AT127410B - Elektrischer Sicherheitsglühzünder und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Elektrischer Sicherheitsglühzünder und Verfahren zur Herstellung desselben.

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AT127410B
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  Elektrischer Sicherheitsglühzünder und Verfahren zur Herstellung desselben. 



   Die Erfindung bezweckt einen elektrischen   Sicherheitsglühzünder   mit einheitlichem Widerstandsdraht zu schaffen, welcher so gestaltet ist, dass er trotz kurzer Baulänge Höchstbelastungen dauernd ohne Schaden zu nehmen aushält und dabei maschinell vorteilhaft herzustellen ist. 



   Bei elektrischen Sicherheitszündern besteht die Forderung, dass sie Fremdströme, bestimmter Spannung und Stromstärke, ohne sich zu entzünden und Schaden zu nehmen, aushalten. Es sind verschiedene Ausführungen bekannt, welche diesem Zweck entsprechen sollen. 



  Die Spannungssicherheit wird z. B. dadurch erzielt, dass auf zwei Elektroden des Zünders eine Zündsatzmasse aufgetragen wird, welche durch entsprechende Zusätze leitend gemacht wurde. 



  Der Ohm'sche Widerstand ist ein hoher, während die Entzündungsstromstärke eine niedere ist. 



  Um auch höhere Stromsicherheit zu erhalten, wird solchen Zündern manchmal ein Glühdrähtchen parallel geschaltet. Derartige Sicherheitszünder besitzen den Nachteil, dass infolge der Fremdstromeinwirkung und Erwärmung des Zündsatzes die chemische Veränderung desselben auch eine unkontrollierbare Veränderung der Widerstandsverhältnisse herbeiführt, wodurch die Zündsicherheit wesentlich beeinträchtigt wird. Eine Widerstandskontrolle ist überhaupt schwierig und gibt keinen verlässlichen Rückschluss, ob die Zünder in Ordnung sind. Eine einheitliche Fabrikation ist sehr schwierig. Bei andern Arten werden Widerstandsdrähte angewendet, wodurch die sichere Kontrollmöglichkeit gegeben ist.

   Entweder werden den Pillen bestimmter Stromsicherheit Vorschaltwiderstände zugebaut, welche die Spannungssicherheit herbeiführen oder es wird ein Teil eines Widerstandsdrahtes als Vorschaltwiderstand und eine bestimmte Stelle desselben als das die Zündung herbeiführende Glühdrähtchen der Pille, d. h. als Glühbrücke verwendet. 



   Erstere besitzen den Nachteil einer kostspielig hohen Baulänge, einer grossen Zahl Unsicherheit schaffende Lötstellen und umständliche Fabrikation, während letztere diese Mängel zwar nicht besitzen, bisher aber noch nicht in einer Weise zur Ausführung gelangten, welche der Bedingung der andauernd schadlosen Belastbarkeit besonders für hohe Stromstärken, vollkommen Rechnung tragen. Hauptsächlich dem Umstand, dass in den Zündsatz ragende Metalllamellen vorhanden sind, welche eine übermässige Zuleitung der Wärme herbeiführen, ist es zuzuschreiben, dass die Wärmeeinwirkung hiebei an der empfindlichsten Stelle, beim Glüh-   drähtchen   am grössten und nachteiligsten wird. Es treten Herabsetzung der Sicherheitsgrenze und Zersetzung des Zündsatzes ein.

   Andauernde Erwärmung wirkt auch auf die durch Lötung bewerkstelligte Befestigung ungünstig und können durch Lösen derselben Leitungsunterbrechungen herbeigeführt werden. Auf den Metallteilen sitzende Lötstellen im Zündsatz wirken wärmespeichernd und schädigend (Reste von Lötmittel). 



   Um diese Übelstände zu vermeiden und dabei eine rationelle gleichmässige Herstellung zu sichern, ist der gesamte Widerstand des Zünders in Form eines ungeteilten Widerstandsdrahtes auf einen Isolierstreifen geeigneten Querschnittes aufgewickelt, welcher nur an seinen Enden für Widerstands-und Zuleitungsdrahtbefestigung Metallteile beispielsweise Metallamellen oder-spangen besitzt und so gefaltet ist, dass die Faltstelle das mit Zündsatz (Zündpille) versehene Ende bildet.

