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Elektrischer Zugschalter.
Um elektrische Drehschaltereinsätze mit Rechts-und Linksgang unverändert auf für Zugschalter verwenden zu können, ist es notwendig, zwischen den Zughebel und die Schalteraehse eine nur im Sinne des Uhrzeigers wirksame Mitnehmereinrichtung vorzusehen, um den Rückgang des Zughebels nicht auf die Schalterachse und damit auf das Schaltrad zu übertragen. Solche einseitig wirkenden Kupplungen bei elektrichen Zugschaltern sind bekannt. Es ist vorgeschlagen worden, zwischen den Zughebel oder die mit diesem verbundene Führungshülse sowie die Schalterachse eine aus Steingut oder sonstigen Isolierstoff bestehende Hülse anzuordnen, welche mit Sperrzähnen versehen ist und in entsprechend Vorsprünge der Zughebelhülse eingreift.
Der Hub des Zughebels, welcher im allgemeinen nicht mehr als 900 betragen soll, ist bei den vorbekannten Ausführungen abhängig von dem Schaltdrehwinkel der Schalterachse, er entspricht also dem Drehwinkel des Handknebels, wenn der Schaltereinsatz als gewöhnlicher Handschalter Verwendung findet. Es sind nun Drehschalter bekannt, bei denen der Schaltweg des Knebels wesentlich grösser ist, als 90 , so beträgt beispielsweise bei Drehschaltern mit Exzentergesperre der Drehwinkel zwischen der Ruhelage des Schaltknebels und der Ausklinkstellung, in weleher das Gesperre gelöst wird, etwa 120 bis 140 , ein Ausschlagwinkel, welcher für Zughebel aus Gründen leichter Handhabung viel zu gross ist.
Es bereitete daher bisher Schwierigkeiten, derartige Drehschaltereinsätze mit grossem Schaltwinkel unverändert auch für Zugsehalter zu verwenden.
Um diese Nachteile zu beseitigen, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, eine mit der Schalterachse undrehbar verbundene Sperrseheibe vorzusehen, welche die Schalterachse bei Erreichung der Ausklinkstellung in dieser oder annähernd in dieser entgegen der Wirkung der Schaltfeder festhält. In der Ruhelage der einzelnen Teile (nach dem Rückgang des Zughebels) besitzt dann also die Sehaltfeder noch eine gewisse Vorspannung, es hat gewissermassen bereits das Spannen der Sehaltfeder für die nächste Schaltung begonnen, so dass der Zughebel nicht mehr um den vollen Ausschlagwinkel der Schalterachse zurückzugehen braucht, sondern den als am zweckmässigsten erwiesenen Drehwinkel von 900 erhalten kann.
Dieses Festhalten der Schalterachse bei gespannter Schaltfeder ist bei Verwendung des Schaltereinsatzes in Zugschaltern völlig unbedenklich, da der Schalter doch nur im Sinne des Uhrzeigers gedreht wird. Um die Zahl der Einzelteile nicht zu vermehren, ist es vorteilhaft, die für Rechts-und Linksgang- schalter notwendige Mitnehmereinrichtung gleichzeitig als Sperrseheibe für das Zurückhalten der Schalterachse zu verwenden.
Die Zeichnung erläutert den Erfindungsgedanken und zeigt in Fig. 1 in den Darstellungen A-E die Bewegungsvorgänge bei einem Schalter mit Exzentergesperre in den charakteristischen Stellungen.
In Fig. 2 ist in schematischer Darstellung die Verrastung der Schalterachse in der Ausklinkstellung nach der Erfindung veranschaulicht, während Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel und Fig. 4 eine Draufsicht auf die Zughebelkapsel mit den in der Bodenfläche vorgesehenen Rastenvorsprüngen auf die Verrastung in der Ausklinkstellung erkennen lassen.
In den Darstellungen A-E der Fig. 1 ist die Wirkungsweise eines Drehschalters mit Exzentergesperre verdeutlicht. Als Beispiel ist ein normaler Drehschalter mit einem von Hand betätigten Schaltergriff i gewählt. Auf die Achse c ist eine runde Scheibe fest aufgezogen, deren Mittelpunkt exzentrisch zum Achsenmittelpunkt angeordnet ist. Um den Exzenter k liegt der Exzenterring m und wird mittels
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fest verbunden ist. Der Exzenterring rn kommt an Rastenvorsprüngen b der Rastenscheibe a zur Anlage.
In der Ausgangsstellung nach Darstellung A der Fig. l befindet sich der Schaltergriff i beispielsweise in waagrechter Lage, der Exzenterring m ist mit seinem Anschlagstück unter der Einwirkung des Exzenters k zwischen zwei Rastenvorsprüngen b der Rastenscheibe a eingetrieben. Beim Drehen am Schaltergriff bis zu annähernd 50 wälzt sich zunächst der Exzenterring am Nocken b, das Schalträdchen bleibt verrastet, die im Innern angeordnete Fortschnellfeder wird gespannt (Darstellung B).
