DE605474C - Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Erzeugung von duennen Blechen oder Folien durch elektrolytische Ablagerung von Metall - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Erzeugung von duennen Blechen oder Folien durch elektrolytische Ablagerung von Metall

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DE605474C DEA69203D DEA0069203D DE605474C DE 605474 C DE605474 C DE 605474C DE A69203 D DEA69203 D DE A69203D DE A0069203 D DEA0069203 D DE A0069203D DE 605474 C DE605474 C DE 605474C
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D1/00Electroforming
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 14. NO VEMBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vi 605474 KLASSE 48 a GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1933 ab
ist in Anspruch genommen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur kontinuierlichen Erzeugung von dünnen Blechen oder Folien durch elektrolytische Ablagerung von Metall, wobei der Metrtlniederschlag von der sich bewegenden Kathode abgelöst wird. Ein wesentlicher Bestandteil der Erfindung ist die Behandlung der Kathodenoberfläche nach dem Ablösen des Niederschlages, um die Oberfläche stetig zu erneuern und dadurch für lange Zeit verwendbar zu machen.
Die Erfindung ist besonders wertvoll für die Herstellung von dünnen Kupferfolien.
Man hat schon seit langem Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Kupferfolien vorgeschlagen, von denen aber bisher keines sich eingeführt hat, so daß solche Folien noch heute nicht in großen Mengen wirtschaftlich hergestellt werden können. Die Nachteile der
so älteren Verfahren lagen vor allem darin, daß die.Folien nicht gut und auch nicht gleichmäßig dick waren, ihre Erzeugung nur langsam verlief, die Kathodenoberfläche nicht geeignet war und auch nicht lange genug brauchbar erhalten werden konnte, so daß das Verfahren unterbrochen werden mußte. Auch krankten diese Verfahren daran, daß sie zuviel Raum erforderten.
Nun ist aber das Grundproblem bei allen kontinuierlichen Verfahren zum elektrolytisehen Niederschlagen von Metallen die Bewahrung der Kathodenoberfläche in brauchbarem Zustand, insbesondere deshalb, weil auch scheinbar geringe Fehler in der Oberfläche eine tiefgreifende Rückwirkung auf die erzeugte Folie ausüben. Die Oberfläche unterliegt chemischen Veränderungen, z. B. durch Oxydbildung, auch wird sie rasch minderwertig infolge der mechanischen Auswirkungen des Ablösens des Niederschlages. Beides ist schädlich für den Niederschlag. Man hat schon viele Mittel vorgeschlagen, um die Kathodenoberfläche dauernd brauchbar zu erhalten, aber keines dieser Mittel hat bisher gute Erfolge geliefert.
Die Verwendung von Blei als Kathodenoberfläche ist allgemein üblich, da Blei bei den Arbeitsbedingungen des elektrorytischen Niederschlagens besonders widerstandsfähig und außerdem billig ist und sich leicht bearbeiten läßt. Andere Metalle, z. B. rostfreie Stahle und ihre Legierungen, Silber, Kupfer, Tantal usw., sind als Ersatz für Blei vorgeschlagen worden, aber einige davon sind nur gegossen erhältlich, und die Gußstücke weisen stets Blasen auf. Solche Stoffe jedoch, die in
Blechform erhältlich sind, gestatten wieder nicht die Herstellung einer brauchbaren Fuge, die die Gleichförmigkeit der Oberfläche nicht unterbricht. Bleiblech kann man dagegen blasenfrei herstellen und die Fuge durch Erhitzen verschwinden lassen.
