AT126608B - Verfahren und Vorrichtung zum Bespannen von Schlägern, insbesondere Tennisschlägern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bespannen von Schlägern, insbesondere Tennisschlägern.

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  Verfahren und Vorrichtung zum   Bespannen von Schlägern,   insbesondere Tennisschlägern. 



   Die Erfindung bezieht sich auf das Bespannen von Tennis-und anderen Schlägern und eine Vorrichtung, um das Spannen auszuführen. 



   Bei dem gewöhnlichen Bespannen der Schlägerrahmen von Hand wird der Schläger dadurch gehalten, dass er nur an dem Handgriff festgeklemmt wird. Er ist daher einer Reihe von Zugbeanspruchungen unterworfen und erleidet infolgedessen beim Bespannen eine Verzerrung. Zuerst werden die Haupt-, d. h. die   Längssaiten   stramm gezogen, aber noch nicht mit ihrer Endspannung. Dann wird der Rahmen in Längsrichtung mittels eines sich ausdehnenden Schraubwerkzeuges gespreizt, mit einem sogenannten "billiard". Die Hauptsaiten werden dann nacheinander von Hand durchgezogen und bis zu der verlangten Spannung gedehnt, wobei das Spreizwerkzeug lediglich gegen Längsverkürzung des Rahmens abstützt.

   Dann werden die Quersaiten unter Spannung angezogen, wobei der Rahmen seitlich leicht zusammengedrückt wird und sich in Längsrichtung ausdehnt, so dass das Spreizwerkzeug herausfällt. 



   Es ist auch schon vorgeschlagen worden, das gewöhnliche   Handbespannungsverfahren,   wie es oben beschrieben ist, dadurch zu ändern, dass der längsbespannte Schlägerrahmen in   Längsrichtung   gezogen oder aber seitlich zusammengedrückt wird, bevor die Quersaiten eingeführt, und zwar vermittelst mechanisch verstellter Kurvensegmente, die in einem in der Mitte geöffneten Rahmen beweglich angeordnet sind. In Verbindung mit einem solchen Apparat wurde auch vorgeschlagen, drehbare Windspindeln rings um den Rahmen des Apparates vorzusehen, vermittelst welcher die Saiten mechanisch gespannt werden sollen, wenn auch ohne ein Mittel zum Messen oder zum automatischen Regeln der Spannung auf einen vorher bestimmten Wert. 



  Es ist auch schon vorgeschlagen worden, den Rahmen am Kopf und am Griff festzuklemmen. oder auch an beiden Seiten und am Handgriff, in der Absicht, eine Verzerrung des Rahmens beim Bespannen mittels mechanischer Vorrichtungen   zn   verhindern, welche zwar die Belastung messen können, aber nicht die   Möglichkeit   gewähren.   automatisch   für die Anwendung einer bestimmten Spannung, unter Verhinderung einer Überschreitung dieser Spannung zu sorgen. 



   Bei den oben beschriebenen Verfahren wird der Schlägerrahmen absichtlich während der Bespannung verbogen ; er ist nicht positiv gegen Verzerrung in allen Richtungen abgestützt. 



  Infolgedessen hängt die endgültige Gestaltung des Rahmens und die Spannung der Saiten von dem Urteil und der Geschicklichkeit des die Bespannung bewirkenden Arbeiters ab. Bei diesen Methoden kann also ein guter Schlägerrahmen leicht durch einen ungeschickten Bespanner verdorben werden, und, selbst wenn alle Rahmen von ein und demselben sehr geschickten Arbeiter bespannt werden, so werden doch die bespannten Schläger nicht alle gleichförmig. 
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 Verzerrung   abgestützt,   während die Haupt-und die Quersaiten bis zu ihrer Endspannung angezogen werden, und erst dann wird der bespannt Schlägerrahmen frei.

   Ferner kann das Verfahren so ausgebildet werden. dass die Schätzung beim Spannen der Saiten in Fortfall kommt, indem eine Windevorrichtung für diesen Zweck angewendet wird, die so eingerichtet ist. dass eine vorher bestimmte Spannung angewendet und automatisch aufrechterhalten werden muss, bis die Saite befestigt ist. 



   Ein Halter, der den   Schlägerrahmen   in allen Richtungen während des Bespannens gegen Verzerrung sichert und ermöglicht, den bespannten Rahmen loszumachen, besteht beispielsweise aus einer Anzahl von ringförmigen Segmenten mit unterbrochenen Oberflächen, die sich gegen den Kopf, das Handgriffende und die Seiten des inneren Profils des   Schlägerrahmens   anlegen, wobei diese Segmente an   einer ringförmigen Grundplatte   angebracht sind und Mittel vorgesehen sind, die Flächen in und ausser fester Berührung mit dem inneren Profil des   Schlägerrahmens   zu bringen.

   So kann   bei ungefähr in   Abmessung und Gestalt gleichförmigen Schlägerrahmen einer dieser Schlägerrahmen über die unterbrochenen Flächen der Halter-Segmente, diese umschliessend, gelegt werden, worauf diese Segmente, wenn sie nach aussen geschwenkt werden, nicht nur den Rahmen festhalten, sondern auch eine positive Abstützung gegen die Verzerrung des Rahmens beim Spannen der Haupt-und Quersaiten bilden. 



