<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zum Bespannen von Schlägern, insbesondere Tennisschlägern.
Die Erfindung bezieht sich auf das Bespannen von Tennis-und anderen Schlägern und eine Vorrichtung, um das Spannen auszuführen.
Bei dem gewöhnlichen Bespannen der Schlägerrahmen von Hand wird der Schläger dadurch gehalten, dass er nur an dem Handgriff festgeklemmt wird. Er ist daher einer Reihe von Zugbeanspruchungen unterworfen und erleidet infolgedessen beim Bespannen eine Verzerrung. Zuerst werden die Haupt-, d. h. die Längssaiten stramm gezogen, aber noch nicht mit ihrer Endspannung. Dann wird der Rahmen in Längsrichtung mittels eines sich ausdehnenden Schraubwerkzeuges gespreizt, mit einem sogenannten "billiard". Die Hauptsaiten werden dann nacheinander von Hand durchgezogen und bis zu der verlangten Spannung gedehnt, wobei das Spreizwerkzeug lediglich gegen Längsverkürzung des Rahmens abstützt.
Dann werden die Quersaiten unter Spannung angezogen, wobei der Rahmen seitlich leicht zusammengedrückt wird und sich in Längsrichtung ausdehnt, so dass das Spreizwerkzeug herausfällt.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, das gewöhnliche Handbespannungsverfahren, wie es oben beschrieben ist, dadurch zu ändern, dass der längsbespannte Schlägerrahmen in Längsrichtung gezogen oder aber seitlich zusammengedrückt wird, bevor die Quersaiten eingeführt, und zwar vermittelst mechanisch verstellter Kurvensegmente, die in einem in der Mitte geöffneten Rahmen beweglich angeordnet sind. In Verbindung mit einem solchen Apparat wurde auch vorgeschlagen, drehbare Windspindeln rings um den Rahmen des Apparates vorzusehen, vermittelst welcher die Saiten mechanisch gespannt werden sollen, wenn auch ohne ein Mittel zum Messen oder zum automatischen Regeln der Spannung auf einen vorher bestimmten Wert.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, den Rahmen am Kopf und am Griff festzuklemmen. oder auch an beiden Seiten und am Handgriff, in der Absicht, eine Verzerrung des Rahmens beim Bespannen mittels mechanischer Vorrichtungen zn verhindern, welche zwar die Belastung messen können, aber nicht die Möglichkeit gewähren. automatisch für die Anwendung einer bestimmten Spannung, unter Verhinderung einer Überschreitung dieser Spannung zu sorgen.
Bei den oben beschriebenen Verfahren wird der Schlägerrahmen absichtlich während der Bespannung verbogen ; er ist nicht positiv gegen Verzerrung in allen Richtungen abgestützt.
Infolgedessen hängt die endgültige Gestaltung des Rahmens und die Spannung der Saiten von dem Urteil und der Geschicklichkeit des die Bespannung bewirkenden Arbeiters ab. Bei diesen Methoden kann also ein guter Schlägerrahmen leicht durch einen ungeschickten Bespanner verdorben werden, und, selbst wenn alle Rahmen von ein und demselben sehr geschickten Arbeiter bespannt werden, so werden doch die bespannten Schläger nicht alle gleichförmig.
EMI1.1
Verzerrung abgestützt, während die Haupt-und die Quersaiten bis zu ihrer Endspannung angezogen werden, und erst dann wird der bespannt Schlägerrahmen frei.
Ferner kann das Verfahren so ausgebildet werden. dass die Schätzung beim Spannen der Saiten in Fortfall kommt, indem eine Windevorrichtung für diesen Zweck angewendet wird, die so eingerichtet ist. dass eine vorher bestimmte Spannung angewendet und automatisch aufrechterhalten werden muss, bis die Saite befestigt ist.
Ein Halter, der den Schlägerrahmen in allen Richtungen während des Bespannens gegen Verzerrung sichert und ermöglicht, den bespannten Rahmen loszumachen, besteht beispielsweise aus einer Anzahl von ringförmigen Segmenten mit unterbrochenen Oberflächen, die sich gegen den Kopf, das Handgriffende und die Seiten des inneren Profils des Schlägerrahmens anlegen, wobei diese Segmente an einer ringförmigen Grundplatte angebracht sind und Mittel vorgesehen sind, die Flächen in und ausser fester Berührung mit dem inneren Profil des Schlägerrahmens zu bringen.