Kathodenoberflächen aus Blei, Kupfer, Silber und auch noch anderen Metallen lassen sich auf eine gewisse Zeit dadurch brauchbar ίο machen, daß man geeignete Mittel, z. B. Jod- und Quecksilberverbindungen, zwischen dem Ablösen eines und der Erzeugung des neuen Niederschlages auf die Oberfläche aufbringt. Diese Mittel vermindern zwar die schädliche Wirkung des Ablösens des Niederschlages auf die Oberfläche, verhindern aber die Korrosion der Oberfläche nicht und sind daher für ein Dauerverfahren nicht brauchbar. Benutzt man aber z. B. eine frisch abgedrehte Bleikathode mit glänzender, metallischer Fläche, so kann man zwar mehrere Tage hindurch Metalle darauf niederschlagen und wieder ablösen, ohne die Bleifläche einer Behandlung durch die genannten Mittel zu unterziehen; jedoch wird das Ablösen dabei immer schwieriger und seine Rückwirkung auf die Kathodenoberfläche immer sichtbarer. Auch tritt wahrscheinlich durch Korrosion der Oberfläche ein Löchrigwerden auf und erschwert das Ablösen noch mehr, aber selbst wenn Korrosion nicht auftritt, wird das Ablösen immer schwieriger. Zwar kann man durch Behandlung der Oberfläche mit einer Jodverbindung o. dgl. das Ablösen noch einige Zeit fortsetzen, schließlich aber tritt doch allmählich das Löchrigwerden der Kathodenoberfläche ein.
Der Grund hierfür ist noch nicht sicher erkannt, wahrscheinlich liegt er aber in der An-Wesenheit von winzigen Teilchen von Verunreinigungen, wie Bleioxyd, in dem Metall der Kathodenoberfläche. Sobald das Löchrigwerden einmal aufgehoben ist, wird es durch die mechanische Wirkung des Ablösens gesteigert, der Niederschlag weist dann Löcher auf, und das Blech reißt schließlich beim Ablösen. In einem solchen Fall muß die Kathode nachgedreht werden, was mit erheblichen Kosten und Zeitverlust verbunden ist. Die Aufgabe der mechanischen Erneuerung der Oberfläche unmittelbar nach dem Ablösen und bevor die Oberfläche wieder in den Elektrolyt eintaucht, ist bisher noch nicht zufriedenstellend gelöst worden. Bei der Ent-' wicklung der vorliegenden Erfindung sind viele Vorrichtungen zum Putzen der Oberfläche ausprobiert worden, z. B. Scheiben von weichem Stoff, wie Baumwolle oder Schafleder, aber trotzdem hierdurch scheinbar eine reine Oberfläche erzielt wird, wird sie doch allmählich wieder löchrig. Auch Drahtbürsten sind für diesen Zweck versucht, aber als ganz unbrauchbar befunden worden. Ist die Bürste steif genug, um die Oberfläche wirklich zu reinigen, so erzeugt sie darauf unregelmäßige Stellen, die ebensosehr vermieden werden müssen wie das Löehrigwerden. Ist die Bürste aus dünnem Draht, so ist sie auch unbrauchbar, weil sie, ohne das Blei tatsächlich zu verletzen," doch rasch Nuten'und Wellen darauf erzeugt.
Bei gewöhnlichen galvanoplastischen Arbeiten verwendet man zum Putzen der Kathodenoberfläche ohne Ablösen des Niederschlages Schmirgelleinen, Sandpapier usw., die aber für Blei nicht benutzt werden können, da sie sich rasch mit Blei zusetzen und deshalb unwirksam werden, außerdem die Bleioberfläche unregelmäßig machen.
Auch Kathodenoberflächen aus seltenen Metallen, wie Tantal, sind nicht brauchbar, weil sie trotz ihrer Überlegenheit über Blei in bezug auf Korrosionsfestigkeit doch von Oxyden gereinigt werden müssen und auch zu teuer sind.
Nach vielen Versuchen konnte festgestellt werden, daß alle Schwierigkeiten dadurch beseitigt werden, daß eine Kathodenoberfläche aus Blei zwischen dem Ablösen eines und der Erzeugung eines neuen Niederschlages derart geputzt wird, daß sie wieder eine glänzende und saubere Metallfläche erhält. Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung nach jedem Ablösen des Niederschlags die Kathodenoberfläche im gleichen Arbeitsgang gereinigt und poliert, wobei eine Metallschicht von der Kathodenoberfläche gehoben wird.