   Um die Spannung, mit welcher die Saiten angezogen werden sollen, genau zu bestimmen, wird eine Windetrommel od. dgl., auf welche der Saitenstrang nacheinander aufgewickelt wird, nachgiebig gelagert, aber mit einem Gewicht belastet, so dass, nachdem die Spannung das verlangte Mass erreicht hat, die Trommel nachgibt und dabei die Spannung so lange aufrechterhalten wird, bis die Saite befestigt ist. Der Rahmenhalter ist gegenüber der nachgiebigen, 

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   gcwichtsbelasteten Windetrommel einstellbar,   so dass die   verschiedenen Spannlöcher am Schläger-   rahmen in die geeignete Arbeitslage gegenüber der Trommel gebracht werden können. 



   Eine Ausführungsform einer   Vorrichtung   nach der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht des Gesamtapparates, Fig. 2 schaubildlich eines der austauschbaren Gewichte, ferner in grösserem Massstabe Fig. 3 eine Oberansicht des Halters, der den   Schlägerrahmen   gegen Verzerrung sichert. Fig. 4 einen Längsschnitt nach der Linie   4-4   von Fig. 3. Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie 5-5 von Fig. 3, Fig. 6 eine Oberansicht der Winde mit Bezug auf einen Teil des Halters und Fig. 7 eine Seitenansicht der Winde. 



   An einem Arm b des Kopfes eines Gestelles a ist eine senkrechte Spindel c durch Muttern e1 festgeklemmt. Diese Spindel dient als Lager des Halters für den Schlägerrahmen d, der in Fig. 3 und 4 mit punktierten Linien dargestellt ist. Der Halter kann von Hand in einer Horizontalebene gedreht werden. 



   Der Rahmenhalter, dessen Einzelheiten die Fig. 3 bis 5 zeigen, besteht aus einer Querschiene e1, mit welcher er auf der Spindel c gelagert ist, und aus einem an dieser Stange Cl befestigten Ring e. Am Ring e sind mehrere ringförmige Segmente f an senkrechten Stiften f1 drehbar gelagert, nur an einem Ende ist ein festes Segment   g   vorgesehen. 



   Die gelenkigen Segmente f sind symmetrisch zur Längsachse 4-4 (Fig. 3) des ringförmigen Halters e und zu dem festen Segment y angeordnet. 



   Alle   Segmente l'und g sind   mit aufrecht stehenden Stiften h versehen, die sich dem inneren Profil des   Schlägerrahmens     d möglichst   nahe anpassen und zwischen die gewöhnlichen   Bespannungslöcher     dl   (Fig. 4) des   Schlägerrahmens   d zu liegen kommen. 



   Die gelenkigen Segmente/* sind durch nach innen gerichtete und nach unten abgebogene   Arme (2,   die sich an den den Drehzapfen f1 entgegengesetzten Enden der Segmente befinden, mit den Köpfen il von Bolzen i verbunden, welche in Gleitlagern e2 der Querschiene   cl bzw.   eines Armes e3 dieser Querschiene radial geführt sind. 
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 in solcher Richtung hervor. dass die Schlitze   j3   die Bolzen i radial nach aussen stossen, wodurch auch ein Ausschwingen der Segmente f nach aussen hervorgerufen wird, so dass deren Stifte h in pressende Berührung mit dem inneren Profil des   Sehlägerrahmens     d   kommen.

   So wird der   Schlägerrahmen gegen Verzerrung festgehalten   und dann von Hand bespannt, wobei alle Saiten bis zu ihrer   Endspannung   angezogen werden können. 



   Nachdem der   Schlägerrahmen   bespannt ist,, bringt eine Rückwärtsdrehung der Spindel k die Stifte h wieder ausser Druckberührung mit dem bespannten Rahmen d, der nun aus dem Halter herausgenommen werden kann. 
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 festzulegen. 



   Die Gestalt des   Schlägerrahmens < :/.   die durch die   Stifte h   des Halters bestimmt wird. ist die Gestalt. die der   Schlägerrahmen   beibehalten soll. weil er vollständig bespannt ist. 



  Infolgedessen ist es es höchst wünschenswert, dass die einzelnen Seiten so stark angezogen werden, dass, wenn der bespannte   Sehlägerrahmen   vom Halter entfernt wird, sich die Spannungen der einzelnen Saiten gegenseitig ausgleichen, ohne noch irgendeine Gestaltänderung des   Schlägerrahmens   zu verursachen. Dazu ist   nötig.   dass jede Saite mit einer bestimmten Spannung 
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 Rahmen einnimmt. 



   Deshalb ist eine mechanische Vorrichtung zur Erleichterung der Spannung der Saiten. welche unter Aufrechterhaltung einer vorbestimmten Spannung automatisch nachgibt, sobald die betreffende Saite diese gewünschte Spannung erreicht hat, vorgesehen. 



   Eine solche Vorrichtung ist in Fig. 1, 2, 6 und 7 dargestellt. 