So kann bei ungefähr in Abmessung und Gestalt gleichförmigen Schlägerrahmen einer dieser Schlägerrahmen über die unterbrochenen Flächen der Halter-Segmente, diese umschliessend, gelegt werden, worauf diese Segmente, wenn sie nach aussen geschwenkt werden, nicht nur den Rahmen festhalten, sondern auch eine positive Abstützung gegen die Verzerrung des Rahmens beim Spannen der Haupt-und Quersaiten bilden.
Um die Spannung, mit welcher die Saiten angezogen werden sollen, genau zu bestimmen, wird eine Windetrommel od. dgl., auf welche der Saitenstrang nacheinander aufgewickelt wird, nachgiebig gelagert, aber mit einem Gewicht belastet, so dass, nachdem die Spannung das verlangte Mass erreicht hat, die Trommel nachgibt und dabei die Spannung so lange aufrechterhalten wird, bis die Saite befestigt ist. Der Rahmenhalter ist gegenüber der nachgiebigen,
<Desc/Clms Page number 2>
gcwichtsbelasteten Windetrommel einstellbar, so dass die verschiedenen Spannlöcher am Schläger- rahmen in die geeignete Arbeitslage gegenüber der Trommel gebracht werden können.
Eine Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht des Gesamtapparates, Fig. 2 schaubildlich eines der austauschbaren Gewichte, ferner in grösserem Massstabe Fig. 3 eine Oberansicht des Halters, der den Schlägerrahmen gegen Verzerrung sichert. Fig. 4 einen Längsschnitt nach der Linie 4-4 von Fig. 3. Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie 5-5 von Fig. 3, Fig. 6 eine Oberansicht der Winde mit Bezug auf einen Teil des Halters und Fig. 7 eine Seitenansicht der Winde.
An einem Arm b des Kopfes eines Gestelles a ist eine senkrechte Spindel c durch Muttern e1 festgeklemmt. Diese Spindel dient als Lager des Halters für den Schlägerrahmen d, der in Fig. 3 und 4 mit punktierten Linien dargestellt ist. Der Halter kann von Hand in einer Horizontalebene gedreht werden.
Der Rahmenhalter, dessen Einzelheiten die Fig. 3 bis 5 zeigen, besteht aus einer Querschiene e1, mit welcher er auf der Spindel c gelagert ist, und aus einem an dieser Stange Cl befestigten Ring e. Am Ring e sind mehrere ringförmige Segmente f an senkrechten Stiften f1 drehbar gelagert, nur an einem Ende ist ein festes Segment g vorgesehen.
Die gelenkigen Segmente f sind symmetrisch zur Längsachse 4-4 (Fig. 3) des ringförmigen Halters e und zu dem festen Segment y angeordnet.
Alle Segmente l'und g sind mit aufrecht stehenden Stiften h versehen, die sich dem inneren Profil des Schlägerrahmens d möglichst nahe anpassen und zwischen die gewöhnlichen Bespannungslöcher dl (Fig. 4) des Schlägerrahmens d zu liegen kommen.
Die gelenkigen Segmente/* sind durch nach innen gerichtete und nach unten abgebogene Arme (2, die sich an den den Drehzapfen f1 entgegengesetzten Enden der Segmente befinden, mit den Köpfen il von Bolzen i verbunden, welche in Gleitlagern e2 der Querschiene cl bzw. eines Armes e3 dieser Querschiene radial geführt sind.
EMI2.1
in solcher Richtung hervor. dass die Schlitze j3 die Bolzen i radial nach aussen stossen, wodurch auch ein Ausschwingen der Segmente f nach aussen hervorgerufen wird, so dass deren Stifte h in pressende Berührung mit dem inneren Profil des Sehlägerrahmens d kommen.
So wird der Schlägerrahmen gegen Verzerrung festgehalten und dann von Hand bespannt, wobei alle Saiten bis zu ihrer Endspannung angezogen werden können.
Nachdem der Schlägerrahmen bespannt ist,, bringt eine Rückwärtsdrehung der Spindel k die Stifte h wieder ausser Druckberührung mit dem bespannten Rahmen d, der nun aus dem Halter herausgenommen werden kann.
EMI2.2
festzulegen.