Die hierzu verwendete Einrichtung bedient sich eines Elements mit einer Arbeitsfläche, loo' die die beiden Maßnahmen des Abschleifens und des Polierens der Kathodenoberfläche übernimmt und so ausgestaltet ist, daß seine Arbeitsfläche sich nicht mit abgehobenem Material zusetzt, auch wenn die Arbeit Monate dauert. Die Arbeitsfläche dieses Elements besteht aus fein verteilten spanabhebenden Teilchen, die in einer nachgiebigen Unterlage, z. B. in einer vulkanisierten Kautschukverbindung, eingebettet sind. Die Teilchen selbst können aus verschiedenen geeigneten Stoffen, wie z. B. Siliciumcarbid, bestehen und sind sorgfältig gesichtet, so daß alle ihre Dimensionen gleich groß sind und sie ungefähr durch ein 200-Maschen-Sieb gehen. DieKautschukverbindung muß einigermaßen biegsam und weich sein, aber bei der Arbeit sich nicht verschmieren, auch nach der Vulkanisierung nicht brüchig sein. Man kann das Mischungsverhältnis von Kautschuk und spanabhebenden Teilchen vielfach abändern, z. B. 20 °/0 spanabhebende Teilchen auf 80 °/0
unvulkanisierteii Kautschuk verwenden, immer aber muß genug Kautschuk an der Arbeitsfläche vorhanden sein, um eine genügende Polierwirkung hervorzurufen. Hierdurch unterscheidet sich das neue Werkzeug von Schleifscheiben u. dgl., bei denen der Kautschuk nur als Bindemittel für die spanabhebenden Teilchen dient.
Das neue Element kann verschiedene Formen annehmen, z. B. die einer zylindrischen Trommel, eines auf eine Zylinderfläche aufgewickelten schraubenförmigen Streifens, eines wandernden Riemens u. dgl. Es wird in einem beweglichen Lager gehalten, das die Neigung hat, das Element unter dem erforderlichen Druck gegen die Kathodenoberfläche anzulegen. Hat das Element die Form einet Trommel oder eines auf eine Zylinderfläche gewickelten Streifens, so liegt seine Achse parallel zur Achse der Kathodenoberfläche, und das Element läuft entgegengesetzt zur Umlauf richtung der Kathodenoberfläche. Hat das Element die Form eines Riemens, so bewegt es sich zweckmäßig parallel zur Achse der Kathodenoberfläche. Welche Form das Element auch haben mag, immer wird es mit einer Oberflächengeschwindigkeit angetrieben, die erheblich höher ist als diejenige der Kathodenoberfläche. Es entfernt die Oxydschicht auf der Kathodenoberfläche und hebt außerdem durch die Wirkung der spanabhebenden Teilchen eine dünne Metallschicht von der Kathodenoberfläche ab. Die Lagerung der Teilchen in einer Kautschukverbindung, die in Berührung mit der Kathodenoberfläche steht, glättet und poliert die Kathodenoberfläche, so daß sich erhebliche Unregelmäßigkeiten nicht bilden können. Das von der Kathodenoberfläche abgehobene Material ist ein leichtes Pulver, und infolge der Einbettung der spanabhebenden Teilchen in dem weichen Kautschuk hat das abgehobene Material nicht wie bei gewöhnlichen Schleifscheiben die Neigung, sich zwischen den