   Eine mit Zapfen 11 versehene Windetrommel l ist an einer horizontalen Spindel im Kopf   nil   eines Ständers m angebracht, der auf einem Arm   t/t   des Gestells a sitzt. Die Trommel l ist fest verbunden mit einem Schneckenrad 12. in das eine von Hand gedrehte Schnecke 13 eingreift. 



   Der Kopf   m'ist   um einen horizontalen Stift m3 schwenkbar gegen den Ständer   in,   u. zw. nach der Seite des Ständers, die dem oben beschriebenen Rahmenhalter zugewendet ist. An dem Kopf   rnl   ist auch ein Hebelarm m4 angebracht, der von dem Rahmenhalter weggerichtet 

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 ist. Dieser   Arm N4   ist durch ein   Gelenk Jn1 mit   dem einen Ende eines Hebels   n   verbunden, welcher mit seinem andern Ende am Gestell   a   schwingbar angebracht ist. Ein massives Gewicht o hängt an dem Hebel   it   und kann durch eine von Hand verdrehbare Schraube o1 längs des Hebels   it   verstellbar werden, wobei die Verstellung auf einer Skala abgelesen werden kann. 



   Am Hebel   n   ist auch ein kleines Gehänge nach unten hin angebracht, auf welches   Zusatzgewichte 3',   von denen in Fig. 2 eines dargestellt ist, aufgelegt werden können. 



   Nachdem jede   Saite 1",   Fig. 6 und 7, durch die zugehörigen Löcher des Schlägerrahmens   cl,   während dieser auf dem Halter sitzt, durchgezogen ist, wird er um die Zapfen   lu   geschlungen, worauf die Windetrommel   l   durch die Schnecke   l-'gedreht-wird,   um die Saite r zu spannen. Sobald die auf die   Saite 1" ausgeÜbte   Spannung ausreichend ist, wird der   Kopf m1   des Ständers   1n   nach dem Rahmen d hin abschwenken, weil die Spannung der Saite r die   gegenwirkenden Einuüsse   des Gewichtes o und eines etwaigen Zusatzgewichtes   q überwiegt.   



  Dadurch wird die Tatsache angezeigt, dass die   Saite r bis   zu der gewünschten Spannung angezogen worden ist. 
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 der Anwendung von Zusatzgewichten q wird man in die Lage versetzt, jede beliebige Spannung innerhalb praktischer Grenzen auszuüben, wobei diese Spannung sowohl im Hinblick auf die Lage der betreffenden Saite am Schläger und auch mit Rücksicht auf die verschiedenen Sorten von Schlägern passend vorher bestimmt werden kann. 



   Wenn die Saite r bis zu der gewünschten Spannung angezogen ist, so wird sie dadurch festgemacht, dass das betreffende Loch des   Schlägerrahmens   zugespundet wird ; dann wird die Saite von dem   Zapfen   der Trommel gelöst und wieder durch den Rahmen   hindurchgezogen,   um die nächste Saite daraus zu bilden. 



   Während des Spannens wird der Rahmenhalter um seine Spindel c so gedreht, dass immer gegenüber der Windentrommel   l   das zugehörige Saitenloch liegt, von welchem die Saite heraustritt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Bespannen von Schlägern, insbesondere Tennisschlägern, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlägerrahmen in allen Richtungen gegen Verzerrung festgehalten 
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 gezogen werden, während der Schlägerrahmen so festgehalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Anziehen der Saite bis zu einer vorbestimmten Spannung vermittelst einer Vorrichtung bewirkt wird, welche selbsttätig das Auftreten einer höheren als dieser vorbestimmten Spannung verhindert.
    3. Halter für den Schlägerrahmen zur Sicherung gegen Verzerrung während des Bespannens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Mehrheit von ringförmigen Segmenten mit Einzelflächen, die sich gegen das innere Profil des Schlägerrahmens am Kopfende, am Griffende und an den Seiten anlegen können und die an einer ringförmigen Grundplatte angebracht sind, wobei diese Segmente in und ausser feste Berührung mit dem inneren Profil des Schlägerrahmens durch ihre Verstellung gebracht werden könnten.
    4. Spannplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmenle um Zapfen schwenkbar angeordnet sind und durch unrunde Scheiben od. dgl. verschwenkt werden.
    5. Vorrichtung zum Spannen einer Saite eines Schlägers bis zu einer bestimmten Spannung. nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Windetrommel schwingbar so angebracht ist, dass sie nach dem Schlägerrahmen hin kippen kann und durch eine Last zurückgehalten wird.
    6. Spannplatte nach den Ansprüchen 3 und 4, in Verbindung mit einer Zugvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannplatte drehbar gegen die Zugvorrichtung angebracht ist.
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Spannplatte und Zugvorrichtung gemeinsam an einem Gestell angebracht sind und die Belastung der Zugvorrichtung aus einem einstellbaren Gewicht besteht.
AT126608D 1929-04-30 1930-03-06 Verfahren und Vorrichtung zum Bespannen von Schlägern, insbesondere Tennisschlägern. AT126608B (de)

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