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Kondensatorreihe zur Verbesserung des Leistungsfaktors in Wechselstromnetzen.
Es ist bekannt, zur Verbesserung des Leistungsfaktors in Wechselstromnetzen Kondensatorreihen zu benutzen ; die aus einzelnen grösseren Kondensatoreinheiten bestehen, die über Sicherungen zusammengeschaltet sind. Dabei pflegt man jede Kondensatoreinheit aus einzelnen kleinen Kondensatorel. ernenten aufzubauen. Bei dieser Anordnung ergibt sich der Nachteil. dass eine Kondensatoreinheit abgeschaltet wird, wenn ein Element der Einheit durchschlagen wird, und die vor die Kondensatoreinheit geschaltete Sicherung durchbrennt. Infolge des mit dem Ausfall einer Kondensatoreinheit verbundenen plötzlichen Abnehmen der Kapazität der Kon-
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die Kondensatorreihe mit dem. Netz verbunden ist. so dass die ganze Kondensatorreihe ausser Betrieb gesetzt ist.
Dieser Nachteil wird nach der Erfindung dadurch vermieden. dass jedes Kondensatorelement innerhalb einer Einheit über einen Widerstand und eine Schmelzsicherung angeschlossen ist. Es wird dann nur das jeweils durchschlagende Element abgeschaltet. und die übrigen Elemente der Kondensatorreihe bleiben eingeschaltet. Die Widerstände : über die die Elemente angeschlossen sind. begrenzen den Kurzschlussstrom, so dass beim Schmelzen einer Sicherung die benachbarten Kondensatorelemente nicht beschädigt werden. Durch den Ausfall des einen oder des ändern Kondensatorelementes nimmt die Kapazität der Kondensatorreihe nur unwesentlich. und da die- Kondensatorelemente nur vereinzelt versagen, auch verhältnismässig langsam ab.
Ist die Kapazität der Kondensatorreihe auf einen zu kleinen Wert gesunken, so werden entweder weitere Einheiten hinzugeschaltel. oder es werden die Einheiten ausgewechselt, deren Kapazität am meisten abgenommen hat.
Da eine Kondensatoreinheit, deren Kondensatorelemente über Widerstände und Schmelzsicherungen angeschlossen sind, nicht plötzlich versagen kann, kann man auch mit der Span-
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bedeutende Verminderung der Anlagekosten zur Folge.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine kleine Kondensatorreihe mit einer Kapazität'von 100 kVA oder zehn Ein- heimen 8 von je OkVA. Jede Einheit 8 besteht aus einer Anzahl parallel geschalteter Kondcl- satorelemente-lü. die über einen Widerstand 12 und eine Sicherung 13 zusammengeschaltet sind. Die Einheiten 8 sind über Hauptsicherungen 23 an eine Leitung 25 über einen Schalter 26 angeschlossen.
In Fig. : ! ist der Aufbau eines Kondensatorelementes 10 dargestellt.
Zunächst wird der Widerstandsdraht auf den Kondensatorkern 11 aufgewunden, che auf diesen die Kondensatorbeläge mit Papierzwischenlagen als Dielektrikum aufgewickelt wurden.
Der Draht wird mit Papierklammern auf dem Kern festgehalten. In der Mitte des aufgewickelten Widerstandsdrahtes Ist eine Sicherung J'-3 eingeschaltet. Die Erhitzung des Widerstandsdrahtes
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Nachdem über den Widerstandsdraht und die Sicherung eine isolierende Umhüllung auf- gebracht ist, werden die Kondensatorbeläge mit dem Dielektrikum in der üblichen Weise aufgewickelt. Das untere Ende des Widerstands drahtes 12 ist an einem schmalen Foliostreifen 15 befestigt, der in Berührung mit dem Kondensatorbelag Iss mit aufgewickelt wird. Das obere Ende des Widerstandsdrahtes ist mit einem Anschlussstreifen 18 verbunden, der oben auf dem Kern 11 sitzt.
Nachdem etwa die Hälfte des Kondensators gewickelt worden ist, wird in Be- rührung mit dem andern Kondensatorbelag 17'ein Foliostreifen 80 eingelegt, der die andere Klemme für das Kondensatorelement bildet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kondensatorreihe zur Verbesserung des Leistungsfaktors in Wechselstromnetzen, deren Einheiten aus kleinen Kondensatorelementen aufgebaut sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kondensatorelement innerhalb einer Einheit über einen Widerstand und eine Schmelzsicherung angeschlossen ist.