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Speisewasservorwärmer.
Die Erfindung betrifft die Erwärmung von Speisewasser für Dampfkessel, u. zw. insbesondere für die Dampfkessel von Lokomotiven.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch die Kombination eines einen Kondensator bildenden und mit einem Einlass für das kalte Wasser und den Druckdampf sowie mit einem Auslass für das warme Wasser versehenen Mischvorwärmers mit einer Reihe von Hilfskondensatoren, von denen der erste mit dem Hauptkondensator so verbunden ist, dass er aus diesem das überschüssige Wasser und den nicht kondensierten Dampf aufnimmt.
Der zweite Hilfskondensator ist mit dem ersten Hilfskondensator in der gleichen Weise verbunden usw., bis zu dem letzten Kondensator, der durch eine geeignete Leitung das überschüssige Wasser in die Ansaugleitung der Kaltwasserpumpe zurückgelangen
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Wasser versehen, so dass der durch die Reihe der Kondensatoren hindurchgehende Dampf stufenweise niedergeschlagen wird und im letzten Kondensator nur noch ungefähr Atmosphärendruck hat, ohne dass nennenswerte Dampfmenge nach aussen hin verlorengehen.
Der letzte Hilfskondensator ist mit einer Entlüftungsöffnung versehen, durch die das Gas und die Luft, die aus dem warmen Wasser frei werden, entweichen. Dieser Hilfskondensator steht mit den vorhergehenden Hilfskondensatoren und dem Hauptkondensator durch in den oberen Teilen der Kondensatoren vorgesehene Öffnungen in Verbindung, derart, dass die aus dem Wasser im Hauptkondensator und den Hilfskondensatoren entweichenden Gase in den letzten Hilfskondensator gelangen und durch die Entlüftungsöffnung abziehen können.
Wenn der Druck im Hauptkondensator höher ist als der Druck des Abdampfes der Hilfsmaschinen, der mit zur Erwärmung des Wassers dienen soll, wird dieser Abdampf zweckmässig unmittelbar in einen der Hilfskondensatoren eingeführt, in dem der Druck niedriger ist als der des Abdampfes.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemäss ausgebildeten horizontalen Vorwärmers im Vertikalschnitt.
Der Vorwärmer besteht in bekannter Weise aus einem als Kondensator dienenden Hauptvorwärmer 36, in den das kalte Wasser durch eine Pumpe 33, eine Leitung 34 und eine Zerstäuberdüse 35 eingespritzt wird. Der Abdampf tritt durch eine Leitung 37 in den Kondensator 36, wird durch das kalte Wasser niedergeschlagen und mischt sieh mit diesem, worauf das erzielte warme Wasser durch eine Leitung 41 von der Warmwasserpumpe 41 ( abgesaugt und in den Dampfkessel gefördert wird.
Die beiden Pumpen 33 und 41 sind durch eine einzige Dampfmaschine 30 angetrieben.
Neben dem Hauptkondensator 36 liegen Hilfskondensatoren 50 und 51, von denen zwei dargestellt sind, deren Anzahl aber beliebig sein kann. Der Hilfskondensator 50 steht mit dem Hauptkondensator 36 durch eine Öffnung 52 in Verbindung, deren Höhe den höchsten Wasserspiegel des warmen Wassers in dem Kondensator 36 bestimmt. In gleicher Weise stehen die beiden Hilfskondensatoren 50 und 51 durch eine Öffnung 53 in Verbindung. Aus dem Kondensator 51 wird das überschüssige
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In jeden der Hilfskondensatoren 50 und 51 wird ebenfalls kaltes Wasser eingespritzt, wozu in diesen beiden Kondensatoren Zerstäuberdüsen 57 und 58 angeordnet sind, die aus einer Abzweigleitung 59 der Kaltwasserleitung gespeist werden.
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In dem dargestellten Falle wirddie Entlüftnng durch Öffnungen und' ?, die beispielsweise die oberen Teile der Kondensatoren miteinander verbinden, sowie durch einen an dem letzten Hilfskondensator angebrachten, ins Freie führenden Entlüftungsstutzen 56 bewirkt.
