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Installationsselbstschalter mit einem über der Schaltspule liegenden drehbaren Schaltorgan.
Im Stammpatent ist vorgeschlagen worden, das magnetische Blasfeld eines Installationsselbstschalters mit einer über der Schaltspule liegenden Schaltwalze durch eine an der zur Spule abgewandten Seite der Walze angeordnete Eisenplatte zu beeinflussen und an den Kontaktstellen konzentriert zu gestalten, um dadurch eine besonders wirksame Blaskraft auf etwaige Schaltlichtbögen auszuüben.
Durch Versuche ist festgestellt worden, dass eine derartige Beeinflussung des magnetischen Feldes nicht in allen vorkommenden Fällen genügt, die erreichbare Höchstwirkung an Blaskraft zu erzielen.
Bringt man nämlich bei kombinierten magnetisch und thermisch auslösenden Selbstschalter unterhalb der Spule einen eisenhaltigen Bimetallauslöser an, so verteilt sich die magnetische Feldstärke nicht mehr gleichmässig über den ganzen Umfang der Schaltspule. Ein grosser Teil der Kraftlinien verläuft vielmehr durch den magnetischen Geräteteil unterhalb der Spule und strahlt von dort besonders konzentriert nach dem andern Magnetpol aus, so dass das magnetische Feld an verschiedenen Stellen des Spulenumfanges eine verschiedene Konzentration aufweist.
Das hat zur Folge, dass die Beeinflussung der an den beiden (bzw. an mehreren Kontaktstellen) des Schaltorgans auftretenden Schaltflammen nach Kraft und Richtung verschieden ist und unter Umständen die Dichte des magnetischen Feldes an den Kontaktstellen nicht ausreicht, um eine schnelle Löschung des Lichtbogens zu bewirken.
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auf der dem Schaltorgan abgewandten Spulenseite befindlichen Bimetallstreifen ausgelöst wird. Es geschieht dadurch, dass an der dem Schaltorgan entgegengesetzten Seite der Schaltspule eine Eisenplatte angeordnet ist, die mit der in dem Hauptpatent beschriebenen, an der zur Spule entgegengesetzten Seite des Schaltorgans liegenden Eisenplatte zusammenwirkt. Der Bimetallstreifen selbst wird an der der Schaltspule entgegengesetzten Seite der Eisenplatte angeordnet.
Die Eisenplatte unterhalb der Schaltspule gibt dem magnetischen Feld eine an allen Stellen des Umfanges gleichmässige Konzentration und schirmt es gegen die Beeinflussung durch magnetische Teile des Bimetallstreifens ab.
Auf der Zeichnung ist ein Selbstschalter nach der Neuerung im Schnitt dargestellt, der dem Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes im wesentlichen entspricht und mit entsprechenden Bezugszeichen versehen ist.
In der Höhlung 1 des Isoliergehäuses 2 befinden sich sämtliche für die Funktion des Schalters notwendigen Teile. Auf dem Grunde der Höhlung 1 sitzt die Schaltspule 3, darüber die mit den beweglichen Kontaktteilen versehene Schaltwalze 6 aus Isolierstoff, darüber das an einer Eisenbrücke 11 befestigte Sprungwerk, das von dem Deckel 22 abgedeckt und mit einem Drehknebel12 versehen ist.
Im Innern des Spulenkörpers 4 ist ein Tauchkern 9 an einem Stab 10 angeordnet. Die Walze 6 ist mit dem oberen Flansch des Spulenkörpers 4 durch eine Schraubenfeder 8 verbunden, die beim Einschalten gespannt wird und nach dem Auslösen die Walze in die Ausschaltstellung zurückschnellt.
Der Drehgriff 12 ist unter Vermittlung eines Lagerstück 13 an der Brücke 11 gelagert. In der Bohrung des Lagerstück 13 sitzt eine Hohlachse 14, die mit dem Lagerstück durch eine Schraubenfeder 15 verbunden ist. Die Hohlaehse trägt eine Scheibe 16. Daran ist ein Auslösehebel17 schwenkbar
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gelagert. Ein Ende 26 des Hebels legt sich beim Ausschalten gegen eine Nase der Schaltwalze. Das andere Ende des Hebels 17 greift in der Einschaltstellung hinter eine Sperrklinke, die an der Eisenbrüeke 11
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hebel 17 einwirkt.
Zum Einschalten wird der Griff 12 im Uhrzeigersinne gedreht. Die Drehung überträgt sich auf den Hebel 17, dessen Ende 26 unter Vermittlung der an der Walze 6 sitzenden Nase die Walze in die Einschaltstellung mitnimmt und dadurch die Federn 8 und 15 spannt. Ist die Einschaltstellung erreicht, ; o springt der dem Ende 26 entgegengesetzte Arm des Hebels 17 hinter der federnden Klinke der Brücke 11 ein und verhindert dadurch die Zurückdrehung der Walze und des Drehgriffe.
Wird der Tauchkern 9 von der Spule angezogen, so bewirkt der Stab 10 ein Drehen des Hebels und entkuppelt dadurch Hebel und Walze, so dass die Walze unter der Wirkung der Feder 8 in die Ruhestellung schnellt. Ausserdem wird dann der Griff 12 durch die Feder 15 ebenfalls in die Ruhestellung zurückgeführt. Der Knopf 29 ermöglicht auf die gleiche Weise ein Auslösen des Schalters von Hand.
Die Eisenbrücke 11 hat entsprechend den Angaben des Hauptpatentes die Wirkung, dass das Blasfeld in der Nähe der Schaltkontakte vergleichmässigt und konzentriert wird.
An dem unteren Flansch 40 des Spulenträgers ist nun, um eine bei geringeren Überströmen verzögert ansprechende Auslösung zu erzielen, ein BimetaIIkörper 41 angebracht, der durch'die ihn durchfliessenden Überströme erhitzt wird und sein freies Ende nach oben bewegt. Der Auslöser wirkt ebenfalls auf den Stab 10 ein und bewirkt in derselben Weise das Auslösen, wie es durch den Schaltmagneten 3 bei Kurzschluss erfolgt.
Der Bimetallkörper besteht in vielen Fällen aus magnetischem Material, nämlich aus Eisen und Nickel. Dadurch wird das vom unteren Magnetpol der Spule ausgehende Feld insofern gestört, als der
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Körper aus nach dem andern Magnetpol, im vorliegenden Fall zur Platte 11, abstrahlt. Die magnetische Blaskraft ist infolgedessen an einer Stelle des Umfanges der Schaltwalze konzentriert, so dass sie beim Schaltlichtbogen unter Umständen nach dieser einen Stelle gezogen werden und die Gefahr besteht, dass sie sich zu einem Kurzschluss vereinigen.
Diese Gefahr ist dadurch beseitigt, dass zwischen Spule 4 und Bimetallkörper 41 eine Eisenplatte 42 angeordnet ist, die das magnetische Feld gegen die Wirkung des Bimetallkörpers 41 abschirmt und eine Vergleichmässigung des Feldes über den ganzen Umfang der Spule und der Schaltwalze bewirkt.
Die Platte 42 ist naturgemäss auch dann von Vorteil, wenn die Störung des Blasfeldes nicht durch einen Bimetallkörper, sondern andere Konstruktionsteile aus magnetischem Material bewirkt ist.