AT127976B - Splittersicheres, durchgebogenes Augenglas. - Google Patents
Splittersicheres, durchgebogenes Augenglas.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Splittersicheres, durchgebogenes Augenglas. Aus splittersicherem, planem Glas lassen sich durch Abschleifen der Seitenwände plankonvexe, plankonkave, bikonkave und bikonvexe Brillengläser in annähernd normaler Dicke herstellen. Splittersichere, durch gebogene Brillengläser, z. B. Meniskengläser oder periskopisehe Gläser, können aus Verbundglas mit ebener Zwischenschicht durch Abschleifen der Aussenflächen wohl erzeugt werden, fallen aber, auch wenn es sich nur um mässige Krümmungsradien handelt, so dick und schwer aus, dass sie praktisch nicht brauchbar sind. Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird dieser Übelstand dadurch beseitigt, dass von Einzelgläsern ausgegangen wird, deren durch die Zwischenschichte zu verbindenden Flächen kugelig gekrümmt sind. Zweckmässig werden sogenannte gesenkte Scheiben verwendet, das sind kreisförmige Stücke optischen Glases, welche von den Hütten in den üblichen Durchmessern von 40 bis 50 mm und beiderseits nahe auf den gewünschten Radius gesenkt oder gepresst in verschiedener Dicke geliefert werden. Diese Scheiben sind auf diese Weise roh vorgeformt und erleichtern wesentlich die eigentliche Schleifarbeit. Zur Herstellung splittersicherer Meniskengläser sind mehrere Wege möglich, u. zw. : 1. Man schleift an zwei gesenkten Scheiben einmal innen, einmal aussen den Grundradius an, poliert und verkittet beide Scheiben durch eine Zwischensehichte aus Kunststoff. Der zweite aussenflächige Grundradius sowie der Korrektionsradius werden nach dem Kitten angeschliffen und sodann beide Aussenflächen poliert. 2. Man kann aber auch Menisken ohne optische Wirkung, welche innen und aussen auf den Grundradius geschliffen und poliert sind, in der geeigneten Dicke von etwa 1 bis 11E mm im Vorrat herstellen, diese Menisken ohne optische Wirkung fallweise mit einer auf der Innenseite mit dem Grundradius versehenen gesenkten Scheibe verkitten und zuletzt den Korrektionsradius an dieser letzteren auf der Aussenfläche anschleifen. 3. Endlich kann man auch ein wie unter 2 vorbereitetes Meniskenglas ohne optische Wirkung mit einem fertig geschliffenen normalen Meniskenglas mit Korrektionswirkung verkitten. Auf der Zeichnung zeigt die Fig. 1 ein Meniskenglas, das aus planen Einzelgläsern zusammengesetzt ist, im Schnitt ; die Fig. 2 und 3 zeigen Meniskengläser gemäss der Erfindung. Um ein Meniskenglas, dessen kugelige Aussenfläche den Korrektionsradius r. und dessen Innenfläche den Grundradius ri aufweisen soll, nach den üblichen Methoden herzustellen, werden zwei ebene Gläser 1 und 2 durch eine Zwischenschichte 3 aus Kunststoff verbunden und hierauf entsprechend den Radien ra und ri abgeschliffen. Die Rohgläser - durch strichpunktierte Linien angedeutet-müssen verhältnismässig dick sein, damit der Kunststoff weder an der Aussenfläche noch an der Innenfläche zutage trete. Die in Fig. 2 dargestellte, im Sinne der Erfindung ausgebildete Sammellinse besteht aus zwei ge senkten Scheiben 4 und 5, die durch eine Zwischenschichte 6 aus Kunststoff verbunden sind. Die Radien ra und ri sind gleich gross wie die entsprechenden Radien des in Fig. 1 dargestellten Augenglases, die Dicke ist aber erheblich kleiner. Bei der Zerstreuungslinse gemäss Fig. 3 ist die Innenfläche der Scheibe 9 auf den Korrektionsradius ra abgeschliffen. Die äussere Scheibe 8 stellt einen Meniskus ohne optische Wirkung dar, welcher innen und aussen die Krümmung des Grundradius aufweist. Ist der Krümmungsradius der zu verkittenden Flächen verhältnismässig gross, so kann für die Zwischensehiehte 6 ein ebenes Plättchen aus Kunststoff, beispielsweise Zelluloid, verwendet werden, das sich in der Wärme den Flächen gut anschmiegt. Bei kleinerem Krümmungsradius wird die Zwischen- <Desc/Clms Page number 2> schicht vor dem Verkitten in die Form der zu verbindenden Flächen gebracht, was durch Pressen im Gesenk leicht durchführbar ist. Die Gläser können ohne Gefahr eines Bruches unter Druck verkittet werden, weil die pressenden Werkzeuge an gleich gestalteten Flächen angreifen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Splittersicheres, durchgebogenes Augenglas, dadurch gekennzeichnet, dass die Kittflächen der Einzelgläser kugelig gekrümmt sind.
Claims (1)
- 2. Augenglas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu seiner Herstellung von gesenkten Scheiben ausgegangen wird.3. Augenglas nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Verkittung der Einzelgläser benutzte Zwischensehichte aus Kunststoff die Form der zu verkittenden Flächen aufweist.4. Verfahren zur Herstellung splittersieherer Augengläser nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei gesenkte Scheiben an den zu verkittenden Flächen auf den Grundradius geschliffen und poliert, sodann durch eine Zwischenschichte aus Kunststoff verkittet werden, worauf man die beiden Aussenflächen in der bei der Herstellung von Einzelgläsern üblichen Art bearbeitet.5. Verfahren zur Herstellung splittersicherer Augengläser nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein in üblicher Weise bearbeitetes Einzelglas mit Korrektionswirkung mit einer auf den Grundradius geschliffenen und polierten Scheibe, welche meniskenplan ist, durch eine Zwischenschicht aus Kunststoff derart verbunden wird, dass die Flächen gleichen Krümmungsradius (Grundradius) aneinanderliegen. EMI2.1
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| AT127976D AT127976B (de) | 1930-02-28 | 1930-02-28 | Splittersicheres, durchgebogenes Augenglas. |
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1930
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