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Einschmelzmasehine fiir elektrische Glühlampen und andere geschlossene Glasgefässe.
Im Stammpatent Nr. 121338 ist eine Einsehmelzmaschine für elektrische Glühlampen und ähnliche geschlossene Glasgefässe beschrieben, bei der unmittelbar anschliessend an das Einschmelzen des Traggestelles in den Glaskolben und noch vor dem Abtrennen des überschüssigen Kolbenhalsteiles im weichen Glaskolben mittels Formzangen eine ringsumlaufende Abstützschulter für den später am Glaskolben festzukittenden Sockel erzeugt wird. Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung dieser Formzangen und besteht darin, dass an der Unterseite der Formzangenbacken noch weiter einwärts springende Backen angebracht sind.
Hiedurch wird erreicht, dass bei der Schliessung der Formzangen ausser der ringsumlaufenden Abstützschulter noch gleichzeitig, also in einem Arbeitsgang, im Glaskolben taschenförmige Vertiefungen dicht oberhalb des Schmelzrandes des Füsschens erzeugt werden. Diese taschenförmigen Vertiefungen bewirken eine unebene Gestaltung und auch Vergrösserung der Kitthaftungsfläehe und
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Sockels.
Es ist zwar an sich bekannt, im Kolbenhals elektrischer Glühlampen Vertiefungen anzubringen, um entweder den Sockel ohne Kitt mittels eines Halteringes am Kolbenhals festzulegen oder aber auch, um der eingestrichenen Kittmasse eine vergrösserte Haftfläche zu bieten. Im vorliegenden Falle handelt es sich jedoch darum, dass solche an sich bekannten, die Kitthaftung verbessernden Vertiefungen zusammen mit einer Abstützringschulter für den Sockel erzeugt werden, u. zw. mittels ein und denselben Formzangen. Der Herstellungsvorgang der Lampe ist hiedurch bei einfacher Ausbildung der Einschmelzmaschine wesentlich vereinfacht.
Auf der Zeichnung ist die an einer Einschmelzmaschine üblicher Bauart anzubringende Umformungeinrichtung in einem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 im senkrechten Schnitt, in Fig. 2 in Oberansicht und in Fig. 3 in Vorderansicht dargestellt. Die Fig. 4 zeigt den unteren Lampenteil samt aufgekittetem Sockel in Ansicht, zum Teil im Schnitt.
In derjenigen Arbeitsstellung der Einschmelzmaschine, in welcher das Traggestell 7 mit dem eingeschnürten Hals 2'des Kolbens 1 verschmilzt und der überschüssige Kolbenhalsteil 2 noch ein Stück mit dem Kolben bildet, sind an entgegengesetzten Seiten des Kolbenhalses zwei Formzangen vorgesehen, deren Schenkel 48, 49 um Bolzen 50, 51 zweier gegeneinander beweglicher Schieber 19 drehbar sind.
An den äusseren Enden der Zangenschenkel sind Rollen 48, 49'angebracht, die sich in Schlitzen 80, 81 der auf den Schiebern 19 gleitenden Steuerschieber 16 führen. Die dem Kolbenhals zugewendeten kreisförmigen Backen der Zangensehenkel 48s, 492 ergänzen sich in der Schliesslage der Zangen, wie in Fig. 2 gezeigt, zu einem den Kolbenhals umschliessenden Kreisring. Auf der Oberseite der Zangenbacken sind, wie bei der Einrichtung nach dem Hauptpatent, Formplatten 45, 46 und Deckplatten 42,43 derart befestigt, dass die Formkeile 452, 462 der Formplatten etwas nach innen vortreten.
Diese Formkeile erzeugen bei der Schliessung der beiden Formzangen im noch weichen Kolbenhals eine ringsumlaufende Schulter 3, an der der später zu befestigende Sockel 4 eine Abstützung findet.
An der Unterseite der Formzangenbacken 482, 492 sind mittels Schrauben 82 vier nach innen
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des Schmelzrandes 5 des Füsschens 6 vier taschenförmige Vertiefungen 84 (Fig. 4), in die beim Festkitten des Sockels 4 der Sockelkitt eintritt.
Beide Formzangen 48, 49 sind samt den Schiebern 16, 19 auf einem nicht dargestellten Schieber gelagert, der in Richtung der in Fig. 2 dargestellten Pfeile A, B vor-und zurückbeweglich ist. Bevor ein Kolben in die Arbeitsstellung der Umformungseinrichtung einläuft, nimmt letztere die durch den Pfeil B angedeutete zurückgezogene Stellung ein, u. zw. sind in dieser Stellung die Schieber 19 und 16 in ihrer, ein Öffnen der Formzangen bewirkenden Auswärtslage. Sobald ein Kolben in die Arbeitsstellung der Umformungseinrichtung eingelaufen und die Verschmelzung des Traggestelles 7 mit dem eingeschnürten Kolbenhals 2'vollzogen ist, wird die Umformungseinrichtung in Richtung des Pfeiles A vorbewegt.
Unmittelbar anschliessend gehen die Schieber 16 und 19 gemeinsam einwärts, um die noch geöffneten Formzangen in Arbeitsstellung zu bringen. Anschliessend gehen nach Festlegung der Schieber 19 durch nicht dargestellte Anschläge die oberen Schieber 16 noch in bekannter Weise etwas weiter einwärts, um die Zangenschenkel 48, 49 in die Schliesslage überzuführen. Hiebei werden dann gleichzeitig die ringsumlaufende Abstützschulter 3 für den Sockel 4 und die taschenförmigen Vertiefungen 84 für die bessere Kitthaftung und Sockelbefestigung erzeugt.
Zwecks Freigabe des umgeformten Kolbens werden umgekehrt erst durch alleinige Auswärtsbewegung der Schieber 16 die Zangenschenkel 48, 49 geöffnet und dann die Zangen durch Auswärtsbewegung der Schieber 16 von dem umgeformten Kolben seitlich weggezogen, worauf endlich die ganze Umformungseinrichtung in Richtung des Pfeiles B aus der Bewegungsbahn des den umgeformten Kolben tragenden Haltekopfes der Einschmelzmasehine herausbewegt wird. Die Gestalt und die Steuerung der Formzangen kann eine beliebige sein. Beispielsweise kann auch nur eine einzige Formzange Anwendung finden, die mittels zweier halbkreisförmiger Backen den Kolbenhals vollkommen umspannt.
In letzterem Falle wird die Formzange zweckmässig so angeordnet, dass die Zangenschenkel in senkrechter Ebene ausschwingen, u. zw. um Drehzapfen, die oberhalb des Lampenkolbens angeordnet sind. Die Anzahl und Gestalt der an den Formzangenbacken zusätzlich vorgesehenen Backen 83 zur Erzeugung der taschenförmigen Vertiefungen 84 kann eine beliebige sein.
Um eine scharfkantige und genaue Ausbildung der taschenförmigen Vertiefungen sowie auch der Ringschulter zu erzielen, kann in an sich bekannter Weise während des Umformungsvorganges Luft
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loch 86 hindruch in den Lampenkolben 1 eingeblasen werden.