AT128625B - Verfahren und Vorrichtung zum Metallisieren textiler Faserstoffe in Fadenform. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Metallisieren textiler Faserstoffe in Fadenform.

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AT128625B
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Fritz Wildfeuer
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Fritz Wildfeuer
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  Verfahren und Vorrichtung zum Metallisieren textiler Faserstoffe in Fadenform. 



   Zweck der Erfindung ist das Metallisieren textiler Faserstoffe in   Fadenform.   so dass das
Produkt für die Weiterverarbeitung in der Textilindustrie geeignet ist. 



   Bisnun sind diese Produkte, die unter den   Namen"leonische Gespinste", 'Baikogarne"   usw. in den Handel kommen, in verschiedener Weise hergestellt worden. 



   Bei der Erzeugung von leonischen Gespinsten wird ein dünner Kupferdraht galvanisch veredelt und nachher zu Haardraht eingezogen. Dieser Feindraht   durchläuft   hochglanzpolierte
Stahlwalzen, zwischen denen er flach gepresst wird. Mit dieser Plätte werden Fäden mit Hilfe von Spinnvorrichtungen   umsponnen,   so dass sie die Fäden spiralförmig einhüllen. 



   Bei diesem   Erzengungsvorgang,   sowie bei dem Endprodukte zeigen sich verschiedene Nachteile : Die Arbeit mit den dünnen Kupfermaterialien ist schwierig und bringt viel Abfall. 



  Bei dem Spinnprozess haben die Materialien eine grosse Beanspruchung auszuhalten ; einesteils durch die rasche Drehung der Spinner, andernteils durch die Schärfe der Plätte. Das Endprodukt ist schwer im Gewichte und besitzt durch den   Spinnprozess   eine Drehung, die sich bei der Weiterverarbeitung unangenehm fühlbar macht. 



   Eine weitere   Erzeugungsart   ist die Behandlung von Fäden mit Metallstab, der durch lackartige Substanzen angeheftet wird. 



   Bei der Weiterverarbeitung dieser Materialien macht sich ein Abstauben des Metalles unangenehm fühlbar. Die Verarbeitungsmaschinen werden verunreinigt und stark abgenützt. 



  Das Material verliert viel des metallischen Überzuges und die damit hergestellten Waren werden unscheinbar. Da die Metallschichte aus   staubähnlichen   Metallteilen zusammengesetzt ist, hat die Oberfläche einen matten Schimmer und wirkt nicht rein metallisch. 



   Es wurde versucht, die Fäden galvanisch zu behandeln. 



   Da aber der Faden mit dem galvanischen Niederschlag vollständig eingehüllt wurde, war er unbiegsam, unelastisch und somit für eine Weiterverarbeitung unbrauchbar. Auch war dadurch der Faden von der äusseren Luft abgeschlossen, der feuchte Faden konnte daher nicht mehr austrocknen und verursachte ein   Brüchigwerden   des Materials. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung mit deren Hilfe die nichtleitenden textilen Faserstoffe in Fadenform durch   Silberreduktions-oder   andere Verfahren eine in Bandform aufgetragene leitende Schichte erhalten, die bewirkt, dass auch nach einer darauffolgenden galvanischen Veredelung die Elastizität des Fadens gewährleistet und ein Austrocknen des Fadens ermöglicht ist. Auch bleibt der Faden drallfrei und im Gewichte verhältnismässig leicht. 



   Um den Faden leitend zu machen wird er im entfettete Zustande mit einer Jodkollodiumlösung getränkt und dann, unter Lichtabschluss, durch Behandlung mit einer Silbersalzlösung, z. B. Silbernitratlösung, lichtempfindlich gemacht. Der so vorbereitete Faden läuft durch einen Lichtstrahlspinner (siehe Zeichnung). 



   In einem lichtsicheren Gehäuse a das auf dem Spinnerteller b durch die Schraubenmutter c befestigt ist, befindet sich der optische Teil des Apparates. Auf die Spindelröhre d, die mit einer Wulst e versehen ist, ist der Spinnerteller b durch die Röhre 9 auf dem 
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 Wulst reichend, ist die Röhre aussenseits mit einem Schraubgewinde   u   versehen, auf das die Mutter c zur Gehäusebefestigung aufgeschraubt wird. Das Ende der Röhre bildet ein   Schraub-   
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 Schlitzloch derart fixiert, dass es möglich ist die Linse nach Bedarf der Lampe zu nähern oder zu entfernen, so dass der Brennpunkt   genauest   eingestellt werden kann. 



   Dieser Spinner wird durch bekannte Methoden in Rotation versetzt. Der Faden wird durch den kreisenden Spinner hindurchgeführt. 



   Der Brennpunkt der Lichtquelle zeichnet durch die zweifache Bewegung eine Spirale auf den Faden. 



   Der, Faden wird nach Verlassen des Spinners in einer Dunkelkammer in bekannter Weise über Abzugsrollen in ein Bad geführt, welches das im Spinner belichtete Band der Silberverbindung zu Silbemiederschlag entwickelt. Nach Verlassen des Bades kann der Faden für die weitere Verarbeitung von dem nicht reduzierten Silber befreit werden. 



   Er wird sodann gewaschen und gehaspelt und in Strangform durch bekannte Methoden galvanisch weiter verarbeitet. 



   Bei der Galvanisierung wird der Strang über zwei Walzen gelegt, von denen einer die Stromzuführung zum Material bewirkt. Die Walzen rotieren, so dass der Strang ununterbrochen durch die Badflüssigkeit geführt wird. 



   Dabei schleifen sich die Fäden untereinander ab. Dieses Schleifen und die Bewegung der Badflüssigkeit bewirken ein Glänzen der galvanischen   Niederschläge.   



   Der Faden wird hierauf gewaschen, getrocknet und appretiert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Metallisieren textiler Faserstoffe in Fadenform durch Leitendmachen auf chemischem oder mechanischem Wege, dadurch gekennzeichnet, dass die leitende Schichte in Bandform, z. B. spiralförmig, auf den Faden aufgebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unter Lichtabschluss mit einer Silbersalzlösung lichtempfindlich gemachte Faden derart belichtet wird, dass sich das durch Reduktion entstehende Silber in Bandform, z. B. spiralförmig, am Faden festhaftend abscheidet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der leitend gemachte Faden im Strang metallisiert wird.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und gekennzeichnet durch ein die Fadenbelichtungsvorrichtung enthaltendes Lichtschutzgehäuse (a), das mit einem drehbaren Spinnerteller (b) verbunden ist, dessen Hohlachse (cl, q) ein SchHtzloch () für den Zutritt des Lichtstrahles zu dem durch die Achse (d, g) geführten Faden enthält.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine vermitttels Kontaktschleifringen (10) und Kontaktstreifen (x) stromgespeiste Lampe (1'), einem darunter befindlichen Hohlspiegel (t) und einem darüber angeordneten Linsensystem (ig, das mit Hilfe des Linsensockels (u) am Spinnerteller derart verstellbar befestigt ist, dass das Licht im Brennpunkt des Linsensystems den lichtempfindlich gemachten Faden trifft.
    6. Metallisierter Textilfaden nach den Ansprüchen 1, 2 und 3 dadurch gekennzeichnet. dass er elastisch und drallfrei ist.
AT128625D 1930-08-26 1930-08-26 Verfahren und Vorrichtung zum Metallisieren textiler Faserstoffe in Fadenform. AT128625B (de)

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