*5 spanabhebenden Teilchen festzusetzen und dadurch die Schleif wirkung zu beeinträchtigen. Diese selbstreinigende Wirkung des Elements wird wahrscheinlich von der Federung der Unterlage her ausgeübt, die durch die Kathodenoberfläche zunächst von den Teilchen abgedrängt wird. Wenn sie von der Kathode wieder freigegeben wird, federt sie zurück und verdrängt das abgehobene Material von den Teilchen. Jedenfalls findet keinerlei Verschmieren der Arbeitsfläche statt, das von der Kathodenoberfläche abgehobene Material bleibt auf dem Element in Pulverform zurück und kann leicht, etwa mit einer schwachen Bürste, entfernt werden. Wenn Pulverteilchen an der Kathodenoberfläche hängenbleiben und Metall auf ihnen niedergeschlagen wird, so bilden sich Nadelstiche in dem Niederschlag. Daher ist es zweckmäßig, das Element als auf eine Trommel gewickelten Streifen auszubilden und die Trommel entgegengesetzt zur Kathodenoberfläche umlaufen zu lassen, weil Pulverteilchen, die etwa von dem Element abgeschleudert werden und an der Kathodenoberfläche hängenbleiben, wieder· zu dem Berührungspunkt zwischen Element und Kathodenoberfläche •zurückkehren, aber nicht über den Berührungspunkt hinausgehen und in den Elektrolytbehälter gelangen können.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι bis 3 zeigen eine Einrichtung mit trommeiförmigem, Fig. 4 bis 7 eine Einrichtung· mit riemenförmigem Element; Fig·. 1 zeigt die Einrichtung mit trommeiförmigem Element im Aufriß, teilweise im Querschnitt zur Achsie ihrer Kathodenoberfläche; Fig. 2 zeigt sie in einer von links in Fig. 1 gesehenen Seitenansicht, die teilweise parallel zur Achse der Kathodenoberfläche geschnitten ist; Fig. 3 zeigt im Schnitt und in größerem Maßstab einen Teil des Elements; Fig. 4 zeigt 'das riemenförmige Element der zweiten Ausführungsförm im Aufriß, die übrigen Teile der go Einrichtung sind fortgelassen, nur die Kathodenoberfläche ist angedeutet; Fig. 5 zeigt die Einrichtung nach Fig. 4 im Grundriß, Fig. 6 im Seitenriß, von links in Fig. 4 gesehen, und Fig. 7 zeigt das riemenförmigeElement im Schnitt und in größerem Maßstab.
Die Kathodenoberfläche 14, die hier als Trommel dargestellt ist, läuft um eine Welle 13 in einem Elektrolytbehälter 10, der von beliebiger Bauart sein kann und auf einer Stütze 11 zwei um die Achse der Trommel 14 gebogene Anoden 12 trägt. Die Lager der Welle 13 können am oberen Rande des Elektrolytbehälters angeordnet sein, derart, daß die Trommel ungefähr zur Hälfte in den Elektrolytbehälter 10 eintaucht. Die Trommel hat eine Kathodenfläche aus Blei, die mit dem negativen Pol einer Batterie verbunden ist. Beispielsweise kann die Welle 13 eine Kontaktscheibe 15 tragen, die in ein mit dem negativen Pol verbundenes Quecksilberbad 16 eintaucht.
Zur Herstellung von Kupferfolien eignet sich eine Trommel mit einem Rahmen aus Kupfer und zwei Scheiben an beiden Stirnenden des Rahmens. Um die Scheiben wird ein Mantel aus dickem Kupferblech genietet. Auf diese Kupferblechtrommel wird eine zu einem Zylinder gebogene Bleiplatte von einem Stirnende her aufgezogen und an der Fuge in der üblichen Weise durch Erhitzen geschlossen. Als Bleiplatte verwendet man äweck-
mäßig gewalztes Blech von etwa 25 mm Dicke, das frei von Oxyden und anderen Beimischungen ist, aber zweckmäßig eine kleine Menge, 4 bis 6°/0, Antimon enthält. Die Bleiplatte wird auf einer Drehbank genau zylindrisch abgedreht.
Wenn die Trommel im Elektrolyt umläuft, so schlägt sich Kupfer auf dem jeweils eintauchenden Teil nieder. Die Umlaufgeschwindigkeit wird nach der gewünschten Dicke des Niederschlags bemessen. Während die Trommel 14 umläuft, wird die Folie 17 an der Oberkante der Trommel abgelöst und aufgewickelt, wie links in Fig. 1 zu sehen. Die Drehzahl der Trommel 14 richtet sich nach der Stromstärke und einer Reihe anderer Faktoren.
