AT128033B - Kopfbedeckung und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents

Kopfbedeckung und Verfahren zu ihrer Herstellung.

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AT128033B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kopfbedeckung und Verfahren zu ihrer Herstellung. 



   Die Erfindung betrifft ein von aussen mit Lack überzogene Kopfbedeckung, insbesondere einen Hut, eine Mütze oder Kappe, vorzugsweise für Damen, und ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Kopfbedeckung aus den bekannten Filzstumpen. Der Kürze wegen soll im nachstehenden stets nur von einem Hute gesprochen werden. Es sind bereits mit Lack überzogene Hüte bekannt, jedoch wurde bei diesen immer der Zweck verfolgt, einen steifen Hut oder Helm zu schaffen, der für Soldaten, Schutzleute oder Bergleute bestimmt war und der den Kopf des Trägers vor Verletzung durch Schlag oder Stich schützen sollte.

   Im Gegensatz hiezu ist der erfindungsgemäss hergestellte Hut vollkommen geschmeidig, elastisch und weich, was dadurch erreicht wird, dass auf den Filzstumpen zunächst eine dünne Grundierungsschicht aufgetragen ist, die in das Innere des Filzes nicht eindringt und das über der Grundierungsschicht eine ebenfalls dünne Lackschicht liegt. Derartige Hüte weisen eine haltbare, glatte Beschaffenheit auf und lassen sich durch Umbiegen oder Aufbiegen des Randes sowie durch Anbringung von Falten in der Hutkappe in mannigfache Weise formen, wie dies bei Damenhüten verlangt wird. 



   Zur Herstellung solcher Hüte kann man die Aussenfläche eines Filzstumpens in bekannter Weise glätten, verdichten und mit einer elastischen Grundierung versehen, die nicht durchdringt und den Stumpen nicht steif macht, worauf man auf die Grundierung eine Lachschicht aufträgt, vorteilhaft aufspritzt. 



   Im einzelnen kann man folgendermassen arbeiten : Zunächst werden von der Aussenfläche des Filzstumpens abstehende Härchen entfernt, was in bekannter Weise durch Sengen oder durch Beizen, beispielsweise mit Chlorealeium, geschieht. Sodann wird der Stumpen mit   Spaltlederlaek,   einem nicht ins Innere eindringenden   Nitrocelluloselack,   gebürstet, worauf man den Stumpen zwischen heissen Formen presst. Man überzieht dann mit   Streich-oder   Spritzkitt und schleift mit Bimspapier unter Verwendung von Seifenwasser. 



   Auf die so erhaltene glatte und dichte Fläche wird nun der die gewünschte Färbung aufweisende Lack, vorteilhaft ebenfalls ein Nitrocelluloselack, aufgespritzt. Nach dem Trocknen der Lackschicht ist der Hut gebrauchsfertig. 



   Bei der Bereitung der zur Ausführung des vorstehend angegebenen Verfahrens gebrauchten Kitte und Lacke kann man sich beispielsweise von den folgenden Vorschriften leiten lassen : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> 1. <SEP> Spritzkitt.
<tb> 



  70 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Nitrocellulose,
<tb> ? <SEP> Aceton,
<tb> 60 <SEP> 53 <SEP> Äthylacetat,
<tb> 30 <SEP> " <SEP> Butylacetat <SEP> (85%ig),
<tb> 50 <SEP> Methylalkohol,
<tb> 120 <SEP> Toluol
<tb> 30 <SEP> Phtalsäurediäthylester.
<tb> 
 Man erhält eine dickflüssige Masse, die entweder für sich, oder nach Zusatz von Mineralstoffen, wie Lithopon, Bergkreide od. dgl. als Spritzkitt Verwendung findet. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  2. <SEP> Streichkitt.
<tb> 



  90 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Nitrocellulose,
<tb> 80 <SEP> 53 <SEP> Methylacetat,
<tb> 100 <SEP> Butylacetat <SEP> (85% <SEP> ig),
<tb> 180 <SEP> Xylol,
<tb> 20 <SEP> Rizinusöl,
<tb> 25 <SEP> Methyladipinsäurecyclohexylester.
<tb> 
 Bezüglich des Zusatzes von Mineralstoffen gilt das oben Gesagte. 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  3. <SEP> Spritzlack <SEP> und <SEP> Spaltlederlack.
<tb> 



  20 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Nitrocellulose,
<tb> 45 <SEP> 22 <SEP> Methylacetat,
<tb> 15 <SEP> Methylalkohol,
<tb> 12 <SEP> Butylacetat <SEP> (98-100% <SEP> ig),
<tb> 6 <SEP> " <SEP> Butylalkohol,
<tb> 18 <SEP> Toluol,
<tb> 5 <SEP> Stearinsäurebutylester,
<tb> 5 <SEP> " <SEP> Phtalsäurediäthylester,
<tb> 
 dazu kommen noch etwa 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 5 <SEP> Farblaek <SEP> (Pigment).
<tb> 
 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> 



  4. <SEP> Spritzlack <SEP> und <SEP> Spaltlederlaek.
<tb> 



  20 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Celluloid,
<tb> 30 <SEP> Aceton,
<tb> 40 <SEP> Methylalkohol,
<tb> 40 <SEP> Methylacetat,
<tb> 40 <SEP> Äthylacetat,
<tb> ? <SEP> Amylaeeta. <SEP> t,
<tb> 10 <SEP> Benzol,
<tb> 25 <SEP> Dammarharzlösung,
<tb> 8 <SEP> " <SEP> Ricinusöl,
<tb> 5 <SEP> Farblaek <SEP> (Pigment).
<tb> 



  5. <SEP> Spritzlaek <SEP> und <SEP> Spaltlederlack.
<tb> 



  8 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Acetylcellulose,
<tb> 25 <SEP> Aceton,
<tb> 40 <SEP> Methylacetat,
<tb> 5 <SEP> " <SEP> Methylglycol,
<tb> 10 <SEP> Cyclohexanon,
<tb> 15 <SEP> Toluol,
<tb> 3 <SEP> " <SEP> Methyladipinsäurecyclohexylester.
<tb> 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kopfbedeckung in Form eines Hutes, einer Kappe oder Mütze, dadureh gekennzeichnet, dass die Kopfbedeckung aus einem Filzstumpen besteht, der auf seiner   Aussenfläche   über einer nicht in das Filzinnere eindringenden Grundierungsschicht eine Lackschichte trägt und dabei vollkommen geschmeidig und elastisch ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung einer Kopfbedeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfläche des zur Verwendung gelangenden Filzstumpens in bekannter Weise geglättet, verdichtet und mit einer elastischen Grundierung versehen wird, die in den Stumpen nicht eindringt und ihn nicht steif macht, worauf man, vorzugsweise durch Spritzen, eine Lackschicht aufträgt, die auf der Unterlage fest haftet, ohne aber in den Stumpen einzudringen.
    Druck der Österreichischen Staatsdruckerei in Wien.
AT128033D 1930-05-20 1930-05-20 Kopfbedeckung und Verfahren zu ihrer Herstellung. AT128033B (de)

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