   Die Herstellung dieser Sicherheitsglühzünder kann in der Weise erfolgen, dass auf Isolierstreifen (Bänder) je zwei oder eine doppeltbreite Klammer aufgesteckt wird, der Widerstandsdraht fortlaufend aufgewunden und eingeklemmt wird und der jeweilig letzte Zünder nach dem Falten so abgetrennt wird, dass eine der Klammern oder eine Hälfte der Doppelt- 

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 klammer auf dem abgetrennten und die zweite   Klammer bzw.   zweite Hälfte der Doppeltklammer auf dem neu zu faltenden Teil verbleibt. 



   Fig. 1 der Zeichnung zeigt perspektivisch einen der Erfindung gemäss eingerichteten elektrischen Sicherheitsglühzünder, dessen Isolierstreifen ungleich lange Schenkel besitzt. Fig.   2   zeigt einen Glühzünder, dessen Isolierstreifen gleich lange Schenke] mit zwischen ihnen eingelegter Isolierzwischenlage besitzt. Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch den mit einer Metallspange versehenen Endteil des Isolierstreifens, Fig. 4 zeigt perspektivisch eine Anordnung, bei der die eine Metallspange auch den andern Schenkel des Isolierstreifens umfasst, Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch diese Metallspange, die Fig. 6 und 7 zeigen einen fortlaufenden Isolierstreifen mit aufgesetzten Zünderteilen zur fortlaufenden Herstellung von Zündern gemäss vorliegender Erfindung. 



   Auf dem Isolierstreifen   1   (Fig. 1), welcher an der Stelle 2 zurückgebogen ist, sind lediglich an den äussersten Enden Metallteile 3, 3a vorgesehen. Diese als Klammern ausgestalteten Metallteile oder Lamellen tragen Ansätze 4 für die Befestigung des Widerstandsdrahtes 5 und dienen auch zur Befestigung der Zuleitungsdrähte   6,   zu welchem Zwecke beispielsweise aus der Lamelle Stege 9 ausgeschnitten und ausgebogen sind. Die Befestigung erfolgt auf durch Wärme nicht beeinflussbare Art, u. zw. durch Einklemmen.

   Der Widerstands draht 5 ist so um den ganzen Streifen herumgewickelt, dass die ansteigenden Windungshälften nach aussen zu liegen kommen und die inneren parallel verlaufenden, gegenüberstehenden   Windungshälften   so ausgeteilt sind, dass die Faltung ohne Verwendung einer   Isolierzwischenlage   ohne Kontaktgefahr erfolgt, indem hiebei die   Windungshä1ften   des einen Streifenteiles zwischen jenen des andern Streifenteiles zu liegen kommen bzw. gegen diese versetzt sind. Aus diesem Grunde können die Streifenschenkel ungleich lang sein, so dass auch die   MetaIIspangen   oder Klammern 3 und 3a sich nicht berühren (Fig. 1).

   Zwecks Erzielung einer hohen Gleichmässigkeit bei der Zündung ist an der Bugstelle 2 eine Aussparung 7 vorgesehen, welche eine oder mehrere Windungen des Widerstandsdrabtes so freilegt, dass eine vollkommene Umschliessung derselben vom Zündsatz eintritt und die feinen Unregelmässigkeiten in der Auflage auf dem Isolierstreifen Kühlungsunterschiede nicht zur Geltung kommen lassen. Da der Widerstandsdraht auf eine grosse Länge des Isolierstreifens aufgewickelt ist und die einzelnen Windungen in grossen Abständen voneinander sind, tritt keine gegenseitige Erhitzung derselben auf und ist schon dadurch eine günstige Wirkungsweise gegeben. Da in den Zündsatz 8 keine Metallteile hineinragen. tritt an den empfindlichen Stellen, das ist bei den die Zündung herbeiführenden Windungen im Spalt keine schädigende Überhitzung und damit Herabsetzung der Belastungsgrenze auf. 



   Es ist selbstverständlich   möglich ; die Berührung   der gegenüber stehenden Windungen und Metallspangen   3,     3 a durch Zwischenlage   einer Isolierung o oder eventuell durch einen Isolieranstrich u. dgl. zu verhindern. Hiebei erübrigt es sich, die Schenkel des Streifens 1 ungleich lang zu machen (Fig. 2). Der Querschnitt des Isolierstreifens kann verschieden sein. 