Zur Wiederherstellung der Kathodenoberfläche auf der Trommel 14 nach dem Ablösen der Folie 17 wird ein trommeiförmiges Werkzeug 18 mit spanabhebendem Element 26 vorgesehen, das um eine Welle 28 läuft. Die Welle ist an den unteren Enden von Armen 19 gelagert, die irgendwie schwingend aufgehängt sein können, beispielsweise an einer Antriebswelle 20 in Hängelagern 21. Die Arme 19 sind an einem Rohr 22 befestigt, in dem die Antriebswelle 20 umläuft und das an Armen 23 mit Gewichten 24 zum Andrücken des Elements auf der Trommel an die Kathodenoberfläche versehen ist. Zweckmäßig ist die Anordnung so getroffen, daß das Element auf der Trommel 18 der Kathodenoberfläche, wie dargestellt, in der Nähe der Stelle anliegt, wo die gegen den Uhrzeiger umlaufende Kathodenoberfläche wieder in den Elektrolyt im Behälter 10 eintaucht.
Das Trommel werkzeug 18 kann ein Metallrohr oder ein Metallkern sein, auf dessen Umfang ein Mantel 25 aus Weichgummi gelegt ist. Das spanabhebende Element 26 ist als Streifen schraubenförmig um den Mantel 25 der Werkzeugtrommel 18 gewickelt und an dem Gummimantel 25 festgekittet. Die Kathodentrommel 14 kann einen Durchmesser von z. B. 1600 mm haben. Bei einer solchen Trommel gibt man der Werkzeugtrommel 18 einen Außendurchmesser von etwa 140 mm und dem Streifenelement 26 eine Steigung von etwa 200 mm, während der Gummimantel 25 13 mm dick, das Element 26 ebenso dick und 19 mm breit 'sein kann. Arbeitet die Kathodentrommel 14 mit einer Umfangsgeschwindigkeit von beispielsweise ■ 55 230 mm in der Minute, so ist die Umfangsgeschwindigkeit der Werkzeugtrommel 18 erheblich höher, etwa 8 m in der Minute. Die Gewichte 24 mögen etwa 36 kg wiegen. Die Kathoden- und Werzeugtrommel laufen in umgekehrter Richtung, und die Werkzeugtrommel 18 wird auf irgendeine beliebige Weise angetrieben, etwa durch ein Kettengetriebe von der Antriebswelle 20 her, das auf ein Kettenrad 27 auf der Trommelwelle 28 arbeitet.
Es ist nicht notwendig, aber zweckmäßig und wirtschaftlich, das Element 26 in Streifenform um die Werkzeugtrommel 18 zu wikkeln. Man kann aber ebenso gut die ganze Oberfläche der Werkzeugtrommel mit dem Element belegen. Wird ein Streifen aufgewickelt, wie dargestellt, so müssen seitliche Schwankungen des Streifens verhindert werden, weshalb es am besten ist, den Streifen im Querschnitt länglich zu machen und mit der größeren Fläche auf den Gummimantel 25 zu legen, wie in Fig. 3 dargestellt. Nachdem das Element aufgelegt ist, wird es genau zylindrisch abgedreht, so daß die Werkzeugtrommel 18 genau auf der Kathodentrommel 14 läuft und nicht durch exzentrische Stellen abgeschleudert wird.
Im Betriebe hebt die Werkzeugtrommel 18 nicht nur Oxyde und andere Fremdstoffe ab, die sich auf der Kathodenoberfläche der Trommel 14 ansetzen, sondern auch eine dünne Schicht von dem Blei der Trommel selbst, so daß die Kathodentrommel dem niederzuschlagenden Metall immer eine glänzende, saubere und metallische Fläche darbietet. Durch dieses ständige Ablösen einer dünnen Schicht von der Kathodenoberfläche, ehe sich ein Niederschlag auf der Kathodenoberfläche bildet, werden alle Unreinigkeiten, die schließlich zur Bildung von Nadelstichen im Belag führen könnten, entfernt, d. h. die Ursache der Nadelstichbildung wird beseitigt, ehe überhaupt ein Zustand entstehen kann, der zur Nadelstichbildung führt. Die in der Kautschukverbindung des Elements 26 eingebetteten spanabhebenden Teilchen heben Fremdstoffe und die dünne Bleischicht von der Kathodentrommel 14 ab. Die Kautschukbettung scheint der Wirkung der spanab-r hebenden Teilchen die richtigen Grenzen zu setzen und übt außerdem eine glättende oder polierende Wirkung aus, die der Neigung der Teilchen> Korn auf der Trommel 14 zu bilden, entgegenwirkt.