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kondensator 36 eintretenden Dampfes wird durch das kalte Wasser niedergeschlagen, wobei er dieses erwärmt. Der nicht niedergeschlagene Dampf und das überschüssige warme Wasser treten durch die Öffnung 52 in den ersten Hilfskondensator 50, in dem ein neues Niederschlagen des Dampfes stattfindet.
Der Druck im Kondensator 50 ist daher niedriger als der im Kondensator 36. Aus dem Kondensator 50 treten der nichtniedergesehlagene Dampf und das warme Wasser alsdann in den zweiten Hilfskonden-
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bis in die Nähe des Atmosphärendruckes fällt. Die Teile der Vorrichtung sind so bemessen, dass sämtlicher Dampf niedergeschlagen wird. Da diese Kondensation ausschliesslich zur Erwärmung des Wassers dient, das unmittelbar von der Warmwasserpumpe angesaugt oder in die Ansaugleitung der Kaltwasserpumpe
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Um den letzten Kondensator auf Atmosphärendruck zu halten, kann das Ventil 61 mit einem Schnarrventil verbunden sein. In manchen Fällen kann es auch von Vorteil sein, wenn der letzte Hilfskondensator gegen die Aussenluft offen ist. Infolge der aufeinanderfolgenden Kondensationen ist der Dampfverlust nur ganz unbeträchtlich.
Der in den Hauptkondensator 36 eintretende Dampf kann Dampf aus einer beliebigen Quelle sein. Vorzugsweise soll aber für diesen Vorwärmer Anzapfdampf verwendet werden, der aus den Ma-
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Man könnte auch in den Hauptkondensator ausschliesslich gewöhnlichen Abdampf und gegebenenfalls den Abdampf der Hilfsmaschinen einleiten, der beispielsweise durch eine Leitung 62 zugeführt wird.
In diese Leitung ist in an sich bekannter Weise ein Rückschlagventil 63 eingeschaltet, das die Leitung 62 absperrt, wenn der Druck in dem Kondensator 36 grösser wird als der Druck des Abdampfes der Hilfsmaschinen, damit letztere nicht gegen Gegendruck zu arbeiten brauchen. Das gleiche Ergebnis lässt sich dadurch erzielen, dass man die Leitung 62 unmittelbar in einen Hilfskondensator einführt, in dem der Druck stets niederiger ist als der Abdampfdruck der Hilfsmasehine.
Gegebenenfalls können noch zur Beschleunigung des Übertrittes von Wasser und Dampf aus einem Kondensator in den andern Ejektoren angeordnet werden.
Offenbar könnten in allen Fällen eine oder mehrere Pumpen, insbesondere die Kaltwasserpumpe, durch einen Injektor od. dgl. ersetzt werden.
Die Erfindung ist nur an Beispielen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen, auf die sie aber nicht beschränkt ist. Im Sinne der Erfindung könnten an den beschriebenen Vorrichtungen noch mancherlei Abänderungen getroffen werden. PATENT-ANSPRÜCHE :
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bildenden Hauptvorwärmers mit einer Reihe von Hilfskondensatoren, von denen der erste mit dem Hauptkondensator in Verbindung steht und aus diesem das überschüssige Wasser und den nicht kondensierten Dampf aufnimmt, während der zweite Hilfskondensator mit dem ersten Hilfskondensator in gleicher Weise in Verbindung steht usw.
bis zum letzten Kondensator, der durch eine geeignete Leitung das überschüssige Wasser in die Ansaugleitung der Kaltwasserpumpe gelangen lässt, wobei der letzte Hilfskondensator und gegebenenfalls jeder der Hilfskondensatoren eine Zuleitung für kaltes Wasser
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Dampfes ermöglicht, so dass er zuletzt ungefähr auf Atmosphärendruck gelangt und möglichst wenig Dampf nach aussen verlorengeht.