittlung der katalytischen   Reinigungsmasse.   Diese wird daher zweckmässig derart gewählt, dass sie diese beschriebenen Reaktionen, insbesondere bei erhöhtem Druck, günstig beeinflusst.

   Insbesondere verwendet man Katalysatoren, die als wesentlichen Bestandteil die Metalle der achten Gruppe des periodischen Systems, d. h. die Eisenmetalle und die Platinmetalle, oder Verbindungen, die unter ihren Anwendungsbedingungen in diese Metalle übergehen, enthalten. 



   An sich bedeutet der Zusatz von Kohlenoxyd oder Sauerstoff eine Herabminderung der zur Verfügung stehenden Wasserstoffmengen. Es ist daher in den meisten Fällen zweckmässiger, diese Heizmethode durch chemische Reaktion durch die beschriebene Aufheizung vermittels heisser, inerter Gase 
 EMI2.2 
 keine wesentlichen neuen Apparaturen erfordert, so dass sie für den technischen Betrieb eine sehr wertvolle Reserve für die Aufheizungsvorrichtung bei der Reinigung darstellt. Das durch die chemischen Reaktionen gebildete Wasser wird in bekannter Weise durch Trocknen oder Ausfrieren durch bekannte Mittel aus den Gasen entfernt. 



   Man kann natürlich auch die chemische Heizmethode mit der durch heisse inerte Gase   in geeigeter   Weise kombinieren. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Aufheizen von Gasen bei der Ammoniaksylthese oder andern mit wasserstoffhaltigen Gasen unter erhöhtem Druck arbeitenden Prozessen, insbesondere bei der katalytischen Reini- 
 EMI2.3 
 gewünschte Reaktionstemperatur mittels inerter, an der Reaktion nicht teilnehmenden Gase erhitzt werden, die ihrerseits durch eine von dem Reaktionsverlauf unabhängige Wärmequelle, wie ein Bleibad, auf die erforderliche Temperatur gebracht werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der katalytischen Reinigung der Gase bei erhöhten Temperaturen eine Wärmeentwicklung in dem Reinigungskatalysator erzeugt oder die Wärmeentwicklung erhöht wird, u. zw. zweckmässig durch Zusatz von Kohlenoxyd oder Sauerstoff.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Katalysatoren, die als wesentlichen Bestandteil Metalle der achten Gruppe des periodischen Systems oder Verbindungen, welche in diese Metalle übergehen, enthalten.
AT128791D 1928-03-01 1929-02-12 Verfahren zur Aufheizung von Gasen. AT128791B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE128791X 1928-03-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT128791B true AT128791B (de) 1932-06-25

Family

ID=5662742

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT128791D AT128791B (de) 1928-03-01 1929-02-12 Verfahren zur Aufheizung von Gasen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT128791B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3736347A1 (de) Nutzung von sauerstoff aus wasserelektrolyse bei der eisen- und/oder stahlerzeugung
DE2834589A1 (de) Verfahren zur katalytischen umwandlung von gasen
AT128791B (de) Verfahren zur Aufheizung von Gasen.
DE2546416C3 (de) Verfahren für die chargenweise Gasreduktion von Metalloxiden und Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung
CH417541A (de) Katalysator zum Entfernen von Sauerstoff aus Gasmischungen
DE902251C (de) Verfahren zur Gewinnung eines an Wasserstoff und an Kohlenoxyd reichen Gases
DE1567608C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserstoffhaltigen Gases von erhöhtem Druck, insbesondere für die Ammoniaksynthese
DE2437907A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum gewinnen reduzierenden gases unter druck und bei hoher temperatur
DE10012051A1 (de) Verfahren zur Wärmerückgewinnung bei Hochtemperaturprozessen durch Brenngaserzeugung aus Kohlenwasserstoffen und einem Teilstrom heißer Verbrennungsabgase
AT206101B (de) Verfahren zur thermischen oder thermisch/katalytischen Umwandlung organische Schwefelverbindungen enthaltender, flüssiger oder gasförmiger Kohlenwasserstoffe
DE973995C (de) Verfahren zur Ausnutzung der Reaktionswaerme bei der Synthese von Ammoniak oder bei anderen katalytischen Gasreaktionen
DE1236715B (de) Verfahren zur Konvertierung kohlenoxydhaltiger Gase mit Wasserdampf in Wasserstoff und Kohlendioxyd
DE648509C (de) Verfahren zur Verarbeitung von ammoniakfreien vorgereinigten Koksofengasen auf Ammoniak
AT202248B (de) Verfahren zum Einleiten der Umwandlung von Kohlenwasserstoffen in Gegenwart eines Edelmetallkatalysators
AT202969B (de) Verfahren zum Rückgewinnen der Wärme und des Wasserdampfes aus den Reaktionsgasen bei der Konversion von Kohlenmonoxyd oder Methan mit Wasserdampf
DE366712C (de) Verfahren zur Darstellung von Stickoxyden aus Ammoniak
DE859298C (de) Kaltgasfuehrung im Ammoniaksyntheseofen und Vorrichtung zu deren Durchfuehrung
DE1545462C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Gasen mit einem Methangehalt von mindestens 50 Volumprozent
CH142730A (de) Verfahren zur Aufheizung von Gasen.
AT216533B (de) Verfahren zur Gasführung in katalytischen Hochdrucksyntheseanlagen
AT230340B (de) Katalysator zur Entfernung von Sauerstoff aus Gasgemischen und Verfahren zu dessen Herstellung und Anwendung
DE600350C (de) Verfahren zur Herstellung eines fuer die Ammoniaksynthese brauchbaren Kontaktstoffes aus komplexen Cyanverbindungen des Mangans und Kobalts
DE1401358B2 (de) Einrichtung zur Erhöhung der Abhitze-Dampfausbeute bei katalytischen Hochdruck-Synthesen
DE1401358C (de) Einrichtung zur Erhöhung der Abhitze-Dampfausbeute bei katalytischen Hochdrucksynthesen
DE1426731C (de) Vorrichtung zur Abhitzeverwertung in einem Hochdruckreaktor für katalytische, exotherme Gasreaktionen