  An Stelle der als Klammer ausgestalteten   Anschlusslamellen können eventuell aufgeklebte   Metall-   plättchen   Verwendung finden. Die auf den kürzeren Schenkel befindliche Metallklammer 3 (Fig. 4, 5) kann mittels Ansatzlappen 10 auch den andern Schenkel umgreifen und daher beide Schenkel zusammenhalten. 



   Die Herstellung derartiger Zünder geschieht maschinell in der Weise, dass auf dem von einer Vorratsrolle abgezogenen Isolierstreifen 1 Metallklammern aufgesteckt werden, welche in einem Stück sein können, d. h. die beiden Spangen 3 und 3a in einem Stück bilden. Nachdem auch die Perforierung zwecks Bildung der Aussparungen stattgefunden hat, wird ein Widerstandsdraht   5   herumgewickelt, der in die Ansatzlappen 4 eingeklemmt wird. Der jeweils letzte 
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  (3a gehört zum abgetrennten   Zünder.   während 3 beim nächsten Zünder verbleibt). Sodann wird in gleicher Weise der nächstfolgende Zünder gebildet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer   Sicherheitsglühzünder, dadurch gekennzeichnet,   dass der gesamte Widerstand des Zünders in Form eines ungeteilten Widerstandsdrahtes auf einen Isolierstreifen aufgewickelt ist, welcher nur an seinen Enden für Widerstands-und Zuleitungsdrahtbefestigung Metallteile beispielsweise Metallamellen oder-spangen besitzt und so gefaltet ist, dass die Faltstelle das mit Zündsatz (Zündpille) versehene Ende bildet.

Claims (1)

  1. 2. Elektrischer Sicherheitsglühzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstandsdraht auf die ganze Länge eines Isolierstreifens verteilt und so angeordnet ist, dass sich bei Faltung desselben gegenüberstehende Windungen des Drahtes nicht berühren, u. zw. dadurch, dass die innen liegenden Windungshälften des einen Isolierstrelienschenkels bezüglich der gegenüberstehenden Windungshälften des andern Isolierstreifensehenkel versetzt sind. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Elektrischer Sieherheitsglühzüllder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Isolierung gegenüberstehender Windungen und Metallkontakte durch Einfügen einer isolierenden Zwischenlage vorgenommen wird.
    4. Elektrischer Sicherheitsglühzünder nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet. dass an der Faltstelle eine zu beiden Seiten derselben sich erstreckende Aussparung (7) vorgesehen ist, welche eine oder mehrere Windungen des Widerstandsdrahtes allseitig freilegt.
    5. Elektrischer Sicherheitsglühzünder nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstandsdraht an Metallamellen befestigt ist, welche so gestaltet sind, dass sie den Isolierstreifen umklammern und für die Befestigung des Widerstandsdrahtes Ansätze tragen, in welche derselben eingeklemmt wird, wobei die Metallamellen auch für die Befestigung der Zuleitungsdrähte (6) ausgebildet sein können.
    6. Elektrischer Sicherheitsglühzünder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Metallklammern nicht allein ihren zugehörigen Streifenschenkel sondern auch den andern Streifenschenkel umgreift und daher beide Schenkel zusammenhält.
    7. Elektrischer Sicherheitsglühzünder nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltstelle den Isolierstreifen in zwei ungleichlange Teile teilt, so dass auch ohne Verwendung einer Isolierzwischenlage keine Berührung der Metallamellen erfolgt.
    8. Verfahren zur Herstellung elektrischer Sicherheitsglühzünder nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf Isolierstreifen (Bänder) je zwei oder eine doppeltbreite Klammer aufgesteckt wird (3, 3a), der Widerstandsdraht fortlaufend aufgewunden und eingeklemmt wird und der jeweils letzte Zünder nach dem Falten so abgetrennt wird, dass eine der Klammern oder eine Hälfte der Doppelklammer auf dem abgetrennten und die zweite Klammer bzw. zweite Hälfte der Doppelklammer auf dem neu zu faltenden Teil verbleibt.
AT127410D 1931-01-08 1931-01-08 Elektrischer Sicherheitsglühzünder und Verfahren zur Herstellung desselben. AT127410B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3110845A (en) * 1960-06-07 1963-11-12 Hercules Powder Co Ltd Electrical igniter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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