AT127581B - Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators.

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  Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators, bei dem als festes Dielektrikum eine chemisch reine Cellulose verwendet wird. Es ist bekannt, zu diesem Zweck aus Viskose gewonnene Cellulosehäute zu verwenden. Derartige Häute neigen aber zum Falten, Kräuseln und Verbiegen. Sie erleiden infolgedessen leicht Beschädigungen, die zu Durchschlagsentladungen führen. Man hat diese Nachteile durch Zwischenlagen, z. B. aus Papier, zu bekämpfen gesucht, erhielt aber auf diese Weise Kondensatoren, deren mehrschichtiger Aufbau einen verhältnismässig hohen Preis im Gefolge hatte. Vorteilhafter ist es deshalb, zum Aufbau des Kondensators von technischer Cellulose auszugehen und diese einer Behandlung zu unterwerfen, welche diejenigen Begleitstoffe entfernt, welche ihrer elektrischen Güte abträglich sind. Man hat z. B.

   Filme aus Cellulosederivaten wie Celluloseestern von   ihren Weichmaehungsmitteln   befreit und dann als Dielektrikum für Kondensatoren verwendet. Derartige Ester entstehen aus der Cellulose durch Einwirkung von Alkoholen oder Säuren, während die reine Cellulose der Strukturformel   (CaH1oOÏ)   x entspricht und die prozentuale Zusammensetzung von etwa 
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 besitzt. 



   Die Cellulosederivate neigen zu Feuchtigkeitsaufnahme. Bei Einwirkung einer elektrischen Spannung treten elektrolytische Erscheinungen auf, die die Verbindung teilweise zersetzen, so dass die elektrischen Eigenschaften des Dielektrikums gemindert werden. 



   Die technischen Cellulosefilme entsprechen zwar an sich bisweilen der vorgenannten Strukturformel, besitzen aber ebenfalls Weichmachungsmittel zur Aufrechterhaltung ihrer Sehmiegsamkeit. 



  Die Weichmachungsmittel sind wasserhaltig und beeinträchtigen die dielektrischen Eigenschaften. Es genügt nicht, das Wasser den Weichmachungsmitteln zu entziehen, sondern es hat sich als vorteilhaft erwiesen, diese Zusätze im Sinne der Erfindung aus der Cellulose ganz zu entfernen. Führt man dies aus, so erhält man die oben näher bezeichnete reine Cellulose von guten dielektrischen Eigenschaften. Die Weichmachungsmittel, in der Regel schwer trocknende mehrwertige Alkohole, lassen sich zum Teil durch die diesen Stoffen zugehörigen Lösungsmittel herausholen, zum Teil lassen sie sich durch Erwärmung im Vakuum verdampfen. 



   Das so behandelte Dielektrikum ist gegen Feuchtigkeit unempfindlich. Um auch zu verhindern, dass sich auf der Oberfläche der Cellulose des fertigen Kondensators Feuchtigkeit ansetzt und Ober-   flächenleitung   entsteht, ist es   zweckmässig,   den Kondensator mit hochisolierenden organischen Stoffen (z. B. Paraffin) nach vorausgegangener Trocknung und Entlüftung zu tränken. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators mit festem Dielektrikum aus Schichten reiner Cellulose, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenlagen aus einer durch eine Reinigung, insbesondere Herauslösung oder   Verflüchtigung,   von den zur Weichmachung der Cellulose beigegebenen Begleitstoffen befreiten technischen Cellulose hergestellt werden. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verdampfbaren Bestandteile der schädlichen Begleitstoffe durch Verdampfung im Vakuum entfernt werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator mit dem so vorbereiteten Film in an sich bekannter Weise mit hochisolierenden organisehen Stoffen getränkt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT127581D 1930-02-10 1931-01-28 Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators. AT127581B (de)

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