Um die Arbeitsfläche des Elements 26 auf n0 der Werkzeugtrommel 18 stets sauber zu halten, wird eine Bürste 29 angebracht, die an Armen 30 eines Querstücks 31 zwischen den Armen 19 befestigt ist. Die Bürste dient nur dazu, das feine Pulver zu entfernen, das lose u5 der Fläche des Elements 26 anliegt. Ein Behälter 32 fängt das Pulver auf.
Die beschriebene Einrichtung hat sich zwar iehr gut bewährt, doch gibt die Einrichtung nach Fig. 4 bis 7 an der Kathodenoberfläche auf der Trommel 14 ein noch feineres Korn.
Sei dieser Ausführungsform ist das Element
ein endloser Riemen 33, der aus demselben Baustoff bestehen kann wie der Streifen 26 auf der Trommel 18, und das Werkzeug ist eine endlose Kette 34. Der Riemen 33 läuft, wie Fig. 5 zeigt, über die beiden Enden der endlosen Kette 34, deren Kettenräder 350, 35& auf Wellen 36 befestigt sind. Die Wellen laufen in einem Querstück 37, das mit zwei schwenkbaren Armen 38 einen Rahmen bildet (Fig. 6). Die Arme 38 sind in ähnlicher ' Weise wie die Arme 19 der Fig. 1 bis 3 an dem Rohr 22 befestigt und werden durch die Gewichte 24 so belastet, daß die Kette 34 den Riemen 33 der Trommel 14 anlegt. Die Antriebswelle 39 für die Kette 34 ist wie die Antriebswelle 28 für das trommeiförmige Werkzeug in Fig. 1 bis 3 in den Armen 38 gelagert und treibt über zwei Kegelradgetriebe 40 die beiden Räder 35° und 35*. Die Welle 39 wird von der Antriebswelle-20 auf irgendeine Weise, z. B. durch das angedeutete Kettengetriebe, in Umlauf gesetzt. Der Riemen 33 läuft nur im unteren Trum mit der Kette 34 zusammen, während das obere Trum durch eine Spannrolle 42 von der Kette abgehoben wird, die einstellbar in einem Ansatz des Querstücks 37 gelagert ist. Die Anordnung ist so getroffen, daß nur das von der Kette 34 gestützte Trum des Riemens 33 der Kathodenoberfläche auf der Trommel 14 anliegt. Der Riemen 33 läuft verhältnismäßig schnell über die Kathodenoberfläche und wird von einer Bürste 43 (Fig. 5) ständig gereinigt. Die Bürste ist an dem Querstück 37 befestigt und bearbeitet den Riemen 33 kurz hinter der Stelle, wo er von der Kathodentrömmel 14 abläuft.
Das Riemenelement 33 wird durch die Kette 34 fest in Berührung mit der Kathoden-
φο oberfläche auf der Trommel 14 gehalten, wobei sein spanabhebendes Material in der beschriebenen Weise Fremdkörper von der Trommel 14 abstreicht und außerdem eine dünne Metallschicht von der Trommel abhebt.' Da der Riemen und die Trommeloberfläche quer zueinander laufen, und zwar mit verschiedener Geschwindigkeit, so haben die spanabhebenden Teilchen im Riemen 33 wenig oder gar keine Neigung, sich anzuhäufen.
