AT127447B - Verfahren zum Härten von Stahlbändern. - Google Patents

Verfahren zum Härten von Stahlbändern.

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  Verfahren zum Härten von Stahlbändern. 



   Kaltgewalzte Stahlbänder wurden bisher so gehärtet, dass das von einem Haspel abgewickelt Stahlband durch einen Kanalofen durchgezogen wurde, der dem Band die Härtetemperatur vermittelte ; unmittelbar hinter dem Ofen ging das Stahlband durch ein Ölbad oder eine andere Vorrichtung hindurch, in welcher es abgeschreckt wurde, worauf es zwischen erwärmten, gegeneinander gedrückten Anlassbacken hindurchgezogen und wieder aufgehaspelt wurde. In dem Härteofen bildete sich dabei auf der Oberfläche des Stahlbandes Zunder, weil die Erhitzung so ausgeführt wurde, dass Luft Zutritt hatte ; wollte man als Fertigerzeugnis ein blankes Stahlband erhalten, so musste eine Nachbehandlung stattfinden. Wollte man dann noch das Stahlband mit einer bestimmten Anlassfarbe versehen, so musste man das blankgemachte Stahlband abermals durch eine Erhitzungsvorrichtung hindurchziehen.

   Es ist nun bekannt, dass man Stahlgegenstände beim Erhitzen dadurch vor Oxydation schützen kann, dass man sie mit einer Schutzschicht von Graphit oder andern Stoffen versieht. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt aber, das Aufbringen einer solchen Schutzschicht im Zuge des Gesamtverfahrens der Herstellung kaltgewalzter, blanker, in bestimmter Weise angelassener Stahlbänder so durchzuführen, dass das Gesamtverfahren vereinfacht wird. Dies geschieht gemäss der Erfindung in der Weise, dass man an der Stelle des Kanales des Härteofens, wo das Stahlband eintritt, Azetylen oder einen andern Kohlenwasserstoff einführt und entzündet. Das Stahlband wird dann durch die Azetylenflamme hindurchgezogen und beschlägt sich mit einer dünnen Russschichte, die einen aus feinen Teilchen bestehenden Überzug bildet, welcher das Stahlband vor der Zunderbildung bewahrt.

   Wird eine genügend grosse Menge Azetylen od. dgl. in den Kanal eingeführt, so wird nicht die ganze Menge des Gases schon an der Eintrittsstelle verbrannt, sondern es strömt unverbranntes Azetylen von der Eintrittszur Austrittsstelle des Kanales und kann sich erst dort wieder entzünden, wo Luft freien Zutritt hat. Im Innern des Kanales wird aber das Gas mithelfen, die Oxydation des Stahlbandes zu verhindern.

   Die dünne Russschicht wirkt aber gleichzeitig auch als reibungverminderndes Schmiermittel, weil die Russteilchen entweder aus Graphit bestehen oder zumindest ähnliche Eigenschaften aufweisen, und man kann nun das aus dem Härteofen kommende, mit einer Russschichte überzogene Stahlband unmittelbar zwischen gekühlten, gegeneinander gedrückten Abschreckbacken und darauffolgend zwischen erhitzten, gegeneinandergedrückten Anlassbacken hindurchziehen, ohne fürchten zu müssen, dass darunter die Glätte des Stahlbandes leiden würde. 



   Wird dann das Stahlband von der noch anhaftenden   Russschicht   durch einen einfachen Reinigungsvorgang befreit, so zeigt es sich völlig blank mit der Anlassfarbe, die es in der Anlassvorrichtung erhalten hat. Zum Reinigen genügt das Anblasen des Stahlbandes mit Pressluft oder einem andern Gas unter   Druck.   



   Bei diesem Verfahren wird also nicht bloss das Abscheuern und Polieren und das Wiederholen des Anlassens erspart, sondern auch das wiederholte Auf-und Abhaspeln, wodurch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens ganz bedeutend erhöht wird. 



   Die Backen der Abschreckvorrichtung oder der Anlassvorrichtung können auch entsprechend profiliert werden, so dass man dem Stahlband durch das Durchziehen zwischen den Backen dieser Vorrichtungen jede gewünschte Querschnittsform geben kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Härten von Stahlbändern, wobei das Stahlband während seiner Längsbewegung einen Glühofen, eine Abschreckvorrichtung und eine   Anlassvorrichtung   passiert, dadurch gekennzeichnet, dass an der Eintrittsstelle des Kanalofens zum Glühen des durchgezogenen Stahlbandes Azetylen oder ein anderer Kohlenwasserstoff eingeleitet und entzündet wird, wobei das Stahlband mit einer Russschichte überzogen wird, die es gegen Oxydation schützt und beim Durchziehen durch die Backen der Abschreck-und der   Anlassvorrichtung   ein die Reibung verminderndes Mittel bildet. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlband nach dem Verlassen der Abschreck. oder der Anlassbacken durch Anblasen mit Pressluft oder einem andern Gas unter Druck von dem Überzug gereinigt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT127447D 1929-12-09 1929-12-09 Verfahren zum Härten von Stahlbändern. AT127447B (de)

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