Die Gestalt des Schlägerrahmens < :/. die durch die Stifte h des Halters bestimmt wird. ist die Gestalt. die der Schlägerrahmen beibehalten soll. weil er vollständig bespannt ist.
Infolgedessen ist es es höchst wünschenswert, dass die einzelnen Seiten so stark angezogen werden, dass, wenn der bespannte Sehlägerrahmen vom Halter entfernt wird, sich die Spannungen der einzelnen Saiten gegenseitig ausgleichen, ohne noch irgendeine Gestaltänderung des Schlägerrahmens zu verursachen. Dazu ist nötig. dass jede Saite mit einer bestimmten Spannung
EMI2.3
Rahmen einnimmt.
Deshalb ist eine mechanische Vorrichtung zur Erleichterung der Spannung der Saiten. welche unter Aufrechterhaltung einer vorbestimmten Spannung automatisch nachgibt, sobald die betreffende Saite diese gewünschte Spannung erreicht hat, vorgesehen.
Eine solche Vorrichtung ist in Fig. 1, 2, 6 und 7 dargestellt.
Eine mit Zapfen 11 versehene Windetrommel l ist an einer horizontalen Spindel im Kopf nil eines Ständers m angebracht, der auf einem Arm t/t des Gestells a sitzt. Die Trommel l ist fest verbunden mit einem Schneckenrad 12. in das eine von Hand gedrehte Schnecke 13 eingreift.
Der Kopf m'ist um einen horizontalen Stift m3 schwenkbar gegen den Ständer in, u. zw. nach der Seite des Ständers, die dem oben beschriebenen Rahmenhalter zugewendet ist. An dem Kopf rnl ist auch ein Hebelarm m4 angebracht, der von dem Rahmenhalter weggerichtet
<Desc/Clms Page number 3>
ist. Dieser Arm N4 ist durch ein Gelenk Jn1 mit dem einen Ende eines Hebels n verbunden, welcher mit seinem andern Ende am Gestell a schwingbar angebracht ist. Ein massives Gewicht o hängt an dem Hebel it und kann durch eine von Hand verdrehbare Schraube o1 längs des Hebels it verstellbar werden, wobei die Verstellung auf einer Skala abgelesen werden kann.
Am Hebel n ist auch ein kleines Gehänge nach unten hin angebracht, auf welches Zusatzgewichte 3', von denen in Fig. 2 eines dargestellt ist, aufgelegt werden können.
Nachdem jede Saite 1", Fig. 6 und 7, durch die zugehörigen Löcher des Schlägerrahmens cl, während dieser auf dem Halter sitzt, durchgezogen ist, wird er um die Zapfen lu geschlungen, worauf die Windetrommel l durch die Schnecke l-'gedreht-wird, um die Saite r zu spannen. Sobald die auf die Saite 1" ausgeÜbte Spannung ausreichend ist, wird der Kopf m1 des Ständers 1n nach dem Rahmen d hin abschwenken, weil die Spannung der Saite r die gegenwirkenden Einuüsse des Gewichtes o und eines etwaigen Zusatzgewichtes q überwiegt.
Dadurch wird die Tatsache angezeigt, dass die Saite r bis zu der gewünschten Spannung angezogen worden ist.
EMI3.1
der Anwendung von Zusatzgewichten q wird man in die Lage versetzt, jede beliebige Spannung innerhalb praktischer Grenzen auszuüben, wobei diese Spannung sowohl im Hinblick auf die Lage der betreffenden Saite am Schläger und auch mit Rücksicht auf die verschiedenen Sorten von Schlägern passend vorher bestimmt werden kann.
Wenn die Saite r bis zu der gewünschten Spannung angezogen ist, so wird sie dadurch festgemacht, dass das betreffende Loch des Schlägerrahmens zugespundet wird ; dann wird die Saite von dem Zapfen der Trommel gelöst und wieder durch den Rahmen hindurchgezogen, um die nächste Saite daraus zu bilden.
Während des Spannens wird der Rahmenhalter um seine Spindel c so gedreht, dass immer gegenüber der Windentrommel l das zugehörige Saitenloch liegt, von welchem die Saite heraustritt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Bespannen von Schlägern, insbesondere Tennisschlägern, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlägerrahmen in allen Richtungen gegen Verzerrung festgehalten
EMI3.2
gezogen werden, während der Schlägerrahmen so festgehalten wird.