Die Bearbeitung der Kathodenoberfläche mit dem Riemenelement 33 ist gründlicher als die mit dem schraubenförmigen Streifenelement 26 nach Fig. 1 bis 3, weshalb man auf der von dem Riemenelement gereinigten Trommel einen Niederschlag von höherer Zugfestigkeit erhält als auf einer Trommel, die mit dem Streifenelement 26 nach Fig. 1 bis 3* bearbeitet ist.
An Stelle eines einheitlichen Streifen- oder Riemenelements aus Kautschuk o. dgl. mit spanabhebenden Teilchen kann man auch an einem Träger, beispielsweise an einem endlosen Riemen oder einer endlosen Kette, Klötze aus spanabhebendem Stoff befestigen. In diesem Falle erhält jeder Klotz zweckmäßig eine Fassung aus Metall, die an dem Träger irgendwie befestigt wird. Der Träger mit den Klötzen wird auf einer beweglichen Lagerung, z. B. auf den schwenkbaren Armen 19 oder 38, angebracht und mit dem Trum, das die Kathodenoberfläche bearbeitet, an die Trommel 14 angedrückt. Die Anordnung kann in ähnlicher Weise ausgebildet werden, wie in Fig. 4 bis 7 für das Riemenelement 33 dargestellt. Die Klötze werden zweckmäßig an einer Kante abgeschrägt, so daß sie. beim Übergang auf die Kathodenoberfläche nicht beschädigt werden oder selbst die Kathodenoberfläche beschädigen.
Bei dem neuen Dauerverfahren gemäß der Erfindung wird, wie beschrieben, die Kathodenoberfläche auf der Trommel 14 nicht nur ständig gereinigt, sondern auch ständig erneuert, d. h. für jeden Umlauf der Trommel wird eine frische, metallische Fläche dem Elektrolyt dargeboten. Außerdem wird die Trommelfläche ständig poliert, so daß kein störendes Korn sich bilden kann. Wie erwähnt, arbeitet das Riemenelement 33 besser als das Streifenelement 26, aber das Streifenelement ist immer noch jeder der bekannten Einrichtungen weit überlegen.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum kontinuierlichen Erzeugen von dünnen Blechen oder Folien durch elektrolytisches Ablagern von Metall auf einer durch einen Elektrolyt geführten metallischen Kathodenoberfläche aus Blei, von der nach dem Austauchen aus dem Elektrolyt der Metallniederschlag abgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach jedem Ablösen des Niederschlags die Kathodenoberfläche im gleichen Arbeitsgang gereinigt und poliert wird, wobei eine Metallschicht von der Kathodenoberfläche abgehoben wird.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Reinigen und Polieren der Kathodenoberfläche ein dieser gegenüber bewegliches Werkzeug (Trommel 18 oder Kette 34) vorgesehen ist, das eine Unterlage (26, 33) aus einer weichen, elastischen Masse, z. B. Gummi, trägt, in die spanabhebende Teilchen eingebettet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mengenverhältnis zwischen den in Kautschuk eingebetteten Teilchen und dem Kautschuk
so bemessen ist, daß dieser eine polierende Wirkung auf die Kathodenoberfläche ausübt.
4. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (Bürste 29, 43), die die Arbeitsfläche der spanabhebenden Unterlage reinigt.
5. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die spanabhebende Unterlage (26) auf einer umlaufenden Trommel (18) angebracht ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage (26) als Streifen schraubenförmig um die Trommel (18) gewickelt ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die spanabhebende Unterlage (33) als endloser Riemen ausgebildet ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemen (33) und eine endlose Kette (34) mit einem Trum zusammenlaufen, an dem die Kette den Riemen an die Kathodenoberfläche (14) andrückt.
9. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb das Werkzeug im entgegengesetzten Sinne zur Kathodenoberfläche bewegt.
10. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der1 Antrieb dem Werkzeug eine Umlaufgeschwindigkeit erteilt, die mindestens zehnmal so groß ist wie die Kathodenoberfläche.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEA69203D 1932-04-13 1933-04-09 Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Erzeugung von duennen Blechen oder Folien durch elektrolytische Ablagerung von Metall Expired DE605474C (de)

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