Erst nach Überschreiten dieser Lage findet ein allmähliches Abgleiten des Exzenterringes Tit am Nocken statt, wobei nach Drehung des Schaltergriffes um einen Winkel or von ungefähr 1200 die Ausklinkstellung erreicht wird (Darstellung 0). Unter Einwirkung der jetzt stark gespannten Fortschnellfeder wird nunmehr das Schalträdchen mitsamt der Führungsscheibe o in der Pfeilrichtung fortgeschleudert. Während dieser Drehbewegung wälzt sich gleichzeitig der Exzenterring m am Exzenter 7c ab, wird nach aussen gedrückt und kommt im nächsten Rastenvorsprung sicher zum Anschlag (Darstellung D).
Die Schaltbewegung, deren Arbeitswinkel beim Ausführungsbeispiel 900 beträgt, ist damit beendet, der Schaltergriff i, dessen Arbeitsweg einen Winkel o : = 120 umfasst hat, geht unter der Einwirkung der Fortsehnell- feder in eine zur Ausgangslage rechtwinkelige Ruhelage zurück (Darstellung E).
Für den Betrieb von normalen, von Hand betätigten Drehschaltern ist der Mehrbetrag des Arbeitsweges des Schaltergriffes von zirka 300 gegenüber dem Arbeitsweg des Schalträdehens ohne Bedeutung.
Anders liegen jedoch die Verhältnisse bei der Verwendung derartiger Schalter als Zugsehalter, bei denen aus den eingangs erwähnten Gründen der Arbeitsweg des Zughebels nicht mehr als 900 betragen soll.
Nach der Erfindung wird nun durch eine besondere Ausklinkverrastung an der Zugschaltereinriehtung erreicht, dass die Schalterachse der normalen Drehschaltereinrichtung beim Zusammensetzen mit der Zugschaltereinrichtung von vornherein eine Vorspannung von zirka 300 entsprechend dem Mehrbetrag des Arbeitsweges des Schaltergriffes erhält.
In Fig. 2 ist mit der Schalterachse c undrehbar eine Sperrscheibe n verbunden, sie ist beispielsweise mit einer Vierkantausnehmung über die im Querschnitt rechteckige Schalterachse geschoben. An ihrem äusseren Umfange besitzt die Sperrscheibe n Rastenvorsprünge q, in welche der unter Federeinwirkung e stehende, drehbar gelagerte Sperriegel f eingreift. Die Sperrscheibe n besitzt entsprechend der Zahl der Ruhestellungen des Schalters vier derartige Sperrnasen q, die um 900 gegeneinander versetzt sind. Die Sperrscheibe n mit ihren Rastvorsprüngen q ist gegenüber den vier Ausklinkstellungen um 300 zurückversetzt, sie hält demnach die Schalterachse c in einer Stellung fest, die gegenüber derjenigen nach Fig. 1 um 300 versetzt ist (Winkel ss), so dass der gesamte Arbeitsweg'í nur mehr 900 beträgt.
Die Stellung 0 - D der Schalterachse c entspricht dabei der Ausklinkstellung der vorangegangenen Schaltung, aus welcher die Achse c infolge der Sperrung f, q, nicht zurückweichen konnte. Wird die Schalterachse nunmehr durch den Zughebel erneut um den Winkel y (90 ) gedreht, so erreicht die Schalterachse die nächste Ausklingstellung A-B, sie wird in dieser sofort verrastet, das Schalträdchen springt in die nächste Stellung über, der Zughebel geht allein in seine Ausgangsstellung zurück, u. zw. ebenfalls um den Drehwinkel von 900.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist die Zugschaltereinrichtung in bekannter Weise in einem umschliessenden Gehäuse d untergebracht, welches durch Bolzen g an der Schalterkappe befestigt wird. Als Sperrscheibe im Sinne der Erfindung dient die als Hülse n ausgebildete Mitnehmereinrichtung, welche mit einem Zahnkranz h versehen ist. In diesen Zahnkranz greift eine mit dem Zughebel undrehbar verbundene Mitnehmerscheibe ein, welche die Hülse n nur im Sinne des Uhrzeigers mitnimmt, bei deren Rückgang aber unter dem Zahnkranz h hinweggleitet. Die Hülse n besitzt ausserdem noch einen zweiten Zahnkranz q (vgL Fig. 2), in welchen im Boden des Gehäuses d vorgesehene Sperrfedern u (entsprechend dem Sperrhebel f der Ausführung nach Fig. 2) eingreifen.
Auch in diesem Falle findet eine Sperrung der Schalterarhse gegen Zurückweichen durch die Sperrteile q, u, in der Ausklinkstellung statt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Zugschalter mit einem Schaltereinsatz für Rechts-und Linksgang mit einem grösseren Drehwinkel als 90 , gekennzeichnet durch eine mit der Schalterachse (e) undrehbar verbundene
Sperrscheibe (n), welche die Schalterachse jeweils bei Erreichung einer der zueinander um 900 versetzten Ausklinkstellungen (A-B) in dieser oder annähernd in dieser entgegen der Wirkung der Schaltfeder festhält.