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Wasserflugzeug mit abnehmbaren Tragdeckfliigeln.
Die Erfindung betrifft ein Wasserflugzeug mit bekannterweise abnehmbaren Tragdeckflügeln und besteht hauptsächlich darin, dass es an den Stellen zur Kupplung der Flügel und ihrer allfälligen Stützstreben od. dgl. mit dem schwimmfähigen Flugzeugkörper ausser mil den beim Fluge beanspruchten Hauptanschlüssen noch mit besonderen, unabhängig von diesen wirkenden, nur beim Stand des Flugzeuges beanspruchten leicht lösbaren Hilfsanschlüssen in der Weise ausgerüstet ist, dass das Flugzeug bei gelüsten Hauptanschlüssen auf dem Wasser ruhen oder geschleppt werden kann und die Flügel im Falle drohender Gefahr durch blosses Lösen der Hilfsanschlüsse rasch abfallen gelassen werden können.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt. Die Fig. 1-6 zeigen Vorderansichten von Wasserflugzeugen solcher Bauweisen, die für die Anordnung von Hilfsanschlüssen im Sinne der Erfindung besonders geeignet sind.
Die Fig. 7 zeigt einen Hilfsanschluss samt Auslösung.
Die Tragdecknügel sind bei allen dargestellten Ausführungsformen am schwimmfähigen Flugzeugkörper unter voller Berücksichtigung der Flugsicherheit leicht lösbar angebracht. Unter Flugzeugkörper ist im Sinne der Erfindung bei Flugbooten der eigentliche Bootskörper a (Fig. 1-3) mit der Hauptmotoranlage verstanden, bei Wasserflugzeugen mit Schwimmern der mit diesen zusammengebaute Rumpf b (Fig. 4-6) zu verstehen. Der Bootskörper oder der Rumpf mit seinen Schwimmern muss für sich oder zum mindesten dank eigens für diesen
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Bie beiderseitigen Tragdeckflügel, die allenfalls Hilfsschwimmer, Motoren usw. tragen, sind mit dem Bootskörper oder Rumpf an allen, z. B. vier vorderen und vier hinteren Kupp-
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kenntlich gemacht ist.
Bei Doppeldeckern ist jedes Deck mit einem Anschlusspaar am Flugzugkörper befestigt (Fig. 1 und 4) ; bei Eindecken mit verstrebten Tragflügeln jeder Flügel und jede Stützstrebe durch je ein Anschlusspaar (Fig. 2 und 5) und bei Eindecken mit eigensteifen Tragflügeln ohne äussere Verstrebung die obern und die untern Tragholme durch je ein Anschlusspaar (Fig. 3 und 6).
Da diese im Fluge beanspruchten Hauptanschlüsse ihre Bestimmung als Zug-oder Druckverbindung wechseln, je nachdem das Flugzeug fliegt oder auf dem Wasser schwimmt, so
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Nun ist es aber bei schwimmenden Flugzeugen im Gefahrfalle sehr wünschenswert, die Flügel rasch abtrennen zu können, ohne den Rumpf aus der Gleichgewichtslage zu bringen, wie das beim aufeinanderfolgenden Abtrennen der beiden Flügel der Fall ist. Daher werden für diesen besonderen Zweck noch eigene Hilfsanschliisse vorgesehen, die ein vorheriges Lösen aller Hauptanschlüsse erlauben und für sich allein die Tragdecknügel des schwimmenden Flugzeuges zu halten vermögen, dabei aber leicht und und alle gleichzeitig lösbar sind, so dass beim Abfallen aller Flügel vom Flugzeugrumpfe dessen Gleichgewicht nicht mehr gestört wird.
Solche Hilfsanschlüsse werden gewöhnlich nur an den oberen Verbindungsstellen angebracht, die bloss durch die vom Eigengewicht der Tragflügel herrührenden Zugsspannungen beansprucht sind, weil die in diesem Falle die Druckspannungen übertragenden Hauptanschlüsse
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ohne weiters so ausgebildet werden können, dass sie hiezu auch nach ihrem Lösen bzw. Ent- kuppeln wirksam sind.
Die Hauptanschlusskupplungen können beispielsweise vom Bolzen d, Fig. 7, gebildet sein, die die beiden ineinandergreifenden Anschlussenden der betreffenden Rumpf-und Flügel- holme durchsetzen und nach Lösen der Sicherungsmutter mit Hammer und Durchschlag entfernt werden.
Die Hilfsanschlüsse müssen, um ein gleichzeitiges Entkuppeln aller Flügel zu gestatten, von einer besonderen Stelle aus gemeinsam gelöst werden können. Hiefür eignen sich Kettendrahtseil-, Druckwasser-oder elektrische Kupplungen. In Fig. 7 ist ein solcher Hilfsanschluss mit Auslösevorrichtung mittels Bowdenkabel bei einer am Stand auf Zug beanspruchten Kupplungsstelle dargestellt. Der Flügelholm j1 und der Kastenholm j2 des Rumpfes sind ausser durch den schon erwähnten Hauptanschlussbolzen cl auch noch mittels eines Hilfsanschlusses verbunden, der hier aus einem Spannschlosskupplungslenker k gebildet ist.
Dieser ist einerends an einem am Flügelholme jl fest angebrachten Haken angelenkt, anderends mittels einer Endöse 1 in einen schwenkbaren Kupplungsfinger m des Rumpfkastenholmes j2 eingehängt. Das Fingerende ist nasenförmig aufgebogen und wird in einer Sperrklinke n von der Form eines Gewehrhahnes gehalten, die gleichfalls am Kastenholme j2 schwenkbar angebracht ist.
An das freie Klinkenende ist ein Bowdenkabel p angeschlossen, das zu einer im Rumpfe gelegenen Stelle geführt ist, an der auch alle von den andern Hilfsanschlüssen kommenden Bowdenkabel zusammenlaufen. Sie können so gemeinsam durch einen einzigen Stellhebel q 'betätigt werden, bei dessen Verstellung somit alle Hilfsanschlüsse zugleich, gelöst werden,
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abfallen.
Stellt sich beim schwimmenden Wasserflugzeug die Notwendigkeit ein die Flügel abzutrennen, damit es beispielsweise beim Schleppen nicht von einem seitlichen Winde gekippt werden kann, so werden zuerst sämtliche Hauptanschlüsse gelöst Die Tragflügel hängen dann nur an den Hilfsanschlüssen. Werden diese dann mit einem Zug gelöst, so fallen die Tragdeckflügel gleichzeitig ab, ohne den Flugzeugrumpf oder den Bootskörper aus seinem Gleichgewichte zu bringen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wasserflugzeug mit abnehmbaren Tragdeckflügeln, dadurch gekennzeichnet, dass es an den Stellen zur Kupplung der Flügel, sowie ihrer allfälligen Stützstreben od. dgl. mit dem mittleren schwimmfähigen Flugzeugkörper ausser mit den erforderlichen flugbeanspruchungsfesten Hauptanschlüssen noch je mit unabhängig von diesen wirksamen, bloss standbean- spruchungsfesten und leicht lösbaren Hilfsanschlüssen in der Weise ausgerüstet ist, dass das Flugzeug bei gelösten Hauptanschlüssen auf dem Wasser ruhen oder geschleppt werden kann und die Flügel bei drohender Gefahr durch blosses Lösen der Hilfsanschlüsse rasch abfallen gelassen werden können.